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Hitzewelle in der Schweiz kostete viele Senioren das Leben
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Neue Zahlen des Bundes

Hitzewelle in der Schweiz kostete viele Senioren das Leben

Besonders älteren Menschen hat die Hitze der vergangenen Wochen zugesetzt. (Archivbild)

Besonders älteren Menschen hat die Hitze der vergangenen Wochen zugesetzt. (Archivbild)

KEYSTONE

Die starke Hitze Ende Juni dürfte zahlreiche zusätzliche Todesfälle verursacht haben. Laut Bund lag die Sterblichkeit bei den über 65-Jährigen klar über dem erwarteten Wert.

Redaktion blue News
Keystone-SDA

Redaktion blue News, Keystone-SDA

08.07.2026, 11:53•08.07.2026, 13:21

Darum geht's

  • Die Hitzewelle Ende Juni ging in der Schweiz mit einer deutlich erhöhten Sterblichkeit bei Menschen über 65 Jahren einher.
  • In der Woche vom 22. bis 28. Juni starben 1278 Personen über 65 Jahre – rund 16 Prozent mehr als statistisch erwartet.
  • Auch Spitäler verzeichneten mehr Hitzepatientinnen und -patienten.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Die Hitzewelle von Ende Juni dürfte in der Schweiz zu vielen Todesfällen bei älteren Menschen geführt haben. In der Woche vom 22. Juni bis zum 28. Juni lag die Sterblichkeit bei den über 65-Jährigen laut den Zahlen des Bundes um 16 Prozent über dem erwarteten Wert.

In diesem Erfassungszeitraum während des Höhepunkts der Hitzewelle starben insgesamt 1278 Personen über 65 Jahren, wie den wöchentlichen Gesamtsterbefallzahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) zu entnehmen ist. Statistisch erwartet wurden in jener Woche durchschnittlich 1104 Todesfälle, also 175 weniger als effektiv gemessen.

Zuerst berichteten die Tamedia-Publikationen am Mittwoch über die Daten. Die gemessenen Todeszahlen sind demnach vergleichbar mit einer mittleren bis stärkeren Grippewelle im Winter. Einen ähnlichen Ausschlag im Sommer gab es zuletzt im Juli 2015, der sich schliesslich in den zweitwärmsten Sommer seit Messbeginn einreihte.

Hitze als Todesursache

Als spezifische Todesursache wird Hitze meist nicht erhoben, gleich wie viele andere Risikofaktoren. Die Anzahl Betroffener lässt sich aber statistisch erfassen. Das Schweizerische Tropen- und Public-Health-Institut (Swiss TPH), das die hitzebedingte Sterblichkeit im Auftrag des Bundes beobachtet, verbindet hierfür die gemeldeten Todesfälle mit den gemessenen Tagestemperaturen.

Den Schätzungen des Instituts zufolge kam es in der Schweiz in den vergangenen Sommern zu jeweils rund 500 hitzebedingten Todesfällen. Im Rekordsommer 2003 erfasste Swiss TPH rund 1400 zusätzliche Todesfälle, 2015 waren es deren 747. Dass die Zahlen seither zurückgegangen sind, deutet für die Forschenden laut vergangenen Reportings darauf hin, dass die jüngsten Anpassungsmassnahmen wirken.

Die gesundheitlichen Folgen der Hitze zeigten sich Ende Juni auch in einzelnen Spitälern. Insbesondere das Zürcher Universitätsspital und die Notfallstationen im Tessin stellten einen deutlichen Anstieg von Hitzepatientinnen und -patienten fest, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA ergab.


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