2019 Neuinfektionen innert drei Tagen +++ Delta-Anteil bei über 99 Prozent

Agenturen/red

2.8.2021

Die Neuinfektionen steigen weiter an: Das BAG meldet 2019 Neuinfektionen innert 72 Stunden — mit einem geschätzten Anteil von 99,4 Prozent ist die Delta-Mutation die dominierende Variante. Die Ereignisse des Tages im Überblick.

Agenturen/red

2.8.2021

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 2019 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG drei neue Todesfälle und 24 Spitaleinweisungen.

Vor Wochenfrist hatte das BAG übers Wochenende 1746 neue bestätigte Fälle, fünf neue Todesfälle und 24 Spitaleinweisungen registriert.

Mit einem geschätzten Anteil von 99,4 Prozent aller neuen Ansteckungen ist die Delta-Variante im Sieben-Tage-Schnitt aktuell die dominante Virus-Mutation.

Ein Labormitarbeiter bereitet im Functional Genomics Center (FGCZ) der Universitaet und ETH Zuerich SARS-CoV2-Proben zur Genomsequenzierung vor, fotografiert am 15. Juni 2021. Mithilfe sogenannter Genomic Surveillance (Genomueberwachung) koennen die verschiedenen Varianten des Coronavirus und deren Auswirkungen ausfindig gemacht werden. (KEYSTONE/Christian Beutler)
Die Delta-Mutation  ist in der Schweiz laut einer BAG-Schätzung mit 99,4 Prozent die dominierende Variante des Coronavirus. (Symbolbild)
Bild: Keystone/Christian Beutler

Fast 50 Prozent vollständig geimpft

Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 115,04 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 23. Juli bei 1,07.

Insgesamt wurden bis am Sonntagnachmittag 8'839'325 Impfdosen an die Kantone und Liechtenstein ausgeliefert. Damit wurden 9'023'209 Dosen verabreicht. 48,2 Prozent der Bevölkerung sind bereits vollständig geimpft.

Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zur Zeit 67,6 Prozent. 4,7 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.


Die Ereignisse des Tages im Überblick:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Deutschland hat den Start von Corona-Auffrischungsimpfungen für Risikogruppen sowie flächendeckende Impfangebote für Jugendliche und Kinder ab zwölf Jahren beschlossen.
  • Innert 72 Stunden sind in der Schweiz 2019 Neuinfektionen bei 63'142 Tests registriert worden. Zugleich meldet das BAG drei neue Todesfälle und 24 Hospitalisierungen.
  • Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus in Australien wird im nordöstlichen Bundesstaat Queensland der strikte Lockdown verlängert.
  • Im Umfeld der Olympischen Spiele in Tokio hat es 17 neue Corona-Fälle gegeben.
  • Angesichts der rasch steigenden Zahl neuer Corona-Infektionen haben sich in den USA zuletzt wieder deutlich mehr Menschen impfen lassen.
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  • 21.50 Uhr 
    Wir beenden den Live-Ticker am Montag
  • 21.47 Uhr
    US-Senator Graham trotz Impfung an Covid-19 erkrankt

    Der prominente US-Senator Lindsey Graham ist trotz Impfung positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das schrieb der Republikaner auf Twitter. Am Samstagabend habe er grippe-ähnliche Symptome bekommen und sei daraufhin am Montagmorgen zum Arzt gegangen. Er werde sich nun für zehn Tage in Quarantäne begeben. Seine Symptome seien mild, betonte Graham. «Ich bin sehr froh, dass ich geimpft wurde, denn ohne Impfung würde ich mich sicher nicht so gut fühlen wie ich es jetzt tue.»

    Graham hatte in der Amtszeit von Donald Trump an Bekanntheit und politischem Gewicht gewonnen - als enger Vertrauter des damaligen Präsidenten. Erst zum Schluss von Trumps Zeit im Weissen Haus ging Graham auf Distanz zu seinem Parteikollegen.

    Unter republikanischen Anhängern ist Impfskepsis in den USA besonders verbreitet. Angesichts der Ausbreitung der hoch ansteckenden Delta-Variante hatten zuletzt auch hochrangige republikanische Politiker und konservative Kommentatoren vermehrt für eine Impfung gegen das Coronavirus geworben.

  • 21.20 Uhr
    70 Prozent der Erwachsenen in den USA geimpft — später als geplant

    Mit rund einem Monat Verspätung haben die USA ein von US-Präsident Joe Biden ausgerufenes Impfziel erreicht. Mit Stand Montag haben 70 Prozent aller Erwachsenen mindestens eine Impfdosis erhalten, wie aus Daten der Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht. Eigentlich sollte diese Marke bereits am Unabhängigkeitstag am 4. Juli erreicht werden. Das Ziel wurde damals jedoch trotz zahlreicher Impfanreize und eines grossen Vorrats an Impfstoffen verfehlt.

