«Schaffe es schon nach Hause» Autofahrer bleibt mit leerem Tank in Tunnel stehen – das kostet ihn mehr als nur Geld

Sven Ziegler

4.1.2026

Der Mann verpasste es, zu tanken – das kostete ihn den Führerausweis. 
Der Mann verpasste es, zu tanken – das kostete ihn den Führerausweis. 
Sven Hoppe/dpa

Ein Zürcher Autofahrer blieb mit leerem Tank mitten in einem Tunnel stehen. Das hatte nicht nur eine Busse, sondern auch einen einmonatigen Führerausweisentzug zur Folge – bestätigt durch das Verwaltungsgericht.

Sven Ziegler

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Ein SUV-Fahrer blieb mit leerem Tank mitten in einem Tunnel stehen.
  • Die Behörden werteten das Verhalten als grob fahrlässig.
  • Das Verwaltungsgericht bestätigte den Führerausweisentzug und zusätzliche Kosten.

Ein Zürcher Autofahrer ist seinen Führerausweis für einen Monat los, weil er trotz leuchtender Tankanzeige weiterfuhr und schliesslich mitten in einem Tunnel zum Stillstand kam. Zuerst darüber berichtet hat die «Neue Zürcher Zeitung.»

Der Vorfall ereignete sich an einem Samstagabend im November vor zwei Jahren. Kurz vor Mitternacht war der Mann mit seinem Mercedes-SUV aus dem Aargau unterwegs in Richtung Zürich. Im Tunnel verlor das Fahrzeug plötzlich an Leistung, reagierte nicht mehr auf Gas – und kam auf der rechten Fahrspur zum Stillstand.

Die Warnlampe für den leeren Tank hatte bereits seit mehreren Kilometern geleuchtet. Dennoch fuhr der Mann weiter, in der Annahme, es «schon noch nach Hause zu schaffen».

Busse – und später der Ausweisentzug

Die Nacht endete mit einer Anzeige durch die Kantonspolizei Aargau. Drei Monate später verurteilte die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach den Lenker wegen fahrlässiger Beeinträchtigung der Betriebssicherheit eines Fahrzeugs zu einer Busse. Der Mann akzeptierte den Entscheid und zahlte, wie die «NZZ» weiter meldet.

Doch damit war der Fall nicht abgeschlossen. Im Juni folgte Post vom Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich: Wegen des Vorfalls wurde dem Mann der Führerausweis für einen Monat entzogen.

Rekurs scheitert vor Gericht

Der Lenker wehrte sich gegen den Entzug. Er argumentierte, es habe lediglich eine «einfache Gefahr einer Auffahrkollision» bestanden. Der Tunnel sei gut beleuchtet gewesen, zudem sei die Überholspur jederzeit frei gewesen. Er beantragte stattdessen eine Verwarnung, da er beruflich auf das Auto angewiesen sei.

Das Verwaltungsgericht Zürich folgte dieser Argumentation nicht. In dem kürzlich veröffentlichten Urteil hielten die Richter fest, dass ein stehendes Fahrzeug in einem Tunnel eine erhebliche abstrakte Gefährdung für andere Verkehrsteilnehmer darstelle. Die Beschwerde wurde abgewiesen, zusätzlich wurden dem Mann Gerichtskosten von 1500 Franken auferlegt.

Kurioser Fall im Kanton Schwyz sorgte für Aufsehen

Erst kürzlich endete ein Abend unter Freunden für einen Mann im Kanton Schwyz teuer: Nach einer Alkoholfahrt auf schneebedeckter Strasse kollidierte er mit zwei Pfosten

Statt nun die Polizei zu rufen, entschied sich Michael R. anders. Er wusste, dass die Polizei einen Alkoholtest veranlassen würde und wollte das verhindern, geht aus dem Strafbefehl hervor. Er kontaktierte Freunde, die versuchten, ihm zu helfen.

So machte sich Michael R. der Verkehrsregelverletzung schuldig. Nun muss er knapp 10'000 Franken bezahlen.