SVP und Grüne fordern weiterhin Gratis-Tests +++ Mehrere Unis führen Zertifikatspflicht ein

Agenturen/red

14.9.2021

Agenturen/red

14.9.2021

Laut Angaben der Johns-Hopkins-Universität liegt die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in der Schweiz bei bislang insgesamt 816’110  Personen. 10’974 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 verstorben. Weltweit stieg die Zahl der Infizierten auf 225’585’522, die Zahl der Toten auf 4’644’508.

Zertifikatspflicht an den Schweizer Universitäten

Hochschulen können selbst entscheiden, ob sie für den Zugang zu ihren Lehrveranstaltungen das Covid-Zertifikat verlangen oder nicht. Die Universität Basel und die Pädagogischen Hochschule Bern führen die Zertifikatspflicht ein. Die Universitäten Bern und Freiburg führen zum Semesterstart von kommender Woche eine Covid-Zertifikatspflicht für alle Lehrveranstaltungen ein. Zur Sicherheit der Studierenden und Dozierenden gilt weiterhin eine Maskenpflicht in Innenräumen. Die Berner Hochschule will spätestens ab Oktober aber auch allen Angehörigen der Uni kostenlose Testmöglichkeiten zur Verfügung stellen. Mehrere Hochschulen beschlossen bereits in den letzten Tagen eine solche Pflicht, darunter die ETH, die Universitäten Zürich, St. Gallen, Genf und Neuenburg sowie die Hochschule Luzern.

Das Wichtigste aus der Schweiz im Überblick

  • Das BAG meldet 1992 Neuinfektionen bei 34'013 Tests. Elf Personen starben an Covid-19, 65 wurden hospitalisiert.
  • Die Schweiz hat den ersten Tag mit erweiterter Zertifikatspflicht «einigermassen ruhig überstanden»
  • In den Personalrestaurants der Grossbanken UBS und Credit Suisse wird ein Covid-Zertifikat Pflicht.
  • Der Nationalrat diskutiert heute einen Vorschlag des Bundesrats, der vorsieht, dass Ausreisepflichtige unter bestimmten Voraussetzungen zu einem Covid-Test gezwungen werden können. 
  • Die SVP-Fraktion fordert, dass der Bund die Kosten für die Corona-Tests auch nach dem 1. Oktober übernimmt. Die Grüne Fraktion rief ebenfalls den Bundesrat auf, die Tests auch ab Oktober gratis anzubieten.
  • Liveticker
    Neue Beiträge
  • Liveticker beendet
  • 22.00 Uhr
    Wir beenden unseren heutigen Live-Ticker

  • 21.42 Uhr
    In Frankreich gilt ab Mittwoch Impfpflicht für Pflegepersonal und Feuerwehr

    In Frankreich gilt ab Mittwoch eine Corona-Impfpflicht für alle Mitarbeiter von Krankenhäusern, Alten- oder Pflegeheimen, Pflegediensten sowie für Mitarbeiter von Rettungsdiensten und Feuerwehr. Gesundheitskräfte, die nicht mindestens eine erste Impfdosis erhalten haben, müssen von Mittwoch an mit Sanktionen rechnen. Wer bis zum 15. Oktober nicht vollständig immunisiert ist, dem drohen Konsequenzen bis hin zum Berufsverbot.

    Gegen die Regelung waren in den vergangenen Wochen zehntausende Franzosen auf die Strasse gegangen. Umfragen zufolge befürworten allerdings bis zu drei Viertel der Franzosen die Impfpflicht für das Gesundheits- und Pflegepersonal. Insgesamt sind inzwischen etwa 70 Prozent der französischen Bevölkerung geimpft.

  • 21.12 Uhr
    SVP-Fraktion fordert mit Motion weiterhin Gratis-Tests

    Die SVP-Fraktion fordert, dass der Bund die Kosten für die Corona-Tests auch nach dem 1. Oktober übernimmt. Sie verabschiedete am Dienstag eine entsprechende Motion.

    Solange die Zertifikatspflicht gilt, sollen aus Sicht der SVP die Tests dafür gratis sein. Kostenpflichtige Tests wären vor allem für Junge und weniger zahlungskräftige Bürgerinnen und Bürger eine zusätzliche Belastung und daher inakzeptabel, teilte die Partei am Abend mit. Die Kostenübernahme durch den Bund könne auch als indirekte Unterstützung der bereits hart getroffenen Branchen betrachtet werden.

    Die Grüne Fraktion rief am Dienstagabend auf Twitter ebenfalls den Bundesrat auf, die Tests auch ab Oktober gratis anzubieten, damit sich weiterhin möglichst viele Menschen testen lassen und somit ihr Umfeld schützen könnten.

    «Wir Grüne fordern seit Wochen, dass Corona-Test gratis bleiben», schrieben die Grünen weiter auf Twitter. Nun würden sich auch Vertreterinnen und Vertreter der SP, der Mitte und der SVP der Forderung anschliessen.

    Mitte-Präsident Gerhard Pfister schrieb ebenfalls auf dem Kurznachrichtendienst, das wichtigste Ziel bleibe, die Spitäler zu entlasten. «Deshalb muss die Akzeptanz des Covid-Zertifikats erhöht werden. Deshalb braucht es auch kostenfreie Tests.»

  • 20.28 Uhr
    Universitäten Bern und Freiburg führen Zertifikatspflicht ein

    Die Universitäten Bern und Freiburg führen zum Semesterstart von kommender Woche eine Covid-Zertifikatspflicht für alle Lehrveranstaltungen ein. Die Berner Hochschule will spätestens ab Oktober aber auch allen Angehörigen der Uni kostenlose Testmöglichkeiten zur Verfügung stellen.

