«Leckr nid dä Wärbig» Burgerkette irritiert mit Werbe-Slogan – und spricht von «welscher Ungeschicklichkeit»

Noemi Hüsser

19.11.2025

Die Werbekampagne für den «Big Z»-Burger von Holy Cow funktionierte in der Deutschschweiz nicht so gut wie in der Westschweiz.
Die Werbekampagne für den «Big Z»-Burger von Holy Cow funktionierte in der Deutschschweiz nicht so gut wie in der Westschweiz.
Website Holy Cow

Die Burgerkette Holy Cow will in der Deutschschweiz Burger bewerben, doch die deutsche Übersetzung des französischen Slogans sorgt für Verwunderung.

Noemi Hüsser

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Die Westschweizer Burgerkette Holy Cow sorgt in der Deutschschweiz mit dem Slogan «Leckr nid dä Wärbig. Beiss lieber es Big Z!» für Verwirrung.
  • Ursprünglich stammt der Spruch aus einer französischen Kampagne, in der dazu aufgerufen wird, lieber einen Burger zu bestellen, statt das Plakat oder den Bildschirm abzulecken.
  • Holy Cow betont, dass keine KI im Spiel war, sondern eine zweisprachige Agentur – die missverständliche Kampagne soll nun mit Humor genommen werden.

«Leckr nid dä Wärbig. Beiss lieber es Big Z!»

Bitte, was? Eine aktuelle Kampagne der Westschweizer Burgerkette Holy Cow irritiert mehr, als dass sie Lust auf Burger macht. Was genau mit dem Slogan gemeint ist, der derzeit in der Deutschschweiz Plakate ziert, erschliesst sich auf den ersten Blick nicht.

Leckr nid dä Wärbig: Eine KI-Übersetzung?

Ein Blick auf die französische Version der Werbung bringt mehr Klarheit. «Arrête de lécher ton écran», heisst es in einem Video, das Holy Cow auf Instagram postet. «Commande plutôt un Big Z!» Auf Deutsch: «Hör auf, deinen Bildschirm abzulecken. Bestell lieber einen Big Z!» Ein «Big Z» ist ein Burger von Holy Cow.

Einfach eine unglückliche Übersetzung, also? Oder wurde der Slogan am Ende sogar von einer KI übersetzt?

«Kleine ‹welsche› Ungeschicklichkeit»

Holy Cow schreibt auf Anfrage von blue News: «Die Idee war, mit Humor zu zeigen, dass unsere Burger so lecker sind, dass man sogar das Plakat ablecken würde.» Nachdem die Kampagne in der Romandie viele positive Reaktionen ausgelöst habe, habe man denselben Ansatz auch in der Deutschschweiz ausprobieren wollen.

Die Vermutung, dass mit KI übersetzt wurde, stimme jedoch nicht, heisst es von Holy Cow. Man habe mit einer zweisprachigen Agentur zusammengearbeitet und dabei versucht, «verschiedene Meinungen einzuholen, um eine Formulierung zu finden, die in allen Dialekten der Deutschschweiz funktioniert». So kam man auf die Formulierung: «Leckr nid dä Wärbig. Beiss lieber es Big Z!»

Die Kampagne habe auch intern zu vielen Diskussionen geführt. Nun habe man beschlossen, die «kleine ‹welsche› Ungeschicklichkeit», so Holy Cow, mit Humor zu nehmen.


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