Die Gemeinde Bettingen im Kanton Basel-Stadt hat einen erheblichen Buchhaltungsfehler gemacht, der sich über drei Jahre erstreckte. Insgesamt wurden 19,5 Millionen Franken bei der Steuerabrechnung falsch verbucht, was die Steuereinnahmen der Gemeinde deutlich höher erscheinen liess, als sie tatsächlich waren.
Dieser Fehler fiel erst bei einer Sitzung über den Finanzausgleich mit dem Kanton auf, berichtet SRF: Der Fehler entstand, weil eine Position in der Bilanz fälschlicherweise bei den «Aktiven» statt bei den «Passiven» verbucht wurde. Dadurch wurde aus einem Minus ein Plus.
Trotz Verdachtsmomenten seitens der Gemeinde, die bereits 2022 beim Kanton nachfragte, wurde der Fehler erst bei einer Prüfung durch die Finanzkontrolle des Kantons entdeckt. Der Gemeindepräsident Nikolai Iwangoff erklärte, dass es menschlich sei, sich von vermeintlich höheren Einnahmen blenden zu lassen.
Freude statt Verwunderung
Auch die Finanzdirektorin des Kantons, Tanja Soland, räumte ein, dass es bei der ersten Untersuchung 2022 Missverständnisse gab. Die Freude über die vermeintlich höheren Steuererträge habe dazu geführt, dass die Zahlen nicht hinterfragt wurden.
Nun müsse die Gemeinde die Falschbuchung rückwirkend korrigieren, und die angepassten Jahresrechnungen müssen von der Bettinger Stimmbevölkerung im nächsten Frühling bewilligt werden. Trotz der Korrekturen und der Anpassung des Budgets für 2025, das nun ein Defizit von 1,7 Millionen Franken vorsieht, muss die Gemeinde keine drastischen Massnahmen ergreifen.
Der fehlende Betrag kann aus dem Eigenkapital gedeckt werden, sodass geplante Projekte und Investitionen nicht gefährdet sind. Eine Steuererhöhung ist ebenfalls nicht vorgesehen.
Die stabile finanzielle Lage der Gemeinde hat dazu beigetragen, dass der Fehler keine schwerwiegenden Folgen hat. Für die Jahre 2025 und 2026 wird mit einem Defizit gerechnet, doch für 2027 erwartet die Gemeinde wieder ein positives Ergebnis. Die Finanzdirektorin lobte die Gemeinde für ihre zurückhaltende Budgetierung, die grösseren Schaden verhinderte.
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Der Eintrag in die Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes soll die Wertschätzung für das Jodeln stärken, heisst es vom Zentrum für Appenzeller und Toggenburger Volksmusik, des Roothuus Gonten.
Dabei gibt es auch keine Nachwuchsprobleme. Allein im Eidgenössischen Jodlerverband sind rund 12.000 Aktive und es gibt viele freie Jodlergruppen. Jodeln soll auf Hirten zurückgehen, die sich einst zwischen weit entfernten Bergweiden so verständigt haben sollen.
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