    Zur Sicherheit der Studierenden und Dozierenden gilt weiterhin eine Maskenpflicht in Innenräumen, wie die Uni-Leitung am Dienstagabend bekanntgab. Die Einhaltung der Zertifikatspflicht will die Berner Universitätsleitung stichprobenartig überwachen.

    An der Uni Bern galt bereits seit dem 1. September eine Covid-Zertifikatspflicht für alle Aktivitäten ausser dem Lehrbetrieb auf Bachelor- und Masterstufe. Das ändert ab Semesterbeginn am kommenden Montag. Ab dem 20. September wird die Zertifikatspflicht auf alle Lehrveranstaltungen ausgeweitet.

    In Bern sind aktuell rund 18'400 Studierende eingeschrieben, was einem Rückgang von rund 600 Personen im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Universität Freiburg besuchen rund 10'000 Studierende der Stufen Bachelor, Master und Doktorat. Sie hat ihren Entscheid zur Zertifikatspflicht auf ihrer Internetseite publiziert.

    Das Covid-Zertifikat weist aus, dass jemand geimpft, genesen oder negativ getestet wurde. Swissuniversities, die Dachorganisation der Schweizer Hochschulen, empfahl den Schweizer Hochschulen, die Zertifikatspflicht einzuführen.

    Mehrere Hochschulen beschlossen bereits in den letzten Tagen eine solche Pflicht, darunter die ETH, die Universitäten Zürich, St. Gallen, Genf und Neuenburg sowie die Hochschule Luzern.

  • 20.15 Uhr
    Niederlande schafft Abstands-Regel ab

    Nach rund 18 Monaten machen die Niederlande in der Corona-Pandemie einen grossen Schritt zurück zur Normalität. Der verpflichtende Sicherheitsabstand von 1,5 Meter werde ab dem 25. September abgeschafft, kündigte Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag an. Zugleich wird aber ein sogenannter Corona-Pass für Gaststätten, Sportveranstaltungen und Kultur eingeführt. Besucher müssen nachweisen, dass sie geimpft, getestet oder genesen sind.

    A sign reads
    Durch die Aufhebung der 1,5-Meter-Regel können bei Konzerten, in Theatern, aber auch in Restaurants und Cafés mehr Besucher zugelassen werden – allerdings nur mit dem Corona-Pass.
    Bild: KEYSTONE/Peter Dejong

    Premier Rutte ermahnte aber weiterhin zur Vorsicht. «Das ist nicht der Tag, an dem alles wieder so sein wird wie vor Corona, dafür gibt es noch zu viele Infektionen und werden noch zu viele Menschen in Krankenhäuser eingeliefert.» Die Unsicherheit über die Entwicklung im Herbst bleibe weiter gross, so der rechtsliberale Premier.

    Viele Massnahmen bleiben weiterhin, darunter die Maskenpflicht für Busse, Bahnen, Züge und auf Flughäfen. Diskotheken und Clubs dürfen zwar wieder öffnen, müssen aber wie alle anderen Gaststätten um Mitternacht schliessen.

    Durch die Aufhebung der 1,5-Meter-Regel können bei Konzerten, in Theatern, aber auch in Restaurants und Cafés mehr Besucher zugelassen werden – allerdings nur mit dem Corona-Pass. So werden seit Frühjahr 2020 auch erstmals wieder Fussballspiele in vollen Stadien erlaubt.

    Die Einführung des Corona-Passes ist besonders für Gaststätten umstritten. Zahlreiche Gastwirte kündigten bereits an, dass die Kontrolle nicht machbar und zu teuer sei. Kommunen sollen Geld bekommen, um extra Kontrollen zu finanzieren. Durch den Corona-Pass hofft die Regierung auch, die Impfquote zu erhöhen. Zur Zeit sind etwa 63 Prozent der Niederländer geimpft.

    Die Inzidenz liegt etwa bei 100 Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner in sieben Tagen und ist in der vergangenen Woche leicht zurück gegangen. Auch die Lage in Krankenhäusern verbesserte sich leicht, bleibt aber angespannt. Grosse Infektionsherde sind nach Angaben der Behörden nun Schulen.

  • 19.32 Uhr
    Erhöhtes Risiko von Cyberangriffen auf Unternehmen

    Die Corona-Krise wirkt sich häufig negativ auf die IT-Sicherheit von Unternehmen aus. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forschungsbericht des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN).

    Arbeit im Homeoffice und die Nutzung privater Hard- und Software erhöhen demnach das Risiko einer Infektion mit Schadenssoftware sowie von Phishing-Attacken. Das sind E-Mails vermeintlich seriöser Absender, mit denen Betrüger zum Beispiel an Passwörter gelangen wollen. Bedroht seien vor allem Firmen mit angespannter wirtschaftlicher Situation, die seltener zusätzliche IT-Sicherheitsmassnahmen ergreifen.