    Cyrus Shahpar, der im Weissen Haus für die Corona-Daten zuständig ist, schrieb auf Twitter von einem «Meilenstein». In den USA sind bislang fast 50 Prozent der Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen vollständig geimpft, rund 58 Prozent haben mindestens die erste Spritze bekommen.

    Angesichts der rasch steigenden Zahl neuer Corona-Infektionen haben sich in den USA zuletzt wieder deutlich mehr Menschen impfen lassen. Die Impfkampagne war seit Juni ins Stocken geraten, mit zuletzt nur rund einer halben Million verabreichten Spritzen pro Tag. Der Trend kehrte sich nun jedoch angesichts der neuen Corona-Welle, die auf die besonders ansteckende Delta-Variante zurückgeführt wird, wieder um.

    Bislang haben in den USA rund 41 Millionen Menschen die erste Impfung gegen das Virus erhalten.
    In den USA sind nun 70 Prozent der Erwachsenen mindestens einmal geimpft.
    Haven Daley/AP/dpa
  • 21.14 Uhr
    Bilanz: Knapp tausend Festnahmen und mehr als 60 verletzte Polizisten bei Berlin-Demo 

    Bei den Querdenker-Protesten am Wochenende in Berlin hat die Polizei knapp tausend Menschen festgenommen oder zeitweise in ihrer Freiheit beschränkt. Das teilte die Polizei in ihrer Bilanz des Demonstrationswochenendes mit. Mehr als 60 Polizistinnen und Polizisten wurden demnach zum Teil schwer verletzt, ein Demonstrant starb laut Obduktionsbericht an einem Herzinfarkt.

    Die Polizei leitete nach eigenen Angaben zudem allein am Sonntag 503 Ermittlungsverfahren unter anderem wegen des Verdachts des Widerstands in 59 und des tätlichen Angriffes gegen Vollstreckungsbeamte in 43 Fällen ein. Weitere Anzeigen gab es wegen des Verdachts des besonders schweren Landfriedensbruchs, der Gefangenenbefreiung, des Verstosses gegen das Versammlungsfreiheitsgesetz und der Teilnahme an einer verbotenen Versammlung, sowie wegen Verstössen gegen die Infektionsschutzvorschriften.

    Ein am Sonntag nach einer Polizeikontrolle beim verbotenen Protest der sogenannten Querdenker-Szene in Berlin gestorbener Teilnehmer erlag laut Obduktion einem Herzinfarkt. Die Untersuchung des Leichnams des 48-Jährigen durch die Charité habe «als vorläufiges Ergebnis einen Herzinfarkt als Todesursache ergeben», teilte die Berliner Generalstaatsanwaltschaft mit. Eine abschliessende Untersuchungen stehe aber noch aus.

    Die deutsche Bundesregierung nahm die Ausschreitungen nach den Worten ihrer stellvertretenden Sprecherin Ulrike Demmer «mit grosser Besorgnis» wahr. Gewalt aus Demonstrationen heraus sei nicht akzeptabel, sagte sie in Berlin.

  • 20.33 Uhr
    Hongkong führt Impfpflicht für Beamte und Pflegekräfte ein

    Die Hongkonger Regierung hat eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen erlassen. Beamte, Lehrer und Beschäftigte des Gesundheitswesens müssen sich gegen das Coronavirus impfen lassen - oder selbst für regelmässige Tests bezahlen, wie Regierungschefin Carrie Lam am Montag ankündigte. Trotz ausreichend verfügbaren Impfstoffes ist die Impfbereitschaft in der chinesischen Sonderverwaltungszone vergleichsweise gering.

    Sechs Monate nach Beginn der Impfungen sind bislang nur 36 Prozent der 7,5 Millionen Einwohner der Stadt mit zwei Dosen vollständig geimpft. 48 Prozent haben eine Dosis erhalten.

    Hongkong ist von der Pandemie bislang relativ verschont geblieben, da Einreisen fast völlig verboten wurden und Neuankömmlinge eine lange Quarantäne in staatlich überwachten Hotels durchlaufen müssen. Seit Beginn der Pandemie verzeichnete die Stadt rund 12'000 Infektionen und 200 Todesfälle. Seit mehr als 50 Tagen wurden keine lokalen Infektionen mehr verzeichnet.

    Wer sich nun weiterhin einer Impfung verweigert, muss sich zwei Mal wöchentlich testen lassen und die Tests aus eigener Tasche bezahlen. «Wenn sich Menschen aus Gründen, die nichts mit ihrer Gesundheit zu tun haben, weigern sich impfen zu lassen, sollte eine verantwortungsvolle Regierung dies nicht tolerieren», sagte Lam.

