SP-Showdown heute Abend«Jacky 4 Ständerat»: Badran bringt Jositschs Nomination ins Wanken
Petar Marjanović
28.5.2026
Wird Jacqueline Badran heute an Stelle von Daniel Jositsch zur Ständeratskandidatin gewählt?
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Am Donnerstagabend entscheiden rund 200 Delegierte der Zürcher SP, ob sie Daniel Jositsch für die Ständeratswahlen 2027 erneut aufstellen. Der Ausgang ist offen – auch weil Jacqueline Badran als Alternative bereitsteht.
Für Daniel Jositsch (61) wird der Donnerstagabend zur Zitterpartie. Rund 200 Delegierte der Zürcher SP entscheiden, ob die Partei ihren Ständerat für die Wahlen im Herbst 2027 nochmals nominiert. Das Verhältnis zwischen dem Politiker und seiner Partei ist seit Jahren angespannt – der Entscheid dürfte gemäss verschiedenen Parteimitgliedern knapp ausfallen.
Neue Brisanz erhält die Frage durch Nationalrätin Jacqueline Badran (64). Gegenüber dem Portal «Tsüri» sagte sie: «Sollte Jositsch nicht nominiert werden und die Partei beziehungsweise die Delegierten wollen, dass ich kandidiere, werde ich zur Verfügung stehen.»
Am Donnerstag selbst will Badran nicht teilnehmen, weil sie sich nach eigenen Worten «grundsätzlich und nachweislich nie in Personalpolitik einmische». Ihr Gewicht ist beträchtlich: Badran holte bei den letzten Nationalratswahlen rund 13'000 Stimmen aus dem Lager von SVP, FDP und Mitte und kam so auf den kantonalen Bestwert von 150'000 Stimmen.
Daniel Jositsch ist seit 2015 Ständeratsmitglied. Ab und zu wird er von seiner Parteigenossin Jacqueline Badran besucht.
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Wie umstritten Jositsch in der Partei ist, zeigt ein Papier ohne klaren Absender mit dem Titel «16 fragwürdige Positionen von Daniel Jositsch», über das die «Neue Zürcher Zeitung» und «Tsüri» berichteten.
Aufgeführt sind unter anderem sein Nein zu Geldern für das UNO-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge, seine Kritik am Klima-Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte sowie seine Aussage, das reine Frauenticket der SP bei den Bundesratswahlen sei «diskriminierend».
Eine Datenanalyse des «Tages-Anzeigers» zeigt zudem, dass Jositsch im Ständerat bei jedem fünften Entscheid anders abstimmte als die SP-Fraktion.
In Zürich und Winterthur stellte sich Jositsch an zwei internen Anlässen mit je rund 80 Teilnehmenden den Mitgliedern, Medien waren nicht zugelassen. Michèle Dünki-Bättig, Co-Präsidentin der Kantonalpartei, bilanziert gegenüber der NZZ: «Die Anlässe waren gut besucht, die Diskussionen verliefen konstruktiv.»
Mehrere Mitglieder, die nicht namentlich genannt werden wollen, zeichnen jedoch ein kritischeres Bild. So habe Jositsch insbesondere bei Juso-Mitgliedern für Kopfschütteln gesorgt.
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«Ein Land braucht die vierte Gewalt – die kann man nicht einfach abwickeln», sagt Jacquelin Badran. Im Interview mit blue News erklärt sie, welche Erwartungen sie nun an Bundesrat Rösti stellt – und schiesst gegen ihn.