    Homeoffice und die Nutzung privater Hard- und Software erhöhen das Risiko erfolgreicher Cyberangriffe.
    Homeoffice und die Nutzung privater Hard- und Software erhöhen das Risiko erfolgreicher Cyberangriffe.
    Bild: dpa

    Die Autoren des Berichts hatten in den Jahren 2018/19 insgesamt 5000 Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten befragt. An einer Folgebefragung zwischen Juli und September 2020 nahmen mehr als 600 Firmen erneut teil. 60 Prozent von ihnen berichteten, dass sie innerhalb eines Jahres mindestens einen Cyberangriff reagieren mussten. Automatisch abgewehrte Angriffe, durch eine Firewall etwa, sind darin nicht enthalten. In 85 Prozent der Fälle konnten die Cyberkriminellen in einem frühen Versuchsstadium abgewehrt werden.

  • 19.14 Uhr
    Einbruch im Tourismus belastete BIP in Italien erheblich

    Der durch die Corona-Pandemie bedingte Einbruch im Tourismussektor hat sich erheblich auf die italienische Konjunktur im vergangenen Jahr ausgewirkt. Dabei fiel vor allem ins Gewicht, dass Gäste aus dem Ausland ausblieben, wie die Statistikbehörde des Landes am Dienstag mitteilte. Demnach gaben ausländische Reisende 2020 rund 23,7 Milliarden Euro aus – ein Einbruch von 59,6 Prozent. Bei den inländischen Touristen betrugen die Einbussen 33,8 Prozent.

    Die Restaurants des Landes verbuchten sogar fast 70 Prozent weniger Einnahmen durch den internationalen Tourismus. Bei Reise- und Freizeitveranstaltern betrug der Einbruch 74,5 Prozent, im Verkehrssektor 71,5 Prozent. Das alles wirkte sich enorm auf Italiens Wirtschaftsleistung aus: Gut 27 Prozent der Einbussen in Höhe von 115 Milliarden Euro gehen laut Statistikamt auf das Konto des Tourismussektors.

    Das italienische Bruttoinlandsprodukt (BIP) war 2020 um 8,9 Prozent eingebrochen – das schwer von der Corona-Krise getroffene Land erlebte damit die schlimmste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg.

  • 17.52 Uhr
    Kantone fordern strengeres Grenzregime

    Mehrere Kantone fordern laut Angaben der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und - direktoren (GDK) eine Verschärfung der Einreisebestimmungen. Die Diskussion darüber müsse noch vor den Herbstferien geführt werden.

    Die GDK werde aber im Rahmen der beiden Konsultationen selber nicht Stellung nehmen, erklärte GDK-Sprecher Tobias Bär am Dienstag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Kantonsregierungen würden ihre Stellungnahmen direkt an den Bund richten.

    Heute können auch ungeimpfte Personen ohne Quarantänepflicht in die Schweiz einreisen. Eine Testpflicht besteht für sie nur bei einer Einreise via Flugzeug. «Angesichts der Erfahrungen nach den Sommerferien, als ein beträchtlicher Teil der Neuinfektionen auf Reiserückkehrer zurückgeführt werden konnte, muss die Diskussion über strengere Einreiseregeln vor den Herbstferien geführt werden», erklärte Bär. Im europäischen Vergleich seien die heute geltenden Bestimmungen für die Einreise in die Schweiz sehr locker ausgestaltet.

    Ein Plakat weist auf das tragen von Masken beim Check-In Schalter am Flughafen Zuerich, aufgenommen am Mittwoch, 5. August 2020. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
    Ein Plakat weist auf das tragen von Masken beim Check-In Schalter am Flughafen Zürich.
    KEYSTONE
  • 17.15 Uhr
    Hochschulen entscheiden selbst über Zertifikat

    Hochschulen können selbst entscheiden, ob sie für den Zugang zu ihren Lehrveranstaltungen das Covid-Zertifikat verlangen oder nicht. Gesetzlich vorgeschrieben ist das nicht, aber auch nicht verboten. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) bezeichnet auf seiner Liste den Bildungssektor als Bereich ohne Zertifikatspflicht.

    Hochschulen seien ideale Orte für die Verbreitung des Coronavirus, teilte die wissenschaftliche Taskforce des Bundes mit. Die Bildungsstätten hätten indessen die gesetzliche Verpflichtung ihr Personal zu schützen. Die Möglichkeit, den Zugang mithilfe des Zertifikats zu regeln, sei weder im Covid-Gesetz noch in der Verordnung vorgesehen.

    Eine derartige Massnahme sei also weder verboten noch erlaubt oder vorgeschrieben. Sie liege aber im Rahmen der Hochschulautonomie in der Kompetenz der Bildungsstätten. Für die Taskforce ist eine Zertifikatspflicht an Hochschulen rechtlich akzeptabel, wenn Studierende, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können, mittels Fernunterricht weiterhin Zugang zur Bildung haben.

    Studenten der Universitaet Bern und Unterstuetzer von verschiedenen anderen Organisationen protestieren gegen die Covid Zertifikatspflicht, am Montag, 13. September 2021 vor der Universitaet in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
    Studenten protestieren am 13. September 2021 vor der Universität in Bern gegen die Covid Zertifikatspflicht.
    KEYSTONE

    Auch Lehrkräften, die nicht physisch anwesend sein können, muss diese Möglichkeit offen stehen. Eine Variante wäre die Beschränkung der Zertifikatspflicht auf ausserschulische Tätigkeiten wie Sport, Kultur oder Cafeteria und Mensa.

    Eine Alternative zum Zertifikat sieht die Taskforce in der Aufrechterhaltung der Schutzmassnahmen wie Maskenpflicht und Abstandsregeln bei gleichzeitig beschränkter Raumkapazität sowie Fernunterricht für jene, die nicht präsent sein können.

