#02 Zürich Papier«Massiv beeindruckt»: Als ein Junge in den 60ern seinen Vater im Werk Manegg besucht
Philipp Dahm
22.4.2025
Papierfabrik an der Sihl: Die Werke Giesshübel und Manegg
Mobilmachung 1915: Zählung des Inventars von Sihl Papier – also Pferde, Wagen, Fuhrwerke und Lastwagen – auf der Allmend. Die Zürcher Papier-Produktion verlagert sich im 19. Jahrhundert von der Papierwerd an der Limmat an die Sihl.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
Und zwar nach Wiedikon, das 1865 laut Lexikon noch kein Stadtteil von Zürich, sondern ein Dorf im «Canton» mit «Seidenweberei, Papierfabrik [und] 1400» Einwohnenden ist. Im Bild: das Werk Giesshübel der Zürcher Ziegeleien auf einem Foto von circa 1920. Links in der Bildmitte steht das Werk Giesshübel der Papierfabrik an der Sihl.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
Papierfabrik an der Sihl: das Werk Giesshübel 1964. Heute steht dort das Einkaufszentrum Sihlcity.
Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv
1904 wird die 1857 errichtete Baumwollspinnerei Manegg in Zürich-Leimbach erworben. Das Foto vom damaligen Werk Manegg ist zwischen 1918 und 1937 entstanden.
Bild: ETH-Bibliothek/Stiftung Luftbild Schweiz
Das Werk Manegg 1991: Der Papierfabrik an der Sihl geht es im 20. Jahrhundert zunächst sehr gut. 1968 entstand in Leimbach gar das grösste mechanische Hochregallager Europas
Bild: KEYSTONE
Um 1855 zählte die Fabrik rund 150 Beschäftigte, in den 1890er Jahren mehr als 300. Gemäss der Zürcher Fabrikstatistik von 1870 gab es damals im Kanton Zürich zwei Papierfabriken mit 97 männlichen und 140 weiblichen Angestellten. Im Bild: Bau der Brücke für die Sihltalbahn beim Werk Giesshübel alias Sihkcity.
Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv
So sieht das Ganze 1960 aus. Lange lief es gut für das Unternehmen. 1971 feierte es die 500-Jahr-Feier, zwei Jahre später wurde mit den Papierfabriken Landquart fusioniert.
Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv
Die Papierfabrik an der Sihl, Werk Giesshübel 1964. (unten rechts): «Zum [500.] Geburtstag wurde die weltweit leistungsfähigste Maschine zur Produktion von transparentem Papier gekauft, der Weltmarktanteil in diesem Bereich belief sich auf 30 Prozent», schreibt «Bilanz».
Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv
Als Vergleich zum vorherigen Bild: hier Sihlcity aus der heutigen Perspektive. 1973 stellt Sihlpapier die weltweit grösste Maschine für Transparentpapier. 500 Menschen halten die Maschinen im Schichtbetrieb am Laufen.
Bild: Google Earth
Das Werk Giesshübel: Nach dem Hoch kam der Ölschock. Das Unternehmen kaufte in den 80ern und 90ern zu viel dazu – und übernahm sich. 2003 wurde das Areal Giesshübel verkauft.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
Die Papierfabrik von der Lessingstrasse vom anderen Sihlufer aus gesehen. «Bilanz» schreibt: «Nach dem Motto ‹Was wir nicht posten, postet die Konkurrenz› sackte [der CEO] reihenweise Firmen ein, bis die Produktionspalette sich in einzigartiger Unüberschaubarkeit präsentierte.»
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
1993 wird ein Verlust von 50 Millionen Franken eingefahren. Zwei Jahre später sind es 85 Millionen. Das Werk Giesshübel muss geschlossen werden und verfällt schnell. Eine ähnliche Perspektive wie im vorherigen Bild, hier aber aus dem Jahr 2003.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
Die neue Uto-Brücke, die die Enge mit Wiedikon verbindet, im Bau – ein Foto von 1906: Während die Papierproduktion in Zürich ausstirbt, geht das Unternehmen in der Papyrus Schweiz AG in Thalwil auf.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
Die Papyrus Schweiz AG ist im Papier-Grosshandel tätig, gehört der schwedischen Finanzinvestmentgesellschaft Altor und beruft sich auf seine schwedische Geschichte. Im Bild: Die Giesshübelstrasse circa 1908 mit der Papierfabrik im Hintergrund. Das vordere Haus wird von der Papierfabrik an der Sihl durch einen mehrstöckigen Bau für die Arbeiterschaft ersetzt, das heute noch steht.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
Papierfabrik an der Sihl: Die Werke Giesshübel und Manegg
Mobilmachung 1915: Zählung des Inventars von Sihl Papier – also Pferde, Wagen, Fuhrwerke und Lastwagen – auf der Allmend. Die Zürcher Papier-Produktion verlagert sich im 19. Jahrhundert von der Papierwerd an der Limmat an die Sihl.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
Und zwar nach Wiedikon, das 1865 laut Lexikon noch kein Stadtteil von Zürich, sondern ein Dorf im «Canton» mit «Seidenweberei, Papierfabrik [und] 1400» Einwohnenden ist. Im Bild: das Werk Giesshübel der Zürcher Ziegeleien auf einem Foto von circa 1920. Links in der Bildmitte steht das Werk Giesshübel der Papierfabrik an der Sihl.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
Papierfabrik an der Sihl: das Werk Giesshübel 1964. Heute steht dort das Einkaufszentrum Sihlcity.
Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv
1904 wird die 1857 errichtete Baumwollspinnerei Manegg in Zürich-Leimbach erworben. Das Foto vom damaligen Werk Manegg ist zwischen 1918 und 1937 entstanden.
Bild: ETH-Bibliothek/Stiftung Luftbild Schweiz
Das Werk Manegg 1991: Der Papierfabrik an der Sihl geht es im 20. Jahrhundert zunächst sehr gut. 1968 entstand in Leimbach gar das grösste mechanische Hochregallager Europas
Bild: KEYSTONE
Um 1855 zählte die Fabrik rund 150 Beschäftigte, in den 1890er Jahren mehr als 300. Gemäss der Zürcher Fabrikstatistik von 1870 gab es damals im Kanton Zürich zwei Papierfabriken mit 97 männlichen und 140 weiblichen Angestellten. Im Bild: Bau der Brücke für die Sihltalbahn beim Werk Giesshübel alias Sihkcity.
Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv
So sieht das Ganze 1960 aus. Lange lief es gut für das Unternehmen. 1971 feierte es die 500-Jahr-Feier, zwei Jahre später wurde mit den Papierfabriken Landquart fusioniert.
Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv
Die Papierfabrik an der Sihl, Werk Giesshübel 1964. (unten rechts): «Zum [500.] Geburtstag wurde die weltweit leistungsfähigste Maschine zur Produktion von transparentem Papier gekauft, der Weltmarktanteil in diesem Bereich belief sich auf 30 Prozent», schreibt «Bilanz».
Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv
Als Vergleich zum vorherigen Bild: hier Sihlcity aus der heutigen Perspektive. 1973 stellt Sihlpapier die weltweit grösste Maschine für Transparentpapier. 500 Menschen halten die Maschinen im Schichtbetrieb am Laufen.
Bild: Google Earth
Das Werk Giesshübel: Nach dem Hoch kam der Ölschock. Das Unternehmen kaufte in den 80ern und 90ern zu viel dazu – und übernahm sich. 2003 wurde das Areal Giesshübel verkauft.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
Die Papierfabrik von der Lessingstrasse vom anderen Sihlufer aus gesehen. «Bilanz» schreibt: «Nach dem Motto ‹Was wir nicht posten, postet die Konkurrenz› sackte [der CEO] reihenweise Firmen ein, bis die Produktionspalette sich in einzigartiger Unüberschaubarkeit präsentierte.»
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
1993 wird ein Verlust von 50 Millionen Franken eingefahren. Zwei Jahre später sind es 85 Millionen. Das Werk Giesshübel muss geschlossen werden und verfällt schnell. Eine ähnliche Perspektive wie im vorherigen Bild, hier aber aus dem Jahr 2003.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
Die neue Uto-Brücke, die die Enge mit Wiedikon verbindet, im Bau – ein Foto von 1906: Während die Papierproduktion in Zürich ausstirbt, geht das Unternehmen in der Papyrus Schweiz AG in Thalwil auf.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
Die Papyrus Schweiz AG ist im Papier-Grosshandel tätig, gehört der schwedischen Finanzinvestmentgesellschaft Altor und beruft sich auf seine schwedische Geschichte. Im Bild: Die Giesshübelstrasse circa 1908 mit der Papierfabrik im Hintergrund. Das vordere Haus wird von der Papierfabrik an der Sihl durch einen mehrstöckigen Bau für die Arbeiterschaft ersetzt, das heute noch steht.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
Im zweiten von zwei Teilen beleuchtet blue News die Hochzeit der Papier-Produktion in Zürich und erzählt die Geschichte von zwei Generationen, die von der ältesten Firma der Stadt geprägt worden sind.
blue News beleuchtet in zwei Teilen die Geschichte der Zürcher Papier-Produktion, die im kommenden Jahr ihren 555. Geburtstag feiern würde.