    Das harte Durchgreifen gegen Kritiker der Regierung in Peking hat in der Bevölkerung für Misstrauen gesorgt, was sich auch in der Impfquote niederschlägt. Speziell Lehrer und Beschäftigte des Gesundheitssektors spielten eine Schlüsselrolle in der Demokratiebewegung, gegen die die Regierung mit Razzien und Festnahmen vorgeht.

  • 19.26 Uhr
    Polen verschärft nach Angriffen die Sicherheit für Impfzentren

    Nach zwei Brandstiftungen in Impfzentren durch militante Impfgegner hat Polen die Sicherheitsmassnahmen für solche Einrichtungen erhöht. Die Angreifer würden alle «hart bestraft» und zudem werde «die Sicherheit in all diesen Zentren erhöht», sagte Regierungschef Mateusz Morawiecki am Montag vor Journalisten.

    Nach Angaben der Polizei waren in der Nacht zu Montag ein mobiles Impfzentrum sowie ein lokales Gesundheitsbüro in der Stadt Zamosc in Ostpolen in Brand gesteckt worden. Es gab keine Verletzen. Polizeichef Jaroslaw Szymczyk nannte die Angriffe «extrem schockierend», die Impfstellen würden nun «rund um die Uhr» bewacht. «Leider beobachten wir eine Eskalation der Brutalität, der Gewalt sogar, in den Kreisen von Impfgegnern», sagte er.

    Bereits im Juli war die Polizei zu zwei Vorfällen mit Impfgegnern gerufen worden — einer in Grodzisk Mazowiecki südwestlich von Warschau, wo Impfgegner gewaltsam in ein Impfzentrum eindringen wollten und mit Sicherheitsleuten und Ärzten rangelten.

    Die nationalkonservative Regierung in Polen ruft die Bevölkerung dazu auf, Impfangebote wahrzunehmen. Doch die Impfungen haben sich deutlich verlangsamt, viele Impfzentren werden wegen mangelnder Nachfrage geschlossen. In Polen sind rund 50 Prozent der Bevölkerung zweimal geimpft, Umfragen zufolge sind aber bis zu 25 Prozent gegen Impfungen oder stehen ihnen skeptisch gegenüber.

  • 18.43 Uhr
    Deutschland beschliesst Start von Corona-Drittimpfungen für Risikogruppen

    Die Gesundheitsminister der deutschen Bundesländer haben den Start von Corona-Auffrischungsimpfungen für Risikogruppen sowie flächendeckende Impfangebote für Jugendliche und Kinder ab zwölf Jahren beschlossen. Die Entscheidungen erfolgten einstimmig und im Einvernehmen mit der Bundesregierung, wie nach der Gesundheitsministerkonferenz mitgeteilt wurde. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn begrüste die zusätzlichen Angebote auch für Minderjährige.

    Der Beschluss zu den Drittimpfungen sieht vor, dass diese zunächst Höchstbetagte, Pflegebedürftige sowie Patientinnen und Patienten mit Immunschwäche oder Immunsuppression erhalten sollen. Dies gilt zum einen für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen und anderen Einrichtungen, wo erneut mobile Teams zum Einsatz kommen sollen. Berechtigte, die zu Hause wohnen, sollen die Auffrischungsimpfungen durch ihre behandelnden Ärztinnen und Ärzte angeboten bekommen.

    In allen Fällen soll die Auffrischungsimpfungen frühestens sechs Monate nach der erstmaligen Herstellung des vollständigen Impfschutzes erfolgen.

    Für die Zwölf- bis 17-Jährigen wurde beschlossen, diesen generell auch in Impfzentren oder auch mit anderen niedrigschwelligen Angeboten Corona-Schutzimpfungen anzubieten. Voraussetzung ist eine entsprechende ärztliche Aufklärung sowie die Zustimmung auch der Eltern oder anderer Sorgeberechtigter. «Dies kann zu einem sichereren Start in den Lehr- und Lernbetrieb nach den Sommerferien beitragen», heisst es in dem Beschluss.

    Für Deutschland empfiehlt die Stiko die Impfungen trotz politischen Drucks nach wie vor nicht allgemein für Kinder und Jugendliche, sondern nur bei einem höheren Risiko für schwerere Corona-Verläufe.
    Die Gesundheitsminister der deutschen Bundesländer haben den Start von Corona-Auffrischungsimpfungen für Risikogruppen sowie flächendeckende Impfangebote für Jugendliche und Kinder ab zwölf Jahren beschlossen.
    Fabian Sommer/dpa
  • 18.12 Uhr
    Macron will auf Instagram und Tiktok Bürger-Fragen zu Impfungen beantworten

    Angesichts der anhaltenden Proteste gegen die geplante Ausweitung des Gesundheitspasses und die Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen in Frankreich hat Präsident Emmanuel Macron vorgeschlagen, Bürger-Fragen zu Impfungen direkt in den Online-Diensten Instagram und Tiktok zu beantworten. Aus seinem Urlaub in Südfrankreich sagte Macron in einem am Montag auf den Plattformen veröffentlichten selbstgefilmten Video, dass die Impfung «die einzige Waffe» gegen die vierte Corona-Welle sei.

