Unbewilligte Demo in Bern +++ Impfstoffentwicklerin glaubt nicht an gefährlichere Mutante

Agenturen/red

23.9.2021

Agenturen/red

23.9.2021

Laut Angaben der Johns-Hopkins-Universität liegt die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in der Schweiz bei bislang insgesamt 831’881 Personen. 11’034 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 verstorben. Weltweit stieg die Zahl der Infizierten auf 230’422’422, die Zahl der Toten auf 4’748’124.

In Bern ist ein Grossaufgebot der Polizei am Donnerstagabend vereinzelt gegen Teilnehmende einer unbewilligten Demonstration gegen die Corona-Schutzmassnahmen vorgegangen. Bei der Auseinandersetzung mit der Polizei im Umfeld des Umzugs durch die Innenstadt wurden laut Angaben der Ordnungskräfte Pyrotechnika gezündet und Gegenstände gegen Einsatzkräfte geworfen. Die Polizei antwortete mit Gummischrot und einem Wasserwerfer.

Das Wichtigste im Überblick

  • Das BAG meldet 1632 Neuinfektionen bei 37‘534 Tests. Fünf Personen starben an Covid-19, 35 wurden hospitalisiert. 
  • In der Berner Innenstadt ist die Polizei am späten Donnerstagabend mit Wasserwerfern und Gummigeschossen gegen mehrere Teilnehmer einer unbewilligten Demonstration vorgegangen.
  • Weil immer öfter junge Menschen nach einer Covid-Erkrankung auf den Intensivstationen landen, sind die Triage-Richtlinien angepasst worden.
  • Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat Corona-Auffrischungsimpfungen mit dem Mittel von Biontech/Pfizer für ältere Menschen und Risikogruppen genehmigt.
  • Die Pandemie hat bei der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in England deutliche Spuren hinterlassen.
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  • 21.43 Uhr
    Polizei geht in Bern mit Wasserwerfern gegen Teilnehmer von Demo vor

    In der Berner Innenstadt ist die Polizei am späten Donnerstagabend mit Wasserwerfern und Gummigeschossen gegen mehrere Teilnehmer einer unbewilligten Demonstration vorgegangen. Laut Polizei hatten diese versucht, vor dem Bundeshaus eine Sperre zu durchbrechen.

    Die Demonstranten hätten zudem Sachen gegen Einsatzkräfte geworfen, teilte die Berner Kantonspolizei auf Twitter mit.

    Ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete, dass die Polizei die Zwangsmittel in einer Gasse hin zum Bundeshaus eingesetzt habe. Sie habe damit die Demonstrierenden zurückgedrängt.

    Bereits zuvor hatten Demonstrierende bei einer Auseinandersetzung mit der Polizei im Umfeld des Protestumzugs durch die Innenstadt Pyrotechnika gezündet und Gegenstände gegen Einsatzkräfte geworfen. Die Polizei reagierte vereinzelt mit Gummischrot. In der Innenstadt waren mehrmals Knalle zu hören.

    Über Verletzte lagen keine Angaben vor. Mehrere Ambulanzen standen am Abend im Einsatz.

    Schätzungsweise gegen 800 Menschen waren Aufrufen im Internet zu einer unbewilligten Kundgebung in der Hauptstadt gefolgt. Sie versammelten sich beim Bahnhof und marschierten durch die Altstadt. Die Polizei liess den Grossteil der Teilnehmenden gewähren.

    Die Ordnungshüter führten Kontrollen durch, wie sie im Kurznachrichtendienst Twitter mitteilten. Mehrere Personen wurden demnach abgeführt.

  • 21.03 Uhr
    Polizei weist in Willisau mögliche Demonstrierende weg

    In der Luzerner Stadt Willisau ist die Polizei am Donnerstagabend gegen dutzende mögliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer geplanten unbewilligten Kundgebung gegen die Corona-Massnahmen vorgegangen. Laut eigenen Angaben sprach sie mehrere dutzend Wegweisungen aus und kontrollierte zahlreiche Menschen.

    Ein Zug von sogenannten «Freiheitstrychlern» wurde gestoppt, wie die Luzerner Polizei im Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Laut einem Fotografen der Nachrichtenagentur Keystone-SDA riegelten die Ordnungshüter die Altstadt von Willisau ab. Nur einige wenige Massnahmen-Gegner – teils mit Trycheln – harrten zunächst vor Ort aus. Die Situation blieb ruhig.

    Die Stadtregierung hatte am Mittwoch erklärt, keine kurzfristige Demonstration von Kritikern der Corona-Massnahmen im Ort zu dulden. Zuvor hatten Massnahmen-Gegner zu einer Demo aufgerufen, nachdem die Stadt Bern für eine solche Kundgebung ebenfalls keine Bewilligung erteilt hatte. Der Willisauer Stadtrat appellierte «eindringlich» an die Bevölkerung, nicht an einer möglichen unbewilligten Kundgebung teilzunehmen.

  • 20.45 Uhr
    Polizei geht in Bern gegen Demo-Teilnehmer vor

    In Bern ist ein Grossaufgebot der Polizei am Donnerstagabend vereinzelt gegen Teilnehmende einer unbewilligten Demonstration gegen die Corona-Schutzmassnahmen vorgegangen. Die Beamten setzen dabei Gummischrot ein.

    Polizisten ueberwachen den Bahnhofplatz, am Mittwoch, 23. September 2021, in Bern. Die Kantonspolizei Bern wappnet sich gegen eine unbewilligte Kundgebung von Coronamassnahmen Gegner und will diese unterbinden. (KEYSTONE/Peter Schneider)
    Polizisten überwachen den Bahnhofplatz, am Mittwoch, 23. September 2021, in Bern. Die Kantonspolizisten führten Kontrollen durch, mehrere Personen wurden abgeführt.
    Bild: Keystone/Peter Schneider

    Bei der Auseinandersetzung mit der Polizei im Umfeld des Umzugs durch die Innenstadt wurden laut Angaben der Ordnungskräfte Pyrotechnika gezündet und Gegenstände gegen Einsatzkräfte geworfen. Die Polizei reagierte mit Gummischrot. Über Verletzte lagen keine Angaben vor. In der Innenstadt waren mehrmals Knalle zu hören, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete.

