Keine Fluchtgefahr Bar-Betreiberpaar muss vorerst nicht in Untersuchungshaft

SDA

4.1.2026 - 19:52

Blumen und Kerzen sind als Zeichen des Gedenkens an die Opfer nach dem Brand in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana hinterlegt.
Blumen und Kerzen sind als Zeichen des Gedenkens an die Opfer nach dem Brand in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana hinterlegt.
KEYSTONE/Jean-Christophe Bott

Nach dem tödlichen Brand in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana VS steht das Betreiberpaar im Fokus der Ermittler – doch eine Untersuchungshaft ist vorerst vom Tisch.

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Keystone-SDA, Redaktion blue News

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  • Die Walliser Staatsanwaltschaft sieht derzeit keine Voraussetzungen für Untersuchungshaft gegen das Betreiberpaar der Bar «Le Constellation», da weder Flucht- noch Wiederholungs- oder Kollusionsgefahr bestehe.
  • Gegen die beiden wird wegen fahrlässiger Tötung, Körperverletzung und Verursachung einer Feuersbrunst ermittelt, wobei bis zu einem Urteil die Unschuldsvermutung gilt.
  • Das Feuer in der Bar soll durch Wunderkerzen auf Champagnerflaschen ausgelöst worden sein.

Die Kriterien für eine Untersuchungshaft des Betreiberpaares der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana VS sind derzeit nicht erfüllt. Das erklärte die Walliser Staatsanwaltschaft am Sonntag, zwei Tage nach der Anklageerhebung.

Derzeit bestehe kein Verdacht, dass sich die Beschuldigten dem Strafverfahren oder einer zu erwartenden Strafe durch Flucht entziehen wollen. Auch die anderen Kriterien wie Rückfall- oder Kollusionsgefahr kämen nicht in Betracht, erklärte Generalstaatsanwältin Béatrice Pilloud.

Die Walliser Staatsanwaltschaft hatte am Samstag eine Strafuntersuchung gegen das Betreiberpaar des Lokals eröffnet. Ihm wird fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung sowie fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst vorgeworfen. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

Laut Staatsanwaltschaft deutet alles darauf hin, dass das Feuer von «Wunderkerzen» ausging, die auf Champagnerflaschen angebracht waren. Gemäss Bildern in den sozialen Netzwerken soll eine Person auf den Schultern einer anderen Person versehentlich die Decke in Brand gesetzt haben. Die Ermittler konzentrieren sich nun unter anderem auf das Material der Akustikplatten, die an der Decke angebracht waren.

In der Strafuntersuchung tritt die Gemeinde Crans-Montana als Zivilklägerin auf. Die Gemeinde wolle, dass die Tragödie schnell vollständig aufgeklärt werde.

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