Hier bleibt der Wasserspass ohne böse Überraschung

lpe, sda

20.7.2021

Das Hochwasser am Vierwaldstaettersee stabilisiert sich, wie hier beim Schiffsanlegeplatz in Brunnen SZ, am Sonntag, 18. Juli 2021. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Im Vierwaldstättersee darf man wieder Baden. Nach wie vor ist aber Vorsicht geboten, gerade in Ufernähe.
Keystone/Urs Flüeler

Das schöne Wetter lädt zum Baden ein. Doch Obacht: Wegen des Hochwassers sind in den Gewässern viel Schwemmholz und teilweise auch Tierkadaver anzutreffen. Diese Übersicht zeigt dir, wo der Schwumm ohne Risiko möglich ist.

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20.7.2021

Endlich Sommerwetter: Bei den sonnig-schwülen Temperaturen der letzten Tage rücken die Unwetter der letzten Woche schnell in den Hintergrund. Und auch für den Rest der Woche fallen die Prognosen von Meteonews um einiges freundlicher aus, als wie wir es uns in letzter Zeit gewohnt waren.

Doch Meteonews warnt: Die Hochwasser-Gefahr ist noch nicht gebannt. Auch die Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft (SLRG) warnt davor, sich vom angekündigten schönen Wetter zum vorschnellen Schwimmen in einem See oder Fluss verleiten zu lassen.



Das sei bei diesen Wasserständen, dem trüben Wasser und dem vielen Schwemmholz eine «äusserst schlechte Idee», sagte SLRG-Sprecher Philipp Binaghi gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Es sei sehr gefährlich. Lieber solle man ein Schwimmbad ohne direkten Zugang zu einem See besuchen.

Wie sieht die Lage an den wichtigsten Seen und Flüssen in der Schweiz aus? Wir zeigen dir, wo du mit der nötigen Vorsicht einen Schwumm wagen kannst und wo Baden und Bööteln momentan verboten sind.

Neuenburgersee und Murtensee 

Im Kanton Freiburg gilt ein allgemeines Badeverbot. Es patrouillieren Beamte der Kantonspolizei und des Zivilschutzes in Abstimmung mit den Gemeindebehörden an den Ufern des Neuenburgersees und des Murtensees, um die Bevölkerung zu informieren und Zugangsverbote durchzusetzen.



Auch auf dem Wasser patrouilliert die Seepolizei. Bis am 22. Juni ist  die Schiffahrt verboten. 

Bielersee

Das Baden ist im Bielersee zwar nicht untersagt, die Behörden raten jedoch davor ab. Denn der Bielersee ist das Auffangbecken der Wassermassen, die aus den überschwemmten Gebieten kommen. «Da kann es sein, dass auch Öl, Benzin, Fäkalien und Tierkadaver in den Bielersee gelangen», schreibt das Regionale Führungsorgan im Lagebericht von diesem Montag. Die Strandbäder von Biel, Nidau und Twann bleiben vorderhand geschlossen.

Vierwaldstättersee

Ab heute Dienstag sind sowohl Badegänge als auch Wassersportarten auf dem Vierwaldstättersee wieder erlaubt. Auch Schiffe und Boote dürfen seit Anfang Woche wieder auf den See. In Ufernähe wird aber nach wie vor zu Vorsicht gemahnt. 

Aare

In der Aare hat sich die Hochwasser-Gefahr noch kaum beruhigt, Schwimmen und Bööteln ist verboten.  Wegen der hohen Fliessgeschwindigkeit und dem Treibholz sei das lebensgefährlich, schreiben die Behörden. Vor dem Aufenthalt am Aareufer wird gewarnt. Unterhalb des Wehrs in Port wurden die Uferwege vorsorglich abgesperrt.

Limmat, Sihl und Zürichsee

Auf der Limmat ab dem Lettenwehr bis zur Stadtgrenze und der Sihl ab der Zollbrücke bis zum Einfluss in die Limmat herrscht ein Bade- und Böötle-Verbot. Laut Kantonspolizei Zürich gilt dies auf Anfrage von SRF voraussichtlich noch bis Ende Woche. Das Flussbad Oberer Letten hat aber geöffnet. 

Auf dem Zürichsee ist das Schwimmen und Baden zwar nicht verboten, die Polizei mahnt zur Vorsicht. Motorboote dürfen eine Geschwindigkeit von 10 Stundenkilometer nicht überschreiten, wie die Polizei auf Anfrage von «blueNews» mitteilt. 

Die meisten Fluss- und Seebäder sind wegen des Hochwassers geschlossen – nicht jedoch das Bad am oberen Letten sowie das Strandbad Utoquai. Auf der Website des Zürcher Schul- und Sportdepartements ist einsehbar, welche Bäder in See- und Flussnähe momentan geöffnet haben.

Thunersee

Auf dem Thunersee ist seit diesem Montag Schwimmen, Segeln und Windsurfen wieder gestattet. «Die Selbstgefährdung für Segler, Windsurfer und Schwimmer» sei aufgrund «der nun ruhigen Wetterlage» wieder «annähernd im normalen Bereich», teilte der Regierungsstatthalter am Wochenende mit.

Die Motorschifffahrt ist ab Mittwoch wieder erlaubt. Der Regierungsstatthalter mahnte die Bootsführer zur Vorsicht: Wellenschlag könne weiterhin zu Schaden an Uferliegenschaften führen. Auf dem See sei zudem mit Schwemmholz zu rechnen.