    Zuvor waren schätzungsweise gegen 800 Menschen Aufrufen zu einer unbewilligten Kundgebung gefolgt. Sie versammelten sich beim Bahnhof und marschierten durch die Altstadt. Die Polizei liess den Grossteil der Teilnehmenden gewähren.

  • 19.57 Uhr
    Mehrere hundert Massnahmen-Kritiker versammeln sich in Bern
    Demonstranten ziehen durch dioe Spitalgasse, am Mittwoch, 23. September 2021, in Bern. Die Kantonspolizei Bern wappnet sich gegen eine unbewilligte Kundgebung von Coronamassnahmen Gegner und will diese unterbinden. (KEYSTONE/Peter Schneider)
    Demonstranten ziehen durch die Spitalgasse, am Mittwoch, 23. September 2021, in Bern. Die Kantonspolizei Bern hat sich gegen eine unbewilligte Kundgebung von Coronamassnahmen-Gegner gewappnet.
    Bild: Keystone/Peter Schneider

    In Bern sind mehrere hundert Menschen am Donnerstagabend Aufrufen zu einer unbewilligten Kundgebung gefolgt. Sie versammelten sich in der Innenstadt. Die Polizei liess die Teilnehmenden zunächst gewähren, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete.

    Die Polizei führte Kontrollen durch, wie sie im Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Sie kündigte zudem an, Wegweisungen auszusprechen und Personen abzuführen.

  • 19.01 Uhr
    Freispruch für Genfer Aktivisten nach Demo während Lockdown

    Das Genfer Polizeigericht hat am Donnerstag sechs von sieben Aktivisten freigesprochen, die nach einem friedlichen Protest während des Lockdowns im Mai 2020 zu einer Geldstrafe verurteilt worden waren. In seinem Urteil kam das Gericht zum Schluss, dass die Polizei mit mehr Zurückhaltung hätte vorgehen müssen.

    Die Mitglieder einer neuen Bürgerbewegung hatten am 6. und 12. Mai 2020 vor dem Genfer Hauptbahnhof Cornavin für einen humanistischeren, sozialeren und ökologischeren Neuanfang nach dem Ende der Coronakrise demonstriert. Sie standen schweigend in vier Quadratmeter grossen Quadraten, die sie zuvor mit Kreide auf den Boden gezeichnet hatten, um die nötigen Hygiene-Abstände zu anderen Personen einzuhalten.

    Versammlungen von mehr als fünf Personen im öffentlichen Raum waren damals verboten. Aus Videos und Fotos gehe eindeutig hervor, dass sich die Teilnehmer des Protests in Gruppen von weniger als fünf Personen versammelt hätten, stellte das Polizeigericht in dem am Donnerstag veröffentlichten Urteil fest.

    Das Gericht sprach die Aktivisten vom Vorwurf frei, sich während einer Pandemie unrechtmässig versammelt zu haben. Einige von ihnen waren zuvor zu einer Geldstrafe von 750 Franken verurteilt worden.

    Weiter kam das Polizeigericht zum Schluss, dass die Aktion unter das Demonstrationsgesetz falle. Die Polizei habe also das Recht zum Eingreifen besessen. Die Ordnungshüter hätten aber mehr Zurückhaltung walten lassen müssen.

  • 18.20 Uhr
    Kubas Präsident: Bewohner ärmerer Länder warten auf erste Impfdosis

    Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel hat bei der UN-Generaldebatte die ungleiche Verteilung von Coronavirus-Impfstoffen angeprangert. Mehr als 80 Prozent der bisher eingesetzten Dosen seien in Ländern mit mittlerem bis hohem Einkommensniveau verabreicht worden, deren Einwohner weit weniger als die Hälfte der Weltbevölkerung ausmachten, sagte er in einer aufgezeichneten Rede, die am Donnerstag in New York gezeigt wurde. «Hunderte Millionen Menschen in einkommensschwachen Ländern warten noch immer auf ihre erste Dosis und können nicht abschätzen, ob sie diese jemals erhalten werden.»

    Es sei «unvorstellbar», dass währenddessen die weltweiten Militärausgaben im vergangenen Jahr fast zwei Billionen US-Dollar (rund 1,7 Billionen Euro) betragen hätten, betonte Díaz-Canel. «Wie viele Leben wären gerettet worden, wenn diese Mittel für die Gesundheit oder die Herstellung und Verteilung von Impfstoffen verwendet worden wären?» Kuba setzt selbst entwickelte Impfstoffe gegen das Coronavirus ein.

  • 18.09 Uhr
    Bundesplatz abgeriegelt nach Aufrufen zu illegaler Demo

    In der Berner Innenstadt hat die Polizei am frühen Donnerstagabend Präsenz markiert: Sie wollte eine weitere unbewilligte Kundgebung von Gegnern der Corona-Massnahmen später am Abend verhindern.

    Den Bundesplatz hatte die Polizei bereits am späten Nachmittag abgeriegelt, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Zum einen war wieder der Zaun vor dem Bundeshaus montiert worden, zum anderen wurden rund um den Platz mobile Gitterelemente befestigt. Zahlreiche Polizisten waren in der Innenstadt zu sehen. Passanten durften den Bundesplatz bei Bedarf überqueren, der abgesehen von zwei Polizeiwagen und einigen Polizisten menschenleer war.

    Die Stadtberner Regierung hat die Polizei beauftragt, eine allfällige Kundgebung nicht zuzulassen. Berns Sicherheitsdirektor Reto Nause hatte am Dienstag mit Massnahmenkritikern über die Bedingungen für eine Demo-Bewilligung verhandelt, doch kam keine Einigung zustande.

    Die «Freiheitstrychler» und die Organisation «Mass-Voll» hatten darauf an ihre Anhänger appelliert, nicht nach Bern zu reisen. Allerdings kursierten im Netz weiterhin Aufrufe für eine Kundgebung unter dem Motto «Jetzt erst recht». Laut Nause hatten zudem linke Kreise zu einer Gegendemo aufgerufen.

    In Bern gab es allein im September bereits acht Demos und Protestaktionen von Massnahmengegnern. Sieben waren unbewilligt, darunter auch jene vom vergangenen Donnerstag.

