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Dei Städte Zürich und Winterthur erhöhen die Mieten für ihre Wohnungen um mehr als den gestiegenen Referenzzinssatz. (Symbolbild)
KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER
Nach der Erhöhung des Referenzzinssatzes werden auch städtische Wohnungen teilweise erheblich teurer. Einige Städte verzichten hingegen auf Mieterhöhungen.
Dass die Mieten steigen werden, das war nach der Erhöhung des Referenzzinssatzes von 1,25 auf 1,5 Prozent am 1. Juni klar. Viele Mieter und Mieterinnen haben bereits eine entsprechende Mietzinserhöhung bekommen: Schlichtungsstellen werden derzeit mit Mietzins-Anfechtungen überrannt.
Nicht nur private Vermieter verlangen künftig mehr Miete: Auch Wohnungen im Besitz von Städten und Gemeinden werden teurer, wie ein Umfrage des «Blick» unter den 20 grössten Schweizer Städten zeigt.
Demnach steigen die Mieten imKanton Zürich am stärksten. Die Stadt Zürich verlangt für die meisten ihrer 9500 Wohnungen ab 1. November 6,67 Prozent mehr. In Winterthur werden städtische Wohnungen sogar um 6,8 Prozent teurer. Mieter und Mieterinnen landen schnell bei mehr als 1000 Franken Mehrkosten pro Jahr.
Dabei dürften die Mieterhöhungen allein aufgrund des gestiegenen Referenzzinssatzes eigentlicher maximal drei Prozent betragen. Doch machen viele Gemeinden laut «Blick» zusätzliche Aufschläge wegen der Teuerung und allgemeiner Kostensteigerungen geltend.
Das führt in St. Gallen zu einer durchschnittlichen Mietsteigerung von 5,5 Prozent, in Luzern werden im Durchschnitt 4,5 Prozent mehr Miete fällig. Auch in Basel steigt die Miete um mehr als drei Prozent, wie der Kanton Basel-Stadt bestätigte, ohne eine konkrete Zahl zu nennen. Köniz und Ester erhöhen die Mieten zum 1. November um exakt drei Prozent. Die Städte betonen laut «Blick», dass sie auch Mietzinssenkungen automatisch weitergeben würden.
Freuen können sich die Mieter und Mieterinnen in Lugano, Thun und Schaffhausen. In diesen Städten sind gar keine Erhöhungen geplant. Auch Lausanne und Genf wollen in den meisten Fällen auf eine Erhöhung verzichten. In Bern, Biel und Neuenburg warten die Verantwortlichen noch mit einer Entscheidung.