Ungewöhnliche MascheMann stiehlt dutzende leere Bierfässer – aus irrem Grund
Sven Ziegler
22.4.2026
Der Mann klaute Bierfässer, um das Pfand zu kassieren.
Bernd Thissen/dpa
Ein Vierzigjähriger hat im Kanton Freiburg ein ungewöhnliches Betrugssystem entwickelt: Er stahl beim Parkplatz eines Getränkehändlers leere Bierfässer, um sie andernorts gegen Pfandgeld einzulösen. Innerhalb von anderthalb Monaten erbeutete er so zwischen 1'500 und 2'000 Franken.
Die Idee klingt simpel: Leere Bierfässer haben einen Pfandwert – und wer sie zurückbringt, bekommt Geld. Ein Portugiese mit Wohnsitz in der Waadtländer Broye trieb dieses Prinzip auf die Spitze. Laut der Westschweizer Zeitung «La Liberté» unternahm der Mann fünf bis sechs gezielte Besuche auf dem Parkplatz eines regionalen Getränkehändlers und lud dort unbemerkt leere Bierfässer ein.
Die Beute brachte er anschliessend zu Grossverteilern wie Aligro oder La Halle aux Boissons und kassierte jeweils das Pfandgeld.
Verurteilung mit Auflagen
In anderthalb Monaten häufte er so 30 bis 40 gestohlene Fässer und einen unrechtmässigen Gewinn von 1'500 bis 2'000 Franken an.
Die Freiburger Staatsanwaltschaft hat den Mann wegen Diebstahls zu 15 Tagesbusstagen auf Bewährung sowie einer Busse von 300 Franken verurteilt. Hinzu kommen die Gerichtskosten, die die Strafe verdoppeln. In einem allfälligen Zivilverfahren dürfte er zudem verpflichtet werden, den entstandenen Schaden vollumfänglich zu ersetzen.