  • 17.53 Uhr
    EU prüft Pfizer-Antrag für Booster-Impfung

    Die europäische Arzneimittelbehörde EMA prüft zurzeit einen Antrag der Impfhersteller Pfizer und Biontech für eine dritte Impfdosis gegen das Coronavirus. Das teilte die Behörde am Donnerstag in Amsterdam mit. Dieser sogenannter Booster zum Schutz vor einer Corona-Infektion könnte vollgeimpften Personen ab 16 Jahren und frühestens sechs Monate nach der zweiten Impfdosis gespritzt werden. Nach Bewertung der vom Hersteller vorgelegten Daten will die EMA Anfang Oktober über den Antrag entscheiden.

    Auch in der Schweiz ist der Antrag von Pfizer und Biontech hängig.

    Verschiedene Länder bieten bereits die dritte Impfdosis an, allerdings vorerst nur für Patienten mit einem besonders geschwächten Immunsystem. 

  • 16.53 Uhr
    Eingeschränkte Feierlichkeiten zu Nobelpreisverleihungen

    Die Verleihung der Nobelpreise wird wegen der Corona-Pandemie das zweite Jahr in Folge nur mit einer verkleinerten Zeremonie stattfinden. Das teilte die Nobelstiftung mit, die die Preisverleihungen organisiert.

    Die Träger der diesjährigen Preise für Chemie, Physik, Medizin, Literatur und Wirtschaft sowie des Friedensnobelpreises sollen zwischen dem 4. und 11. Oktober bekannt gegeben werden.

    «Es steht ausserdem fest, dass die diesjährigen Feierlichkeiten im Dezember – wenn die Preisträger in Stockholm und Oslo geehrt werden – eine Mischung aus einer digitalen und einer physischen Veranstaltung werden», erklärte die Nobelstiftung.

    FILE- In this file photo dated Friday, April 17, 2015, a national library employee shows the gold Nobel Prize medal awarded to the late novelist Gabriel Garcia Marquez, in Bogota, Colombia. There is no bigger international honor than the Nobel Prize, created by 19th-century Swedish industrialist Alfred Nobel, and the 2016 laureates will be named over the coming days to join the pantheon of greats who were honored in years gone by. (AP Photo/Fernando Vergara, FILE)
    Die Nobelpreis-Zeremonie ist dieses Jahr eine Mischung aus digitaler Ehrung und Festakt in Präsenz. (Symbolbild)
    Bild: AP Photo/Fernando Vergara

    Die Preisträger würden die Nobelpreismedaillen und -urkunden in ihren jeweiligen Heimatländern erhalten. «Diese Präsentationen werden mit einer Verleihungszeremonie im Rathaus von Stockholm am 10. Dezember verbunden, dem Jahrestag des Todes von Preisstifter Alfred Nobel.»

    Noch sei die Corona-Pandemie nicht vorüber, sagte Vidar Helgesen, der Geschäftsführer der Nobelstiftung. «Unsicherheit über den Verlauf der Pandemie und internationale Reisemöglichkeiten sind der Grund, warum die Preisträger 2021 ihre Medaillen und Urkunden in ihren Heimatländern erhalten werden.»

  • 16.28 Uhr
    Berühmter Schamane in Sri Lanka stirbt an Coronavirus

    In Sri Lanka ist ein bekannter Schamane, der mit «gesegnetem» Wasser die Corona-Pandemie eindämmen wollte, an dem Virus gestorben. Der 48-jährige Eliyantha White habe Impfstoffe gegen das Coronavirus abgelehnt, erklärte die Familie am Donnerstag in der Mitteilung über seinen Tod. White hatte im November behauptet, er könne die Pandemie in Sri Lanka und im benachbarten Indien beenden, indem er Töpfe mit seinem «gesegneten» Wasser in Flüsse giesst.

    Auch die Gesundheitsministerin Sri Lankas glaubte an die Wasserbehandlung gegen Corona. Zwei Monate später infizierte sie sich jedoch und wurde auf der Intensivstation eines Krankenhauses behandelt.

    Viele Sportstars und Spitzenpolitiker glaubten an die Kraft des Schamanen und liessen sich seit Jahren von White unter anderem bei Verletzungen behandeln. «Sein Vermächtnis wird durch all die Leben weiterleben, die er berührt und von verschiedenen Krankheiten geheilt hat», schrieb Ministerpräsident Mahinda Rajapaksa auf Twitter.

    In einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP aus dem Jahr 2010 behauptete White, er verfüge seit seinem zwölften Lebensjahr über besondere Kräfte. Schulmediziner hingegen bezeichneten White als Betrüger.

  • 15.48 Uhr
    Impfstoffentwicklerin glaubt nicht an gefährlichere Covid-Mutante

    Eine der Entwicklerinnen des Astrazeneca-Impfstoffs gegen Corona hält die Entstehung einer noch gefährlicheren Variante des Virus als Delta aktuell für eher unwahrscheinlich. «Normalerweise werden Viren harmloser, während sie zirkulieren, und es gibt keinen Grund anzunehmen, dass es noch eine bösartigere Version von Sars-CoV-2 geben wird», sagte die Immunologin Sarah Gilbert von der Universität Oxford am Donnerstag bei einer Online-Veranstaltung der Royal Society of Medicine.

    Sie gehe auch nicht davon aus, dass das Virus so mutiere, dass es sich etwa der Wirkung der Impfstoffe entziehe. Vielmehr vermutet Gilbert, dass das Virus sich angesichts der wachsenden Immunität in der Bevölkerung ähnlich wie andere saisonale Coronaviren entwickeln werde.

    Seit Beginn der Pandemie hat sich Sars-CoV-2 durch Mutationen so verändert, dass es deutlich ansteckender wurde. Zunächst breitete sich im vergangenen Winter die sogenannte Alpha-Variante um die Welt aus, die zunächst in England registriert wurde. Im Frühjahr folgte die als erstes in Indien nachgewiesene Delta-Variante.

