Sechs Insassen mit positivem Test Walliser Häftlinge schmuggeln Cannabis in Käse

Samuel Walder

17.2.2025

Im Wallis schmuggelten Häftlinge Drogen ins Gefängnis.
Im Wallis schmuggelten Häftlinge Drogen ins Gefängnis.
Kanton Wallis

Trotz strenger Kontrollen bleibt Drogenkonsum in Walliser Gefängnissen ein Problem. Sechs Häftlinge in Crêtelongue wurden positiv getestet – und ein skurriler Schmuggelversuch in Sitten gibt Einblick in Methoden.

Samuel Walder

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Im Gefängnis Crêtelongue in Granges VS wurden sechs Häftlinge positiv auf Drogen getestet.
  • Trotz systematischer und zufälliger Kontrollen bleibt Drogenkonsum in der Haftanstalt ein Problem.
  • Ein aufgedeckter Fall in Sitten zeigt die Kreativität der Schmuggler: Cannabisharz wurde in einem Stück Käse versteckt.

Im Gefängnis Crêtelongue in Granges VS haben sechs Häftlinge im vergangenen Jahr bei Drogentests positive Befunde abgegeben. Wie die Zeitung «Le Nouvelliste» berichtet, wurden in ihren Proben vor allem THC, aber auch Benzodiazepine und Kokain nachgewiesen.

Die betroffenen Insassen im Alter zwischen 22 und 45 Jahren mussten sich nun zusätzlich wegen Drogenkonsums vor Gericht verantworten. Das berichtet «20 Minuten».

Systematische und zufällige Drogenkontrollen – doch Konsum bleibt ein Problem

Laut Georges Seewer, Leiter des Amts für Straf- und Massnahmenvollzug des Kantons, werden in Crêtelongue alle Häftlinge routinemässig auf Drogen getestet. Bereits beim Haftantritt müssen sie eine Urinprobe abgeben. Weitere Tests erfolgen vor und nach Hafturlauben, auf Verlangen der Behörden oder bei Verdacht auf Drogenkonsum.

Trotz der strengen Sicherheitsmassnahmen zeigen Zufallskontrollen, dass innerhalb des Gefängnisses weiterhin konsumiert wird. Wie die Drogen hinter Gitter gelangen, bleibt ein Rätsel – doch ein kreativer Schmuggelversuch in einem anderen Walliser Gefängnis liefert einen Hinweis.

Spurensuche verlief im Sand – Verfahren eingestellt

Im Gefängnis Les Îles in Sitten versuchte ein Besucher, einem Inhaftierten ein vermeintlich harmloses Paket zu überbringen: eine Stange Zigaretten und ein Stück Käse. Doch bei der Durchsuchung entdeckten die Wärter sechs Stücke Cannabisharz, die im Käse versteckt waren.

Die Spurensuche verlief allerdings im Sand. Der vermeintliche Lieferant erklärte, er habe den Käse von einem Unbekannten erhalten, der ihn ebenfalls von einer anderen Person bekommen habe. Mangels Beweisen wurde das Verfahren eingestellt.

Der Redaktor hat diesen Artikel mithilfe von KI geschrieben.