    Das dritte Modell der Taskforce sieht keine Massnahmen vor, da alle die Ansteckungsrisiken kennen. Bei allen drei Möglichkeiten sollten die Hochschulen für ausreichende Raumbelüftung, CO2-Sensoren sowie einen einfachen Zugang zu Impfungen und regelmässige Tests sorgen.

  • 17 Uhr
    England: 1.2 Prozent der Corona-Toten war geimpft

    In England sind zwischen dem 2. Januar und dem 2. Juli 2021 51'281 Personen an Corona gestorben. Das überwältigend Gros von ihnen war ungeimpft, berichtet «Sky News».

    640 der Opfer waren demnach vollständig geimpft. Das entspreche einen Prozentsatz von 1.2. Drei Viertel der Verstorbenen habe Vorerkrankungen gehabt.

    «Unsere neue Analyse zeigt, dass es leider Personen an Corona gestorben sind, obwohl sie zwei Mal geimpft waren», sagt Julie Stanborough vom englischen Office for National Statistics. «Wir haben allerdings auch herausgefunden, dass das Risiko eines Corona-Todes bei bei jenen, die vollständig geimpft sind, deutlich geringer ist. Das beweist die Effektivität der Impfstoffe.»

  • 16.10 Uhr 
    Grosser Andrang für Impfungen im Kanton Schwyz

    Im Zuge der Ausweitung des Covid-Zertifkats wurden in den Covid-Points des Kantons Schwyz in Steinen und Pfäffikon am vergangenen Wochenende 833 Impfungen verabreicht, wie das Department des Innern mitteilt.

    Da die Nachfrage «erfreulich hoch» gewesen sei, könnten  «sich im Kanton Schwyz wohnhafte und arbeitende Personen auch an den beiden kommenden Wochenenden an den beiden Impfzentren impfen lassen. Impfwillige für eine erste Dosis könnten dann jeweils zwischen 9 und 16 Uhr ohne Voranmeldung  impfen lassen. Benötigt wird in dem Fall eine Identitätskarte oder ein Reisepass.

    Eine medizinische Mitarbeiterin bereitet Covid-19 Impfungen im Impftram am Zuercher Bellevue vor, am Dienstag, 14. September 2021 in Zuerich. Im Impftram des Kantons Zuerich und der Verkehrsbetriebe der Stadt Zuerich (VBZ) soll sich die Bevoelkerung ohne vorherige Terminvereinbarung spontan gegen das Coronavirus Covid-19 impfen lassen koennen. (KEYSTONE/Michael Buholzer)
    Vorbereitung auf eine Corona-Impfung am 14. September in der Schweiz. 
    KEYSTONE
  • 15.13 Uhr
    London hält sich Maskenpflicht und Impfpässe offen

    Falls die Zahl der Corona-Fälle in Grossbritannien im Winter wieder deutlich steigt, will die Regierung erneut eine Maskenpflicht anordnen und hält sich die Einführung von Impfpässen für Discos oder Stadien offen. Die Massnahmen seien Teil eines «Plan B», wenn die Pandemie mit Auffrischungsimpfungen nicht unter Kontrolle gehalten werden kann, sagte Gesundheitsminister Sajid Javid am Dienstag im Parlament in London. Die Notfallpläne würden aber nur bei «unhaltbarem» Druck auf den Gesundheitsdienst NHS in England in Kraft gesetzt.

    Die britische Regierung hatte im Juni fast alle Corona-Beschränkungen aufgehoben. Sie kann aber nur Regeln für England erlassen, die anderen Landesteile – also Schottland, Wales und Nordirland – sind in ihrer Gesundheitspolitik unabhängig.

    «Plan A» stützt sich laut Javid auf Auffrischungsimpfungen für etwa 30 Millionen Menschen, die kommende Woche beginnen sollen. Ansonsten setzt die Regierung auf Freiwilligkeit und Selbstverantwortung. So werden die Menschen «ermutigt», sich möglichst im Freien zu treffen, viel zu lüften, an überfüllten Orten und in geschlossenen Räumen Masken zu tragen sowie ihre Hände häufig zu waschen. Unternehmen wird geraten, Impfpässe zu kontrollieren.

    Pupils at Covid test station as they entered their new secondary school for the first time at Wales High school, Sheffield, England, Friday, Sept. 3, 2021. Fewer measures are in place in schools than during last term, with bubbles and masks no longer in use in England and Wales, while Northern Ireland has also scrapped social distancing requirements. (AP Photo/Rui Vieira)
    Teststation an einer Schule in Sheffield, England, im September 2021: Nach dem Freedom Day im Juli denkt man in London auch wieder an schwerere Zeiten mit Masken und Zertifikaten. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 14.48 Uhr
    Zwischenfall bei Impftram-Einweihung in Zürich

    Nach der Einweihung des Zürcher Impftrams ist es am Dienstag zu einem Zwischenfall gekommen. Die Polizei führte einen 65-jährigen Schweizer ab, der Sicherheitsangestellte angegriffen haben soll.

    Ein Sprecher der Stadtpolizei Zürich bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA den Polizeieinsatz, über den der «Tages-Anzeiger» berichtet hat.

    Die Polizei sei gerufen worden, weil ein Mann Sicherheitsangestellte beim Impftram angegangen haben soll. Der 65-jährige Schweizer sei für weitere Abklärungen auf einen Polizeiposten mitgenommen worden.

    Der Mann soll laut «Tages-Anzeiger» über das Impftram geschimpft haben und dabei beinahe unter ein anderes Tram geraten sein. Ein Angestellter einer privaten Sicherheitsfirma habe ihn rechtzeitig zurückgezogen. Den Sicherheitsangestellten habe der 65-Jährige daraufhin tätlich angegriffen.