    Je «schöner» eine bildliche Darstellung des Coronavirus ausfällt, als desto weniger ansteckend wird das Virus empfunden.
    Nach der Delta-Variante ist laut einer britischen Immunologin wohl keine gefährlichere Mutation des Coronavirus mehr zu erwarten. (Symbolbild) 
    Bild: Uncredited/Centers for Disease Control and Prevention/AP/dpa
  • 15.37 Uhr
    Weiter viele Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA

    Am US-Arbeitsmarkt hat sich die Lage in der vergangenen Woche überraschend verschlechtert. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe – ein Frühindikator für den Arbeitsmarkt – legten im Wochenvergleich um 16'000 auf 351'000 zu, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit 320'000 Anträgen gerechnet.

    Seit Beginn des Jahres hatte sich die Lage zunächst merklich gebessert. Zuletzt verlief die Entwicklung aber holpriger.

    Die wöchentlichen Hilfsanträge bewegen sich immer noch auf einem höheren Niveau als vor der Pandemie zu Beginn des Jahres 2020. Damals wurden pro Woche nur gut 200'000 Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt. Allerdings befand sich der Jobmarkt vor der Krise in einem ungewöhnlich guten Zustand nahe der Vollbeschäftigung. Der Arbeitsmarkt spielt eine grosse Rolle für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed.

  • 15.17 Uhr
    Griechische Justiz will Anzeigen von Corona-Leugnern ablehnen

    Die Justiz in Griechenland will künftig bei Strafanzeigen von Impfgegnern und Corona-Leugnern keine Verfahren mehr einleiten, wenn sich die Beschwerden gegen die Einhaltung von Corona-Massnahmen richten. Das teilte der Staatsanwalt des obersten griechischen Gerichtshofes, Vassilis Pliotas, am Donnerstag in einem Rundschreiben an die Staatsanwälte im ganzen Land mit.

    Die Juristen sollen die Fälle sofort prüfen. Sie sollen die Anzeige aber als unzulässig ablehnen, wenn es dem Anzeigeerstatter offensichtlich darum geht, die vom Staat erlassenen Corona-Massnahmen auszuhebeln, hieß es in dem Schreiben, dass der Tageszeitung «Kathimerini» vorlag.

    Vorausgegangen war eine Anzeigenwelle von Impfgegnern und Corona-Leugnern in den vergangenen Wochen, die sich vor allem gegen Lehrer und Ärzte richtete. So hatten wiederholt Eltern die Schulleitung oder einzelne Lehrer angezeigt, weil diese ihnen nicht erlaubten, ihre Kinder ohne Maske und Corona-Test zur Schule zu schicken. Beide Schutzmassnahmen sind in Griechenland Pflicht.

    Auch Ärzte gerieten zuletzt immer wieder ins Visier. So gab es Fälle, bei denen Covid-Patienten im Krankenhaus nicht beatmet werden wollten, weil sie die Existenz des Virus bestritten. Mehrere Ärzte, die die Kranken pflichtgemäss dennoch beatmeten, wurden angezeigt und mussten sich erklären. Sogar Exhumierungen wurden bereits verfügt, weil Hinterbliebene an der Todesursache Covid-19 zweifelten.

  • 14.38 Uhr 
    Israel beurlaubt Lehrer ohne «Grünen Pass»

    In Israel werden Lehrer ohne den sogenannten Grünen Pass, die sich auch nicht auf das Coronavirus testen lassen wollen, ab dem 3. Oktober vom Unterricht freigestellt. Den Grünen Pass gibt es für Geimpfte und Genesene.

    Die Lehrer dürfen dann auch nicht online unterrichten und erhalten kein Gehalt, wie eine Sprecherin des Erziehungsministeriums am Donnerstag bestätigte.

    Laut Medienberichten sind von 3. Oktober an Grüne Pässe auch nur noch bis zu sechs Monate nach der zweiten Impfung gültig. Danach müssen Betroffene eine dritte Spritze als Auffrischung erhalten.

    Der «Grüne Pass» wird in Israel bereits benötigt, um bestimmte Orte zu betreten und an bestimmten Aktivitäten teilzunehmen.
    Der «Grüne Pass» wird in Israel bereits benötigt, um bestimmte Orte zu betreten und an bestimmten Aktivitäten teilzunehmen. (Archiv)
    Bild: Ilia Yefimovich/dpa
  • 14.12 Uhr 
    Aargau führt repetitives Testen an Schulen weiter

    Der Kanton Aargau führt im Kampf gegen das Coronavirus das repetitive Testen an den Schulen sowie in Betrieben, Pflegeheimen und sozialmedizinischen Institutionen weiter. Die Maskentragepflicht an Schulen gilt vorerst bis Ende Oktober.

    Der Regierungsrat habe unter Abwägung aller Aspekte entschieden, dass das repetitive Testen an Schulen mit organisatorischen und strukturellen Anpassungen weitergeführt werde, teilte die Staatskanzlei Aargau am Donnerstag mit. Die Schulen könnten wie vor den Sommerferien die Nachtestungen wieder selbstständig vornehmen.

    Stark ansteigende Infektionszahlen an den Schulen sowie Schwachstellen bei veränderten Abläufen und Prozessen hatten nach den Sommerferien zu Problemen beim repetitiven Testen geführt. Das Gesundheits- und Bildungsdepartement suchten zusammen mit Schulverbänden und Organisationen gemeinsam nach Verbesserungen.

    Repetitives Testen und Maskentragepflicht an Schulen: Der Aargauer Regierungsrat hält am bisherigen Kurs fest. (Symbolbild)
    Repetitives Testen und Maskentragepflicht an Schulen: Der Aargauer Regierungsrat hält am bisherigen Kurs fest. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 13.30 Uhr
    Das BAG meldet 1632 neue Fälle und fünf Tote

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit BAG am Donnerstag 1632 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 37'534 Tests gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG fünf neue Todesfälle und 35 Spitaleinweisungen.

    Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 290,95 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zwei Wochen bei 0,83.

    Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 77,2 Prozent. 27 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

    Insgesamt wurden bis am Sonntagabend 9'696'300 Impfdosen an die Kantone und Liechtenstein ausgeliefert. Damit wurden 10'276'380 Dosen verabreicht. 54,39 Prozent der Bevölkerung sind bereits vollständig geimpft. Weitere 8,66 Prozent haben eine erste Dosis erhalten.

