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Lengnau AG wird auch künftig eine eigenständige Gemeinde bleiben.
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Vor dem Nein zur Gemeindefusion eskalierte im Aargauer Surbtal der Abstimmungskampf. Der Lengnauer Gemeinderat wurde in anonymen E-Mails beschimpft.
Diese Woche hat das Stimmvolk in Lengnau AG mit deutlicher Mehrheit entschieden, nicht mit den Gemeinden Endingen, Tegerfelden und Schneisingen fusionieren zu wollen. Dem Entscheid ist ein hitziger Abstimmungskampf vorausgegangen.
Der Lengnauer Gemeinderat hatte als einziger der vier Gemeinden eine Nein-Parole beschlossen. Das hatte heftige Reaktionen zur Folge, wie das «Badener Tagblatt» berichtet. «Wir erhielten darauf anonyme Mails mit Texten, die zum Teil weit unter die Gürtellinie gingen», habe Gemeindeammann Viktor Jetzer (SVP) an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung gesagt.
In manchen Nachrichten seien einzelne Mitglieder angesprochen worden, manchmal der gesamte Gemeinderat. Drohungen hätten die Mails zwar keine enthalten, dafür «unschöne, massivst beleidigende Ausdrücke».
Der Gemeinderat habe daraufhin IT-Spezialisten damit beauftragt, die Absender zu eruieren. Das Resultat: Die Hassnachrichten kamen von einem Prepaid-Handy aus Deutschland. «Das ist eine absolute Feigheit», wird Jetzer vom «Badener Tagblatt» zitiert.
Die Gemeinde verurteile solche Mails aufs Schärfste. Der Lengnauer Gemeinderat stehe hinter seinen Aussagen. «Dass man nicht immer der gleichen Meinung ist, gehört nun mal zur direkten Demokratie.»
Wer hinter dem Prepaid-Handy steckt, ist unbekannt. Der Gemeinderat plant keine rechtlichen Schritte.