Dänemark setzt Moderna-Impfung bei Jüngeren aus +++ BAG meldet 1091 Fälle

Agenturen/red

6.10.2021

Agenturen/red

6.10.2021

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit BAG am Mittwoch 1091 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 32'538 Tests gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG sechs neue Todesfälle und 38 Spitaleinweisungen.

Im Kanton Aargau sind am Mittwoch die ersten Dosen des Vektorimpfstoffs Janssen von Johnson & Johnson verabreicht worden. An der Reihe waren Personen mit einer Allergie auf mRNA-Impfstoffe. Wie viele Personen am Mittwoch bereits eine Impfung mit dem neu zur Verfügung stehenden Impfstoff erhalten haben, konnte der Sprecher des Aargauer Departements Gesundheit und Soziales am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA nicht sagen.

Delta-Variante erhöht Sterbewahrscheinlichkeit signifikant

Die auch in der Schweiz vorherrschende Delta-Variante des Coronavirus zeigt laut einer kanadischen Studie ein um 133 Prozent höheres Sterbe-Risiko als die ursprüngliche Variante des Virus. Ebenfalls sei das Risiko für einen Spitalaufenthalt bei der Mutante um 108 Prozent erhöht, das Risiko für eine Einlieferung in die Intensivstation sogar um 235 Prozent, hält eine Untersuchung der University of Toronto fest, über die «The Canadian Press» berichtet.

Der Corona-Impfstoff von Moderna wird in Schweden vorerst keinen Menschen unter 30 Jahren mehr verabreicht. Die Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten hat beschlossen, den Einsatz des Präparats des US-Unternehmens für die Jahrgänge 1991 und jünger vorsichtshalber vorläufig bis zum 1. Dezember auszusetzen. Grund dafür sind Anzeichen eines erhöhten Risikos von Nebenwirkungen wie die Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis) oder Herzbeutels (Perikarditis), wie die Behörde am Mittwoch mitteilte. Auch Dänemark setzt den Einsatz des Impfstoffes von Moderna bei Jüngeren aus.

Das Wichtigste im Überblick

  • Das BAG meldet 1091 Neuinfektionen bei 32'538 Tests. Sechs Personen starben an Covid-19, 38 wurden hospitalisiert.
  • 133 Prozent tödlicher und 235 Prozent mehr Intensivpatienten: Eine kanadische Studie zeigt die bedeutend grösseren Gesundheitsrisiken durch die Delta-Variante. 
  • In Bern könnten die hohen Kosten für Polizeieinsätze bei unbewilligten Corona-Demos künftig auf die Protestierenden umgelegt werden.
  • Als Lehre aus der Corona-Krise und den aussenpolitischen Alleingängen der USA will die EU weniger abhängig von anderen Weltregionen werden.
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    Wir beenden unseren Ticker am Mittwoch

  • 21.09 Uhr
    Simbabwe öffnet Bars und Nachtclubs für Geimpfte

    Erstmals seit mehr als einem Jahr darf in Bars in Simbabwe wieder ein Schluck genommen werden. Wie Informationsministerin Monica Mutsvangwa am Mittwoch erklärte, sei die Entscheidung zur Öffnung von Kneipen und Nachtclubs aufgrund der Sorge erfolgt, dass eine länger andauernde Schliessung nicht nur finanzielle Verluste und Arbeitslosigkeit verursacht hätte, sondern auch den Wildwuchs illegaler Etablissements.

    Simbabwe hatte Bars und Nachtclubs im März 2020 als Teil der Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus geschlossen. Bitten der Besitzer, ihre kollabierenden Betriebe zu retten, waren bislang ungehört geblieben. Auch jetzt dürften sie nur eingeschränkt bis 19 Uhr öffnen, teilte Mutsvangwa mit.

    Ab diesem Wochenende wollen einige Berliner Clubs und Diskotheken das Tanzen wieder erlauben – allerdings nur für Geimpfte und Genesene.
    Das Nachtleben in Simbabwe nimmt wieder an Fahrt auf. (Symbolbild)
    Bild: picture alliance / dpa / Archiv

    Barbesuche stehen zudem nur vollständig geimpften Personen offen. Simbabwe gehört zu den wenigen afrikanischen Ländern, die auf Impf-Vorgaben setzen, um zögerliche Einwohner zu Impfungen zu bewegen. Auch in Gottesdiensten oder in Restaurants finden nur vollständig geimpfte Personen Einlass.

    Simbabwe zählte nach Angaben der Regierung bis 5. Oktober 131'335 bestätigte Infektionen und 4629 Todesopfer im Zusammenhang mit Corona. Mehr als 15 Prozent der 15 Millionen Einwohner seien vollständig geimpft.

