Corona-Übersicht

Trotz rekordhohen Ansteckungen weniger Intensiv-Patienten

Agenturen/red

27.1.2022

Trotz sehr hoher Infektionszahlen ist die Belegung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten gesunken. Laut einer Studie dürfte Omikron das Gesundheitssysstem nicht an die Grenzen bringen. Die Ereignisse des Tages im Überblick.

Agenturen/red

27.1.2022

Die Belegung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten ist in der vergangenen Woche gesunken, obwohl die Ansteckungszahlen fast täglich Rekordwerte erreichen. Gemäss einer neuen Empa-Studie dürfte die Omikron-Variante das Gesundheitssystem denn auch nicht an seine Grenzen bringen.

Über 44'000 bestätigte Neuansteckungen meldete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag, rund 13 Prozent mehr als am gleichen Tag vor einer Woche. In der gesamten letzten Woche waren es gemäss dem neuesten BAG-Situationsbericht über 238'000 bestätigte Corona-Fälle gewesen (plus 28 Prozent im Vergleich zur Vorwoche), wobei das BAG wegen der rekordhohen Testmenge und der Positivitätsrate von über 40 Prozent von einer signifikanten Dunkelziffer ausgeht.

Anteil der Covid-Patienten auf IPS sinkt

Gleichzeitig bewegen sich die Spitaleinlieferungen im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung auf relativ stabilem Niveau, auch wenn das BAG aufgrund der Meldeverzögerungen auch hier von einer leichten wöchentlichen Zunahme ausgeht. In der laufenden Woche gingen sie im Vergleich zum gleichen Tag vor einer Woche stets zurück, am Donnerstag zum Beispiel um acht Prozent.

Auch die Zahl der Covid-19-Patientinnen und -Patienten auf den Intensivstationen entwickelte sich in der vergangenen Woche positiv. Sie sank im Vergleich zur Vorwoche um 11 Prozent auf durchschnittlich 240.

Der Anteil der Covid-Patientinnen auf den IPS-Stationen ging von 40 Prozent in der Vorwoche auf 37 Prozent zurück. Auch beatmet werden mussten mit durchschnittlich 171 Patienten 17 Prozent weniger Personen als eine Woche zuvor.

Ärzte und Pflegepersonal wechseln die Lungenersatz-Maschine eines Covid-Patienten auf der Covid-19-Intensivstation des Stadtspitals Zürich. Der Bundesrat möchte verlässlichere Information zur drohenden Belastung mit Omikron-Patienten, bevor er die Coronamassnahmen allenfalls verschärft. (Archivbild)
Die Lage auf den Intensivstationen ist trotz hoher Infektionszahlen nicht kritisch. 
KEYSTONE/GAETAN BALLY

Wohl keine Überlastung der Spitäler

Eine neue Studie der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), die noch nicht von unabhängigen Experten geprüft wurde, bestätigt diese Entwicklung: Omikron sei scheinbar weniger gefährlich für die Gesundheit als die Delta-Variante, aber deutlich infektiöser, schreibt die Empa auf ihrer Webseite.

Die Forscherinnen und Forscher arbeiteten drei Szenarien aus, um die Frage zu beantworten, ob Omikron die Spitäler an die Belastungsgrenze bringen könnte. Das vorsichtig optimistische Ergebnis: Bleibe die Reproduktionszahl R unter 2, dürfte die Belegung in den Intensivstationen kaum kritische Werte erreichen. In der Schweiz lag der R-Wert am 14. Januar bei 1,20.

176'000 Personen zu Hause

Gewisse Risiken würden jedoch weiterhin bestehen, schreibt die Empa weiter. Allein die schiere Zahl an Infektionen könnte zu personellen Engpässen führen und auch die Kapazitäten bei Covid-Diagnosen beschränken.

Gemäss BAG befinden sich zur Zeit 107'653 Personen in Isolation, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Und 68'399 Personen, die Kontakt mit infizierten Personen hatten, sind in Quarantäne.

9000 gefälschte Zertifikate

Um sich daraus zu befreien oder um Zugang zu Restaurants, Clubs oder Bars zu erhalten, besorgen sich anscheinend nicht wenige Menschen gefälschte Covid-Zertifikate: Am Donnerstag gab die St. Galler Staatsanwaltschaft in diesem Zusammenhang die Verhaftung von zehn Personen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren bekannt, die mutmasslich über 9000 Dokumente illegal ausgestellt hatten.

Es handelt sich dabei um vier Schweizer, drei Serben, einen Iraker, eine Serbin und eine Kroatin. Aktuell befinden sich noch drei Personen in Untersuchungshaft. Im Weiteren kam es zu mehr als einem Dutzend Hausdurchsuchungen.