Im ersten Teil geht es um den Abbruch der letzten Überreste der Papierfabrik in dem Gebiet, das heute Greencity ist. Zudem sind die Anfänge des Unternehmens an der Werdinsel Thema.
Der zweite Teil konzentriert sich auf den Erfolg der Fabriken im 19. und 20. Jahrhundert und erzählt eine persönliche Geschichte.
«Ich habe mich immer gewundert: Wie sieht diese Papierfabrik aus», erinnert sich Ronny Stocker an die Zeit Mitte der 60-er. «Da bin ich einfach zum Werk Manegg gegangen, zum Tor, wo der Portier war. Dem habe ich gesagt: ‹Ich bin der Sohn von Jakob Stocker. Ich möchte mal sehen, wie mein Vater arbeitet!›»
Das Tor zur Zürcher Papierfabrik öffnet sich tatsächlich: Es sei eines der «prägendsten Erlebnisse als Kind» gewesen, den Vater «als fleissigen Arbeiter mit seinen Kollegen an den riesigen Maschinen» bestaunen zu können. «Das hat mich massiv beeindruckt.»
Maschinenhalle mit Papiermaschine um 1930.
Baugeschichtliches Archiv Zürich
Ronny Stocker ist damals noch neu in der Schweiz: Geboren wird er 1955 in Kanada. Dorthin sind seine Eltern zwei Jahre zuvor ausgewandert. Vater Jakob kommt 1928 zur Welt – als eines von elf Kindern eines Bauern in Benzenschwil AG. Das bietet kaum Zukunft: Auswandern ist damals für viele in ähnlicher Lage eine Option.
Migros-Clubschule: Jakob findet die Liebe seines Lebens
«Er wollte unbedingt nach Kanada», erzählt sein Sohn Ronny. Jakob geht in die Migros-Clubschule in Zug, um Englisch zu lernen. Dort lernt er Margrit kennen und lieben.
Als er 1953 einen Job in Kanada findet, folgt sie ihm ein halbes Jahr später nach. Zwei Jahre später kommt Ronny in dem Ort Ocean Falls zur Welt. «Das ist fast bei Alaska», erklärt dieser.
Die Papierfabrik in Ocean Falls in Kanada auf einem undatierten Foto.
Gemeinfrei
Jakob Stocker arbeitet in Kanada in der Papierindustrie. Ein Krankheitsfall in der Familie führt dazu, dass er mit seiner Frau und den mittlerweile zwei Kindern 1963 in die Schweiz zurückkommt, wo er umgehend bei Sihlpapier anheuert. Bis 1990 wird er für die Firma in den Werken Giesshübel und Manegg tätig sein.
«500 Jahre: verrückt, nicht?»
Sein Vater sei froh gewesen, dass er die Schliessung der Papierfabrik nicht aktiv habe miterleben müssen, sagt Ronny Stocker. «1971 hat er noch die 500-Jahr-Feier mitgemacht. 500 Jahre: verrückt, nicht?» Als Mitglied der Betriebskommission habe er sich für die Belegschaft eingesetzt.
Jakob Stocker nimmt 2014 mit Schwiegertochter Michou Abschied vom Werk Manegg: Fotograf Mario Hotz hält den emotionalen Moment fest. Jakob Stocker stirbt 2016 und folgt seiner Frau Margrit nach, die bereits 1990 verstarb.
The_RSA_1st/Fotografie Hotz
Ronny Stocker wächst mit dem Zürcher Papier auf. Der Vater bringt fehlerhaftes Material mit nach Hause: «Das hat meine kreative Ader gefördert», ist sich sein Sohn heute sicher.
Seine Vita scheint ihm recht zu geben: Der 70-Jährige macht in Zürich eine typografische Lehre und arbeitet als Layouter, Bildredaktor und Art-Director. Kein Wunder, dass die Papierfabrik an der Sihl Ronny Stocker nicht loslässt.
Sihl Papier: Das Ende vom Werk Manegg und die Geburt der Greencity
Bagger-Ballett an der Sihl: Über die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage zwischen 2014 und 2015 sind Abbrucharbeiten des Werks Manegg unterbrochen.
Bild: The_RSA_1st/Fotografie Hotz
Zur Erinnerung: So das Gelände von Sihl Papier in Zürich Leimbach 1989 aus. Mitte links sind die neuen Teile der Fabrik zu sehen, während das markante Haus in der Mitte...