  • 20.35 Uhr
    Kanadier müssen für Flug- und Bahnreisen künftig geimpft sein

    Die meisten Reisenden in Kanada müssen künftig vollständig gegen das Coronavirus geimpft sein. Ab dem 30. Oktober gelte die Impfpflicht für alle, die Maschinen von kanadischen Flughäfen nehmen oder mit den öffentlichen Zügen im Land fahren, teilte Ministerpräsident Justin Trudeau am Mittwoch mit. Auch an einer entsprechenden Vorschrift für Reisende auf Kreuzfahrtschiffen werde gearbeitet. Ähnliche Regelungen gibt es auch schon in anderen Ländern - in Deutschland aber bislang nicht.

    Die neuen Regeln sind Teil einer Strategie der kanadischen Regierung, die Zahl der Geimpften weiter hochzutreiben. Dazu gehört auch die am Mittwoch ebenfalls verkündete Pflicht für öffentliche Angestellte, darunter auch Polizisten, bis Ende Oktober nachzuweisen, ein Vakzin erhalten zu haben. Ansonsten würden sie ab Mitte November vom Dienst entbunden und nicht mehr bezahlt.

    Firmen im Transportsektor müssten ebenfalls sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter ihren Impfstatus nachweisen. Bisher sind 72 Prozent der 38 Millionen Kanadier komplett geimpft. Die verhältnismässig erfolgreiche Kampagne war zuletzt ins Stocken geraten.

  • 20.14 Uhr
    OECD sieht Corona-Überwindung als zentrale Frage

    Die Überwindung der Corona-Pandemie sowie das Entwickeln von Strategien in der Klima-Krise sind aus Sicht der Industriestaaten-Organisation OECD die drängendsten Zukunftsfragen. Die wirtschaftliche Erholung nach der Coronakrise verlaufe angesichts des weltweit unterschiedlichen Impffortschritts noch unausgewogen, sagte der Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Mathias Cormann, am Mittwoch zum Abschluss des Ministerratstreffen der OECD in Paris.

    Das weltweite Impftempo müsse gesteigert werden. In einer Abschlusserklärung hieß es, die Produktionskapazitäten von Impfstoff müssten auch in den Entwicklungsländern gesteigert werden.

    Das begonnene Jahrzehnt müsse zudem im Zeichen des Klimaschutzes stehen, die CO2-Neutralität bis 2050 müsse erreicht werden, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu beschränken, hieß es in dem Abschlussdokument. Gleichermaßen seien öffentliche und private Investitionen erforderlich, um die Biodiversität zu erhalten und die Abholzung der Wälder zu stoppen.

  • 18.57 Uhr
    Frankreich empfiehlt Pflegepersonal Auffrischimpfungen

    Frankreichs oberste Gesundheitsbehörde hat eine Corona-Auffrischimpfung für Pflegepersonal empfohlen. Auch im Krankentransport und in weiteren medizinischen Diensten sollen Menschen der Empfehlung vom Mittwoch zufolge eine dritte Impfung gegen das Coronavirus erhalten können.

    Laut dem Schreiben könnten somit weitere 3,5 Millionen Menschen nach sechs Monaten eine weitere Impfdosis erhalten. Im September hatte Frankreich Auffrischimpfungen für Menschen in Altersheimen, mit Vorerkrankung und über 65 Jahren freigegeben.

    Die Gesundheitsbehörde empfahl zudem, erwachsene Menschen im direkten Umfeld von Immungeschwächten mit einer dritten Impfdosis zu versorgen. So könnten die besonders gefährdeten Menschen besser geschützt werden, weil ihre eigene Immunantwort auf die Impfung oft eingeschränkt sei. Die Behörde geht davon aus, dass für eine solche Impfung etwa 350'000 bis 400'000 Menschen infrage kommen.

    Eine Frau wird während einer Impfaktion auf dem Wochenmarkt mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer gegen das Coronavirus geimpft.
    Das Pflegepersonal in Frankreich könnte schon bald eine Auffrischimpfung gegen das Coronavirus erhalten. (Symbolbild)
    Bild: Sebastian Gollnow/dpa

    Dennoch betonte die Behörde, dass vorrangig die Impfung der Gesamtbevölkerung voranschreiten müsse. Besonders wichtig sei die Impfung älterer Menschen. Die Impfrate bei den über 80-Jährigen bleibe mit 84 Prozent unzureichend. In Frankreich sind knapp 73 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

    Politische Entscheidungen treffen kann die Behörde nicht. In der Regel folgt die französische Regierung aber ihren Empfehlungen.

  • 18.15 Uhr
    1,6 Millionen Impfdosen in Afghanistan drohen abzulaufen

    In Afghanistan drohen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 1,6 Millionen Corona-Impfdosen demnächst abzulaufen. Sie müssten dringend verabreicht werden, teilte die WHO am Mittwoch über Twitter mit. Seit August werde in Afghanistan deutlich weniger auf das Coronavirus getestet und geimpft. Genauen Zahlen nannte die Organisation nicht. Die WHO arbeite mit Partnern in mindestens 16 Provinzen zusammen, um die Zahl der Tests und Impfungen zu erhöhen.

