Brandopfer Rose aus Spital entlassen «Ich werde nie wieder ein normales Leben führen können»

Sven Ziegler

2.2.2026

Rose brauchte mehrere Hauttransplantationen.
Rose brauchte mehrere Hauttransplantationen.
Screenshot TF1

Die 18-jährige Rose, die beim Brand im Club «Le Constellation» in Crans-Montana schwer verletzt wurde, darf das Spital verlassen. Sie wurde mehrere Wochen in Belgien behandelt und musste sich Hauttransplantationen unterziehen.

Redaktion blue News

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  • Die 18-jährige Rose wurde beim Brand von Crans-Montana schwer verletzt und mehrere Wochen im Spital behandelt.
  • Sie musste sich Hauttransplantationen unterziehen und kämpft auch mit psychischen Folgen.
  • Am Montag wird sie aus der stationären Behandlung entlassen.

Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana kann ein weiteres Opfer die stationäre Behandlung verlassen. Die 18-jährige Rose wurde in der Neujahrsnacht im Club «Le Constellation» schwer verletzt und einen Monat lang in einem Spital in der belgischen Stadt Lüttich behandelt.

Die junge Frau erlitt Verbrennungen an mehreren Körperstellen und musste sich mehreren Hauttransplantationen unterziehen. «Sie haben mir Haut von meinem rechten Oberschenkel entnommen und sie auf meine Hände transplantiert», sagte Rose in einem Interview mit dem französischen Fernsehsender TF1. Am Montag darf sie das Spital verlassen.

Körperliche Heilung – psychische Folgen bleiben

Neben den körperlichen Verletzungen leidet Rose auch unter psychischen Folgen. Sie berichtet von wiederkehrenden Albträumen, in denen sie die Ereignisse der Brandnacht erneut erlebt. «Man hört wieder die Schreie, man sieht die Verbrannten wieder», schildert sie. Diese Bilder liessen sie nicht los. «Ich denke, ich werde nie wieder ein normales Leben führen können», sagt sie denn auch gegenüber TF1.

Der Brand in Crans-Montana zählt mit 41 Todesopfern und mehr als 100 Verletzten zu den schwersten Brandkatastrophen der Schweiz. Viele Betroffene befinden sich weiterhin in medizinischer Behandlung oder Rehabilitation.

Angehörige trauern weiter

TF1 sprach auch mit Angehörigen von Todesopfern. Der Vater eines 17-jährigen Opfers berichtet, dass er regelmässig nach Crans-Montana zurückkehre. «Das ist wichtig für mich, weil ich mich ihm dort nahe fühle», sagt er. Im Zimmer seines Sohnes sei noch alles wie am Tag der Tragödie.

Für viele Familien ist der Alltag seit der Brandnacht tiefgreifend verändert. Neben der Trauer prägen medizinische, psychologische und organisatorische Herausforderungen das Leben der Betroffenen.

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