    Eine medizinische Mitarbeiterin bereitet Covid-19 Impfungen im Impftram am Zuercher Bellevue vor, am Dienstag, 14. September 2021 in Zuerich. Im Impftram des Kantons Zuerich und der Verkehrsbetriebe der Stadt Zuerich (VBZ) soll sich die Bevoelkerung ohne vorherige Terminvereinbarung spontan gegen das Coronavirus Covid-19 impfen lassen koennen. (KEYSTONE/Michael Buholzer)..
    Eine medizinische Mitarbeiterin wartet im Impftram auf Impfwillige. 
    Bild: Keystone/Michael Buholzer
  • 14.35 Uhr
    Situation auf Intensivstationen «sehr angespannt»

    Laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) bleibt die epidemiologische Situation in der Schweiz «bis zu einem gewissen Grad besorgniserregend». Prognosen seien weiterhin schwierig. Weiterhin «sehr angespannt» sei die Lage auf den Intensivstationen.

    Das sagte Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit beim BAG, am Dienstag vor den Medien in Bern (hier geht es zum Live-Ticker zur Medienkonferenz). Das epidemische Geschehen bleibe nach wie vor mit vielen Unabwägbarkeiten verbunden.

  • 13.32 Uhr
    BAG meldet 1992 Neuinfektionen

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag 1992 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 34'013 Tests gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG elf neue Todesfälle und 65 Spitaleinweisungen.

    Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 402,3 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 1,04.

    Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 76,3 Prozent. 32,4 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

    Immer mehr Länderchefs drängen darauf, Testregeln bei der Einreise aus dem Ausland zu verschärfen.
    Drive-in-Coronatest. (Symbolbild)
    Bild: dpa
  • 13.17 Uhr 
    Grossbritannien genehmigt Impfauffrischung für über 50-Jährige

    In Grossbritannien können über 50-Jährige sowie Heimbewohner und Pflegekräfte eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Wie die Regierung am Dienstag mitteilte, gilt die Regelung auch für klinisch extrem gefährdete Menschen sowie für Risikopatienten zwischen 16 und 65 Jahren. Insgesamt kommen damit mehr als 30 Millionen Menschen für eine dritte Impfung infrage.

    Ihnen soll frühestens sechs Monate nach der zweiten Dosis das Mittel der Konzerne Biontech und Pfizer gespritzt werden, das Studien zufolge gut als Auffrischung wirken und sehr verträglich sein soll. Alternativ sei auch der Impfstoff von Moderna möglich. Verabreicht werden soll die Spritze zusammen mit der normalen Grippeimpfung. Ob auch gesunde Menschen unter 50 eine sogenannte Booster-Impfung erhalten, soll entschieden werden, wenn mehr Daten vorliegen.

  • 13.10 Uhr 
    Pandemie sorgt für Roadtrip-Boom mit dem Auto

    Mit dem Auto in die Ferien zu fahren, liegt coronabedingt im Trend: Fast jeder Fünfte hat zwischen Sommer 2020 und 2021 für die Ferien ausschliesslich das Auto benutzt. Und weitere 25 Prozent sind immerhin fast nur mit dem eigenen Fahrzeug in die Ferien gefahren.

    Die Gruppe der Feriengänger, die nur noch mit dem eigenen Auto verreist, hat sich innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie von Allianz Partners hervorgeht. Das Auto hat damit den Abstand zu anderen Verkehrsmitteln weiter ausgebaut.

    Gleichzeitig hat sich der Verzicht auf Flugreisen fortgesetzt, wie die Studienautoren weiter herausgefunden haben. So sind zwei Drittel der Befragten in den letzten 12 Monaten kein einziges Mal in ein Flugzeug gestiegen.

    Damit hat sich die Flugabstinenz gegenüber der Vorkrisenzeit verdreifacht: Als die Befragung 2019 durchgeführt wurde, hatte noch weniger als ein Viertel der Studienteilnehmer in den 12 Monaten vor der Studie gänzlich auf Flugreisen verzichtet.

    Ein Auto faehrt auf der Strasse zwischen Innertkirchen und Meiringen am fruehen Morgen am Montag, 13. September 2021 in Innertkirchen (Kanton Bern). (KEYSTONE/Gaetan Bally)
    Ein Auto fährt auf der Strasse zwischen Innertkirchen und Meiringen am frühen Morgen des 13. September 2021 in Innertkirchen. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 12.26 Uhr 
    Universität Basel führt Zertifikatspflicht ein

    Die Universität Basel führt per 1. November für sämtliche Präsenzveranstaltungen eine Zertifikatspflicht ein. Dies hat das Rektorat am Dienstag entschieden. Damit könnten Studierende und Dozierende rechtzeitig ein Zertifikat erlangen, wenn sie sich nun für eine Impfung entscheiden würden, teilte die Universität Basel mit.

    Für Studentinnen und Studenten ohne Covid-Zertifikat soll der Unterricht wenn immer möglich «digital» zugänglich gemacht werden. Bis zur Einführung der Zertifikatspflicht an der Universität Basel gelte das derzeitige Schutzkonzept. «Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Präsenzveranstaltungen im Herbstsemester bei 70 Prozent liegen wird», sagte Matthias Geering, Sprecher der Universität Basel, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

    Die Fachhochschule Nordwestschweiz hatte vergangene Woche die Einführung der Zertifikatspflicht für Studentinnen und Studenten ab dem 15. Oktober bekannt gegeben. Auch Vorlesungen an der Universität Zürich, der Universität Genf und der Hochschule Luzern sind künftig nur noch mit Zertifikat möglich. Die Dachorganisation der Schweizer Hochschulen Swissuniversities hatte den Hochschulen die Covid-Zertifikatspflicht empfohlen.