    Neun von 37 Covid-Kliniken mussten nach Informationen der WHO im September schließen. Tausende von Mitarbeitern des Gesundheitswesens im ganzen Land seien monatelang unbezahlt geblieben. Nach Angaben des lokalen Fernsehsenders Tolo-News vom Dienstag haben sich seit Beginn der Pandemie mehr als 151'000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, rund 7000 starben.

    Mitte August hatten die militant-islamistischen Taliban in Afghanistan die Macht übernommen. Die WHO hatte Ende September mitgeteilt, man sehe das Gesundheitssystem in Afghanistan vor dem Kollaps.

  • 17.30 Uhr
    Auch wegen Pandemie: Mordrate in den USA dramatisch gestiegen

    Die Mordrate in den USA hat im vergangenen Jahr nach einer Statistik der Gesundheitsbehörde CDC den stärksten Anstieg in der jüngeren Geschichte des Landes verzeichnet. Aus vorläufigen CDC-Daten vom Mittwoch ging hervor, dass 2020 rund 7,8 Morde pro 100'000 Einwohner registriert wurden – ein Plus von 30 Prozent verglichen mit dem Vorjahr.

    Es handele sich um «den stärksten Anstieg seit mehr als einem Jahrhundert», teilte die Behörde mit. Der zuständige CDC-Vertreter Robert Anderson sagte dem Sender CNN, einen grösseren Zuwachs hätten die USA nur zwischen 1904 und 1905 verzeichnet, was damals aber zumindest teilweise auf eine bessere Erfassung von Daten zurückzuführen gewesen sei.

    Einen Grund für die Zunahme nannte die Gesundheitsbehörde nicht. CNN berichtete unter Berufung auf Kriminologen, dass die Entwicklung auch auf die Coronavirus-Pandemie zurückzuführen sei: So habe die Schliessung von Schulen und die Zunahme von Arbeitslosigkeit zu erhöhter Belastung besonders von Familien mit niedrigerem Einkommen geführt. Die Pandemie habe ausserdem zur Folge gehabt, dass weniger Polizisten Streife in besonders betroffenen Vierteln gelaufen seien.

    CNN berichtete, die jüngste Mordrate liege deutlich unter den Spitzenwerten in den 1980er Jahren, als mehr als zehn Morde pro 100'000 Einwohner registriert worden seien. Anderson sagte, die aktuellen Werte seien besorgniserregend, allerdings nicht auf dem Niveau von damals. «Wir bewegen uns aber mit Sicherheit in die falsche Richtung.» Nur in drei der 50 US-Bundesstaaten habe die Mordrate abgenommen, nämlich in Maine, New Mexico und Alaska.

  • 17.08 Uhr
    BAG geht gegen Zertifikats-Trickserei vor

    Ein Luzerner Unternehmen hat laut einem SRF-Bericht bis Dienstag Covid-Zertifikate übers Internet angeboten, die offenbar gegen Richtlinien des BAG verstiessen. Für nur 20 Franken habe das Unternehmen seinen Kunden ermöglicht, sich mit einem Selbsttest eigenständig zu Hause zu untersuchen und dabei via Webcam von den Mitarbeitern filmen zu lassen. Bei einem negativen Resultat sei dann ein entsprechendes Zertifikat ausgestellt worden.

    Die dazu verwendeten Antigen-Selbsttests würden hierzulande aber nicht als Grundlage für die Ausstellung eines Covid-Zertifikats anerkannt. Nötig seien stattdessen Antigen-Schnelltests zur Fachanwendung. «Diese müssen zwingend durch eine Fachperson durchgeführt werden und sind nicht zur Abgabe an die Person bestimmt, die sich testen lassen will», so das BAG gegenüber SRF. «Die Apotheken dürfen nur Selbsttests ans Publikum abgeben. Diese führen aber nicht zum Zertifikat.»

    In Deutschland, so der SRF-Bericht, sei die Rechtslage anders. «Wir klären derzeit juristisch ab, ob die Umgehung der Schweizer Bestimmungen über ein Zertifikat in Deutschland rechtmässig ist», so das BAG.

  • 16.54 Uhr
    Auch Dänemark setzt Moderna-Einsatz bei Jüngeren aus

    Auch Dänemark setzt den Einsatz des Impfstoffes von Moderna bei Jüngeren aus. Wie die dänische Gesundheitsverwaltung mitteilte, werden Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren von nun an nur noch mit Biontech/Pfizer geimpft. Das Land folgt damit dem Nachbarn Schweden, wo das Vakzin von Moderna Menschen unter 30 Jahren vorerst nicht mehr verabreicht wird.

    In beiden Ländern war von von einer Vorsichtsmassnahme die Rede. Man aber komme weiterhin zu der Einschätzung, dass auch das Moderna-Präparat ein besonders effektiver Impfstoff sei, der einen wichtigen Platz in der Impfkampagne des Landes einnehme, so die Verantwortlichen in Dänemark. In dem Land haben bislang 76 Prozent aller Bürger eine erste Impfdosis erhalten, fast 75 Prozent auch schon ihre zweite.

