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Jetzt meldenDie Gemeinde Glarus greift erneut zum Rotstift: Nach einem ersten Sparpaket sollen nun weitere Massnahmen helfen, das strukturelle Defizit von 4 Millionen Franken abzubauen – einschneidende Kürzungen inklusive.
Die Gemeinde Glarus muss sparen. Die finanzielle Situation ist so ernst, dass sich der Gemeinderat im März zu einem drastischen Sparprogramm gezwungen sah.
Der Skilift Dreieck soll verkauft oder zurückgebaut werden. Insgesamt sechs Dorf- und Bergbeizen sollen an Private übergehen. Gleiches gilt für die Schrebergärten: Gelingt der Verkauf nicht, werden diese geschlossen. Die Badi Ygruben konnte diesen Sommer zudem nur betrieben werden, weil die Stiftung Glarner Gemeinnützige eine Defizitgarantie von 150'000 Franken gewährt.
Aber das reicht noch nicht: Am Dienstag hat der Gemeinderat nun das nächste Sparpaket verkündet. Unter anderem will er auf das Personalfest verzichten, Forstreviere zusammenlegen und die Öffnungszeiten bei den Tagesstrukturen kürzen.
Insgesamt 20 Massnahmen umfasst das neue Paket. Viele betreffen die Schule, so sollen etwa beim Schulschwimmen 80'000 Franken jährlich eingespart werden. Zudem werde beim Ausfall einer Lehrperson an den ersten beiden Nachmittagen keine Betreuung mehr angeboten. Jährliches Einsparungspotenzial: 20’000 Franken.
Die Gemeinde will mit dem Projekt «Gesunde Gemeindefinanzen» das strukturelle Defizit von rund 4 Millionen Franken bis zum Budgetjahr 2027 beseitigen. Gleichzeitig soll die Standortattraktivität sowie die finanzielle Autonomie der Gemeinde gesichert werden.
Dazu sei eine Kombination aus Ausgabensenkung, Ertragssteigerung und Investitionseinschränkung notwendig. «Auch eine Erhöhung des Gemeindesteuerfusses ist unabdingbar», schreibt der Gemeinderat in einer Mitteilung.
Das letzte Wort hat die Bevölkerung an der Gemeindeversammlung am 28. November. Bereits bei der letzten Gemeindeversammlung, als das Budget noch gar nicht auf der Traktandenliste stand, drehten sich die meisten Wortbeiträge um die schiefe Finanzlage. Entsprechend kein Prophet, wer im Herbst hitzige Debatten vorausahnt.