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Kantonspolizei Schwyz
Nach dem Konsum von Kokain setzte sich ein Mann aus dem Kanton Schwyz ans Steuer – mit gravierenden Folgen. Nach einer Kollision im Kreisel fuhr er einfach weiter, verlor wenig später die Kontrolle über sein Auto und prallte direkt in eine Mauer.
Eine Autofahrt unter Drogeneinfluss endete für einen 26-jährigen Mann aus dem Kanton Schwyz mit einem Totalschaden, mehreren Strafvorwürfen und einer Verurteilung.
Laut Strafbefehl, den blue News eingesehen hat, konsumierte der Mann gegen 3 Uhr morgens in einer Bar in Brunnen SZ eine unbekannte Menge Kokain. Anschliessend setzte er sich ans Steuer und fuhr über Schwyz nach Ibach SZ. Gemäss Strafbefehl lag während der Fahrt eine Kokainkonzentration von mindestens 189 Mikrogramm pro Liter Blut vor. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, zumindest in Kauf genommen zu haben, in fahruntüchtigem Zustand unterwegs zu sein.
In Ibach kam es dann zur ersten Kollision. Bei der Einfahrt in den Postkreisel missachtete der Mann den Vortritt eines Autos, das sich bereits im Kreisel befand. Die beiden Fahrzeuge streiften sich. Doch anstatt anzuhalten, um sich um den Schaden zu kümmern oder die Polizei zu verständigen, fuhr der Mann weiter.
Nur rund 200 Meter weiter wurde ihm das Wegfahren zum Verhängnis. Laut Strafbefehl beschleunigte der Mann sein Auto stark, überfuhr eine Sicherheitslinie und wechselte auf die Gegenfahrbahn. Dort versuchte er trotz regem Verkehr, zwei korrekt fahrende Autos zu überholen. Anschliessend fuhr er entgegen der Fahrtrichtung in einen Kreisverkehr ein. Wegen der überhöhten Geschwindigkeit verlor er die Kontrolle über das Auto, schoss über den Kreisel, hob mehrere Meter vom Boden ab und prallte schliesslich frontal gegen eine Stützmauer. Das Fahrzeug erlitt Totalschaden.
Laut früheren Medienberichten soll dabei ein 17-Jähriger auf dem Beifahrersitz gesessen haben. Dieser soll laut Kantonspolizei schwer verletzt worden sein. Der Gesundheitszustand des 26-Jährigen lenkers, wurde nicht bekannt gegeben.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann den ersten Unfall bewusst nicht meldete, um eine Kontrolle seiner Fahrfähigkeit zu verhindern. Weil er kurz darauf selbst verunfallte, traf die Polizei dennoch auf ihn und konnte die notwendigen Tests durchführen. Deshalb blieb es laut Strafbefehl bei einer «versuchten Vereitelung der Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit.»
Weiter hält der Strafbefehl fest, dass der Mann seit Frühling 2023 bis zum 26. April 2025 rund viermal pro Jahr jeweils etwa 0,2 Gramm Kokain an verschiedenen Orten in der Schweiz konsumiert habe. Dies geht aus den Ermittlungen hervor.
Verurteilt wurde er unter anderem wegen vorsätzlicher grober Verletzung der Verkehrsregeln, vorsätzlichen Fahrens in fahrunfähigem Zustand, versuchter Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit, sowie Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz.
Das Urteil fällt deutlich aus: Der Mann erhält eine bedingte Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 100 Franken. Die Probezeit beträgt zwei Jahre. Zusätzlich muss er eine Busse von 4300 Franken bezahlen. Hinzu kommen Verfahrenskosten von insgesamt 2739.30 Franken.