    Grund für die schwedische Entscheidung sind Anzeichen eines erhöhten Risikos von Nebenwirkungen wie die Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis) oder Herzbeutels (Perikarditis), wie die dortigen Behörden am Mittwoch mitteilten.

  • 16.24 Uhr
    Abu Dhabis Kronprinz: Emirate haben Corona-Krise «überwunden»

    Die Vereinigten Arabischen Emirate haben die Corona-Krise nach eigener Darstellung «überwunden». Abu Dhabis mächtiger Kronprinz Mohammed bin Sajed sagte laut der amtlichen Nachrichtenagentur WAM am Mittwoch in einer Rede: «Wir haben diese Krise überwunden (...) und wir haben viel daraus gelernt.» Da die Infektionslage wieder «gut» sei, könnten die Menschen in ihrem Alltagsleben «zur Normalität» zurückkehren. «Vielleicht müssen wir noch ein bisschen unsere Lebensgewohnheiten ändern», fügte der Kronprinz hinzu.

    Die sieben Emirate, darunter Dubai sowie die Hauptstadt Abu Dhabi, haben seit Anfang Oktober jeden Tag weniger als 200 neue Infektionsfälle verzeichnet - das ist die niedrigste Zahl seit August vergangenen Jahres. Am Mittwoch wurden 156 neue Infektions- und drei Todesfälle registriert. Trotzdem gelten weiterhin strenge Regeln. Die Menschen müssen etwa überall in der Öffentlichkeit eine Maske tragen - auch im Freien.

    Insgesamt haben die Emirate seit Beginn der Pandemie mehr als 737'000 Infektions- und mehr als 2100 Todesfälle verzeichnet. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag sind inzwischen 84 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. 95 Prozent haben mindestens eine Impfdosis erhalten.

    epa09469479 Crown Prince of Abu Dhabi and Deputy Supreme Commander of the UAE Armed Forces, Sheikh Mohamed bin Zayed Al Nahyan, waves as he arrives to attend a lunch meeting with French President Emmanuel Macron (unseen) at the Chateau of Fontainebleau, outside Paris, France, 15 September 2021.  EPA/IAN LANGSDON
    Kronprinz Mohammed bin Sajed glaubt, die Emirate hätten die Corona-Krise überwunden (Archivbild).
    Bild: Keystone
  • 15.27 Uhr
     Basel-Stadt begrüsst Impfoffensive des Bundes

    Die Basler Kantonsregierung heisst die geplante Impfoffensive des Bundesrats in allen vier Punkten gut. Das geht aus ihrer am Mittwoch veröffentlichten Vernehmlassungsantwort hervor.

    Die Basler Regierung begrüsst entsprechend eine nationale Impfwoche sowie zusätzliche mobile Impfstellen, Informationsangebote und Belohnungen für erfolgreiche Impfberatungen. Es brauche ein «deutliches Signal», damit die unterdurchschnittliche Impfquote in der Schweiz gesteigert werde.

    Damit sagt sie auch ja zu Gutscheinen von 50 Franken für Personen, denen es gelingt, jemanden zu einer Covid-Impfung zu überzeugen. Die Kantonsregierung schränkt allerdings ein, sie stimme der Einführung von Gutscheinen nur zu, sofern der Bund die Kosten übernehme und die Abrechnungen praktikabel für die Kantone gestalte.

    Die Basler Regierung unterstützt die geplante Impfoffensive des Bundesrats und verweist auf ihre eigenen Anstrengungen wie beispielsweise dem Impfbus (Archivbild).
    Die Basler Regierung unterstützt die geplante Impfoffensive des Bundesrats und verweist auf ihre eigenen Anstrengungen wie beispielsweise dem Impfbus (Archiv).
    Bild: Keystone
  • 14.35 Uhr 
    Schweden setzt Moderna-Impfung bei Jüngeren aus

    Der Corona-Impfstoff von Moderna wird in Schweden vorerst keinen Menschen unter 30 Jahren mehr verabreicht. Die Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten hat beschlossen, den Einsatz des Präparats des US-Unternehmens für die Jahrgänge 1991 und jünger vorsichtshalber vorläufig bis zum 1. Dezember auszusetzen. Grund dafür sind Anzeichen eines erhöhten Risikos von Nebenwirkungen wie die Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis) oder Herzbeutels (Perikarditis), wie die Behörde am Mittwoch mitteilte. Das Risiko, davon betroffen zu sein, sei jedoch äusserst gering. Die betroffene Altersgruppe sollte stattdessen den Impfstoff von Biontech/Pfizer erhalten, empfahl die Behörde.

    Die Impfung gegen Covid-19 wird in Schweden allen Menschen über zwölf Jahre angeboten. Bislang haben 84 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger über 16 Jahre in dem EU-Land mindestens eine Impfdosis erhalten, knapp 78 Prozent auch schon eine zweite.

