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Am Universitätsspital Zürich wird eine mit dem Hantavirus infizierte Person behandelt
sda
In der Schweiz ist ein Hantavirus-Fall bestätigt worden: Ein Mann wird in Zürich behandelt, nachdem er sich mutmasslich auf einer Kreuzfahrt in Südamerika infiziert hatte.
In der Schweiz ist ein Mann positiv auf das Hantavirus getestet worden. Er wird derzeit im Universitätsspital Zürich behandelt, wie das Bundesamt für Gesundheit am Mittwoch mitteilte.
Es handelt sich um einen Mann, der zuvor Passagier auf dem Kreuzfahrtschiff war, auf dem es zu mehreren Hantavirus-Fällen gekommen ist.
Hantaviren werden vor allem von Nagetieren übertragen, meist über Staub aus getrocknetem Urin oder Kot, während eine Ansteckung von Mensch zu Mensch sehr selten ist.
Die Symptome ähneln zunächst einer Grippe mit Fieber und Gliederschmerzen, können sich aber zu schweren Nieren- oder Lungenproblemen entwickeln.
→ Erster Hantavirus-Fall in der Schweiz

Hans R. Gelderblom/RKI/dpa
Der Mann war nach Angaben des BAG zusammen mit seiner Ehefrau Ende April von einer Reise in Südamerika zurückgekehrt. Nach dem Auftreten von Krankheitssymptomen habe er sich in das Universitätsspital begeben, wo er umgehend isoliert worden sei.
Ein Test im Referenzlabor des Universitätsspitals Genf (HUG) habe eine Infektion mit dem Virus bestätigt. Die Ehefrau des Mannes zeige keine Symptome, habe sich aber vorsorglich in Selbstisolation begeben.
Die kantonalen Behörden klärten derzeit ab, ob der Patient Kontakt zu weiteren Personen hatte.
Für die europäische Variante des Hantavirus erfolgt die Übertragung durch Ausscheidungen von infizierten Nagetieren. Bei der beim Mann entdeckten Variante, dem Andesvirus, wurden hingegen in seltenen Fällen auch Übertragungen von Mensch zu Mensch bei engem Kontakt beobachtet. Das BAG hält das Auftreten weiterer Fälle in der Schweiz für unwahrscheinlich und stuft das Risiko für die Bevölkerung als gering ein.
Hantavirus tritt in der Schweiz selten auf. In den vergangenen Jahren wurden jährlich zwischen null und sechs Fälle gemeldet. Die Mehrheit dieser Infektionen war auf Ansteckungen im Ausland zurückzuführen.