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Hitzewelle rollt über die Schweiz: Hier wirds richtig heiss
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38 Grad und Tropennächte

Was du jetzt zur anrollenden Hitze-Walze wissen musst

02:53

Die Schweiz steht vor der ersten grossen Hitzewelle des Sommers. Ab Mittwoch steigen die Temperaturen vielerorts über 30 Grad, lokal sind sogar 38 Grad möglich. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Sven Ziegler

Sven Ziegler

17.06.2026, 06:36

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Ab Mittwoch steigen die Temperaturen in weiten Teilen der Schweiz auf über 30 Grad.
  • Lokal sind bis zu 38 Grad möglich, womit mehrere Junirekorde fallen könnten.
  • Die Hitzewelle dürfte mindestens bis Anfang nächster Woche andauern.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Wann beginnt die Hitzewelle?

Bereits am Dienstag stiegen die Temperaturen vielerorts deutlich an. Ab Mittwoch erreicht die Hitzewelle nun die gesamte Schweiz. Die Temperaturen überschreiten in vielen Regionen erstmals die 30-Grad-Marke. Meteorologen sprechen von einer mehrtägigen Hitzeperiode, die sich bis mindestens Anfang nächster Woche fortsetzen dürfte.

Die Ursache liegt in einer südwestlichen Strömung, die sehr warme Luft aus dem Mittelmeerraum und den Subtropen nach Mitteleuropa transportiert. Dadurch steigen die Temperaturen Tag für Tag weiter an.

Wie heiss wird es?

Aktuell werden Temperaturen von bis zu 38 Grad erwartet.

Aktuell werden Temperaturen von bis zu 38 Grad erwartet.

Meteonews

Nach aktuellen Prognosen sind zwischen Mittwoch und Sonntag Höchstwerte von 31 bis 35 Grad zu erwarten. Besonders heiss wird es in den tiefen Lagen des Mittellands, im Wallis sowie im Tessin.

Einige Wettermodelle rechnen für Basel am kommenden Montag sogar mit bis zu 38 Grad. Zwar liegen die meisten Berechnungen etwas tiefer bei 36 bis 37 Grad, doch selbst diese Werte wären für Juni aussergewöhnlich hoch.

Auch an anderen Messstationen könnten neue Rekorde fallen. In Zürich, Bern oder Lugano liegen die bisherigen Juni-Bestmarken teilweise seit Jahrzehnten unangetastet.

Drohen neue Temperaturrekorde?

Ja. Mehrere Wetterdienste halten neue Juni-Rekorde inzwischen für realistisch. Besonders im Fokus steht Basel-Binningen, wo am 27. Juni 1947 eine Temperatur von 36,9 Grad gemessen wurde.

Sollten die aktuell extremen Modellläufe eintreffen, könnte dieser Wert erstmals überschritten werden. Auch in Zürich und Bern liegen historische Juni-Rekorde in Reichweite.

Meteorologen mahnen allerdings zur Vorsicht. Noch können einzelne Gewitter oder Wolkenfelder die Temperaturen lokal etwas dämpfen. Ob tatsächlich Rekorde fallen, dürfte sich erst wenige Tage im Voraus zuverlässig abschätzen lassen.

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Hitze-Mythen im Check

5 populäre Hitze-Fabeln, die sich hartnäckig halten

Welche Regionen trifft die Hitze besonders stark?

Besonders betroffen sind die tiefen Lagen der Alpennordseite, das Wallis und das Tessin. Dort kann sich die Luft besonders stark aufheizen, weil warme Luftmassen in den Tälern zusätzlich gestaut werden.

In Städten wie Zürich, Basel, Genf oder Lausanne kommt der sogenannte Wärmeinsel-Effekt hinzu. Asphalt, Beton und Gebäude speichern die Hitze und geben sie nachts nur langsam wieder ab.

Etwas weniger heiss bleibt es in höheren Lagen. Selbst dort können die Temperaturen aber teilweise auf über 25 Grad steigen. Wirklich kühl wird es in den kommenden Tagen kaum irgendwo in der Schweiz.

Gibt es Tropennächte?

In den nächsten Tagen dürfte es in der Schweiz auch Tropennächte geben. (Archivbild)

In den nächsten Tagen dürfte es in der Schweiz auch Tropennächte geben. (Archivbild)

sda

Ja, vor allem in den Städten und entlang grosser Seen sind Tropennächte wahrscheinlich. Von einer Tropennacht sprechen Meteorologen, wenn die Temperatur auch nachts nicht unter 20 Grad sinkt.

Besonders belastend sind solche Nächte für ältere Menschen und Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Körper kann sich dann nicht ausreichend von der Tageshitze erholen.

Im Wallis und im Tessin rechnen die Wetterdienste teilweise sogar mit nächtlichen Tiefstwerten von 22 bis 24 Grad. Damit dürfte das Schlafen vielerorts zur Herausforderung werden.

Gibt es auch Gewitter?

Trotz der Hitze bleibt die Atmosphäre nicht vollständig stabil. Bereits ab Donnerstag können sich in den Alpen erste Gewitter bilden.

Am Freitag steigt die Wahrscheinlichkeit deutlich an. Vor allem ausgehend vom Jura und den Alpen könnten sich kräftige Gewitterzellen entwickeln, die lokal Starkregen, Hagel und stürmische Böen bringen.

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7 Fragen und Antworten

Wie Hitze den Körper, das Gehirn und sogar die Wirtschaft lahmlegt

Die Gewitter werden die Hitze aber kaum dauerhaft beenden. Vielmehr droht ein schwülheisses Wetter mit hoher Luftfeuchtigkeit, das von vielen Menschen als noch belastender empfunden wird als trockene Hitze.

Welche gesundheitlichen Folgen kann extreme Hitze haben?

Gerät die Schwitz-Kapazität des Körpers an Grenzen, kommt es zum Wärmestau: Die Körpertemperatur steigt schnell – oft innerhalb von 10 bis 15 Minuten – auf über 40 Grad oder mehr. In der Folge schwillt das Gehirn an und es kommt zu Kopfweh, Bewusstseinsveränderungen oder Bewusstlosigkeit – ein Fall für den Rettungsdienst.

Bei einem Hitzekollaps wiederum kommt es zu einem Abfall des Blutdrucks. Die Folge ist eine verminderte Gehirndurchblutung, die von einem Schwächegefühl über Übelkeit und Schwindel bis zur Bewusstlosigkeit führen kann. Auch das ist ein Notfall.

Laut Deutscher Gesellschaft für Neurologie (DGN) erhöht Hitze auch das Risiko für neurologische Erkrankungen. Eine im «European Heart Journal» veröffentlichte Studie deutscher Neurologen kommt zu dem Schluss, dass aufgrund zunehmender nächtlicher Hitze das Schlaganfallrisiko signifikant gestiegen ist.

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