    Die Corona-Pandemie dürfte laut Moderna-Konzernchef Stéphane Bancel bis in einem Jahr vorbei sein. Impf-Auffrischungen für ältere Personen seien empfehlenswert. (Symbolbild)
    Die Impfung mit dem Vakzin von Moderna wird vorläufig nicht mehr bei Personen unter 30 Jahren verwendet. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 13.30 Uhr 
    BAG meldet 1091 neue Fälle und 6 Tote 

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit BAG am Mittwoch 1091 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 32'538 Tests gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG sechs neue Todesfälle und 38 Spitaleinweisungen.

    Vor einer Woche waren innerhalb von 24 Stunden 1451 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem waren es 7 neue Todesfälle und 39 Spitaleintritte gewesen.

    Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 175,49 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 0,87.

    Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zur Zeit 77,2 Prozent. 19,5 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

  • 13.01 Uhr
    Zahl der Covid-Patienten in Berner Spitälern rückläufig

    Die Zahl der Covid-Patienten in Berner Spitälern sinkt weiter. Am Mittwoch waren noch 45 Covid-Kranke hospitalisiert gegenüber 50 vor Wochenfrist.

    Das geht aus der Statistik hervor, die der Kanton jeweils am Mittwoch aktualisiert. Vier von fünf Betroffenen sind ungeimpft.

    Auf der Intensivstation liegen zurzeit 17 Covid-Kranke, zwei mehr als vor einer Woche. Es handelt sich ausschliesslich um ungeimpfte Personen. 14 von ihnen sind auf künstliche Beatmung angewiesen.

    Eine Ärztin im Gespräch mit einer Covid-Patientin. Das Archivbild stammt aus dem Freiburger Kantonsspital.
    Eine Ärztin im Gespräch mit einer Covid-Patientin. Das Archivbild stammt aus dem Freiburger Kantonsspital.
    Bild: Keystone
  • 12.45 Uhr
    Russland meldet erstmals mehr als 900 Tote an einem Tag

    Russland hat am Mittwoch zum ersten Mal einen Höchststand von mehr als 900 Corona-Toten an einem Tag gemeldet. Innerhalb von 24 Stunden wurden nach Angaben der russischen Regierung 929 Todesfälle registriert – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Insgesamt wurden in Russland damit offiziell bereits mehr als 212'000 Corona-Tote gezählt – das ist die höchste Zahl in Europa.

    Experten gehen allerdings von einer hohen Dunkelziffer aus. Die russische Statistikbehörde Rosstat hatte schon Ende Juli erklärt, bei einer weiter gefassten Definition von Corona-Todesfällen gebe es in Russland schon mehr als 350'000 Todesopfer.

    Russland ist mit mehr als 7,5 Millionen Infektionsfällen das am fünftstärksten betroffene Land der Welt. Seit August sorgt die hochansteckende Delta-Variante des Coronavirus für einen starken Anstieg bei den Infektionsfällen, vor allem in der Hauptstadt Moskau und in St. Petersburg. Am Mittwoch meldete die Regierung 25'133 neue Fälle, allein 3589 Fälle in Moskau und 2187 in St. Petersburg.

    Zugleich stockt die russische Impfkampagne. Der Kreml hatte sich ursprünglich das Ziel gesetzt, bis September 60 Prozent der Bevölkerung vollständig zu impfen. Bis Mittwoch waren jedoch weniger als 30 Prozent der Bürger vollständig geimpft. Umfragen zufolge will sich mehr als die Hälfte der Russen nicht impfen lassen.

    FILE - In this Monday, July 12, 2021 filer, a medical worker wearing protective gear escorts a man, suspected of having coronavirus, at a hospital in Kommunarka, outside Moscow, Russia. Russia has reported a record daily death toll from COVID-19. It's the fifth time in a week that deaths have hit a new high in the country. The national coronavirus task force said Sunday, Oct. 3, 2021 that 890 deaths were recorded over the past day. That exceeds the 887 reported on Friday. (AP Photo/Pavel Golovkin, File)
    Ein Covid-Patient wird in Moskau ins Spital gebracht. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 11.39 Uhr 
    Erste Impfungen im Aargau mit Johnson & Johnson

    Im Kanton Aargau sind am Mittwoch die ersten Dosen des Vektorimpfstoffs Janssen von Johnson & Johnson verabreicht worden. An der Reihe waren Personen mit einer Allergie auf mRNA-Impfstoffe.

    Wie viele Personen am Mittwoch bereits eine Impfung mit dem neu zur Verfügung stehenden Impfstoff erhalten haben, konnte der Sprecher des Aargauer Departements Gesundheit und Soziales am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA nicht sagen. Es habe sich um direkte Überweisungen durch Hausärzte an die Kantonsspitäler Aarau und Baden gehandelt.

    Für Donnerstag seien vorläufig rund 200 Impfungen in den beiden Spitälern sowie den weiteren Zentren in Muri und Rheinfelden geplant. Insgesamt wurden bis Mittwochmorgen 09.00 Uhr gemäss Departementssprecher knapp 700 Termine gebucht. Von den bislang gängigen mRNA-Impstoffen von Pfizer/Biontech und Moderna werden im Kanton Aargau an Werktagen zwischen 2000 und 3000 Dosen verabreicht.