    An der Universität Basel gilt ab dem 1. November eine Zertifikatsflicht.
    An der Universität Basel gilt ab dem 1. November eine Zertifikatsflicht.
    Bild: Keystone
  • 11.57 Uhr 
    Wladimir Putin muss sich selbst isolieren

    Nach Corona-Fällen in seinem nahen Umfeld muss sich Russlands Präsident Wladimir Putin in Selbstisolation begeben. Der Kreml teilte am Dienstag mit, Putin gelte als «Kontaktperson», sei selbst aber «bei bester Gesundheit». Der russische Präsident könne aufgrund der Quarantäne nicht persönlich an einem Gipfeltreffen in Tadschikistan teilnehmen.

    Putin habe einen Corona-Test gemacht, teilte Regierungssprecher Dmitri Peskow mit, ohne das Ergebnis zu nennen. Der Präsident ist eigenen Angaben zufolge gegen das Coronavirus geimpft.

    Die derzeitige, durch die hochansteckende Delta-Virusvariante ausgelöste Corona-Welle trifft Russland besonders hart, zumal die Impfbereitschaft in dem riesigen Land gering ist. Auch die Appelle von Putin, sich immunisieren zu lassen, haben die Impfbereitschaft nicht nachweislich erhöht.

    Der russische Präsident Wladimir Putin stellt sich in einer Fernsehsendung den Fragen seiner Landsleute.
    Der russische Präsident Wladimir Putin muss sich nach Corona-Fällen in seinem nächsten Umfeld in Selbstisolation begeben. (Archiv)
    Bild: Sergei Savostyanov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa
  • 11.12 Uhr 
    Armeechef Süssli liket Foto von Maurer im Trychlerhemd 

    Der oberste Soldat der Schweiz Thomas Süssli hat am Sonntag auf der Netzwerk-Plattform LinkedIn ein Bild von Bundesrat Ueli Maurer im Freiheitstrychler-Shirt mit einem «gefällt mir» bewertet. Das berichten «Blick» und «20 Minuten» übereinstimmend. 

    Die Aktion Maurers wird gemeinhin Solidarisierung mit der Gruppe der «Freiheitstrychler» verstanden, die regelmässig gegen Corona-Massnahmen protestiert und auch bei umbewilligten Demonstrationen mitwirkt. Er musste daraufhin viel Kritik einstecken, auch Rücktrittsforderungen wurden laut. 

    Auch Süssli wurde daraufhin in den sozialen Netzwerken kritisiert. Inzwischen zog er seinen Beitrag zurück, wie «20 Minuten» berichtet und schrieb bei LinkedIn: «Heute Morgen habe ich aus Versehen beim Scrollen durch Linkedin einen Post geliket. Als Chef der Armee stehe ich vollumfänglich hinter der Corona-Politik des Bundes, die ich unterstütze und konsequent umsetze. In der Armee, der Verwaltung, in meinem Privatleben.»

    Armeechef Thomas Suessli erlaeutert im Anschluss an die Bundesratssitzung die Wahl des Kampfjets durch die Regierung, am Mittwoch, 30. Juni 2021 in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)
    Armeechef Thomas Süssli hat ein Bild von Bundesrat Ueli Maurer «aus Versehen» gelikt.(Archiv)
    Bild: Keystone
  • 10.58 Uhr
    Pädagogische Hochschule Bern führt Zertifikatspflicht ein

    An der Pädagogischen Hochschule Bern (PH Bern) gilt ab dem kommenden Montag eine Covid-Zertifikatspflicht für Studierende und Angestellte. Das hat die Direktion am Dienstagmorgen auf der Internetseite der Schule bekannt gegeben.

    Die Einführung der Zertifikatspflicht begründet die Leitung der PH Bern mit der aktuellen epidemiologischen Lage, also der hohen Zahl von neuen Corona-Erkrankungen. Zudem gelte es, einen erneuten Lockdown der Hochschulen zu verhindern.

    Das geht aus der Mitteilung hervor, über welche das Regionaljournal Bern Freiburg Wallis von Schweizer Radio SRF am Dienstagmorgen berichtete.

    Für Studierende, die kein Zertifikat vorweisen können oder wollen, will die Schule einen Fernunterricht anbieten. Diese digitale Übermittlung der Inhalte gilt für Veranstaltungen in Räumen ohne Spezialinfrastruktur. Bei Veranstaltungen in Spezialräumen entscheiden die Leiterinnen oder Leiter der Institute, ob Fernunterricht möglich ist.

  • 10.02 Uhr 
    Zertifikatspflicht in Personalrestaurants der Grossbanken

    Die Grossbank UBS macht für ihre Personalrestaurants das Covid-Zertifikat zur Pflicht, wie «20 Minuten» berichtet. Grund für die Massnahme sei demnach, dass diese auch für externe Gäste geöffnet seien, weshalb das Zertifikat vorgeschrieben sei. Den gleichen Schritt gehe man bei öffentlichen Personalrestaurants auch bei der Credit Suisse.

