Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) muss seine weltweiten Aktivitäten stark anpassen. Wie Keystone-SDA berichtet, hat die IKRK-Versammlung in Genf einem umfassenden Sparprogramm zugestimmt, nachdem das Budget für 2026 um 17 Prozent reduziert wurde. Insgesamt fallen rund 2900 Vollzeitstellen weg.
IKRK-Präsidentin Mirjana Spoljaric sagte gegenüber Keystone-SDA, der Fokus liege klar darauf, «unsere Einsätze so weit wie möglich zu erhalten». Wie viele Kündigungen letztlich ausgesprochen werden müssen, lasse sich derzeit nicht abschätzen. Die Lage sei volatil, ein Drittel der nötigen Einsparungen könne jedoch durch freiwillige Abgänge oder nicht besetzte Stellen erreicht werden.
Besonders betroffen ist der Genfer Hauptsitz, an dem rund 200 Stellen wegfallen. Gemeinsam mit zwei regionalen Direktionen summieren sich die Einschnitte dort auf rund 400 Vollzeitstellen. Auch in etwa 30 Delegationen weltweit wird der Sparkurs spürbar sein. Kleinere Untervertretungen sollen geschlossen werden, die Gesamtpräsenz des IKRK in den jeweiligen Ländern bleibe jedoch erhalten.
Gleichzeitig verschiebt das IKRK Mittel in besonders belastete Krisengebiete. Grösste Operation wird künftig der Nahe Osten sein, der die Ukraine als umfangreichsten Einsatz ablöst. Auch der Sudan erhält zusätzliche finanzielle Unterstützung.