Gefälscht wurden rund 8000 Impfzertifikate, beim Rest handelt es sich um Genesenen- und vereinzelte Testzertifikate. Die Abnehmerinnen und Abnehmer bezahlten zwischen 300 und 800 Franken. Die Staatsanwaltschaft wies darauf hin, dass sich auch die Personen, die gefälschte Zertifikate erworben und verwendet haben, ebenfalls strafbar gemacht haben.


Die Ereignisse des Tages im Überblick:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Mehrere Westschweizer Kantone heben in Absprache mit der Erziehungsdirektorenkonferenz der Romandie die Maskenpflicht an den Schulen schrittweise auf.
  • Der Schweizer Aussenhandel hat den Corona-Einbruch überwunden. Die Ausfuhren stiegen letztes Jahr wieder um rund 15 Prozent.
  • Die Corona-Zahlen vom Donnerstag: Das BAG meldet 44'848 Fälle und 16 Todesfälle.
  • Eine Empa-Studie zeigt, dass die Omikron-Welle die Spitäler wohl nicht an ihre Grenzen bringt. Omikron sei weniger gefährlich, aber ansteckender als Delta.
  • Im Kanton St. Gallen sind zehn Betrüger aufgeflogen, die über 9000 Impfzertifikate gefälscht haben sollen.
  • Die Labore in der Schweiz sind kurz vor dem Kollaps. Verschiedene Kantone mussten bereits Tests streichen. So verzichten beispielsweise St. Gallen und Zürich auf Pool-Tests in Firmen.
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  • 21.07 Uhr
    Studie bescheinigt populistisch regierten Staaten höhere Corona-Sterblichkeit

    Das Corona-Todesrisiko ist einer Analyse von Wissenschaftlern zufolge in Ländern mit populistischer politischer Führung deutlich höher. In diesen Staaten sei die sogenannte pandemiebedingte Übersterblichkeit im Durchschnitt doppelt so hoch wie in nicht-populistischen Staaten, teilte das Kieler Institut für Weltwirtschaft unter Berufung auf eine Studie mit, an der eigene Experten beteiligt waren. Ein Autorenteam wertete demnach Daten aus 42 entwickelten Staaten für das erste Pandemiejahr 2020 aus.

    Als populistisch regiert stuften sie demnach elf Staaten ein. Dazu zählten Polen, Grossbritannien, Ungarn, Tschechien und Brasilien. Laut den nun in der Fachzeitschrift «Journal of Political Institutions and Political Economy» veröffentlichten Ergebnissen der Untersuchung zum Krisenmanagement lag die Übersterblichkeit in diesen bei knapp 18 Prozent, in nicht-populistischen Staaten dagegen bei gut acht Prozent.

    Die Übersterblichkeit gibt an, wie stark die Zahl der Todesfälle gegenüber dem üblichen Normalwert erhöht ist. Bei einer um 18 Prozent erhöhten Sterblichkeit etwa sterben in einem bestimmten Zeitraum 118 Menschen statt 100, wie es statistisch eigentlich zu erwarten wäre.

    Den Forscher zufolge ist die deutlich höhere Übersterblichkeit auf eine höhere Mobilität der Bevölkerung zurückzuführen. Dies führen sie zum einen auf weniger Eindämmungsmassnahmen zurück, insbesondere einen Verzicht auf weitgehende Kontaktbeschränkungen. Zum anderen handelt es sich demnach aber auch um eine Folge der offiziellen Kommunikation, die darauf angelegt sei, die Gefahren des Coronavirus zu verharmlosen und die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu den Risiken zu diskreditieren.

    «Die Zahlen sind eindeutig, Populisten sind in der Corona-Pandemie die klar schlechteren Krisenmanager und für viele vermeidbare Tote in den von ihnen regierten Ländern verantwortlich», erklärte der Kieler Experte Michael Bayerlein. Er hatte das Forschungspapier gemeinsam mit einem internationalen Forscherteam verfasst. Es gebe aber auch eine gute Nachricht. Da die höhere Übersterblichkeit durch mehr Mobilität entstehe, könnten sich die Menschen durch freiwillige Beschränkungen selbst schützen - unabhängig von ihren Regierungen.

  • 20.09 Uhr
    TX Group wegen geplanter Dividendenausschüttung im Visier des Bakom

    Die Zürcher Mediengruppe TX Group ist wegen einer angekündigten Dividendenausschüttung ins Visier des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom) geraten. Das Bakom klärt nun gemäss einer Sprecherin die rechtlichen Fragen um die angekündigte Ausschüttung ab. Generell dürfen Gesellschaften, die vom Bund Corona-Nothilfe bezogen haben, keine Dividenden ausschütten.

    Ein formelles Verfahren gegen die TX Group habe das Bakom allerdings bisher nicht eröffnet, erklärte die Bakom-Sprecherin am Donnerstag auf Anfrage zu einem entsprechenden Artikel der CH Media-Zeitungen vom Vortag. Komme das Bundesamt zum Schluss, dass die geplante Dividendenausschüttung rechtswidrig sei, werde sie im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens die «zu Unrecht bezogenen Unterstützungsbeiträge» gestützt auf die Covid-19-Verordnung Printmedien per Verfügung zurückfordern.