  • 13.05 Uhr 
    Nobelpreise werden in Heimatländern der Geehrten überreicht

    Wegen der Corona-Pandemie werden die Nobelpreise in den Wissenschaftskategorien sowie der Literatur-Nobelpreis das zweite Jahr in Folge nicht in Stockholm, sondern in den Heimatländern der Preisträger überreicht. Das teilte die Nobel-Stiftung am Donnerstag in Stockholm mit. Beim Friedensnobelpreis bestehe weiterhin die Möglichkeit, ihn traditionsgemäss in der norwegischen Hauptstadt Oslo zu überreichen. Darüber werde Mitte Oktober entschieden.

    Der oder die Träger des Medizin-Nobelpreises werden am 4. Oktober bekannt gegeben, danach folgen die Kategorien Physik und Chemie. Der Literaturpreis wird am 7. Oktober verliehen. Ihre Medaillen und Urkunden erhalten die Preisträger üblicherweise in einer Zeremonie, die am 10. Dezember, dem Geburtstag des Stifters Alfred Nobel, in Stockholm stattfindet. Wegen der Corona-Pandemie waren aber bereits vergangenes Jahr kleinere Zeremonien in den jeweiligen Heimatländern der Ausgezeichneten organisiert worden.

  • 11.55 Uhr
    Schutzmaske zurückgerufen

    Weil sie ungenügend schützt, ruft der Importeur Yoobopo die Atemschutzmaske N95/FFP2 der Marke «myfixmask» zurück. Dadurch besteht eine Gesundheitsgefährdung. Das Produkt wird kostenlos ausgetauscht. Dazu sollten Kunden Kontakt zur Importfirma aufnehmen.

    Die fragliche Maske ist mit «N95 Disposable Respirator / Protective Mask» beschriftet, wie die Importfirma und die Beratungsstelle für Unfallverhütung am Donnerstag mitteilten. Ihre Filterwirkung ist nicht ausreichend. Hersteller der Maske ist die Firma Elis SHPK im Kosovo. Angeboten wurden die Masken im Internet. Das Produkt sollte nicht verwendet werden, da «irreversible Gesundheitsschäden» drohen.

  • 11.33 Uhr 
    Mediziner ändern Triage-Richtlinien

    Die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) und die Schweizerische Gesellschaft für Intensivmedizin haben die Richtlinien für die Triage angepasst. Hauptgrund dafür sei «die veränderte Ausgangslage auf den stark ausgelasteten Schweizer Intensivstationen», heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung.

    Anders als in vorhergehenden Wellen würden nun nämlich «vermehrt junge, zuvor gesunde Patientinnen und Patienten» eine intensivmedizinische Behandlung benötigen. Mit der Aktualisierung der Richtlinien solle auch bei grosser Ressourcenknappheit sichergestellt werden, dass viele Menschenleben unabhängig vom Einweisungsgrund gerettet würden.

    Während wichtige Grundsätze der Triage-Richtlinien bestehen bleiben, soll nun bei der intensivmedizinischen Behandlung der damit verbundene zu erwartende Aufwand mitberücksichtigt werden. «Bei gleicher Überlebensprognose haben Interventionen, die schon nach kurzer Zeit den gewünschten Erfolg erwarten lassen, Vorrang vor Interventionen, deren Effekt sich erst nach langer intensiver Therapiedauer einstellt», teilen die Organisationen mit.

    Medical staff move a patient with Covid-19 towards a Rega medical helicopter before a transfer from the intensive care unit at the the University Hospital (CHUV) to the Inselspital of Bern during the coronavirus disease (COVID-19) outbreak in Lausanne, Switzerland, Friday, November 6, 2020. The number of Covid-19 hospitalisations and capacity continues to be a major concern in Switzerland. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott) Un patient atteint de Covid-19 est en cours de transfert avec un helicoptere de la Rega, de l'unite des soins intensifs du Centre Hospitalier Universitaire Vaudois, CHUV, a l'Hopital de l'Ile a Berne lors de la crise du Coronavirus (Covid-19) le vendredi 6 novembre 2020 a Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
    Medizinisches Personal transportiert im Unispital in Lausanne (CHUV ) einen Covid-Patienten aus dem Helikopter in die Intensivstation. (Archiv)
    Bild:Keystone
  • 11.20 Uhr 
    Erleichterte Einreise nach England könnte an Testmangel scheitern

    Die angekündigten Erleichterungen bei der Einreise nach England könnten wegen eines Mangels an Schnelltests noch einige Wochen auf sich warten lassen. Der britische Verkehrsminister Grant Shapps erklärte Abgeordneten, dass private Testanbieter derzeit noch nicht in ausreichendem Masse Schnelltests anbieten könnten, wie die BBC am Donnerstag berichtete.

    Bislang ist nach der Einreise selbst für vollständig Geimpfte ein PCR-Test notwendig, den zahlreiche zertifizierte Anbieter zu hohen Preisen (mindestens rund 50 Pfund, umgerechnet rund 58 Euro) anbieten. Schnelltests werden hingegen bislang nicht in ähnlich grossem Massstab angeboten.

    Die britische Regierung hatte für England vor kurzem angekündigt, die PCR-Test-Pflicht für Geimpfte im Oktober abzuschaffen und künftig Schnelltests zu akzeptieren. Ein konkretes Datum wurde jedoch nicht genannt. Reiseunternehmen dringen darauf, die Regelung bis zu den Ferien im Oktober einzuführen. Der Wirtschaftsstaatssekretär Paul Scully sagte am Donnerstag im Sky-News-Interview, es sei das Ziel der Regierung, diese Frist zu erreichen.

    epa09387795 Passengers arrive at Heathrow Airport in London, Britain, 02 August 2021. The UK has opened its borders to double jabbed citizens from the US and Europe from 02 August, the UK government has announced. EPA/VICKIE FLORES
    Passagiere landen am Londoner Flughafen Heathrow: Der angekündigten erleichterten Einreise nach England steht ein Mangel an Schnelltests entgegen. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 10.27 Uhr
    Schwyzer Schulen testen mindestens bis Ende März weiter

    Der Kanton Schwyz führt die verbindlichen Corona-Reihentests an den Schulen bis voraussichtlich Ende März 2022 weiter. Damit will er sich für den Herbst und Winter eine gute Ausgangslage im Kampf gegen das Virus schaffen.

