Frontalkollision im WallisMann rast nach Drogen-Cocktail in Gegenverkehr – jetzt muss er Tausende Franken bezahlen
Dominik Müller
11.5.2026
Der Unfall ereignete sich auf der Furkastrasse im Kanton Wallis.
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Ein Autofahrer hat im Wallis unter Drogeneinfluss einen Frontalunfall verursacht. Ein Ehepaar aus Solothurn wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Nun ist der Lenker verurteilt worden.
Redaktion blue News
11.05.2026, 10:51
Dominik Müller
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Ein 59-jähriger Mann verursachte auf der Furkastrasse im Wallis unter Drogeneinfluss eine Kollision.
Ein Ehepaar aus dem Kanton Solothurn erlitt dabei teils lebensbedrohliche Verletzungen.
Der Unfallverursacher wurde unter anderem wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung verurteilt.
Ende April 2025 kam es im Wallis auf der Furkastrasse zu einem schweren Frontalunfall, der für ein Ehepaar aus dem Kanton Solothurn beinahe tödlich endete. Verursacht wurde der Crash von einem 59-jährigen deutschen Handwerker aus dem Oberwallis, der in stark fahrunfähigem Zustand unterwegs war. Das geht aus einem Strafbefehl hervor, über den der «Walliser Bote» berichtet.
Der Mann fuhr demnach mit seinem Geländewagen von Oberwald in Richtung Brig. Bereits kurz nach dem Autoverlad fiel er durch eine unsichere Fahrweise auf: Das Fahrzeug geriet laut Strafbefehl mehrfach in Schlangenlinien über die Mittellinie und streifte zeitweise den rechten Fahrbahnrand. Trotz eines kurzen Stopps bei einer Baustellenampel setzte der Lenker die Fahrt fort.
Gemäss «Walliser Bote» stand der Mann unter dem Einfluss mehrerer Drogen. In Blut- und Urinproben wurden unter anderem Kokain, Morphin, Methadon und Cannabinoide festgestellt. Zudem wurden Hinweise auf einen Heroinkonsum wenige Stunden vor der Fahrt festgestellt. Die Kombination der Substanzen habe Reaktionsfähigkeit, Koordination und Urteilsvermögen massiv beeinträchtigt.
Ehepaar schwer verletzt
Schliesslich kam es zum Unfall: Der Geländewagen kam erneut an den rechten Fahrbahnrand, bevor er ungebremst auf die Gegenfahrbahn zog und frontal mit einem korrekt entgegenkommenden Auto eines Solothurner Ehepaar kollidierte.
Die Folgen waren laut der Lokalzeitung gravierend. Die Beifahrerin erlitt schwere Verletzungen, darunter mehrere Wirbel- und Rippenbrüche, einen Lungenkollaps sowie lebensgefährliche innere Blutungen. Sie musste vier Monate in verschiedenen Spitälern behandelt und dreimal operiert werden.
Auch ihr Ehemann wurde schwer verletzt: Er zog sich unter anderem einen Schlüsselbein- und Fussbruch zu und war ebenfalls monatelang hospitalisiert. Beide leiden bis heute an körperlichen und psychischen Folgen des Unfalls.
Die Staatsanwaltschaft Oberwallis verurteilte den Unfallverursacher wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung, Fahrens in fahrunfähigem Zustand sowie Verkehrsregelverletzungen. Ausgesprochen wurde eine bedingte Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu je 135 Franken, dazu kommen eine Busse von 1300 Franken, Verfahrenskosten von 2000 Franken sowie eine Parteientschädigung an das Ehepaar. Das Urteil ist seit April 2026 rechtskräftig.