Massnahmen-Gegner planen neue politische Bewegung

SDA, gbi

28.11.2021 - 14:01

Werner Boxler, von den Freunden der Verfassung, spricht zur Abstimmung zum Covid Gesetz, am Sonntag, 28. November 2021, in Buempliz. (KEYSTONE/Peter Schneider)
Werner Boxler von den «Freunden der Verfassung». 
Keystone

Trotz der sich abzeichnenden Niederlage an der Urne wollen die Kritiker*innen der Corona-Massnahme nicht klein beigeben. Ihr Fokus gilt den eidgenössischen Wahlen 2023. 

SDA, gbi

28.11.2021 - 14:01

Die Gegner*innen der Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus lancieren eine neue politische Bewegung. «Aufrecht Schweiz» sei auf einem guten Weg, sagte Werner Boxler, Co-Präsident der «Freunde der Verfassung», der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er bestätigte damit eine Meldung der «Sonntagszeitung und von «Le Matin Dimanche».

Wer die Bewegung anführen werde, wie viele Mitglieder sie haben werde und wie stark sie sich in den politischen Prozess einbringen wolle, konnte Boxler noch nicht sagen. Dafür sei es zu früh. Die «Freunde der Verfassung» würden mit der Bewegung verbunden, aber «nicht die Lokomotive sein». Weitere Einzelheiten würden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.



Inhaltlich werde die neue Bewegung angesichts dessen, was Bundesrat und Parlament seit Beginn der Corona-Krise gezeigt hätten, für einen radikalen Wandel eintreten, sagte Boxler. Es gehe darum, die Vertretung des Volkes in den schweizerischen Institutionen zu hinterfragen und direkt darauf Einfluss zu nehmen.

Gemäss der Website von «Aufrecht Schweiz» möchte die Bewegung an möglichst vielen kommunalen und kantonalen Wahlen teilnehmen und sich so auf die eidgenössischen Wahlen 2023 vorbereiten.

Neun Bewegungen unter einem Dach

Hinter «Aufrecht Schweiz» stehen neun Bürgerbewegungen, die allesamt an den Demonstrationen gegen Massnahmen und Impfzwang aufgetreten sind. Die grösste und wichtigste von ihnen sind die «Freunde der Verfassung.» An zweiter Stelle kommt das Aletheia-Netzwerk der Gesundheitsberufe. Mit von der Partie ist auch das «Netzwerk Impfentscheid».

Als Co-Präsidenten werden auf der Website Patrick Jetzer und Peter Eberhart genannt. Jetzer, der im Aussendienst des US-Pharmariesen Pfizer tätig gewesen war, trat später in der Öffentlichkeit als «Corona-Skeptiker» auf. Eberhard ist ehemaliger Berner Grossrat (BDP) und Präsident von DU – Die Unabhängigen Bern. Zum Gründungsteam von «Aufrecht Schweiz» gehören auch die Thurgauer Regierungsrätin Barbara Müller (SP/TG) und der St. Galler Naturheilpraktiker Daniel Trappitsch.

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