    Er wisse, «dass viele von Ihnen sich noch Fragen stellen, Angst haben, viele hören falsche Informationen, falsche Gerüchte, manchmal Quatsch - das muss gesagt werden», sagte das französische Staatsoberhaupt. Deshalb habe er beschlossen, direkt ihre Fragen zu beantworten. Macrons Video gingen drei Wochenenden in Folge voraus, an denen jeweils mehr als hunderttausend Bürger gegen den Gesundheitspass protestierten.

    Am vergangenen Samstag gingen sogar mehr als 200'000 Menschen gegen eine geplante Ausweitung des Gesundheitspasses und die Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen auf die Strasse. In mehr als 150 Städten wurde demonstriert. In Fort-de-France, der Hauptstadt des französischen Übersee-Départements Martinique, zündeten Demonstranten ein Impfzentrum an.

    Das französische Parlament hatte Ende Juli ein Gesetz verabschiedet, das eine Corona-Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegekräfte sowie für Feuerwehrleute und andere Rettungskräfte vorsieht. Beschlossen wurde auch eine Ausweitung des Gesundheitspasses, der Aufschluss über eine Impfung oder einen Negativ-Test gibt. Dabei soll nun erstmals eine Corona-Testpflicht für nicht Immunisierte in Gaststätten und Fernzügen sowie auf Messen und Jahrmärkten greifen.

    In Kinos, Theatern oder Museen muss bereits seit 21. Juli eine Impfung, eine überstandene Infektion oder ein negativer Corona-Test nachgewiesen werden. In Frankreich sind bisher insgesamt rund 112'000 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.

  • 17.51 Uhr
    Zu viele Briten in Quarantäne: Regierung schraubt an Corona-App

    Um die Anzahl der Beschäftigten zu senken, die wegen Kontakts mit Corona-Infizierten in Quarantäne sind, hat die britische Regierung die Einstellungen der Corona-App ändern lassen. Künftig schlägt die Anwendung nur noch an, wenn es in den vergangenen zwei Tagen einen Corona-Kontakt gab, wie das Gesundheitsministerium am Montag mitteilte. Bisher ging die Suche fünf Tage zurück. Das Ministerium betonte, das Update beeinfluss weder die Empfindlichkeit der App noch ändere es die Risikoschwelle.

    Zuletzt waren wöchentlich Hunderttausende in England und Wales aufgefordert worden, sich wegen engen Kontakts mit Menschen, die später positiv auf das Virus getestet wurden, in Selbstisolation zu begeben. Die Regelung hatte schwere Auswirkungen auf die Wirtschaft: Pubs und Gaststätten blieben geschlossen, Lebensmittelregale leer, Bahnen und Busse blieben stehen. Medien nennen das Phänomen «Pingdemie» – nach dem «ping», das Anwender über einen Corona-Kontakt informiert.

    «Dieses Update der App wird dazu beitragen, dass wir die richtige Balance finden», sagte Gesundheitsminister Sajid Javid. «Wir wollen die Störungen reduzieren, die die Selbstisolation für Menschen und Unternehmen verursachen kann, und gleichzeitig sicherstellen, dass wir die am stärksten gefährdeten Personen vor diesem Virus schützen.»

    Wirtschaftsvertreter und konservative Politiker begrüssten die Änderungen. Der Sender Sky News berichtete unter Berufung auf Regierungsbeamte, die App habe in den ersten drei Juli-Wochen dazu beigetragen, mehr als 50'000 Neuinfektionen und 1600 Krankenhauseinweisungen zu vermeiden.

  • 17.35 Uhr
    New York: Impfung oder Tests für Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe

    Nach dem medizinischen Personal und den städtischen Mitarbeitern müssen in New York ab Anfang September auch alle Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe entweder einen Impfnachweis vorlegen oder sich regelmässig testen lassen. Das gelte für die rund 68'000 Mitarbeiter der Nahverkehrsbehörde MTA, die unter anderem für U-Bahnen und Busse zuständig ist, sowie für die Mitarbeiter der Port Authority, die die Flughäfen betreibt, teilte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo am Montag mit.

    Zuvor waren ähnliche Regelungen für das städtische Personal der Millionenmetropole, darunter auch Polizisten und Lehrpersonal, sowie medizinisches Personal angekündigt worden. Bürgermeister Bill de Blasio kündigte am Montag zudem an, dass künftig nur noch bereits geimpfte Menschen von der Stadt neu eingestellt würden. Zusätzlich empfahl er allen Menschen, auch bereits geimpften, in öffentlichen Innenräumen wieder Masken anzuziehen - ordnete dies aber nicht offiziell an.