    Ein Covid-Zertifikat liegt auf dem Tisch im Restaurant Giessenhof in Dallenwil im Kanton Nidwalden, am Montag, 13. September 2021. Ab dem 13. September muessen Kunden den QR-Code auf der Covid-Zertifikat-App oder auf Papier vorzeigen, um ein Restaurant, ein Kino oder ein Fitnesscenter zu besuchen. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
    In die Personalrestaurants der Grossbanken UBS und CS kommt man nur noch mit Covid-Zertifikat. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 8.33 Uhr 
    Schulen in Südchina nach Corona-Ausbruch geschlossen

    Angesichts eines grösseren Corona-Ausbruchs bei meist ungeimpften Schulkindern in der südchinesischen Provinz Fujian sind zahlreiche Schulen geschlossen worden. Die rund 3,2 Millionen Einwohner der Stadt Putian wurden am Dienstag zu verpflichtenden Corona-Tests aufgerufen, um den jüngsten Ausbruch einzudämmen. Ein Fall mit der ansteckenderen Delta-Variante, der auf einen Reiserückkehrer aus Singapur zurückgeführt wird, hatte sich zu einem örtlichen Ausbruch von mehr als hundert Ansteckungen ausgeweitet.

    Die Behörden in der Provinz Fujian registrierten am Dienstag 59 neue, im Inland übertragene Fälle. Unter ihnen waren zahlreiche Schulkinder, sie hatten sich vermutlich bei dem zwölfjährigen Sohn des Reiserückkehrers angesteckt. Bis Dienstag registrierten die Behörden 36 Ansteckungen bei Schulkindern, darunter acht bei Kindergartenkindern. Es handelt sich um den ersten grösseren Corona-Ausbruch unter Schulkindern in China.

    Die Stadt Putian liess am Montag alle Schulen schliessen und in der nahegelegenen Hafenstadt Xiamen wurde der Verkehr mit Fernbussen eingestellt. Die chinesische Botschaft in Singapur warnte chinesische Bürger, bei Reisen in das südostasiatische Land «vorsichtig» zu sein und sich «auf Schwierigkeiten bei der Wiedereinreise nach China einzustellen».

    In this photo released by Xinhua News Agency, a health worker collects swab sample from a resident during a mass COVID-19 test in Putian in southeast China's Fujian province on Sunday, Sept. 12, 2021. Putian, a city in southern China that is trying to contain a coronavirus outbreak told the public Sunday not to leave, suspended bus and train service and closed cinemas, bars and other facilities. (Wei Peiquan/Xinhua via AP)
    Corona-Tests am 12. September 2021 in der chinesischen Stadt Putian.
    Bild: Keystone
  • 7.11 Uhr
    Australiens Hauptstadt bleibt im Lockdown

    Die Region Australian Capital Territory (ACT) mit der australischen Hauptstadt Canberra bleibt einen weiteren Monat im Lockdown. Diese Entscheidung traf die Regionalregierung am Dienstag, nachdem die Behörden in dem Territorium 22 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet hatten.

    Canberra ist vom Bundesstaat New South Wales umschlossen, der von der derzeitigen Welle besonders schwer betroffen und seit einem guten Monat im Lockdown ist. Mitte August wurde im ACT erstmals seit einem Jahr wieder ein Corona-Fall bestätigt.

    Die Regionalregierung teilte weiter mit, dass bislang etwa 50 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft seien. Im Australian Capital Territory leben rund 430'000 Menschen. Die Beschränkungen sollen erst dann gelockert werden, wenn mindestens 70 Prozent der Bürger zwei Impfdosen erhalten haben, hiess es.

    Auch die Bundesstaaten New South Wales mit der Metropole Sydney und Victoria mit der Millionenstadt Melbourne sind weiter im Lockdown. Australien mit seinen 25 Millionen Einwohnern hat seit Beginn der Corona-Krise eine Null-Covid-Strategie verfolgt und war wegen extrem strikter Regeln lange erfolgreich im Kampf gegen die Pandemie. Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante häufen sich aber die Lockdowns.

    epa09456689 Closed retail shops are seen at the Canberra Outlet Centre in Canberra, Australian Captial Territory, 09 September 2021. The Australian Captial Territory government is extending Canberra's lockdown for another two weeks until 17 September amid continuing mystery cases. EPA/LUKAS COCH AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT
    Geschlossene Shops in einer Shopping Mall im australischen Canberra im September 2021.
    Bild: Keystone
  • 6.30 Uhr
    Zertifikatspflicht: Mehrheit arrangiert sich pragmatisch

    Die Schweiz habe den ersten Tag mit erweiterter Zertifikatspflicht «einigermassen ruhig überstanden», schreibt die «Neue Zürcher Zeitung». Lokale und Fitnesszentren, die sich auf einschlägigen Portalen als zertifikatsfreie Zonen anpreisen würden, hätten Besuch von der Polizei erhalten oder dürften bald Besuch erhalten, hiess es weiter. Die grosse Mehrheit der Betroffenen habe sich jedoch «pragmatisch» mit den neuen Regeln arrangiert. Die Nachfrage nach Impfterminen sei wieder gestiegen.

    Und doch: Die Stimmung sei vielerorts gereizt. Am Sonntag seien einige unmaskierte Massnahmengegner unter «Liberté»-Rufen ins Kantonsspital Freiburg eingedrungen. Das Restaurant des Thurgauer Wirteverbandspräsidenten, der sich für eine Zertifikats- und Impfpflicht ausgesprochen hatte, sei mit Schweinsfüssen beworfen und mit Hakenkreuzsymbolen beschmiert worden. Weiter erwähnte die Zeitung die heftigen Reaktionen auf einen Auftritt von Bundesrat Ueli Maurer in einem Hirtenhemd mit dem Aufdruck von Massnahmen-Verweigerern.