    Die TX Group hatte im Dezember an einem Investorentag angekündigt, dass die Aktionäre in den kommenden drei Jahren jeweils eine Sonderdividende erhalten sollen. Sie sollen damit vom Verkauf eines Anteils am Joint Venture Swiss Marketplace Group (SMG) profitieren. Die Sonderdividende von jeweils mindestens 4,20 Franken pro Aktie solle über die Geschäftsjahre 2021, 2022 und 2023 verteilt werden.

    Aussenansicht des TX Group Hauptsitzes an der Werdstrasse in Zuerich, aufgenommen am 8. Januar 2020. Die Zuercher Mediengruppe Tamedia heisst seit 1. Januar 2020 TX Group. (KEYSTONE/Christian Beutler)
    Die Zürcher Mediengruppe TX Group ist wegen einer Dividendenausschüttung ins Visier des Bakom geraten.
    KEYSTONE/Christian Beutler
  • 20.02 Uhr
    Impfgegner in Costa Rica wollen kleinen Patienten mit Gewalt aus Spital holen

    Eine Gruppe von Corona-Impfgegnern ist in Costa Rica gewaltsam in ein Krankenhaus eingedrungen, um einen ungeimpften sechsjährigen Jungen herauszuholen. Nach Angaben der Leiterin des Krankenhauses in Heredia, Priscilla Balmaceda, überfielen rund 30 mutmassliche radikale Impfgegner am Mittwoch Sicherheitsbeamte, Patienten und medizinisches Personal und versuchten, den Jungen mitzunehmen. Dessen Eltern hatten sich einer Impfung ihres Sohnes widersetzt.

    Der Junge war einige Tage zuvor wegen einer Atemwegserkrankung in das Krankenhaus eingeliefert worden und sollte auf Empfehlung der Ärzte geimpft werden. Wenige Minuten nach einem «respektvollen Gespräch» mit dem Vater, einem Rechtsberater, in dem es darum gegangen sei, dass der Sozialdienst sein grünes Licht für die Entlassung des Kindes geben müsse, hätten die Impfgegner das Krankenhaus gestürmt, berichtete Balmaceda.

    Das Krankenhaus musste geräumt werden, Sprechstunden und Labortermine wurden ausgesetzt und die Apotheke vor Ort geschlossen. Nach dem Vorfall müssen sich sechs Männer und Frauen vor Gericht verantworten. Die costaricanische Sozialversicherung will nach dem durch Online-Aufnahmen gut dokumentierten Sturm alle Beteiligten anzeigen. Der kleine Patient soll aus dem Krankenhaus entlassen werden, sobald Kinderabteilung und Sozialdienst dies genehmigt haben.

    In Costa Rica ist die Impfung von Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren seit November Pflicht. Sind Eltern oder Erziehungsberechtigte gegen die Impfung, kann die staatliche Kinderschutzbehörde (Pani) eingreifen. Diese Impfpflicht für kleine Kinder hatte in den vergangenen Wochen immer wieder zu Kundgebungen vor dem Parlament geführt.

  • 19.31 Uhr
    Lauterbach: Wir müssen bei Corona «auf alles vorbereitet sein»

    Der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat davor gewarnt, in der Corona-Pandemie nicht mehr mit einer Verschlechterung der Lage zu rechnen. «Im besten Fall wird das Virus harmloser und löst nur noch kleine und lokal begrenzte Ausbrüche aus», sagte er der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Freitagsausgabe). Ob das so komme, wisse aber niemand. «Wir müssen auf alles vorbereitet sein.»

    Expertinnen und Experten hatten zuletzt einen baldigen Übergang von der Pandemie zur Endemie des Coronavirus vorausgesagt. «Endemie kann viel bedeuten», betonte allerdings Lauterbach. «Wir können auch in eine Endemie geraten, in der eine sehr gefährliche Variante dominant ist, gegen die wir die Schwachen weiter mit grossem Aufwand schützen müssen.» Wie sich das Virus weiterentwickele, könne niemand vorhersagen.

    Zur aktuellen Corona-Lage in Deutschland sagte Lauterbach, die stark steigenden Infektionszahlen bewegten sich in einem Rahmen, den Fachleute des Robert-Koch-Instituts zuvor errechnet hätten. «Deutschland ist gerade mit deutlich niedrigeren Fallzahlen unterwegs als andere europäische Länder.»

    Er verteidigte zudem das Vorhaben, die als besonders zuverlässig geltenden PCR-Tests wegen knapp werdender Kapazitäten zu rationieren. «Für sehr viele Testanlässe ist der Antigentest jetzt optimal geeignet, weil er zuverlässig funktioniert und die Ergebnisse schneller vorliegen als bei PCR-Tests.»

