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Der Angeklagte im Fall des Femizid an der Ex-Miss-Schweiz-Finalistin wurde heute verurteilt. (Archivbild)
sda
Das Baselbieter Strafgericht hat am Mittwoch den 44-jährigen Beschuldigten im Femizid-Prozess wegen Mordes und Störung des Totenfriedens zu einer lebenslänglichen Gefängnisstrafe verurteilt.
Der Fall um die getötete Ex-Miss Schweiz-Finalistin aus Binningen zählt laut Staatsanwältin zu den «grausamsten und erschütterndsten Femizide der Schweiz», heisst es beim «Tages Anzeiger». Entsprechend weit gehen die Forderungen auseinander: Die Anklage verlangt lebenslänglich, die Verteidigung einen Freispruch. Am Mittwoch wurde der Mann zu einer Lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
Unbestritten war, dass der Ehemann seine Frau getötet hat. Er sprach von Notwehr und sagte vor Gericht, sie habe ihn mit einem Messer angegriffen. Die Gutachten stützten diese Version jedoch kaum. Die Anklage ging davon aus, dass er sie vorsätzlich und von hinten stranguliert hatte. Ein Gutachter sah im Trennungskonflikt eine von Wut geprägte Reaktion, die «durch die Decke schiessen liess».
Nach der Tat zerstückelte der Mann die Leiche, um Spuren zu verwischen. In diesem Punkt ist er geständig. Sollte er nur dafür verurteilt werden, wäre seine Strafe mit der bisherigen Haft bereits verbüsst.
Zu Beginn des Prozesses bot der Beschuldigte den Hinterbliebenen 100’000 Franken an. Ob dies aus Reue oder aus taktischen Gründen geschah, ist umstritten. Die Verteidigung geriet zudem in Kritik, weil sie das Opfer stark angegriffen hat.
Das Urteilfolgte heute, Mittwoch. Der Mann wurde zu einer Lebenslangen Freiheitsstrafe vom Gericht verurteilt.