    Die Massnahmen, die auch andernorts in den USA eingeführt wurden, sind eine Reaktion auf die sich rasch ausbreitende Delta-Variante des Coronavirus, die in den USA mittlerweile dominant ist und für steigende Infektionszahlen vor allem bei Ungeimpften sorgt.

    A person ask a subway conductor for information at the Grand Central Subway Station Tuesday, May 18, 2021, in New York. (AP Photo/Frank Franklin II)
    Die Mitarbeiter*innen der New Yorker Verkehrsbetriebe müssen demnächst entweder einen Impfnachweis vorlegen oder sich regelmässig testen lassen.
    Bild: Keystone
  • 16.41 Uhr
    Libyen erhält zwei Millionen Dosen von chinesischem Corona-Impfstoff

    Libyen hat am Montag zwei Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs des chinesischen Herstellers Sinopharm erhalten. Regierungschef Abdulhamid Dbeibah nahm die bisher grösste Impfstofflieferung in das nordafrikanische Krisenland am Flughafen Mitiga nahe der Hauptstadt Tripolis in Empfang und rief seine Landsleute auf, sich impfen zu lassen. In den kommenden Wochen erwartet die libysche Regierung seinen Angaben zufolge 1,5 Millionen weitere Impfdosen.

    In der Corona-Krise hat Libyen, das rund sieben Millionen Einwohner hat, nach offiziellen Angaben bisher 256'328 Infektions- und 3579 Todesfälle registriert. Zuletzt hatte die Zahl der täglichen Neuinfektionen stark zugenommen, was teilweise auf vermehrtes Testen zurückgeführt wurde. Um die Ausbreitung einzudämmen, wurde am Dienstag vergangener Woche eine nächtliche Ausgangssperre im Zentrum und im Westen des Landes verhängt.

    Dbeibah steht seit Anfang des Jahres an der Spitze einer Übergangsregierung, die Wahlen im Dezember vorbereiten und den zehnjährigen Konflikt in Libyen beenden soll.

  • 16 Uhr 
    Biontech/Pfizer und Moderna werden für EU teurer

    Die französische Regierung hat einen Bericht über eine Erhöhung der Preise für die Corona-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna bestätigt. Wie Europa-Staatssekretär Clément Beaune am Montag im Radiosender RFI sagte, hängen die höheren Preise, die die Hersteller in noch laufenden Verhandlungen über neue Lieferverträge von der EU verlangen, mit einer Anpassung der Impfstoffe an die hochansteckende Delta-Variante des Coronavirus zusammen.

    In den neuen Verträgen mit der EU werde eine Anpassung der Impfstoffe an neue Virus-Varianten verlangt, sagte Beaune. Nicht nur für die EU, sondern für alle Abnehmer werde es dadurch «ein bisschen teurer». Eine konkrete Summe nannte Beaune nicht.

    Laut der «Financial Times» soll die EU für eine Dosis des Impfstoffs des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer statt 15,50 Euro künftig 19,50 Euro bezahlen. Der Preis für den Impfstoff von Moderna erhöht sich demnach von 19 Euro auf 21,50 Euro.

    Die Schlagzeilen stimmen zuversichtlich: 90 Prozent oder mehr Schutz vor einer Erkrankung sollen die Corona-Impfstoffkandidaten von Moderna und Biontech/Pfizer bieten, ein Vakzin des britisch-schwedische Pharmakonzerns AstraZeneca vermeldet rund 70 Prozent Wirksamkeit.
    Impfstoff-Forschung bei Moderna: Die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna werden für die EU angeblich teurer. Als Grund wird die Anpassung an die Coronavirus-Varianten genannt. (Symbolbild)
    Moderna/PA Media/dpa
  • 15.50 Uhr
    Iran verzeichnet Höchststand an täglichen Neuinfektionen

    Iran hat am Montag 37'189 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet, so viele wie nie zuvor für einen einzigen Tag seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Höchststand wurde am Dienstag vergangener Woche mit knapp 35'000 verzeichnet. Zudem wurden weitere 411 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus bestätigt, wie das staatliche Fernsehen unter Berufung auf Mitarbeiter des Gesundheitsdienstes berichtete. Die Zahl der Todesopfer stieg damit auf 91'407, so viele wie nirgendwo sonst in der Region.

    Für den jüngsten Anstieg der Zahlen wird die ansteckendere Delta-Variante des Virus verantwortlich gemacht. Zudem halten sich nach Behördenangaben weniger als 40 Prozent der Bevölkerung an das Tragen von Masken oder Abstandsregeln. Weniger als vier Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft. In Iran leben rund 85 Millionen Menschen.