  • 18.56 Uhr
    Geschäfte von Luxusgüterkonzhern LVMH laufen besser als vor Corona

    Der französische Luxusgüterkonzern LVMH hat im abgeschlossenen Geschäftsjahr bessere Geschäfte gemacht als noch vor der Corona-Pandemie. Der Jahreserlös stieg gegenüber dem Vorjahr um knapp 44 Prozent auf 64,2 Milliarden Euro.

    Dies teilte das für Marken wie Louis Vuitton, Hublot oder Givenchy bekannte Unternehmen nach Börsenschluss in Paris mit. Vor allem die Nachfrage nach Mode- und Lederwaren habe ein Rekordniveau erreicht, hiess es in der Mitteilung weiter. 2019, also vor der Pandemie, hatte LVMH noch einen Jahresumsatz von knapp 53,7 Milliarden Euro erzielt.

    Auch beim Betriebsergebnis überraschte das Unternehmen die Branchenkenner: Mit einem operativen Gewinn von knapp 17,2 Milliarden Euro verdiente LVMH doppelt so viel wie noch im Jahr zuvor - und etwa um die Hälfte mehr als noch vor der Coronakrise.

  • 18.19 Uhr
    Westschweizer Kantone heben Maskenpflicht an Schulen auf

    Mehrere Westschweizer Kantone heben in Absprache mit der Erziehungsdirektorenkonferenz der Romandie die Maskenpflicht an den Schulen schrittweise auf. Darauf haben sie sich angesichts der Entwicklung beim Pandemieverlauf geeinigt.

    Kinder und Jugendliche hätten bereits während der gesamten Krise einen hohen Preis bezahlt. Es sei daher notwendig, die Massnahmen, die sich auf die pädagogische Beziehung und das Lernen der Schülerinnen und Schüler in der obligatorischen Schule auswirkten, so schnell wie möglich aufzuheben, schreibt die Interkantonale Erziehungsdirektorenkonferenz der Westschweiz und des Tessins (CIIP) am Donnerstag in einer Mitteilung.

    Die Schueler der Mittelschule in Locarno tragen am Montag, 9. November 2020, auch waehrend des Unterrichts Geschichtsmasken zum Schutz vor dem Coronavirus. Die Tessiner Regierung hat das Maskenobligatorium in den Schulen ausgeweitet: Ab dem 9. November muessen Schuelerinnen und Schueler bereits ab der 6. Klasse im Unterricht eine Schutzmaske tragen.(KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)
    Mehrere Westschweizer Kantone heben in Absprache mit der Erziehungsdirektorenkonferenz der Romandie die Maskenpflicht an den Schulen schrittweise auf.
    KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay

    Deshalb werden die Schutzmassnahmen ab Montag von der Primarschule bis zur Orientierungsstufe schrittweise gelockert, die zu Beginn des neuen Schuljahres im Januar eingeführt worden waren. Zunächst wird das Tragen eines Mundschutzes für die Schülerinnen und Schüler der Primarschule und dann der Sekundarstufe aufgehoben.

    Die Mehrheit der Westschweizer Kantone will zudem ab Februar Lager und Ausflüge mit Übernachtungen nicht mehr verbieten. Vorsorgliche Tests vor der Abreise sollen die Sicherheit der teilnehmenden Schüler gewährleisten. Die CIIP erwartet laut ihrer Mitteilung überdies Entscheidungen auf Bundesebene, um auch Lernenden und Studierenden Erleichterungen zu ermöglichen.

  • 18.03 Uhr
    Englischen Corona-Experten belästigt: Mann muss acht Wochen in Haft

    Weil er gemeinsam mit einem Kumpel den medizinischen Chefberater der britischen Regierung, Chris Whitty, belästigt hat, ist ein 24-Jähriger zu acht Wochen Haft verurteilt worden. Ausserdem muss er 1058 Pfund (umgerechnet rund 1271 Euro) bezahlen, wie der Westminster Magistrates' Court entschied. Der Mann aus Essex, der während des Gerichtsverfahrens immer wieder durch Störungen auffiel, bekannte sich schuldig. Er hatte ausserdem einen Polizisten behindert.

    Die beiden 24 Jahre alten Männer hatten im vergangenen Juni versucht, Whitty in einem Londoner Park zu einem Selfie zu zwingen. Die beiden Betrunkenen hielten den Mediziner, der oft mit Premierminister Boris Johnson bei Pressekonferenzen auftritt, fest und grölten triumphierend. Ein Video des Vorfalls verbreitete sich rasch und löste Empörung aus.

