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Statt des selbst gestalteten Grabsteins schmückt nun ein Holzkreuz das Grab in Villmergen AG.
Screenshot Tele M1
In Villmergen AG musste ein Grabstein weichen, da er nicht den örtlichen Vorschriften entsprach. Die 18-jährige Tochter des Verstorbenen hatte ihn selbst gestaltet und lange darauf gespart.
Paris Theiler aus Villmergen AG hatte lange für einen Grabstein für ihren 2021 verstorbenen Vater gespart. Mit viel Hingabe gestaltete sie diesen selbst. Offenbar umsonst: Der Stein musste entfernt werden, weil er nicht den Vorschriften der Gemeinde entsprach, wie «Tele M1» berichtet.
«Wenn ihr an mich denkt, seid nicht traurig. Erzählt lieber von mir und traut euch ruhig, zu lachen. Lasst mir einen Platz zwischen euch, so wie ich ihn im Leben hatte», heisst es demnach auf der Steintafel. Die Neugestaltung kostete insgesamt 600 Franken.
Laut dem Bericht war das Grabmal etwa 40 Zentimeter zu klein. «Für mich ist nicht infrage gekommen, dass es ein Problem gibt, wenn man ein Grab schön macht», sagt Theiler zu «Tele M1». Sie hätte es verstanden, wenn sie über die Grenzen hinausgegangen wären, aber sie habe lediglich den zugewiesenen Platz genutzt.
Ein Grabstein auf dem Friedhof in Villmergen muss mindestens 90 Zentimeter hoch sein – der von Theiler war nur 50 Zentimeter gross. Gemeindeschreiber Josef Würsch erklärte dem Regionalsender, dem Gemeinderat sei es wichtig, die Bestimmungen des Friedhofreglements im Sinne der Gleichbehandlung und eines einheitlichen Erscheinungsbildes konsequent umzusetzen.
Paris Theiler sei sich dieser Regelungen nicht bewusst gewesen und plane nun, einen neuen Grabstein anfertigen zu lassen. Dafür müsse sie jedoch erneut sparen.