    Die Anzahl Covid-Infektionen im schulischen Umfeld sei nach wie vor hoch, teilte das Schwyzer Bildungsdepartement am Donnerstag mit. Mit dem repetitiven Testen, das im Kanton seit April angeboten wird und seit Juni verbindlich ist, habe man gute Erfahrungen gemacht und halte deshalb daran fest.

    Mit den Reihentests könnten Ansteckungsketten frühzeitig erkannt und eingedämmt werden. Das ermögliche den Präsenzunterricht und verhindere Klassenquarantänen und eine Maskentragpflicht. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen können über die Testteilnahme persönlich entscheiden.

    Schülerinnen und Schüler im Kanton Schwyz müssen sich weiterhin regelmässig auf das Coronavirus testen lassen. (Symbolbild)
    Schülerinnen und Schüler im Kanton Schwyz müssen sich weiterhin regelmässig auf das Coronavirus testen lassen. (Symbolbild)
    Keystone/Gaetan Bally
  • 9.15 Uhr 
    AstraZeneca vereinbart Milliondeal für RNA-Technologie

    Der britische Pharmakonzern AstraZeneca setzt in einem Millionendeal auf eine nächste Generation der RNA-Technologie. Mit dem Startup VaxEquity sei eine Partnerschaft zur Entwicklung neuer Medikamente auf Basis dieser Technologie vereinbart worden, teilte AstraZeneca am Donnerstag mit.

    VaxEquity, das von dem Impfstoffexperten Robin Shattock vom Imperial College London gegründet wurde, erhalte dafür von AstraZeneca eine Zahlung von bis zu 195 Millionen Dollar, wenn bestimmte Meilensteine im Zuge der Kooperation erreicht werden. Zudem winkten Lizenzgebühren an den Produkten. Vereinbart wurde den Angaben zufolge ferner eine Kapitalbeteiligungen von AstraZeneca und dem Life-Science-Investor Morningside Ventures.

  • 8.51 Uhr
    Lockdown würde viele Kleinbetriebe verschwinden lassen 

    Viele kleine Gewerbebetriebe in der Schweiz würden einen weiteren Lockdown nicht überleben. Für knapp einen Fünftel der Kleinbetriebe würde eine erneute Schliessung laut einer Umfrage das «ziemlich sichere Ende» bedeuten.

    Weitere 12 Prozent der Kleinunternehmer mit maximal 19 Mitarbeitenden sähen ihren Betrieb zumindest «stark gefährdet», so das Fazit einer am Donnerstag publizierten Umfrage der Swisscom-Tochter Localsearch.

    Knapp 20 Prozent der Befragten zeigten sich wegen der Corona-Pandemie «deprimiert, frustriert und mit Zukunftsängsten». Und weitere 23 Prozent könnten sich mit dieser Aussage zumindest teilweise identifizieren.

    Das heisst aber auch, dass der grössere Teil der Unternehmer grundsätzlich zuversichtlich eingestellt ist. Eine solide Mehrheit von 70 Prozent der Inhaber und Geschäftsführer «schliesse eine Schliessung ihrer Firma kategorisch aus oder betrachte eine solche zumindest als unwahrscheinlich», so die Mitteilung.

    Ein Lernender arbeitet am Sockel eines Schranks, fotografiert am 15. April 2021 in der Schreinerei der Stiftung LBB in Basel. Die Stiftung LBB Lehrbetriebe beider Basel bildet in ihren drei Betrieben 70 junge Menschen aus. Die berufliche Erstausbildung in der Gaertnerei, der Mechanik und der Schreinerei richtet sich an engagierte Jugendliche im Alter von 16 bis 25 Jahren mit Wohnsitz Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Die drei Betriebe der Stiftung LBB sind nicht nur Ausbildungsstaetten mit sozialem Hintergrund, sondern auch oekonomisch gefuehrte Produktionsunternehmen. Sie stellen marktreife Produkte her und erbringen Dienstleistungen fuer den kommerziellen und privaten Markt. (KEYSTONE/Christian Beutler)
    Ein Lernender während der Corona-Pandemie in einem Schreinerei-Betrieb n Basel. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 8.28 Uhr 
    Zertifikatsfreier Zugang für Jugendliche gefordert

    Der Dachverband Offene Jugendarbeit Schweiz (DOJ) fordert für junge Erwachsene bis 25 den zertifikatsfreien Zugang zu niederschwelligen Angeboten. Der Austausch mit Gleichaltrigen dürfe nicht durch die Zertifikatspflicht ab 16 behindert werden. Umso mehr gelte das für vulnerable Kinder und Jugendliche.

    Die Einrichtungen mit einem niederschwelligen Angebot seien zentral für die Früherkennung und -intervention, teilte der Verband am Donnerstag mit. Die Zertifikatspflicht stelle für die Jugendlichen ab 16 Jahren nach vielen Einschränkungen eine weitere Restriktion dar.

    Im Weiteren unterstreicht der DOJ das Recht von Kindern und Jugendlichen auf Information gemäss der Kinderrechtskonvention. Derzeit werde die jüngere Generation ungenügend informiert.

    Namentlich das Bundesamt für Gesundheit, die wissenschaftliche Taskforce des Bundes und die Eidgenössische Impfkommission würden nicht eindeutig erklären, wie gefährlich das Coronavirus für Kinder und Jugendliche ist. Auch liessen die Behörden unklar, wie die Jungen die Infektion verbreiten.

  • 7.21 Uhr 
    Brasiliens UNO-Delegation soll in Corona-Quarantäne

    Die zur UNO-Generaldebatte in New York angereiste Delegation Brasiliens begibt sich nach dem positiven Corona-Test des Gesundheitsministers in Isolation. «Der Mitgliedstaat hat bestätigt, dass die gesamte Delegation beschlossen hat, sich für 14 Tage selbst unter Quarantäne zu stellen», teilte UN-Sprecher Stephane Dujarric am Mittwoch mit.