    Der andere Schuldige wurde bereits im vergangenen Sommer zu acht Wochen Haft verurteilt, allerdings auf Bewährung. Der Mann hatte sich bereits früher schuldig bekannt.Weil er gemeinsam mit einem Kumpel den medizinischen Chefberater der britischen Regierung, Chris Whitty, belästigt hat, ist ein 24-Jähriger zu acht Wochen Haft verurteilt worden. Ausserdem muss er 1058 Pfund (umgerechnet rund 1271 Euro) bezahlen, wie der Westminster Magistrates' Court am Donnerstag entschied. Der Mann aus Essex, der während des Gerichtsverfahrens immer wieder durch Störungen auffiel, bekannte sich schuldig. Er hatte ausserdem einen Polizisten behindert.

    Die beiden 24 Jahre alten Männer hatten im vergangenen Juni versucht, Whitty in einem Londoner Park zu einem Selfie zu zwingen. Die beiden Betrunkenen hielten den Mediziner, der oft mit Premierminister Boris Johnson bei Pressekonferenzen auftritt, fest und grölten triumphierend. Ein Video des Vorfalls verbreitete sich rasch und löste Empörung aus.

    Der andere Schuldige wurde bereits im vergangenen Sommer zu acht Wochen Haft verurteilt, allerdings auf Bewährung. Der Mann hatte sich bereits früher schuldig bekannt.

  • 17.08 Uhr
    Mehr als 57'000 Corona-Neuinfektionen in Polen

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Polen hat den zweiten Tag in Folge einen Höchstwert erreicht. Innerhalb von 24 Stunden kamen 57'659 neue Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Im selben Zeitraum starben 262 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus.

    Nach einer Anweisung des Bildungsministeriums stellten am Donnerstag alle Schulen des Landes auf Fernunterricht für Schüler ab der 5. Klasse um. Diese Regelung soll für einen Monat gelten. Auch führt Polen nun die Möglichkeit zu kostenlosen Corona-Tests ein. Ab sofort gebe es landesweit 64 Apotheken, wo sich Bürger testen lassen könnten, teilte Gesundheitsminister Adam Niedzielski mit.

    Von der Opposition erntete er dafür Spott. «Das entspricht nicht einmal zwei Apotheken auf eine Millionen Bürger – die haben ja Schwung», schrieb der Fraktionsvorsitzende Borys Budka vom Oppositionsbündnis Bürgerkoalition.

    Oppositionsvertreter werfen der nationalkonservativen PiS-Regierung schon länger vor, drastische Beschränkungen im Alltagsleben zu vermeiden, um Impfgegner in den eigenen Reihen nicht zu verprellen. Bislang hat die Regierung in Warschau nichts unternommen, um etwa eine rechtliche Grundlage dafür zu schaffen, dass Betreiber von Restaurants, Hotels und Geschäften den Impfstatus ihrer Kunden abfragen können.

  • 16.17 Uhr 
    EU-Behörde lässt Medikament von Pfizer zu

    Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat das Corona-Medikament Paxlovid des US-Pharmariesen Pfizer zugelassen. Sie empfehle eine Zulassung von Paxlovid «für die Behandlung von Erwachsenen», die keinen zusätzlichen Sauerstoff benötigten und bei denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bestehe, erklärte die EMA am Donnerstag. Paxlovid ist damit das erste antivirale Medikament in Pillenform, das in der EU zugelassen wird.

    Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte dem Medikament bereits kurz vor Weihnachten eine Notfallzulassung erteilt. Paxlovid wird bei Risikopatienten mit leichten bis mittelschweren Krankheitssymptomen eingesetzt und senkt laut Pfizer die Gefahr einer Krankenhauseinweisung oder eines Todes um knapp 90 Prozent.

    Das Medikament verringert die Fähigkeit des Coronavirus, sich in den Körperzellen zu vermehren, und bremst damit die Weiterentwicklung der durch das Virus ausgelösten Krankheit Covid-19.

    Die Bundesregierung hat eine Million Packungen des Medikaments Paxlovid der US-Firma Pfizer gekauft.
    Die EU-Arzneimittelbehörde EMA gibt grünes Licht für das Covid-Medikament Paxlovid von Pfizer. (Archiv)
    Bild: Uncredited/Pfizer/dpa
  • 15.10 Uhr
    Schweizer Aussenhandel erholt sich vom Corona-Einbruch

    Der Schweizer Aussenhandel hat 2021 die Corona-Delle überwunden. Die Exporte kletterten auf ein Rekordhoch.

    Konkret stiegen die Ausfuhren um 15,2 Prozent auf 259,5 Milliarden Franken, wie das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) am Donnerstag mitteilte. Die Einfuhren nahmen um 10,1 Prozent auf 200,8 Milliarden zu und blieben damit auch nur knapp unter dem Vor-Corona-Niveau. In der Folge vergrösserte sich der Überschuss in der Handelsbilanz auf einen neuen Höchststand von 58,7 Milliarden (VJ 43,0 Mrd).