    Der Kanton Aargau hat vom Bund 12'000 Impfdosen von Johnson & Johnson erhalten. Personen, die aus medizinischen Gründen, etwa einer Anaphylaxie oder Allergien gegen Inhaltsbestandteile der mRNA-Impfstoffe, auf den Vektorimpfstoff umsteigen müssen, haben Vorrang. Termine können auf www.ag.ch/coronavirus-janssen gebucht werden.

    Im Kanton Aargau wurden am Mittwoch die ersten Dosen des Vektorimpfstoffs Janssen von Johnson & Johnson verabreicht.
    Im Kanton Aargau wurden am Mittwoch die ersten Dosen des Vektorimpfstoffs Janssen von Johnson & Johnson verabreicht.
    Bild: Keystone
  • 11.20 Uhr 
    St. Gallen und Thurgau gegen Impf-Gutscheine

    Die Regierungen der Kantone St. Gallen und Thurgau sind für eine nationale Impfwoche. Die übrigen Vorschläge des Bundesrats lehnen sie aber mehrheitlich ab. Vor allem die 50-Franken-Gutscheine kommen in der Ostschweiz schlecht an.

    Die Ostschweizer Kantone haben ihre Position zur Impfoffensive untereinander abgesprochen, wie die St. Galler und die Thurgauer Staatskanzlei am Mittwoch mitteilten. Grundsätzlich einverstanden sind die Kantone mit einer Impfwoche mit dem Ziel, die Impfrate zu erhöhen.

    «Zu prüfen wäre zudem die Idee, betriebsspezifische Impfwochen zu unterstützen», schreibt die Thurgauer Regierung. Während der nationalen Impfwoche könnte zum Beispiel in jedem Bezirk eine Walk-in-Möglichkeit geschaffen werden für Personen, die sich spontan impfen lassen wollen.

    Klar abgelehnt werden Beratungsgutscheine. Der Entscheid für die Impfung solle nicht durch zusätzlichen Druck oder durch monetäre Anreize gefällt werden, sondern aus gesundheitlichen Überlegungen und aus Solidarität, heisst es in den Stellungnahmen.

    Die Kanton St. Gallen und Thurgau sind für eine nationale Corona-Impfwoche. (Symbolbild)
    Die Kanton St. Gallen und Thurgau sind für eine nationale Corona-Impfwoche. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 10.45 Uhr 
    Fast 200'000 Selbsttests in den USA zurückgerufen

    Die australische Medizintechnik-Firma Ellume hat nach eigenen Angaben fast 200'000 Corona-Selbsttests in den USA zurückgerufen, weil sie zu viele falsch-positive Ergebnisse lieferten. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte am Dienstag eine Warnung wegen möglicher falsch-positiver Ergebnisse in einigen Chargen der Antigen-Tests von Ellume herausgegeben. Als Grund gab sie Fehler bei der Herstellung der Tests an.

    Wie ein Unternehmenssprecher am Mittwoch sagte, sind 195.000 der 3,5 Millionen Schnelltests betroffen, die Ellume in die USA geliefert hat. Firmengründer Sean Parsons entschuldigte sich bei den Nutzern, die trotz des positiven Testergebnisses nicht infiziert waren. Das Unternehmen hat die Ursache für das Problem nach eigenen Angaben schon identifiziert und zusätzliche Kontrolle eingeführt.

    Der Test von Ellume war im Dezember der erste rezeptfreie Schnelltest, den die FDA für den Eigengebrauch genehmigte.

    epa09426815 A person uses a nasal swab for a self-administered test at a COVID-19 testing site in Los Angeles, California, USA, 23 August 2021. EPA/CAROLINE BREHMAN
    Eine Frau in den USA führt einen Corona-Selbsttest durch. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 10.10 Uhr
    Unbewilligte Corona-Demos in Bern kosten bis zu 200'000 Franken

    Jede unbewilligte Corona-Demo in Bern verursacht Polizeikosten in der Grössenordnung von 100'000 bis 200'000 Franken. Die Kosten der Polizei-Einsätze könnten zum Teil an Demonstrierende überwälzt werden. Diese Möglichkeit sehe das neue kantonale Polizeigesetz vor, das seit Juni 2020 in Kraft ist, sagte der kantonale Sicherheitsdirektor Philippe Müller (FDP) am Dienstagabend im Lokalsender TeleBärn. Das Bundesgericht hat den Artikel für zulässig erklärt.

    Die Gemeinden können demnach dem Veranstalter und den gewalttätigen Demonstrierenden Kosten von bis zu 10'000 Franken, in besonders schweren Fällen bis zu 30'000 Franken in Rechnung stellen. Die Voraussetzungen für eine Kostenüberwälzung seien bei den derzeitigen Donnerstag-Demos erfüllt, sagte Müller. Der Ball liege bei der Stadt.

