Tourismusprojekt spaltet RegionGibts bald eine Seilbahn auf den Gotthard? Pläne lösen Wirbel aus
Dominik Müller
30.1.2026
Das Projekt «Porta Gottardo» umfasst auch eine Verbindung ins Skigebiet Andermatt.
Keystone
Mitten in einer der symbolträchtigsten Alpenregionen der Schweiz soll ein neues Seilbahnsystem entstehen. Das Projekt «Porta Gottardo» trifft auf Zustimmung – und den Widerstand von Umweltorganisationen.
Das Projekt «Porta Gottardo» plant in rund zehn Jahren ein ganzjähriges Tourismusgebiet mit neuen Seilbahnen zwischen Airolo, dem Gotthardpass, dem Gemsstock und Realp.
Während lokale Befürworter wirtschaftliche Chancen sehen, warnen Umweltorganisationen vor gravierenden Eingriffen in eine unberührte Alpenlandschaft.
Doch das könnte sich ändern: Das Projekt «Porta Gottardo», über das SRF berichtet, will den Pass in rund zehn Jahren zu einer ganzjährigen Tourismusdestination machen.
Geplant ist ein neues Seilbahnsystem: Eine Bahn soll von Airolo auf die Passhöhe führen. Von dort ist eine Verbindung zum Gemsstock auf fast 3000 Metern vorgesehen, mit Anschluss an das Skigebiet Andermatt. Eine zweite Linie soll den Pass mit Realp verbinden.
In der Region gehen die Meinungen auseinander. Während einige Einheimische im Projekt eine Chance für die Zukunft sehen, mahnen andere zur Vorsicht. Voraussetzung für Zustimmung sei, dass die Natur respektiert werde.
Machbarkeit von «Porta Gottardo» noch offen
Deutlich ablehnend reagieren Umweltorganisationen. Trotz bisheriger Vorstudien warnen sie vor massiven Eingriffen in eine weitgehend unberührte Alpenlandschaft. Mehrere neue Seilbahnen in diesem Gebiet seien problematisch, heisst es von der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz im SRF-Bericht.
Die Initianten betonen, dass zuerst die Machbarkeit geprüft werden soll. Hinter dem Projekt stehen private Personen aus den Regionen Airolo und Andermatt. Als nächster Schritt ist die Gründung eines Vereins geplant.
Tourismusexperte Jürg Stettler von der Hochschule Luzern sieht zwar Potenzial dank der Höhenlage und eines grossen Einzugsgebiets bis nach Norditalien. Gleichzeitig warnt er im Gespräch mit SRF vor wirtschaftlichen Risiken in einem bereits stark ausgelasteten Markt.
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