Nächster Gastro-Flop Migros schliesst Pizzabar nach nur zwei Jahren

Lea Oetiker

31.3.2026

Der Standort am Limmatplatz brachte zu wenig Gäste.
Der Standort am Limmatplatz brachte zu wenig Gäste.
Screenshot Google Review

Die Migros trennt sich erneut von einem Gastro-Experiment: Nach nur zwei Jahren schliesst die Zürcher Tochter Ospena ihre Pizzabar Amo e lino am Limmatplatz. 

Lea Oetiker

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Die Migros-Tochter Ospena schliesst ihre Pizzabar Amo e lino in Zürich nach zwei Jahr.
  • Der Standort brachte zu wenig Gäste.
  • Auch andere Migros-Gastroprojekte sind zuvor gescheitert.
  • Ospena will sich nun auf bewährte Marken wie Molino konzentrieren.

Die Migros hat nach mehreren gescheiterten Gastro-Projekten ein weiteres Format eingestellt. Die Ospena-Gruppe, eine Tochter der Migros Zürich, schliesst ihr Restaurant Amo e lino am Zürcher Limmatplatz, keine zwei Jahre nach der Eröffnung.

Es ist nicht das erste Projekt, welches nach kurzer Zeit wieder zurückgezogen wurde. Wie unter anderem die «Aargauer Zeitung» berichtet, hatte die Migros-Genossenschaft Genf 2024 das italienische Restaurant Frescotto lanciert. Nicht einmal zwei Jahre später machte sie es wieder dicht.

Auch andere Konzepte wie L’Osteria oder Cha chà der Migros Aare sowie die Chickeria der Migros Ostschweiz wurden bereits eingestellt oder verkauft. Selbst das Gastronomie- und Einkaufshaus Bridge beim Zürcher Hauptbahnhof gab die Migros Zürich Anfang 2025 ab, das Angebot habe sich unter den Erwartungen entwickelt.

Besucherzahlen zu gering

Nun trifft es also Amo e lino. Laut Ospena-Chef Daniel Reimann seien die Besucherzahlen zu gering gewesen. «Dabei hat sich gezeigt, dass die Frequenzen am Zürcher Limmatplatz unter den Erwartungen liegen und sich Amo e lino an diesem Standort nicht dauerhaft etablieren konnte», sagte Reimann auf Anfrage. Das Lokal war am Samstag zum letzten Mal geöffnet.

Bei der Eröffnung Anfang 2024 klang die Zuversicht noch gross. Die «Aargauer Zeitung» zitierte damals Ospena-Chef Daniel Reimann, der sagte, die weitere Expansion sei bereits geplant. Doch der Versuch, mit einer «unkomplizierten und hochwertigen» Pizzabar samt Live-DJ-Angebot zu punkten, blieb erfolglos – auch, weil die Konkurrenz der Basler Kette Vito kurz darauf einen Standort am selben Platz eröffnete.

Laut Reimann haben alle Mitarbeitenden neue Angebote in umliegenden Molino-Restaurants erhalten. An der wirtschaftlichen Entwicklung der Ospena-Gruppe liege es nicht: Diese verzeichne weiterhin Wachstum und wolle sich nun auf Innovationen innerhalb ihrer bestehenden Konzepte konzentrieren, etwa mit einem neuen Treueprogramm über die Molino-App.