    Im Vorjahr waren die Exporte und Importe wegen der Pandemie in historischem Ausmass geschrumpft. Nun habe sich der Aussenhandel «äusserst robust» gezeigt, so das BAZG in der Mitteilung. Sämtliche Exportsparten hätten wieder zugelegt. Besonders gross waren die Zugewinne bei den Uhren (+31,2%) und bei den Bijouterie und Juwelierwaren (+36,7%). Aber auch die Pharma- und Chemiebranche, die rund die Hälfte zu den Gesamtexporten beisteuert, legte um 12,4 Prozent zu. Die Maschinen- und Elektroindustrie hinkte mit 9,6 Prozent auch nur leicht hinterher.

    In alle drei bedeutenden Wirtschaftsräume konnte die Schweizer Exportindustrie mehr Güter absetzen. Zweistellig wuchsen die Ausfuhren nach Europa (+18,1%) und Nordamerika (+17,0%). Bei den einzelnen Ländern lösten die USA Deutschland als wichtigsten Abnehmer helvetischer Produkte seit 1954 ab, wie das BAZG schreibt. Die Ausfuhren nach Asien nahmen um 9,0 Prozent zu.

    Trucks stand in lines at the container terminal Altenwerder at the port in Hamburg, Germany, Wednesday, Jan. 19, 2022. The harbor in Hamburg is Germany's largest seaport and the gateway for the country's export and import economy. (AP Photo/Martin Meissner)
    Der Schweizer Exporthandel scheint die Corona-Krise überwunden zu haben.
    Bild: Keystone
  • 13.30 Uhr
    BAG meldet 44'842 neue Fälle, 149 Spital-Einweisungen und 16 Todesopfer

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit BAG am Donnerstag 44'842 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 131'348 Tests gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 16 neue Todesfälle und 149 Spitaleinweisungen.

  • 10.52 Uhr
    Keine kritische Spitalauslastung durch Omikron

    Forschende der Empa haben zusammen mit Fachleuten aus dem Kanton Graubünden und Deutschland drei epidemiologische Szenarien im Zusammenhang mit der Omikron-Variante ausgearbeitet. Sie kamen zum Schluss, dass Omikron das Gesundheitssystem wohl nicht an die Grenzen bringt.

    Omikron sei scheinbar weniger gefährlich für die Gesundheit als die Delta-Variante, aber deutlich infektiöser, schrieb die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) am Donnerstag auf ihrer Webseite. Die daraus resultierende Frage, ob Omikron die Spitäler in der Schweiz und in Deutschland ähnlich an die Belastungsgrenze bringen kann, beantworteten die Fachpersonen nun in drei ausgearbeiteten Szenarien.

    Das Ergebnis lässt die Forschenden zu vorsichtigem Optimismus verleiten. Bleibe die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt unter 2, dürfte die Belegung in den Intensivstationen kaum kritische Werte erreichen. In der Schweiz lag die Zahl R vor rund elf Tagen bei 1,21.

    Gewisse Risiken würden jedoch weiterhin bestehen. So sei beispielsweise eine Omikron-Delta-Kreuzimmunität im Moment noch unbekannt.

    Die Forschenden legten nahe, dass es nun an der Zeit sei, Massnahmen stärker auch an individuellen Merkmalen zu orientieren. Es solle Strategien für unterschiedliche Risikogruppen geben, hiess es weiter.

    Eine Aerztin wartet auf einen Patienten, im Coronavirus Testzentrum in Mendrisio, am Dienstag, 28. April 2020. Das Testzentrum in Mendrisio ist eines von vier Testzentren zur Entlastung der Arztpraxen und Spitaeler im Tessin. (KEYSTONE/Ti-Press/Alessandro Crinari)
    Für die Schweizer Spitäler sollte die Omikron-Welle laut Studie zu bewältigen sein.
    Bild: Keystone
  • 09.20 Uhr
    Über 9000 gefälschte Impfzertifikate in St. Gallen

    Die St. Galler Staatsanwaltschaft hat zehn Personen verhaften lassen, die mutmasslich über 9000 Impfzertifikate illegal ausgestellt und dafür hohe Geldbeträge gefordert haben. Den Beteiligten wird Urkundenfälschung vorgeworfen.

    Bei einzelnen beschuldigten Personen handelt es sich um Mitarbeitende verschiedener Testcenter, welche im Privatbereich ihre dienstlichen Accounts für die Erstellung von Covid-19-Zertifikaten missbraucht haben sollen, wie die St. Galler Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte.

    Konkret sollen diese Mitarbeitenden gegen Entgelt anderen Beschuldigten Zugang zu ihren Accounts gewährt haben, welche damit ihrerseits missbräuchlich Zertifikate generierten. Insgesamt haben die kantonalen Strafverfolgungsbehörden mittlerweile Kenntnis von über 9000 illegal hergestellten Covid-19-Zertifikaten.