    Un client montre son certificat COVID sur l?ecran de son telephone avant de rentrer dans un restaurant de Geneve, ce lundi, 13 septembre 2021. Des ce lundi 13 septembre, il faut montrer le code QR sur l'app ou sur papier du certificat Covid pour se rendre dans un restaurant, au cinema ou encore dans un fitness. (KEYSTONE/Pierre Albouy)
    Ein Gast zeigt am ersten Tag der erweiterten Zertifikatspflicht vor dem Betreten eines Genfer Restaurants sein Covid-Zertifikat.
    Bild: Keystone/Pierre Albouy
  • 6 Uhr
    Ausreisepflichtige zu Covid-Test zwingen?

    Ausreisepflichtige sollen zu einem Covid-Test gezwungen werden können, wenn der Test für die Wegweisung, die Ausweisung, den Landesverweis oder die Rückführung ins Herkunftsland notwendig ist. Der Nationalrat diskutiert heute als Erstrat diesen Vorschlag des Bundesrats. SP und Grüne wehren sich gegen die Zwangsmassnahme und wollen nicht auf das Geschäft eintreten. Ausserdem verlangen sie mit einem Minderheitsantrag, die Gesetzesänderung dem fakultativen Referendum zu unterstellen.

  • 5.15 Uhr
    Japan spendet Impfdosen an Taiwan und andere Länder

    Japan stellt Taiwan und anderen Nachbarländern 1,3 Millionen Impfdosen des Vakzins von AstraZeneca zur Verfügung. Taiwan werde 500'000 weitere Einheiten erhalten, womit sich die Gesamtspende Japans an die Insel auf 3,9 Millionen erhöhe, sagte Aussenminister Toshimitsu Motegi. Weitere 400'000 Impfdosen gingen an Vietnam, 300'000 an Thailand und 100'000 an Brunei.

  • 4.30 Uhr
    EU: Bessere Vorbereitung auf weitere Pandemien

    Die EU-Kommission präsentiert heute ihren Vorschlag für eine neue EU-Gesundheitsbehörde. Mit der Vorstellung will die Kommission ihre Idee für den Ausbau einer europäischen Gesundheitsunion vorantreiben. Hintergrund ist eine bessere Vorbereitung auf künftige Pandemien oder anderen Gesundheitsnotlagen.

  • 2 Uhr
    Deutschland: Grippe-Impfung nicht vernachlässigen

    Hausärzte in Deutschland haben Sorge, dass der starke öffentliche Fokus, der derzeit auf der Corona-Impfkampagne liegt, zu Nachlässigkeit beim Grippeschutz führt. Die Influenza-Impfung dürfe keineswegs vergessen werden, auch sie trage entscheidend zum Schutz der Bevölkerung und zur Entlastung des Gesundheitswesens bei, sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, der «Rheinischen Post». «Das Wichtigste für den zweiten Coronaherbst wird sein, dass sich möglichst viele Menschen impfen lassen, und das nicht nur gegen das Coronavirus, sondern auch gegen die Grippe», betonte der Verbandschef. Wünschenswert sei es, dass die Corona- und Influenza-Impfung möglichst zeitgleich verabreicht werden könnten. Dazu müssten regionale Lieferengpässe bei den Grippe-Impfstoffen, wie es sie in der Vergangenheit oft gegeben habe, vermieden werden.

  • 0 Uhr
    Stars feiern amerikanische Mode bei New Yorker Met-Gala

    Zweimal musste die Met-Gala in New York wegen der Pandemie abgesagt werden, aber am Montagabend (Ortszeit) war es endlich wieder so weit: Mit überdimensionalen Roben, Jeans-Stoffen, Cowboy-Hüten und viel Rot, Weiss und Blau haben Stars wie Billie Eilish, Lil Nas X, Sharon Stone, Simone Biles und Lorde bei der Gala die amerikanische Mode gefeiert. «Ich bin so dankbar dafür, wie viel Mühe sich die Menschen geben, wie viel Spass sie zu haben und wie mutig sie zu sein scheinen», sagte Gastgeberin Anna Wintour, Chefin der Modezeitschrift «Vogue», die als eine der ersten über den roten Teppich vor dem New Yorker Metropolitan Museum schritt. Mit dem Spektakel wurde eine Ausstellung über amerikanische Mode eröffnet – «In America: A Lexicon of Fashion».

    Rihanna, left, and ASAP Rocky attend The Metropolitan Museum of Art's Costume Institute benefit gala celebrating the opening of the
    Rihanna (l.) und ASAP Rocky nehmen am Montagabend an der Met Gala im New Yorker Metropolitan Museum of Art teil. 
    Bild: Keystone/AP/Invision/Evan Agostini

    Die «Met Ball»-Gala, die oft als «Party des Jahres» bezeichnet wird, ist eine alljährliche Spendenveranstaltung für das Kostüm-Institut des Metropolitan Museums. Die auf mehrere Millionen Dollar geschätzten Einnahmen des «Costume Institute Benefit» bilden das Jahresbudget des Instituts, das in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag feiert und inzwischen nach Wintour benannt ist. Wegen der Pandemie hatte die Gala, die normalerweise immer am ersten Montag im Mai stattfindet, zuvor zweimal abgesagt werden müssen.