  • 14.08 Uhr
    Mittlerweile 60 Millionen nachgewiesene Fälle in Europa

    Seit dem Beginn der Corona-Pandemie sind in Europa mittlerweile mehr als 60 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Damit entfallen rund 30 Prozent aller weltweit bisher gemeldeten Corona-Fälle auf die europäische Region, wie am Montag aus den aktuellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO hervorging.

    Das WHO-Regionalbüro Europa rief in dem Zuge zu mehr Bemühungen auf, beim Impfen gegen Covid-19 schneller und ausgewogener voranzukommen. Die Impffortschritte variierten unter den Staaten stark, die Impfrate sei bei Prioritätsgruppen wie Älteren, Mitarbeitern des Gesundheitswesens, Betreuten in Langzeitpflege und Vorerkrankten in einigen Ländern noch immer niedrig, erklärte die regionale WHO-Notfalldirektorin Dorit Nitzan.

    Es sei wichtig, dass sich die Länder weiter darum bemühten, die am stärksten gefährdeten Menschen und Risikogruppen zu schützen, forderte Nitzan. Traurigerweise gebe es nunmehr mehr als 1,2 Millionen Todesfälle in Verbindung mit Covid-19 in der Region. Weltweit sind es bisher 4,2 Millionen Todesfälle.

    Die WHO rechnet insgesamt mehr als 50 Länder zur Region Europa, darunter neben der Europäischen Union auch östlich davon gelegene Länder wie Russland, die Ukraine, die Türkei und weitere Staaten. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC hat bislang für die 27 EU-Mitgliedstaaten und ihre im Europäischen Wirtschaftsraum verknüpften Partnerländer Norwegen, Island und Liechtenstein rund 34,4 Millionen Infektionen sowie mehr als 740'000 Todesfälle erfasst.

  • 13.30 Uhr
    BAG meldet 2019 Neuinfektionen innert 72 Stunden

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 2019 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 63'142 Tests gemeldet worden. Im gleichen Zeitraum registrierte das BAG drei neue Todesfälle und 24 Spitaleinweisungen.

    Mit einem geschätzten Anteil von 99,4 Prozent aller neuen Ansteckungen ist die Delta-Variante im Sieben-Tage-Schnitt aktuell die dominante Virus-Mutation.

    Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 115,04 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 23. Juli bei 1,07.

    Insgesamt wurden bis am Sonntagnachmittag 8'839'325 Impfdosen an die Kantone und Liechtenstein ausgeliefert. Damit wurden 9'023'209 Dosen verabreicht. 48,2 Prozent der Bevölkerung sind bereits vollständig geimpft.

    Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zur Zeit 67,6 Prozent. 4,7 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

    Aerzte und Pflegende kuemmern sich um Covid-Patienten auf der Covid-19-Intensivabteilung im Stadtspital Triemli am 10. Dezember 2020 in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
    Ärzte und Pflegende kümmern sich auf der Covid-19-Intensivabteilung im Stadtspital Triemli um einen Patienten. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 13.17 Uhr 
    Strikter Lockdown in Bangkok verlängert

    Die Behörden in Bangkok bekommen die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus trotz strikter Massnahmen weiter nicht in den Griff. Der Lockdown in Thailands Hauptstadt und mehreren Dutzend Provinzen wird deshalb um zunächst zwei Wochen verlängert, wie die Regierung am Montag mitteilte. Mitte August werde neu bewertet, ob die Einschränkungen gelockert oder noch einmal bis zum 31. August ausgedehnt würden, sagte Apisamai Srirangson, eine Sprecherin des staatlichen Centre for Covid-19 Situation Administration (CCSA).

    Die Bürger der sogenannten «dunkelroten Zonen», zu denen auch Bangkok gehört, dürfen derzeit nicht in andere Landesteile reisen. Zudem herrschen strenge Ausgangsbeschränkungen zwischen 21.00 und 04.00 Uhr. Einkaufszentren, Massagesalons und Restaurants sind geschlossen. Jedoch verlangsame sich der Anstieg der Zahl der Neuinfektionen in Bangkok langsam, hiess es. In der grössten Stadt des Landes, in deren Metropolregion fast 15 Millionen Menschen leben, werden derzeit fast 40 Prozent aller landesweiten neuen Fälle verzeichnet.

    Im vergangenen Jahr galt Thailand noch als Vorzeigeland im Kampf gegen die Pandemie - seit April erlebt der Staat aber seine bisher schwerste Welle. Insgesamt wurden bisher 615'000 Fälle bestätigt. Fast 5000 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

    Seit die Regierung die Grenzen im März 2020 wegen des Virus geschlossen hat, liegt die wichtige Tourismusbranche am Boden. Seit einigen Wochen versuchen die Behörden, zumindest einige beliebte Regionen wieder für Touristen zu öffnen. Dazu gehört die grösste Insel Phuket, wo seit Anfang Juli rund 13'200 Urlauber angekommen sind. Unter diesen wurden bislang 30 Corona-Fälle registriert.