    Um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten, hat die Berner Polizei jeweils ein Grossaufgebot im Einsatz. Laut Müller sind es mehrere hundert Polizisten. Mehrmals mussten die meisten Wachen im Kanton geschlossen werden, um genügend Polizisten in Bern zu haben. Laut Müller erwägt der Kanton nun, für kommende Demos das Nordwestschweizer Polizeikonkordat um Verstärkung anzufragen.

    Die Polizei in Bern setzt am 23. September bei einer unbewilligten Kundgebung gegen die Corona-Massnahmen Wasserwerfer und Gummischrot ein. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 9.28 Uhr 
    Sterbe-Risiko bei Delta mehr als doppelt so hoch

    Die auch in der Schweiz vorherrschende Delta-Variante des Coronavirus zeigt laut einer kanadischen Studie ein um 133 Prozent höheres Sterbe-Risiko als die ursprüngliche Variante des Virus. Ebenfalls sei das Risiko für einen Spitalaufenthalt bei der Mutante um 108 Prozent erhöht, das Risiko für eine Einlieferung in die Intensivstation sogar um 235 Prozent, hält eine Untersuchung der University of Toronto fest, über die «The Canadian Press» berichtet.

    Für ihre Studie, die im «Canadian Medical Association Journal» veröffentlicht wurde, analysierten die kanadischen Forschenden mehr als 212'000 Covid-Fälle, die zwischen 7. Februar und 27. Juni 2021 in der kanadischen Provinz Ontario gemeldet wurden.

    David Fisman, Co-Autor der Studie, sagte gegenüber der «The Canadian Press», der Befund stimme mit den Berichten von Intensivmedizinern überein, dass die Menschen nun bedeutend kranker ins Spital kämen, als noch vor einem Jahr. «Ich hoffe, dass das einige Leute motivieren wird, sich doch impfen zu lassen», so der Epidemiologe.

    Jodie Ford, an ICU nurse, tends to a COVID-19 patient at the Willis-Knighton Medical Center in Shreveport, La., Tuesday, Aug. 17, 2021. The hospital in northwestern Louisiana thought the COVID-19 pandemic was letting up. Then came the ongoing surge caused by the delta variant. (AP Photo/Gerald Herbert)
    Covid-Patient im Spital: Das Sterberisiko ist laut einer kanadischen Studie durch die Delta-Variante des Coronavirus deutlich erhöht. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 7.43 Uhr 
    J&J beantragt Zulassung für Booster-Impfungen in USA

    Der Arzneimittelhersteller Johnson & Johnson (J&J) hat bei der US-Arzneimittelbehörde FDA die Zulassung von Auffrischungsimpfungen mit seinem Corona-Impfstoff für Menschen über 18 Jahren beantragt. Konzerneigene Untersuchungen hätten ergeben, dass eine Booster-Impfung die Schutzwirkung des Impfstoffs auf 94 Prozent erhöhe, sagte Mathai Mammen, Leiter der Forschung und Entwicklung bei J&J-Tochter Janssen, am Dienstag. Im Gegensatz zu anderen Vakzinen genügt beim Impfstoff von J&J offiziell eine Dosis.

    Die klinische Studie in den USA zeigte den Konzernangaben zufolge, dass eine zweite Dosis, die etwa zwei Monate (56 Tage) nach der ersten Dosis injiziert wurde, zu 94 Prozent wirksam gegen mittelschwere bis schwere Fälle und 14 Tage nach der zweiten Injektion zu 100 Prozent wirksam gegen schwere Fälle war.

    Mammen betonte gleichzeitig, dass ein Impfstoff wie der von J&J, von dem für einen «Langzeitschutz» nur eine Dosis benötigt wird, «einen entscheidenden Beitrag zur Impfung der Weltbevölkerung darstellt». Der Impfstoff hat in den USA seit Februar 2021 eine Notfallzulassung und wurde bisher 15 Millionen Menschen verabreicht. Dies entspricht weitaus weniger als bei den Impfstoffen von Biontech/Pfizer (229,3 Millionen) und Moderna (152 Millionen) der Fall. Bei Biontech/Pfizer und Moderna werden allerdings zwei Dosen für die volle Schutzwirkung benötigt.

    Ab der kommenden Woche wird im Kanton St. Gallen auch mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft. (Symbolbild)
    Johnson & Johnson beantragt in den USA die Zulassung für eine Auffrischungsimpfung. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 6.30 Uhr
    In Gebieten mit tiefer Impfquote leiden Restaurants mehr

    Konsumdaten zeigen einem Bericht der «Neuen Zürcher Zeitung» zufolge, wie sich die Zertifikatspflicht auf die Umsätze der Gastronomen auswirkt. Wo mehr Menschen gegen Covid-19 geimpft sind, leiden die Restaurants weniger unter der Zertifikatspflicht. Das zeigen aus Kartenzahlungen gewonnene Daten von Monitoring Consumption Switzerland (MCS). Landesweit gingen die Umsätze in den ersten zwei Wochen nach Einführung der Zertifikatspflicht um 13 Prozent zurück. 

