F-35-Deal sorgt weiter für Kritik Jets sollen teilweise unbewaffnet sein – Kommission prüft Beschaffungsprozess

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29.6.2025 - 08:18

Laut einem Medienbericht sind die bestellten F-35-Kampfjets bislang nur teilweise bewaffnet.
Laut einem Medienbericht sind die bestellten F-35-Kampfjets bislang nur teilweise bewaffnet.
KEYSTONE

Die Geschäftsprüfungskommission des Nationalrates will eine Inspektion zum Kauf der F-35-Kampfjets durchführen. Zudem gibt es Hinweise, dass nicht alle der Flugzeuge vollständig bewaffnet sind.

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Keystone-ATS, Noemi Hüsser

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  • Die Schweiz hat offenbar nur einen Teil der F-35-Kampfjets mit Bomben und Raketen ausgerüstet, das schreibt der «Sonntagsblick».
  • Zentrale Waffen wie Amraam-Raketen fehlen und müssen separat beschafft werden.
  • Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Nationalrates hat laut «SonntagsZeitung» und «NZZ am Sonntag» wegen der zunehmenden Kritik und Unsicherheiten eine Inspektion zur F-35-Beschaffung eingeleitet.

Die F-35-Kampfjets sind laut «SonntagsBlick» mit unzureichender Bewaffnung bestellt worden. Im Kaufpreis seien nur für 24 der 36 Jets Bomben enthalten, wie ein Insider berichtet habe.

Zudem fehlten Amraam-Raketen, die separat beschafft werden müssten. Pro Jet werde lediglich eine Sidewinder-Rakete mitgeliefert. SP-Nationalrätin Priska Seiler Graf bezeichnet die Jets in der Zeitung deshalb als «faktisch nahezu unbewaffnet».

Dies stehe im Widerspruch zur Darstellung des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), wonach auch Bewaffnung und Munition enthalten seien.

Armasuisse-Sprecher Kaj-Gunnar Sievert habe erklärt, mit der Armeebotschaft 2022 seien 107 Millionen Franken für Kurzstrecken-Luft-Luft-Lenkwaffen sowie Präzisionsmunition budgetiert worden.

Gewisse Systeme müssten nach der Ausmusterung der F/A-18 ersetzt werden. Für eine vollständige Ausrüstung seien laut Bericht mehrere Hundert Millionen Franken zusätzlich nötig.

Geschäftsprüfungskommission hat Inspektion beschlossen

Angesichts der immer weiter steigenden Kosten für die F-35-Kampfjets für die F-35-Kampfjets hat die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Nationalrates laut «SonntagsZeitung» und «NZZ am Sonntag» eine Inspektion beschlossen. Der Entscheid solle am Dienstag offiziell kommuniziert werden.

Laut «NZZ am Sonntag» würden interne Dokumente zeigen, dass die USA der Schweiz zwar einen Fixpreis zugesichert hätten, jedoch ohne eine konkrete Zahl zu nennen oder den Begriff «fixed price» näher zu definieren. Versprochen worden sei lediglich, das Flugzeug zum gleichen Preis weiterzugeben, den auch die USA an den Hersteller zahlen müssten.

Zusätzlich belastet werde das Geschäft laut «SonntagsZeitung» durch eine Absicherung des Dollarkurses kurz nach Vertragsabschluss: Dadurch habe der Bund nicht vom seitdem deutlich gesunkenen Wechselkurs profitiert. Laut der Eidgenössischen Finanzverwaltung hätte die Schweiz dadurch bereits rund 70 Millionen Franken sparen können, bei Kursanstieg wären hingegen Zusatzmittel notwendig geworden.


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