    Gesundheitsminister Marcelo Queiroga hatte am Dienstag mit Staatspräsident Jair Bolsonaro der Generaldebatte der Vereinten Nationen beigewohnt und sich dabei auch im UN-Hauptquartier am East River aufgehalten. Zuvor war bereits ein Mitglied der Delegation positiv getestet worden. Übereinstimmenden brasilianischen Medienberichten zufolge kehrte Bolsonaro am Mittwoch nach Brasilien zurück, Queiroga hält sich demnach aber weiterhin in New York auf.

    Bolsonaro und andere Mitglieder der Delegation, die mit Queiroga Kontakt hatten, würden die nächsten fünf Tage in Quarantäne bleiben und danach einen neuen Test machen, berichtete das Nachrichtenportal «G1» unter Berufung auf den Regierungspalast. Die Gesundheitsbehörde in Brasília hatte 14 Tage Quarantäne für die brasilianische Delegation empfohlen. Bolsonaro verzichtete am Mittwoch auf einen eigentlich geplanten Präsenztermin und nahm stattdessen an einer Videoschalte teil.

  • 6 Uhr
    Uneinigkeit bei Pandemie-Massnahmen an Schulen

    Kinderärzt*innen plädieren für möglichst wenige Corona-Massnahmen an den Schulen, schreibt der «Tages-Anzeiger». Die Organisation Pädiatrie Schweiz halte Masken und Tests in den Schulen für «medizinisch nicht gerechtfertigt». Die Taskforce des Bundes empfiehlt aber genau diese und andere Massnahmen wie CO2-Messungen und Luftfilter, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, bis in einigen Monaten auch Kinder unter zwölf Jahren geimpft werden können.

    Gegen die Forderungen der Taskforce stellen sich dem Bericht zufolge die beiden Verbände Pädiatrie und Kinderärzte Schweiz. In einem Positionspapier, das auch der Verband der Schulärztinnen und Schulärzte unterstütze, forderten sie, die Massnahmen auf ein «unerlässliches Minimum zu reduzieren».

    Bei Kindern und Jugendlichen werden derzeit laut der Taskforce die höchsten Ansteckungszahlen gemeldet.

    Diese Corona-Regeln gelten in Schweizer Schulen.

    Primarschueler einer sechsten Klasse tragen im Unterricht Gesichtsmasken im Schulhaus Neuallschwil in Allschwil, am Donnerstag, 21. Januar 2021. Im Kanton Basel-Landschaft muessen auch Schulkinder ab zehn Jahren wegen der Corona-Pandemie eine Maske tragen. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)
    In manchen Schulen der Schweiz gilt eine Maskentragpflicht.
    Bild: Keystone/Georgios Kefalas
  • 5.45 Uhr
    Moderna-Chef: Rückkehr zur Normalität in einem Jahr

    Der Chef des amerikanischen Biotechnologieunternehmens und Impfstoffherstellers Moderna geht davon aus, dass die Welt in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres zur Normalität zurückkehren kann. Zudem seien bis Mitte 2022 genügend Dosen vorhanden, um weltweit alle Menschen impfen zu können, sagte Stéphane Bancel im Gespräch mit der «Neuen Zürcher Zeitung». «Schaut man sich den branchenweiten Aufbau von Produktionskapazitäten der letzten sechs Monate an, sollten bis Mitte des nächsten Jahres genügend Dosen vorhanden sein, damit alle auf dieser Erde geimpft werden können», sagte der Chef des Impfstoffherstellers. 

    Ältere Personen und Risiko-Patienten müssten jetzt Auffrischungen bekommen. Jüngere kämen wohl auch ohne Auffrischung durch den Winter und würden im schlimmsten Fall nur leicht erkranken.

    Ihm schwebt vor, dass Covid-19 Bestandteil einer kombinierten Impfung sein wird, mit der man sich gegen sämtliche Atemwegsviren impfen lässt. Eine entsprechende Kombiimpfung habe Moderna bereits entwickelt. Sie soll ab 2023 bereit sein. Bei älteren Personen seien dann jährliche Auffrischungen angezeigt, bei Jüngeren würden voraussichtlich dreijährige Zyklen genügen, erklärt Bancel weiter.

    In einem ebenfalls heute veröffentlichten Interview mit dem «Blick» sagte Bancel wiederum, dass Moderna davon ausgehe, dass in der zweiten Hälfte 2022 praktisch alle Menschen entweder geimpft seien oder sich infiziert hätten. Einen anderen Weg gebe es nicht. «Wer sich nicht impfen lässt, wird sich anstecken», lautete Bancels Fazit. Mehr dazu hier.

  • 5.30 Uhr
    Von SVP-Politiker geteiltes Video vergleicht Corona-Politik mit Nazi-Verbrechen

    SVP-Politiker Andreas Glarner wird nach einem Facebook-Eintrag scharf kritisiert, berichtet «20 Minuten». Ein von ihm auf dem sozialen Netzwerk geteiltes Video bediene sich verschiedener Bilder, um den Text zu untermalen, unter anderem auch einer Fotomontage vor dem Schaffhauser Impfzentrum, welche indirekt das Impfen gegen Corona mit dem Nazi-Regime gleichsetze. Statt dem zynischen Spruch «Arbeit macht frei», welcher damals über den Eingangstoren von Konzentrationslagern stand – auch im Vernichtungslager Auschwitz – stehe auf dem Bild: «Impfen macht frei».

    Jonathan Kreutner, Generalsekretär des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds (SIG), übte in dem Bericht Kritik: «Grundsätzlich sollte man heute sehr vorsichtig sein beim Teilen von Inhalten in den sozialen Medien, besonders dann, wenn einmal mehr wieder unhaltbare Holocaustvergleiche herhalten müssen, um Corona-Massnahmen und Impfung zu kritisieren.» Solche Vergleiche seien unnötig und deplatziert. Auch die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR) beanstandete den Beitrag. Sie habe bereits wiederholt darauf hingewiesen, dass Vergleiche von Corona-Massnahmen mit dem Holocaust «absolut inakzeptabel und sehr verletzend» seien, wird die EKR in dem Bericht zitiert. Solche Vergleiche seien historisch falsch und moralisch verwerflich, weil sie einen Völkermord banalisieren.

