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Der Blausee gehört zu den bekanntesten Bergseen der Schweiz.
KEYSTONE
Die Schweiz begeistert in sozialen Medien mit Alpenpanoramen, klaren Seen und goldenen Sonnenuntergängen. Wird sie nun zum nächsten Reise-Hotspot?
Auf den sozialen Medien tauchen immer häufiger Videos von Influencer*innen und Tourist*innen auf, die die Schweiz bereisen. Darin teilen sie ihre schönsten Momente von ihrem Urlaub – Wanderungen durch die mächtigen Alpen, schwimmen in tiefblauen Seen und Abende, an denen die Sonne den Himmel über den Bergen in warme Gold- und Rosatöne färbt.
In den Videos beschreiben sie, wie unglaublich schön die Schweiz ist. In den Kommentaren darunter stimmt man ihnen zu.
Wird die Schweiz jetzt zum nächsten Hype-Reiseziel?
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«Die Schweiz hat als Ferien- und Reiseland an Beliebtheit zugenommen», schreibt eine Sprecherin von Schweiz Tourismus auf Anfrage von blue News. «Das belegen die Hotellogiernächtezahlen, die vom Bundesamt für Statistik erhoben werden», heisst es weiter.
Doch dazu gehören nicht nur Gäste aus dem Ausland, sondern auch Einheimische. «Besonders stark ist der Anstieg sichtbar seit der Pandemie bei den einheimischen Gästen, die knapp 50 Prozent aller Hotellogiernächte ausmachen», so die Sprecherin.
«Seit 2019 stiegen die Hotellogiernächtezahlen dieser Gästegruppe um 16,3 Prozent auf total 20,85 Millionen im Jahr 2024».
Es gibt auch bereits Zahlen vom Juni 2025: Mit 4,15 Millionen Logiernächten waren es im Juni 1,8 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilt. Überraschend kommt das nicht – erste provisorische Schätzungen des BFS hatten den Anstieg bereits angekündigt.
Bei den Schweizer Gästen wurden 1,89 Millionen Übernachtungen gezählt, was einem Plus von 3 Prozent entspricht. Gäste aus dem Ausland sorgten mit 2,26 Millionen Logiernächten für einen Anstieg um 0,9 Prozent gegenüber Juni 2024.
Wichtigstes Herkunftsland im ersten Sommermonat blieben die USA. Mit fast 477'500 Logiernächten verzeichneten US-Touristen im Juni 3,6 Prozent mehr Übernachtungen als im Vorjahr. Gegenüber dem letzten Vor-Corona-Jahr 2019 sind es sogar 47 Prozent mehr.
Deutschland blieb der zweitgrösste Herkunftsmarkt. Mit knapp 354'000 Logiernächten lag das Plus bei 8,3 Prozent im Vergleich zu 2024. Mit Blick auf Asien blieb Indien mit rund 116'000 Logiernächten das wichtigste Herkunftsland (+0,2 Prozent).
Doch immer mehr Besucher*innen bringt auch Herausforderungen – denn der wachsende Ansturm bringt viele Orte an ihre Grenzen.
«Die Schweizer Destinationen und Tourismusregionen haben diverse Massnahmen umgesetzt, die die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung und der Gäste berücksichtigen, auch bei einem höheren Aufkommen an gewissen Tagen», so Schweiz Tourismus zu blue News.
Das bekannteste Beispiel dieser Massnahmen: Iseltwald BE. Das kleine Dorf am Brienzersee diente der südkoreanischen Serie «Crash Landing on You» als Kulisse.
Seither reisen Fans aus ganz Asien an, um die kleine Gemeinde zu besuchen. Um den Zustrom von Touristen ins Dorf zu begrenzen, beschlossen die Behörden im Mai 2023, die Anzahl Reisecars pro Tag auf zehn zu beschränken. Zudem wurde ein Drehkreuz installiert und seither müssen fünf Franken bezahlt werden, um darauf ein Selfie knipsen zu können.
Ein weiteres Beispiel: der Lac de Taney im Wallis. Dieser ist bei Spaziergänger*innen hoch im Kurs. Am 1. Mai kündigte die Gemeinde Vouvry an, Massnahmen zu ergreifen, um «das empfindliche Gleichgewicht dieses symbolträchtigen Ortes zu schützen». Der See liegt in einem wichtigen Naturschutz- und Amphibiengebiet.
Als Massnahme wurde ein Parkplatz mit 140 Plätzen geschlossen. Im Sommer wird ein einziger Parkplatz mit 90 kostenpflichtigen Plätzen offen bleiben. Gleichzeitig wird das Postautoangebot ausgebaut, seit 2020 ist ein Ranger vor Ort.
Auch Schweiz Tourismus setzt darauf, die Besucherströme zeitlich und räumlich besser zu verteilen. Sie fokussieren sich dabei seit 2018 auf die Nebensaison Herbst mit Kampagnen zusammen mit Roger Federer, Michelle Hunziker und Yann Sommer. Zudem bewerben sie Reiseziele abseits der klassischen Routen.