Labor Spiez rüstet sich gegen Spione

SDA/uri

14.12.2018

Ein steht im Schutzanzug unter einer Chemiedusche im Labor Spiez. (Archiv)
Bild: Keystone

Das Labor Spiez ist vermehrt zum Ziel von Spionage geworden. Nun verstärkt das gefährdete Objekt seine Sicherheitsmassnahmen.

Das bundeseigene Labor Spiez reagiert auf Berichte über Spionageangriffe und erhöht die bestehenden Sicherheitsmassnahmen zusätzlich. Das Labor gehört weltweit zu den führenden Institutionen im ABC-Schutz und wird regelmässig mit heiklen Untersuchungen betraut.



So untersuchte das Labor etwa Giftgas-Proben aus dem Syrienkrieg. Auch an der Untersuchung des Anschlags auf den russischen Doppelagenten Sergej Skripal war die Institution beteiligt.

Im September berichteten der «Tagesanzeiger» und die niederländische Zeitung «NRC Handelsblad» unter Berufung auf anonyme Quellen, dass zwei russische Spione auf dem Weg zum Labor Spiez in den Niederlanden festgenommen wurden.

«Zusätzliche Massnahmen getroffen»

Das Labor war schon bisher gesichert und hat die Vorschriften für besonders gefährdete Objekte erfüllt. Trotzdem habe man den Schutz weiter hochgefahren, wie Renato Kalbermatten, Mediensprecher des Departementes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Freitag in der Sendung «Heute Morgen» von Radio SRF ausführte.

«Im Nachgang zu den Ereignissen die vorgekommen sind, hat man dann noch zusätzliche Massnahmen getroffen, um den Sicherheitsstandard nochmals auszubauen», sagte Kalbermatten in der Radiosendung.

Laut VBS wurde der Schutz der Informatik ausgebaut und auch bei der Besucherzugangsregulierung wurden bauliche Massnahmen und Überwachungsmassnahmen getroffen, «um den Standard weiter zu erhöhen», wie Kalbermatten ausführte.

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