Bild: ETH-Bibliothek
... früher eine Spinnerei war, die Sihl Papier 1904 gekauft hat. Hier ist das Gebäude auf einem Foto von 1913 zu sehen.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
100 Jahre nach der Entstehung des vorherigen Bildes sind die Abrissbagger am Werk. Sie brauchen zwei Jahre bis 2015, bis das Werk Manegg endgültig Geschichte ist.
Bild: The_RSA_1st/Fotografie Hotz
Fotograf Mario Hotz dokumentiert den Abriss ab 2014 – auch wenn dieses Bild von einem Kollegen stammt.
Bild: The_RSA_1st / Marco Boeschenstein
Denkmalschutz: Die frühere Spinnerei wird erhalten.
Bild: The_RSA_1st/Fotografie Hotz
Anderswo machen die Arbeiter kurzen Prozess.
Bild: The_RSA_1st/Fotografie Hotz
Sie beenden die Ära der Papier-Produktion in Zürich, die 1471 ihren Lauf nahm.
Bild: The_RSA_1st/Fotografie Hotz
Auf den Trümmern des Werks Manegg entsteht jedoch etwas Neues.
Bild: The_RSA_1st/Fotografie Hotz
Statt arbeiten ist wohnen zukünftig Trumpf an der Sihl.
Bild: The_RSA_1st/Fotografie Hotz
Die Zukunft gehört der Greencity.
Bild: The_RSA_1st/Fotografie Hotz
Sihl Papier: Das Ende vom Werk Manegg und die Geburt der Greencity
Bagger-Ballett an der Sihl: Über die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage zwischen 2014 und 2015 sind Abbrucharbeiten des Werks Manegg unterbrochen.
Bild: The_RSA_1st/Fotografie Hotz
Zur Erinnerung: So das Gelände von Sihl Papier in Zürich Leimbach 1989 aus. Mitte links sind die neuen Teile der Fabrik zu sehen, während das markante Haus in der Mitte...
Bild: ETH-Bibliothek
... früher eine Spinnerei war, die Sihl Papier 1904 gekauft hat. Hier ist das Gebäude auf einem Foto von 1913 zu sehen.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
100 Jahre nach der Entstehung des vorherigen Bildes sind die Abrissbagger am Werk. Sie brauchen zwei Jahre bis 2015, bis das Werk Manegg endgültig Geschichte ist.
Bild: The_RSA_1st/Fotografie Hotz
Fotograf Mario Hotz dokumentiert den Abriss ab 2014 – auch wenn dieses Bild von einem Kollegen stammt.
Bild: The_RSA_1st / Marco Boeschenstein
Denkmalschutz: Die frühere Spinnerei wird erhalten.
Bild: The_RSA_1st/Fotografie Hotz
Anderswo machen die Arbeiter kurzen Prozess.
Bild: The_RSA_1st/Fotografie Hotz
Sie beenden die Ära der Papier-Produktion in Zürich, die 1471 ihren Lauf nahm.
Bild: The_RSA_1st/Fotografie Hotz
Auf den Trümmern des Werks Manegg entsteht jedoch etwas Neues.
Bild: The_RSA_1st/Fotografie Hotz
Statt arbeiten ist wohnen zukünftig Trumpf an der Sihl.
Bild: The_RSA_1st/Fotografie Hotz
Die Zukunft gehört der Greencity.
Bild: The_RSA_1st/Fotografie Hotz
Gibt es etwas, dass er sich mit Blick auf das 555. Jubiläumsjahr wünschen würde? Ronny Stocker erinnert daran, dass einst mehrere Kirchen einen Andachtsraum in der neu gebauten Sihlcity eingerichtet haben. «Ziel war, dass die Bänker am Mittag in die Kirche gehen. Dieses Kalkül ging nicht auf.»
Die Kirche mit Fenstern, die der Künstler Hans Erni gestaltet hat, wurde also bald wieder geschlossen. Aber: «Die Glocke war eine alte Alarmglocke von Sihlpapier aus dem 18. Jahrhundert. Irgendjemand weiss, wo diese Glocke nach der Schliessung hingekommen ist.»
Ronny Stocker (rechts), Kreativdirektor der Bildagentur The_RSA_1st, und Fotograf Mario Hotz.
