Kantonspolizei ergreift MassnahmenMann will Kinder in Rorschacherberg SG in Auto locken
Sven Ziegler
15.1.2026
Ein Mann soll Kinder angelockt haben. (Symbolbild)
KEYSTONE
In Rorschacherberg SG haben drei Schulkinder unabhängig voneinander gemeldet, ein Mann habe sie in der Nähe der Schulhäuser angesprochen und zum Einsteigen ins Auto bewegen wollen. Schule und Kantonspolizei reagierten umgehend.
Redaktion blue News
15.01.2026, 13:30
15.01.2026, 13:33
Sven Ziegler
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In Rorschacherberg wurden innerhalb weniger Tage drei Fälle gemeldet, bei denen ein Mann Schulkinder angesprochen und ins Auto locken wollte.
Die Schule informierte Eltern sofort über eine App, die Polizei hat Kontakte zu Familien und Schule und ergriff Massnahmen.
Die Kantonspolizei rät, Vorfälle sofort zu melden, warnt aber vor privaten Warnmeldungen in Chats oder auf Social Media.
In Rorschacherberg im Kanton St. Gallen sorgt eine Serie von Meldungen rund um die beiden Schulstandorte Klosterguet und Wiggenhof für Unruhe. Wie das «St. Galler Tagblatt »berichtet, soll ein unbekannter Mann in einem Auto in der Nähe des Abzweigers Wiggenrainstrasse/Klosterguetstrasse Schulkinder angesprochen und sie zum Einsteigen bewegen wollen.
Laut Informationen der Schule habe der Mann behauptet, er sei «im Auftrag der Mutter» unterwegs. Zudem soll er Süssigkeiten im Auto erwähnt haben. Ein zehnjähriges Kind reagierte gemäss Schreiben der Schule richtig: Es ging nicht darauf ein, lief in einem günstigen Moment nach Hause und informierte dort die Mutter. Diese kontaktierte sofort die Kantonspolizei St. Gallen, die daraufhin in der Region Präsenz zeigte, schreibt das Tagblatt.
Die Schule Rorschacherberg setzte nach dem ersten Vorfall ihre Notfallkette in Gang und informierte die Eltern über die Schul-App «Pupil». Schulpräsident Markus Fässler sagte dem St. Galler Tagblatt: «Mit der App können wir Eltern innerhalb weniger Minuten über solche Vorfälle informieren.» Zusammen mit der Mitteilung wurde laut dem Bericht auch ein Merkblatt der Polizei verschickt, das Eltern helfen soll, Kinder zu sensibilisieren, ohne Ängste zu schüren.
Kantonspolizei bestätigt: Massnahmen ergriffen
Im Merkblatt wird demnach betont: «Angst ist ein schlechter Ratgeber.» Fässler rät Eltern laut Tagblatt, ruhig zu bleiben und Kindern altersgerecht zu erklären, dass sie «nein» sagen dürfen und nicht ohne Erlaubnis mit Fremden mitgehen oder in Autos einsteigen sollen.
Die Kantonspolizei St. Gallen bestätigte gegenüber dem «St. Galler Tagblatt», dass es innerhalb weniger Tage drei Meldungen gab: Am Montag sei ein zehnjähriges Kind angesprochen worden, am Dienstagnachmittag ein siebenjähriges, am Mittwoch sei eine dritte ähnliche Meldung eingegangen.
Mediensprecher Florian Schneider sagt gegenüber der Zeitung: «Die Kantonspolizei nimmt solche Meldungen sehr ernst und hat sowohl mit den Kindern, deren Familie, als auch der Schule Kontakt. Entsprechende Massnahmen, die wir aus taktischen Gründen hier nicht näher erläutern, sind ergriffen.»
Zusätzlich teilte die Polizei laut Tagblatt am Donnerstag mit, dass in Rorschach ein Mann Flyer in Briefkästen verteilt habe, auf den das Signalement aus den Meldungen passe. Diese Person werde gebeten, sich bei der Polizeistation Rorschach zu melden.
Die Kantonspolizei rät gemäss Tagblatt, solche Vorfälle sofort zu melden.