    Die Umsätze der Restaurants seien dort besonders stark zurückgegangen, wo noch relativ wenige Menschen geimpft sind. Am niedrigsten lag dem Bericht zufolge die Impfquote Anfang September im Kanton St. Gallen mit knapp 46 Prozent. Dort büssten die Gastronomen nach Einführung der Zertifikatspflicht am 13. September fast ein Viertel der Umsätze ein. Ähnlich starke Einbussen gab es in den Kantonen Schwyz und den beiden Appenzell.

    Im Gegensatz dazu stünden die Kantone mit den höchsten Impfquoten, Zürich und Basel-Stadt mit über 58 Prozent Geimpften in der Bevölkerung. Anders in den Kantonen Zürich und Basel-Stadt, mit 58 Prozent Geimpften in der Bevölkerung: In Zürich seien die Umsätze der Restaurants nach Einführung der Zertifikatspflicht nur um 9 Prozent geschrumpft, in Basel-Stadt hätten die Einnahmen der Gastronomen sogar zugelegt.

    Une serveuse verifie un certificat COVID d'un client a l'aide d'un smartphone et l'application Certificat Covid Check dans le cafe restaurant de L'Europe ce lundi 13 septembre 2021 a Lausanne. Des ce lundi 13 septembre, il faut montrer le code QR sur l'app ou sur papier du certificat Covid pour se rendre dans un restaurant, au cinema ou encore dans un fitness. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)
    Gäste in einem Restaurant in Lausanne müssen ihr Covid-Zertifikat vorweisen.
    Bild: Keystone/Laurent Gillieron
  • 5 Uhr
    Facebook-Ausfall: Späterer Start von BAG-Impfkampagne

    Wegen des stundenlangen Ausfalls von Facebook am Montag hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) seine Impfkampagne, die sich an junge Menschen richtet, nicht wie geplant starten können. Dies berichteten mehrere Medien. Auch zahlreiche Schweizer Unternehmen mussten geplante Werbeaktionen verschieben.

  • 4.48 Uhr
    Xi Jinping reist womöglich nicht zum G20-Gipfel

    Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping wird dem Gipfel der grossen Industrieländer (G20) Ende Oktober in Rom möglicherweise fernbleiben. Als Grund gelten Chinas extrem strenge Vorsichtsmassnahmen wegen der Pandemie. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete am Mittwoch, chinesische Diplomaten hätten Spitzenbeamte der G20-Gruppe schon bei einem Treffen im September in Florenz informiert, dass Xi Jinping nicht beabsichtige, persönlich teilzunehmen. Zur Begründung hätten sie auf Chinas strikte Schutzmassnahmen gegen das Virus verwiesen.

    Die Reise des Staatslenkers nach Italien stand schon länger infrage. Seit Mitte Januar 2020 hat Xi Jinping die Volksrepublik nicht mehr verlassen. Auch hat er seit eineinhalb Jahren keine Staatsgäste mehr empfangen. Wegen der strikten Schutzmassnahmen für Peking konnten die wenigen ausländischen Politiker, die ins Land durften, nur in anderen Städten Gespräche führen. In der Regel fordert China bei der Einreise auch zwei bis drei Wochen Quarantäne. Mit seinen rigorosen Massnahmen hat das Land das Virus seit Sommer 2020 weitgehend unter Kontrolle gebracht.

    Sollte Xi Jinping nicht nach Rom fliegen, kann es dort auch nicht zu einem ersten persönlichen Treffen mit US-Präsident Joe Biden nach dessen Amtsantritt im Januar kommen. Die Beziehungen zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften sind angespannt. Schon Ende August hatte die «South China Morning Post» berichtet, dass Xi Jinping nur eine Teilnahme per Videoschalte an dem Gipfel am 30. und 31. Oktober erwäge. Ob dennoch eine kleine chinesische Delegation anreist, ist unklar.

    China spielt bei vielen Themen des Gipfels eine zentrale Rolle: Das gilt sowohl für den Klimaschutz als auch für die Ankurbelung der Weltwirtschaft, den Kampf gegen die Pandemie samt Verteilung von Impfstoffen und für aussenpolitische Krisenherde wie Afghanistan. Wegen der laufenden Ferien in China mit der «Goldenen Woche» nach dem Nationalfeiertag war im Aussenministerium zunächst keine Bestätigung für die angeblichen Pläne zu bekommen.

  • 4.35 Uhr
    EU will unabhängiger werden

    Als Lehre aus der Corona-Krise und den aussenpolitischen Alleingängen der USA will die EU weniger abhängig von anderen Weltregionen werden. Die Staatengemeinschaft müsse ihre Fähigkeit ausbauen, unabhängig zu handeln, teilte EU-Ratschef Charles Michel nach einer Debatte beim EU-Gipfel in Kranj in Slowenien mit. Als Beispiele nannte Michel wirtschaftliche Fragen, aber auch die Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Insbesondere gegenüber China, das man als Wettbewerber, Partner und systemischen Rivalen betrachte, werde die EU ihre eigenen Interessen verfolgen.