The_RSA_1st/Fotografie Hotz
Sie sei ein Symbol für die «heldenhaften Arbeiterinnen und Arbeiter» der Papierfabrik und sollte in Greencity ausgestellt sein, findet Ronny Stocker. Hat dieses Ansinnen – im Gegensatz zur Papier-Produktion in Zürich – eine Zukunft? Stocker sagt: «Papier ist geduldig, und ich bin auch geduldig.»
Die Anfänge der Zürcher Papierfabrik an der Sihl – an der Limmat
Der kolorierte Murerplan von Jos Murer aus dem Jahr 1576: Links ist die Papierwerd am Unteren Mühlesteg zu sehen
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
Heinrich Walchwiler aus einem ausgestorbenen Bürgergeschlecht von Zug erwirbt zwischen 1463 und 1470 «Hof, Mühle, Pulverstampfe und Sägmühle» auf der Werd, die zur Papiermühle umgebaut wurde. Im Bild: die Papierwerd im 16. Jahrhundert.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
Die Mühlen waren Eigentum des Klosters Selnau, das 1525 aufgelöst wurde. Die Zürcher Regierung übernahm das Sagen. Im Bild: Die Papierwerd auf dem Müllerplan von 1793.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
Werbung für die Mechanische Papierfabrik an der Sihl mit der Bahnhofsbrücke von 1856: «Angeführt von den Bodmers, von Schulthess und Schwarzenbachs, stiegen [um 1700] mehrere der angesehensten Zürcher Familien ins wachsende Papiergeschäft ein, das lange Zeit zur vollen Zufriedenheit aller gedieh», beschreibt «Bilanz» die Historie.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
Die Papierwerd 1860; Ab 1835 wurde vermehrt im neuen Werk in Wiedikon im Werk Giesshübel produziert. 1865 übergibt die Papierfabrik die Papierwerd der Stadt.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
1880: Die Zeit der Papierproduktion auf der Papierwerd endet acht Jahre nach Entstehung dieses Fotos. Die Bahnhofsbrücke verbindet nun Central und Hauptbahnhof.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
1892 gründet Josef Weber auf der Papierwerd das erste Kaufhaus von Zürich, das zunächst Bazar ohne Gleichen und später Globus hiess. Ein Bild aus dem Jahr 1930.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
Die Bahnhofsbrücke 1927: Links neben dem Globus stehen noch einige Betriebe in der Limmat, die...
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
... auf diesem Foto von 1950 verschwunden sind.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
1952: Die Baustelle des Globus-Provisorium und von der Unterführung am Bahnhofquai.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
Das neue Globus-Provisorium 1962.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
Die Anfänge der Zürcher Papierfabrik an der Sihl – an der Limmat
Der kolorierte Murerplan von Jos Murer aus dem Jahr 1576: Links ist die Papierwerd am Unteren Mühlesteg zu sehen
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
Heinrich Walchwiler aus einem ausgestorbenen Bürgergeschlecht von Zug erwirbt zwischen 1463 und 1470 «Hof, Mühle, Pulverstampfe und Sägmühle» auf der Werd, die zur Papiermühle umgebaut wurde. Im Bild: die Papierwerd im 16. Jahrhundert.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
Die Mühlen waren Eigentum des Klosters Selnau, das 1525 aufgelöst wurde. Die Zürcher Regierung übernahm das Sagen. Im Bild: Die Papierwerd auf dem Müllerplan von 1793.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
Werbung für die Mechanische Papierfabrik an der Sihl mit der Bahnhofsbrücke von 1856: «Angeführt von den Bodmers, von Schulthess und Schwarzenbachs, stiegen [um 1700] mehrere der angesehensten Zürcher Familien ins wachsende Papiergeschäft ein, das lange Zeit zur vollen Zufriedenheit aller gedieh», beschreibt «Bilanz» die Historie.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
Die Papierwerd 1860; Ab 1835 wurde vermehrt im neuen Werk in Wiedikon im Werk Giesshübel produziert. 1865 übergibt die Papierfabrik die Papierwerd der Stadt.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
1880: Die Zeit der Papierproduktion auf der Papierwerd endet acht Jahre nach Entstehung dieses Fotos. Die Bahnhofsbrücke verbindet nun Central und Hauptbahnhof.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
1892 gründet Josef Weber auf der Papierwerd das erste Kaufhaus von Zürich, das zunächst Bazar ohne Gleichen und später Globus hiess. Ein Bild aus dem Jahr 1930.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
Die Bahnhofsbrücke 1927: Links neben dem Globus stehen noch einige Betriebe in der Limmat, die...
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
... auf diesem Foto von 1950 verschwunden sind.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
1952: Die Baustelle des Globus-Provisorium und von der Unterführung am Bahnhofquai.