  • 11.53 Uhr 
    Millionen Chinesen erneut im Lockdown

    In China sind Millionen Menschen wegen mehrerer Corona-Ausbrüche im Land wieder im Lockdown, darunter in Metropolen wie Peking und Nanjing. Die Behörden meldeten am Montag 55 neue, lokal übertragene Infektionen – insgesamt sind inzwischen mehr als 20 Städte und rund ein Dutzend Provinzen von den Infektionsherden betroffen sind. Die Gesundheitsbehörden führen den Anstieg der Infektionsfälle auf die Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante zurück.

    In der zentral gelegenen Stadt Zhuzhou in der Provinz Hunan ordneten die Behörden am Montag an, dass über 1,2 Millionen Einwohner für drei Tage zu Hause bleiben müssen. In der Zeit sollen alle Menschen getestet und die Impfkampagne vorangetrieben werden. Neue Fälle wurden am Montag auch in der beliebten Urlaubsregion Hainan sowie in der von Überschwemmungen verwüsteten Provinz Henan gemeldet.

    In den vergangenen zwei Wochen wurden im ganzen Land mehr als 360 Fälle entdeckt. In Grossstädten wie Peking wurden inzwischen Millionen von Einwohnern getestet, Wohngebiete abgeriegelt und Menschen durch eine engmaschige Kontaktnachverfolgung unter Quarantäne gestellt, um die Weiterverbreitung des Virus zu stoppen.

    epa08961595 Security personal guard entrance to the residential communities surrounding Renji Hospital under lockdown because of Covid-19 new infections in Shanghai, China, 24 January 2021. In Shanghai, there are 3 new locally transmitted cases of COVID-19 and 3 imported, according to the Shanghai Health Commission announcement on 24 January. The National Health Commission reported 80 newly confirmed cases in the country, 2 in Beijing, 3 in Shanghai, 29 in Heilongjiang and 19 in Hebei. City's two best known hospitals, Fudan University Shanghai Cancer Centre and Renji Hospital have been under lock down since 20 January after being linked to the new local transmutations of Coronavirus. Shanghai's famous pedestrian and shopping street usually crowded with locals and tourists, Nanjing Road, near by Renji Hospital, is now empty due to the new COVID-19 cases in the city. EPA/ALEX PLAVEVSKI
    Chinesische Beamte kontrollieren die Einhaltung von Lockdown-Bestimmungen. (Symbobild)
    Bild: Keystone
  • 11.05 Uhr
    Geringes Impftempo in Deutschland

    Das Tempo bei den Erstimpfungen gegen das Coronavirus in Deutschland ist so gering wie seit Monaten nicht.

    Mittlerweile haben zwar 61,7 Prozent der Gesamtbevölkerung mindestens eine Impfdosis bekommen, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (der Bundesbehörde für Infektionskrankheiten) vom Montag hervorgeht. Das sind gut 51,3 Millionen Menschen. «Allerdings ist Zahl der Erstimpfungen so niedrig wie zuletzt im Februar», schrieb Gesundheitsminister Jens Spahn auf Twitter. «Damals hatten wir nicht genug Impfstoff, das ist heute anders: bitte impfen lassen!»

    Vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind mittlerweile 52,3 Prozent der Bevölkerung – also knapp 43,5 der rund 83 Millionen Menschen im Land.

  • 10.32 Uhr 
    Impfauffrischung für Briten ab September

    Grossbritannien will bereits ab nächsten Monat rund 32 Millionen Menschen eine Corona-Auffrischungsimpfung anbieten, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Verweis auf einen Bericht des «Telegraph on Sunday» schreibt.

    Demnach würden 2000 Apotheken in das Programm eingebunden. Die Kampagne für die Auffrischungsimpfung könne laut dem Bericht am 6. September beginnen und solle – so alles planmässig verlaufe – bis Anfang Dezember abgeschlossen sein. 

    People queue at an NHS Vaccination Clinic at Tottenham Hotspur's stadium in north London, Sunday, June 20, 2021. The NHS is braced for high demand as anyone in England over the age of 18 can now book a Covid-19 vaccination jab. (Yui Mok/PA via AP)
    Menschen stehen Ende Juni am Stadion von Tottenham Hotspur in London für eine Corona-Impfung an. Laut einem Bericht des «Telegraph on Sunday» sollen ab September Auffrischungsimpfungen für 32 Millionen Briten angeboten werden. (Archiv)
    KEYSTONE
  • 9.58 Uhr 
    Deutsche Impfkommission noch zurückhaltend bei Kinder-Impfung

    Die Ständige Impfkommission (Stiko) Deutschlands bleibt trotz politischen Drucks bei ihrer abwartenden Haltung zur Impfung von Kindern und Jugendlichen.

