Gebrochener Arm und GehirnerschütterungKondukteurin büsst St. Gallerin auf dem Weg ins Spital
toko
6.7.2023
Auch für die Fahrt ins Spital benötigt: Ein Billett.
KEYSTONE/Christian Beutler (Symbolbild)
Velounfall und Busse an einem Tag: Eine St. Gallerin brach sich erst den Arm — und traf auf der Busfahrt ins Spital obendrein auf eine besonders strenge Kondukteurin.
toko
06.07.2023, 14:04
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Eine St. Gallerin verletzte sich bei einem Velounfall und machte sich mit dem Bus auf den Weg ins Spital. Dabei vergass sie, ein Billett zu kaufen.
Die Kontrolleurin zeigte jedoch kein Verständnis für die Situation der 41-Jährigen und brummte ihr eine saftige Busse über 100 Franken auf.
Ein gebrochener Arm und dazu noch eine saftige Busse: Eine St. Gallerin aus Rebstein hatte am Dienstag doppeltes Pech. Erst verletzte Nancy Kämpfer sich bei einem Velounfall, und traf dann auf eine offenbar besonders strenge Kondukteurin.
Die 41-Jährige war auf dem Weg zum Einkaufen gestürzt und verletzte sich am Arm. Nachdem ihr Passanten zu Hilfe geeilt waren, trat sie den Weg zum Spital kurzerhand mit dem Bus an.
Sie fühlte sich benommen und vergass vor lauter Stress, ein Billett zu kaufen. Auf Verständnis einer Kondukteurin hatte die St. Gallerin dann aber umsonst gehofft, wie sie dem «Blick» sagte. «Ich habe ihr meine Situation erklärt und gesagt, dass ich soeben einen Unfall hatte. Ich habe ihr erklärt, dass ich mich nicht gut fühlte und auf dem Weg ins Spital war», so die verunfallte Velo-Fahrerin.
Die Busse muss sie doch nicht zahlen
Statt Verständnis gab es eine Busse über 100 Franken. «Ich war extrem geschockt und fiel im Bus sogar erneut hin», sagt sie der Zeitung. Wie sich später herausstellte, erlitt sie bei dem Velounfall auch noch eine Gehirnerschütterung.
Doch die 41-Jährige blieb hartnäckig, und wurde tags darauf bei den Verkehrsbetrieben vorstellig — mit Erfolg. Der Mitarbeiter habe sich entschuldigt und die Busse zurückgenommen.