Keller-Sutter will stärker gegen Gewalt an Frauen vorgehen

SDA/tafi

3.1.2021

Bundesraetin Karin Keller-Sutter spricht an einer Medienkonferenz ueber die Volksinitiative Fuer verantwortungsvolle Unternehmen ? zum Schutz von Mensch und Umwelt, am Dienstag, 6. Oktober 2020, im Medienzentrum Bundeshaus in Bern. Das Schweizer Volk wird am 29. November an die Urnen gehen, um ueber zwei Volksinitiativen abzustimmen: die Volksinitiative Fuer verantwortungsvolle Unternehmen ? zum Schutz von Mensch und Umwelt und die Volksinitiative Fuer ein Verbot der Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten. (KEYSTONE/Anthony Anex)
«Der Täter muss wissen, dass er auf dem Radar der Polizei bleibt» – Bundesrätin Karin Keller-Sutter (FDP) will mit stärkeren Massnahmen Frauen vor Gewalt schützen.
KEYSTONE/Anthony Anex

Karin Keller-Sutter will mit klaren Massnahmen gegen Gewalt an Frauen vorgehen. Die FDP-Bundesrätin ist bereit, stärker in die Privatsphäre von Paaren einzugreifen, um Frauen zu schützen.

FDP-Bundesrätin Keller-Sutter hat eine Initiative gegen Gewalt an Frauen angekündigt. «Ich will eine Roadmap gegen Gewalt an Frauen, die zeigt, wo der Bund und die Kantone Verbesserungspotenzial haben», sagte die Justizministerin in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag».

Im Frühling solle eine diesbezügliche Tagung mit Vertretern von Bund, Kantonen und privaten Organisationen stattfinden. So sollen explizit Organisationen einbezogen werden, die sich professionell in diesem Bereich engagieren. «Gerade die Frauenhäuser sind nach wie vor sehr wichtig, um in akuten Krisen Schutz bieten zu können», betonte die Politikerin.

Für einen besseren Schutz der Frauen ist Bundesrätin Keller-Sutter zudem grundsätzlich bereit, stärker in die Privatsphäre von Paaren einzudringen. «Warum soll der Staat eingreifen, wenn es zu Übergriffen auf dem Trottoir kommt, aber nicht, wenn dasselbe im Haushalt passiert?», fragte Keller-Sutter rhetorisch. 

Rechtlich seien die entsprechenden Instrumente vorhanden, um Frauen zu schützen. «Der Täter muss wissen, dass er auf dem Radar der Polizei bleibt», machte Keller-Sutter eine klare Ansage.

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