    Darunter sind rund 8000 Impfzertifikate, beim Rest handelt es sich um Genesenen- und vereinzelte Testzertifikate. Die Abnehmerinnen und Abnehmer haben laut Staatsanwaltschaft für die illegalen Impf- und Genesenenzertifikate Beträge zwischen 300 und 800 Franken bezahlt.

    Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei St. Gallen arbeiten mit Hochdruck an den Untersuchungen, wie es weiter heisst. Fünf Staatsanwältinnen und Staatsanwälte führen Strafverfahren. Die Kantonspolizei hat eine Sonderkommission gebildet und steht mit mehr als zehn Mitarbeitenden im Einsatz.

    Une personne tient dans sa main un smartphone avec l'application Certifact Covid suisse et son code QR indiquant 3G et 2G, ce lundi, 13 decembre 2021 a Lausanne. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)
    In St. Gallen wurden zehn Personen festgenommen, die über 9000 Impfzertifikate gefälscht haben sollen.
    Bild: Keystone

  • 08.02 Uhr
    Kantone müssen PCR-Tests priorisieren

    Aufgrund der hohen Fallzahlen stehen die Labore in der Schweiz vor dem Kollaps. Aktuell werden über 100'000 Tests pro Tag durchgeführt. Das BAG warnte bereits davor, diese Kapazität nicht lange aufrechterhalten zu können.

    Wie «nau.ch» berichtet, mussten verschiedenste Kantone bereits PCR-Tests streichen. So verzichten St. Gallen und Zürich ab nächster Woche darauf, in Schulen und Firmen zu testen. Pool-Tests seien derzeit zu viel Aufwand für die Labore. Auch Graubünden und der Kanton Aargau haben das Testen an Schulen bereits gestoppt.

    Das BAG empfiehlt den Kantonen, PCR-Tests zu priorisieren: Risikogruppen sollten bevorzugt werden. Wer ungeimpft ist und ein Testresultat will, soll sich hinten anstellen müssen.

  • 07.35
    Zürcher Forscher erfinden 30-Minuten-PCR-Test

    Zwei Forscher der ETH Zürich haben einen neuen PCR-Test entwickelt, der in nur 30 Minuten das Ergebnis liefert. Sie haben damit gleich zwei Verbesserungen erreicht, wie «blick.ch» berichtet. Normalerweise dauert es einen Tag, bis das Ergebnis vorliegt. Und dann kostet dieser Test erst noch weniger als die bisherigen PCR-Tests. Es braucht keine Kühlketten mehr. Und die Samples müssen nicht mehr herumgeschickt werden.

    Doctor Julien Salamun collects a sample nasopharyngeal on a person suspected of being infected with coronavirus COVID-19 (SARS-CoV2), at the University Hospital Geneva (HUG), in Geneva, Switzerland, Tuesday, March 10, 2020. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)
    Der neue PCR-Test aus der Schweiz soll das Ergebnis binnen 30 Minuten liefern.
    Bild: Keystone
  • 6.22 Uhr
    Weiblicher Zyklus wird durch Impfung nicht gestört

    Verzögert sich der weibliche Zyklus nach einer Corona-Impfung? Neue Informationen liefert eine Studie – mit beruhigenden Ergebnissen.

    Eine Corona-Impfung kann zwar Einfluss auf den weiblichen Zyklus haben, die Schwankungen sind aber gering und vorübergehend. Zu diesem Schluss kommt ein Überblicksartikel in der Fachzeitschrift BMJ zu Studien aus den USA und aus Norwegen.

    In der US-Studie wurde die Regel von Tausenden Frauen sechs Zyklen lang mit einer Perioden-App überwacht. 2400 der knapp 4000 Probandinnen waren geimpft, der Rest war ungeimpft. Die erste Dosis hatte keinen Einfluss auf die Monatsblutung. Nach der zweiten Dosis kam die Regel im Schnitt einen halben Tag später.

    In der anderen Studie wurden 5688 Norwegerinnen gefragt, ob sie Veränderungen vor oder nach der Impfung bemerkt haben. 38 Prozent berichteten von Unregelmässigkeiten vor der Impfung, 39 Prozent nach der ersten Dosis, 41 Prozent nach der zweiten Spritze. Die häufigste Veränderung, über die berichtet wurde, war eine stärkere Blutung.

    Eine Frau lässt sich bei einer Impfaktion gegen Covid-19 impfen. (Archivbild)
    Eine Frau lässt sich bei einer Impfaktion gegen Covid-19 impfen. (Archivbild)
    dpa
  • 5.59 Uhr
    200'000 Neuinfektionen in Deutschland

    In Deutschland hat die Inzidenz exakt zwei Jahre nach dem ersten bestätigten Corona-Fall erstmals die Schwelle von 1000 überschritten. Auch die Zahl der Neuinfektionen erreicht einen neuen Rekordwert.

