Simon Stocker spricht: «Es ist ein schwieriger Tag», sagt Simon Stocker. «Es fühlt sich aber auch gelöster an. Die letzten 1 1/2 Jahre waren ein riesiger Stress für mich und mein Umfeld.» Das Urteil des Bundesgerichts habe er jedoch zu akzeptieren. Das sei «klipp und klar».
Das Urteil sei jedoch eine Absage für ein gleichberechtigtes Familienmodell. «Meine Frau und ich haben es uns so eingerichtet. Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht. Im Umfeld habe ich das auch erzählt», so Stocker. «Der Arbeitsort und Leben muss nicht an einem Ort zentriert sein», sagt er weiter.
Er sei enttäuscht über das Urteil, akzeptiere es jedoch.
Für ihn heisst das Urteil: «Ich trete bei der Wahl an», sagt Stocker klar. «Ich will den vakanten Sitz wieder besetzten. Ich stelle mich zur Verfügung.» Er betont nochmals, dass er in Schaffhausen leben, auch seine Frau sei hier angemeldet. Jedoch würden sie die Wohnung in Zürich behalten. Seine Frau sei Wochenaufenthalterin.
«Ich habe keinen Groll gegen jemanden. Ich will nach vorne schauen», sagt Stocker zum Schluss.