Grosse Sorge am Leutschenbach Geheime Umfrage zeigt Ja-Trend zur SRG-Halbierungsinitiative

Lea Oetiker

3.12.2025

Susanne Wille, Generaldirektorin der SRG.
Susanne Wille, Generaldirektorin der SRG.
KEYSTONE

Laut einer unveröffentlichten Sotomo-Umfrage liegt die Halbierungsinitiative, welche die Radio- und TV-Abgabe auf 200 Franken senken will, derzeit mit 52 Prozent Zustimmung vorne.

Lea Oetiker

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Eine unveröffentlichte Umfrage von Sotomo zeigt: 52 Prozent sind für die Senkung der Radio- und TV-Abgaben. 44 Prozent lehnen die Initiative ab, 4 Prozent sind unentschieden.
  • Das Nein-Komitee liess die Umfrage vom Forschungsinstitut Sotomo durchführen, veröffentlichte sie jedoch nie.
  • Statistisch gesehen haben Initiativen in der Schlussphase oft einen schweren Stand: Sie verlieren laut Erfahrungswerten rund 14 Prozent Zustimmung zwischen erster Umfrage und Urnengang.

Die Halbierungsinitiative könnte bei der SRG-Abstimmung vom 8. März 2026 zu einem knappen Rennen führen. Laut einer unveröffentlichten Umfrage des Nein-Komitees, die vom Forschungsinstitut Sotomo durchgeführt wurde, sprechen sich 52 Prozent für die Senkung der Radio- und TV-Abgabe von 335 auf 200 Franken aus, berichtet die «Aargauer Zeitung». 44 Prozent sind dagegen, 4 Prozent noch unentschieden.

Damit bestätigt die Sotomo-Erhebung Resultate einer früheren Leewas-/Tamedia-Umfrage, die im September eine ähnliche Mehrheit für die Vorlage zeigte. Im Sommer hatte eine Demoscope-Befragung noch auf eine deutliche Ablehnung hingedeutet.

Die Entwicklung sorgt bei den Gegnern der Initiative für Unruhe. Vertreterinnen und Vertreter aus SP, FDP, Mitte, Grünen und Grünliberalen wollen am kommenden Montag ihre Nein-Kampagne lancieren und erste Plakatsujets präsentieren. «Ich bin besorgt», sagt Laura Zimmermann, Mitinitiatorin der Nein-Kampagne und vormalige Co-Leiterin der Operation Libero, zur Zeitung.

Albert Rösti zieht mildere Senkung nun vor

Das Ja-Komitee plant seinen Kampagnenstart erst im neuen Jahr. Medienberichten zufolge arbeitet SVP-Werber Alexander Segert am visuellen Auftritt.

Innerhalb der SVP wird der Einsatz für die Initiative jedoch unterschiedlich bewertet – nicht zuletzt, weil Medienminister Albert Rösti inzwischen eine mildere Senkung auf 300 Franken vorzieht.

Statistisch gesehen haben Initiativen in der Schlussphase oft einen schweren Stand: Sie verlieren laut Erfahrungswerten rund 14 Prozent Zustimmung zwischen erster Umfrage und Urnengang. Sollte sich dieses Muster wiederholen, könnte die Halbierungsinitiative am Ende scheitern.