    Das Robert Koch-Institut (RKI) gibt den Wert der Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 1017,4 an.

    Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 638.8. Auch die Zahl der Corona-Neuinfektionen erreichte erneut einen Rekordwert und überschritt zugleich die Schwelle von 200'000: Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 203'136 Corona-Neuinfektionen.

  • 4.55 Uhr
    Moderna startet klinische Studie zu Omikron-Impfstoff

    Der Hersteller Moderna hat seine erste klinische Studie zur Untersuchung eines speziell auf die Omikron-Variante zugeschnittenen Corona-Impfstoffs begonnen. Insgesamt 600 Freiwillige – teils mit zwei oder bereits drei Injektionen – würden daran an 24 Standorten in den USA teilnehmen, teilte Moderna am Mittwoch (Ortszeit) mit. Die Beständigkeit der Antikörper mit der normalen Booster-Impfung stimme zwar zuversichtlich, sagte Moderna-Chef Stéphane Bancel. «In Anbetracht der langfristigen Bedrohung durch die sogenannte Immunflucht von Omikron treiben wir unseren Omikron-spezifischen Impfstoffkandidaten dennoch weiter voran.»

    Zuletzt hatten auch Biontech/Pfizer die Erprobung ihres Impfstoffs gegen Omikron angekündigt. Dabei sollen Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit geprüft werden, wie die beiden Unternehmen am Dienstag mitgeteilt hatten. Die Studie soll bis zu 1420 Testpersonen umfassen, die in drei Gruppen unterteilt werden.

    Unterdessen veröffentlichte das Fachmagazin «New England Journal of Medicine» eine Untersuchung zur Wirksamkeit des bisher bereits zugelassenen Boosters von Moderna gegen die Omikron-Variante. Demnach ist der Antikörperspiegel gegen die hochansteckende Mutation des Coronavirus einen Monat nach der dritten Injektion 20 Mal höher als nach der zweiten – er nehme in den darauffolgenden Monaten jedoch deutlich ab.

    BARI, ITALY - JANUARY 23: A nurse prepares syringes with the Moderna covid 19 vaccine on January 23, 2022 in Bari, Italy. In January, the vaccination centers of the ASL Bari produced a considerable effort with more than 277 thousand doses in 20 days and 13,800 injections on an average daily basis, to ensure the maximum possible protection for all age groups. (Photo by Donato Fasano/Getty Images)
    Der Impfstoff-Hersteller Moderna beginnt mit Tests eines neuen, auf Omikron zugeschnittenen Vakzins.
    Getty Images
  • 4.40 Uhr
    62'000 Impfpässe in Frankreich gefälscht

    Fahnder in Frankreich haben ein Netzwerk von Betrügern ausgehoben, das 62'000 gefälschte Impfnachweise erstellt haben soll. Die Ermittlungen einer Pariser Spezialeinheit für Cyberkriminalität hätten zur Festnahme von fünf Personen im Raum Poitiers und Lyon geführt, berichtete der Sender France Info am Mittwochabend unter Verweis auf die Polizei. Drei 22 bis 29 Jahre alte Verdächtige sollen die Daten von 35 Ärzten gehackt haben, um damit falsche Nachweise für Corona-Impfungen zu erstellen. Diese sollen sie direkt und über Mittelsmänner weiterverkauft haben. Der Betrug war nach Hinweisen unter anderem einer Krankenkasse aufgeflogen, die in der Dokumentation auf Tausende angebliche Impfungen durch eine einzelne Krankenschwester gestossen war, die an der Impfkampagne aber gar nicht beteiligt war.

    Die französische Regierung war kürzlich von rund 200'000 gefälschten Impfnachweisen ausgegangen, die im Land im Umlauf seien. Seitdem für einen vollständigen Corona-Impfschutz eine Auffrischimpfung erforderlich ist, dürften viele der gefälschten Nachweise für die Käufer aber relativ nutzlos geworden sein.

    A man wears a leaflet reading 'I refuse the health and the vaccinal pass' during the protest. After French President Macron declared he will 'piss off' unvaccinated people, who, for him, aren't anymore 'citizens', several thousands of people took to the streets in Toulouse as elsewhere in France to piss off E. Macron and the government. They also protest against the health pass which will become a vaccinal pass fater the vote of a new law. Every unvaccinated people who can go now to cafes, restaurants, theaters, cinemas, libraries, concerts hall, etc. with a negative test won't be able to continue these kinds of social and cultural activities as it will be mandotry to have a vaccinal pass. Toulouse. France. January 8th 2022. (Photo by Alain Pitton/NurPhoto via Getty Images)
    In Frankreich gehen einige auf die Strasse, um gegen den Impfpass zu demonstrieren. Andere beschaffen sich illegal einen gefälschten Impfpass.
    NurPhoto via Getty Images