Wer am Wochenende spät aus dem Ausgang kommt oder früh zum Flughafen muss, kann auf der Strecke Zürich–Bern künftig einen Nachtschnellzug nehmen. Ab dem 14. Dezember verkehren laut Fahrplandaten erstmals auch nachts Interregio-Züge zwischen Zürich und der Bundesstadt – die «Aargauer Zeitung» berichtete zuerst darüber.
Die neuen Verbindungen fahren in jeder Wochenendnacht zweimal pro Richtung. Ab Zürich HB geht es um 2.02 Uhr los, mit Halt in Olten. Ankunft in Bern ist um 3.04 Uhr.
Zürich → Bern
01:40
Winterthur
01:59
Zürich HB
02:02
Zürich HB
Bahn-2000-Strecke
02:32
Olten
02:34
Olten
03:04
Bern
Bern → Zürich
03:00
Bern
Bahn-2000-Strecke
03:27
Olten
03:32
Olten
04:03
Zürich HB
04:05
Zürich HB
04:11
Zürich Oerlikon
04:32
Winterthur
In der Gegenrichtung starten die Züge in Bern um 3.00 Uhr und erreichen Zürich eine Stunde später. Der spätere Zug fährt weiter bis zum Flughafen Zürich und nach Winterthur.
Gute Nachrichten für Nachtschwärmer: Die SBB verlangen keinen Nachtzuschlag – die Verbindungen gehören zum normalen Fernverkehr.
Die Nachtschnellzüge werden als IRN1-Verbindung im Fahrplan angezeigt.
Screenshot
Die neuen Nachtzüge sind erst der Anfang. Gemäss «Aargauer Zeitung» ist die Strecke Zürich–Bern die erste Linie eines geplanten schweizweiten Wochenend-Nachtnetzes. In der SBB-«Vision 2027» soll Olten zum zentralen Drehscheiben-Hub werden. Später könnten auch Basel, Chur, Biel, die Genferseeregion und das Wallis angebunden werden.
Unter der Woche bleibt das Angebot jedoch die Ausnahme. Wegen des nächtlichen Unterhalts am Schienennetz beschränkt die SBB die Nachtzüge weiterhin auf Freitag- und Samstagnacht.
Korrekturhinweis: In einer ersten Version gab es einen Fehler bei den Fahrzeiten. Der Fehler wurde korrigiert.
Mehr Videos aus dem Ressort
Reisen mit dem Nachtzug: Klimafreundlich und bequem
In einer Nacht von Brüssel nach Berlin: Immer mehr Reisende sind in Europa mit Nachtzügen unterwegs – auch um umweltfreundlicher zu reisen. Dabei waren die Nachtzüge jahrelang auf dem Abstellgleis. Doch jetzt stossen immer neue Anbieter in die Lüc