  • 5.15 Uhr
    SVP-Chiesa gegen Zertifikatspflicht in Skigebieten

    Hans Wicki, FDP Ständerat und Präsident der Seilbahnen Schweiz, fordert im Gespräch mit «Nau» einen raschen Entscheid zur Zertifikatspflicht in den Skigebieten. Die Wintersportler*innen müssten spätestens bei der Buchung wissen, was in ihren Ferien gelte, so Wicki. Nötig sei eine einheitliche, landesweite Regelung, die auch umsetzbar sei. SVP-Parteipräsident Marco Chiesa finde eine Zertifikatspflicht unnötig, hiess es weiter. Es brauche lediglich Massnahmen wie Abstand, Maske und Hygiene.

  • 5.01 Uhr
    Deutlich mehr psychische Probleme bei Kindern in England

    Die Pandemie hat bei der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in England deutliche Spuren hinterlassen. Im zweiten Quartal 2021 waren mit 190'271 Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren fast doppelt so viele in psychischer Behandlung wie im gleichen Zeitraum zwei Jahre zuvor, wie aus am Donnerstag veröffentlichten Daten des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS hervorgeht. Damals waren es 97'342. Auch die Zahl sehr dringender Fälle nahm deutlich zu.

    «Die Pandemie hatte einen zerstörerischen Einfluss auf die mentale Gesundheit unserer Nation, aber es wird immer klarer, dass besonders Kinder und junge Menschen leiden», sagte Elaine Lockhart vom Royal College of Psychiatrists, die die Daten mit ihrem Verband analysierte. Lockhart rief den neu ernannten britischen Bildungsminister Nadhim Zahawi dazu auf, die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zur Priorität zu erklären und entsprechende finanzielle Mittel bereitzustellen.

  • 3.24 Uhr
    Corona grassiert in verwüsteter Rebellenhochburg Idlib

    Idlibs Ärzteverband spricht von einer «medizinischen Katastrophe», bittet internationale Hilfsorganisationen um Unterstützung. In der nordwestlichen syrischen Provinz und Rebellenhochburg wütet das Coronavirus, ist die Zahl der Neuinfektionen dramatisch angestiegen – eine besonders verheerende Entwicklung in einer Region, die der Bürgerkrieg verwüstet hat. Zahlreiche Spitäler sind völlig zerbombt oder beschädigt, Ärzte und Pflegekräfte in den zehn Jahren Krieg in Scharen geflohen.

    In der übervölkerten Enklave mit vier Millionen Menschen hat sich die Zahl der Covid-Fälle seit Anfang August auf über 61'000 verdoppelt. In den jüngsten Wochen sind wiederholt täglich mehr als 1500 Neuinfektionen verzeichnet worden, und allein am vergangenen Sonntag registrierten die zuständigen Stellen 34 Todesfälle. Die tatsächlichen Zahlen könnten sogar noch höher liegen, da sich viele infizierte Menschen nicht bei den Behörden melden.

    Die Lage ist so düster geworden, dass die als Weisshelme bekannten Rettungsarbeiter – jene, die sich nach den Bombardierungen auf der Suche nach Überlebenden durch die Trümmer wühlten – jetzt zumeist Corona-Patienten ins Spital bringen oder die Toten zur Bestattung.

  • 2.49 Uhr
    FDA erlaubt Auffrischungsimpfung für Risikogruppen

    Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat Corona-Auffrischungsimpfungen mit dem Mittel von Biontech/Pfizer für ältere Menschen und Risikogruppen genehmigt. Das teilte die FDA am Mittwochabend (Ortszeit) mit. Sie folgte damit der Empfehlung eines Expertengremiums aus der vergangenen Woche. In den USA ist damit eine weitere Einzeldosis des Impfstoffs für die Verabreichung mindestens sechs Monate nach den ersten beiden Impfungen für Menschen über 65 sowie jüngere Menschen mit gesundheitlichen oder beruflichen Risikofaktoren zugelassen.

    Biontech/Pfizer in den USA für Auffrischungen zugelassen

    Biontech/Pfizer in den USA für Auffrischungen zugelassen

    In den Vereinigten Staaten hat die Arzneimittelbehörde FDA festgelegt, dass der Impfstoff von Biontech/Pfizer für eine Auffrischungsimpfung zugelassen ist. Dies gilt für Personen, die älter als 65 Jahre sind sowie für Erwachsene mit hohem Risiko einer schweren Erkrankung und für Menschen in Berufen mit grossem Ansteckungsrisiko.

    23.09.2021

    Die FDA erlaube Booster-Impfungen für bestimmte Gruppen wie Gesundheitspersonal, Lehrer und Erzieher, Supermarktmitarbeiter und Menschen in Obdachlosenunterkünften oder Gefängnissen, erklärte die FDA-Beauftragte Janet Woodcock. Grundlage für die Entscheidung seien der wissenschaftliche Erkenntnisstand und die Empfehlungen des Beratungskomitees, in dem unabhängige Experten sitzen. Man werde die sich schnell entwickelnden wissenschaftlichen Erkenntnisse zur «Sicherheit und Effektivität von Covid-19-Impfungen, einschliesslich der Verwendung von Auffrischungsimpfungen» auch weiter bewerten und die Öffentlichkeit entsprechend informieren.

  • 0 Uhr
    Fed dürfte Wertpapierkäufe bald drosseln

    In der Corona-Krise hat die US-Notenbank (Fed) die Konjunktur massiv gestützt, unter anderem mit massiven Wertpapierkäufen. Bald könnte sie angesichts des robusten Wachstums und hoher Inflation einen Gang runterschalten. Wann genau, bleibt offen. Das Fed hält an seiner lockeren Geldpolitik fest, stellt aber eine baldige Drosselung der milliardenschweren Wertpapierkäufe in Aussicht. Zugleich könnten die aktualisierten Prognosen für Wirtschaftswachstum, Inflation und Arbeitslosigkeit auf eine Zinserhöhung im kommenden Jahr hindeuten. Vorerst bleibt der Leitzins aber in der niedrigen Spanne von 0,0 bis 0,25 Prozent.