Hunderte Überprüfungen Erste Stadt zieht nach Bar-Inferno Konsequenzen für die Clubs

Sven Ziegler

5.1.2026

Lausanne setzt eine Überprüfung aller Brandschutzvorschriften an.
Lausanne setzt eine Überprüfung aller Brandschutzvorschriften an.
MAD Club

Nach dem Brand von Crans-Montana reagiert die Stadt Lausanne. Rund 600 Betriebe wurden aufgefordert, ihre Sicherheits- und Brandschutzkonzepte zu überprüfen.

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Keystone-SDA, Sven Ziegler

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  • Die Stadt Lausanne verlangt von rund 600 Betrieben eine Überprüfung ihrer Sicherheits- und Brandschutzprotokolle.
  • Betroffen sind alle öffentlich zugänglichen Lokale mit Barbetrieb, von Clubs bis zu Restaurants und Berghütten.
  • Zusätzlich prüft die Stadt, ob Kontrollen korrekt durchgeführt wurden und ob weitere Massnahmen nötig sind.

Fünf Tage nach dem Brandinferno in Crans-Montana zieht die Stadt Lausanne Konsequenzen. Wie «RTS» berichtet, hat die Stadtverwaltung am Montagmorgen ein Schreiben an rund 600 Betriebe verschickt. Darin werden sie aufgefordert, ihre Sicherheits- und Brandschutzprotokolle zu überprüfen.

Betroffen sind nicht nur Nachtclubs, Bars und Restaurants, sondern sämtliche öffentlich zugänglichen Lokale mit Barbetrieb. Dazu zählen auch Tea-Rooms, Berghütten oder Konzertlokale. Ziel sei es, sicherzustellen, dass die geltenden Sicherheitsnormen auf dem gesamten Stadtgebiet eingehalten werden.

«Angesichts einer solchen Tragödie muss man sich zwangsläufig Fragen zur eigenen Verantwortung stellen», sagt Pierre-Antoine Hildbrand, der in Lausanne für den Bereich Sicherheit zuständig ist.

Interne Abläufe und Ausbildung im Fokus

Die Betriebe werden in dem Schreiben aufgefordert, ihre internen Abläufe zu überprüfen, insbesondere die Notfallprozeduren und den Ausbildungsstand ihres Personals. Gleichzeitig will die Stadt auch ihre eigene Rolle prüfen.

So soll laut Hildbrand eine Stellungnahme der Lausanner Feuerpolizei eingeholt werden. Diese soll aufzeigen, welche Bewilligungen für die einzelnen Betriebe bestehen, wie lange sie gültig sind und wie regelmässig Kontrollen durchgeführt werden.

In einem nächsten Schritt will der zuständige Stadtrat Vertreterinnen und Vertreter der betroffenen Branchen zusammenbringen. Ziel ist es, zu beurteilen, ob zusätzliche Sicherheitsmassnahmen notwendig sind. Denkbar seien etwa gemeinsame Schulungen für Mitarbeitende zur Prävention und zum Umgang mit Brandrisiken.

Mit dem Vorgehen reiht sich Lausanne in eine Serie von Reaktionen ein, die nach dem tödlichen Brand von Crans-Montana in verschiedenen Gemeinden ausgelöst wurden.

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