    Der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens sagte am Montag dem Sender NDR Info, es gebe noch zu wenige Daten über mögliche gesundheitliche Folgeschäden für 12- bis 17-Jährige. «Wir sagen, wir können nicht eine generelle Empfehlung aussprechen, solange wir diesbezüglich nicht die notwendige Datensicherheit haben.»

    Politischer Druck für eine schnelle Entscheidung habe keinen Einfluss auf die Stiko, machte Mertens deutlich. «Es kann durchaus sein, dass wir unsere Empfehlung ändern werden, aber sicher nicht, weil Politiker sich geäussert haben», sagte der Stiko-Vorsitzende.

  • 9.32 Uhr 
    Soldaten setzen in Australien Ausgangssperre durch

    Rund 300 Soldaten der australischen Armee (ADF) haben am Montag die Ausgangssperre in der Stadt Sydney überwacht. Die Polizei des Bundesstaates New South Wales hatte um militärische Hilfe bei der Durchsetzung der Corona-Massnahmen gebeten. «Polizeibeamte werden von ADF-Mitgliedern unterstützt, wenn sie Lebensmittelpakete ausliefern, Hausbesuche machen und die Einhaltung der Ausgangssperre und der Anordnungen zur Selbstisolierung kontrollieren», sagte Polizeichef Mick Fuller.

    Sydney befindet sich als grösste Stadt des Landes bereits seit Wochen im Lockdown. Für mehr als fünf Millionen Einwohner der Stadt und ihrer Vororte beginnt am Montag die sechste Woche der Ausgangssperre, die bis Ende August dauern soll. Die Menschen dürfen ihre Häuser nur zum Sport, zum Arbeiten, aus Gesundheitsgründen und zum Einkaufen von lebensnotwendigen Gütern verlassen.

    Die Restriktionen haben die Ausbreitung des Virus bislang aber nicht bremsen können. Die Polizei will nun härter gegen Menschen vorgehen, die sich nicht an die Ausgangssperre halten.

    epa09387057 An Australian Defence Force (ADF) member wearing a face mask stands guard during a press conference at Surry Hills Police Station in Sydney, New South Wales (NSW), Australia, 02 August 2021. ADF troops have joined NSW police patrolling streets in Sydney's west and southwest to ensure COVID-19 health orders are being observed in the hotspots where the virus is surging. EPA/JOEL CARRETT AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT
    Ein australischer Soldat mit Gesichtsmaske bei einer Pressekonferenz am 2. August 2021 in Sydney, an der der Einsatz von Soldaten im Zuge der Corona-Massnahmen verkündet wird. 
    Bild: Keystone
  • 8.10 Uhr 
    Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt weiter 

    Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist weiter gestiegen und liegt nun bei 17,8. Wie das Robert-Koch-Institut am Montagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 847 Neuinfektionen sowie ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 registriert.

    Vor einer Woche lag die Inzidenz noch bei 14,3. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Massstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Auflagen. Sie gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner innerhalb einer Woche an.

    Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Ansteckungen in Deutschland seit Beginn der Pandemie liegt den Angaben zufolge bei 3'772'109. Insgesamt wurden bislang 91'660 Corona-Tote gemeldet. Die Zahl der von einer Corona-Infektion Genesenen gibt das RKI mit rund 3'656'300 an.

  • 6.23 Uhr
    Mit Risikotests Klarheit darüber, wer schwer erkrankt

    Dreizehn Genvarianten sind verantwortlich für schwerere Verläufe bei manchen Covid-Patienten. Eine im Fachmagazin «Nature» publizierte Studie untersuchte über 50'000 Covid-Fälle und verglich das Erbgut der schwer Kranken mit dem von asymptomatischen Patienten, berichten die Zeitungen von CH-Media. So konnten die Wissenschaftler jene Gene identifizieren, die für die schwächere Immunabwehr verantwortlich sind.

    Mit den neuen Erkenntnissen entwickeln Biotechfirmen jetzt Risiko-Vorhersagetests, die Impfskeptiker auf ihre allfällige Verwundbarkeit hinweisen sollen, heisst es in dem Bericht weiter. «Wenn jemand gleichzeitig vor der Impfung und dem Virus Angst hat, wäre ein Risikotest zukünftig eine Option», wurde Sven Cichon, Leiter der Medizinischen Genetik am Unispital Basel, zitiert. Manche Impfskeptiker würden sich wohl doch für die Impfung entscheiden, wenn ihnen bewusst werde, dass sie zur Risikogruppe gehören. Das gelte insbesondere für Jüngere.

    Die Studienergebnisse soll auch bei der Entwicklung besserer Medikamente helfen. Die heute im Einsatz befindlichen Arzneien würden nicht bei allen Patienten gleich gut wirken. Wie gut eine Therapie anschlage, hänge auch davon ab, welche Mutation in der DNA des Patienten vorliegt. Experten schlagen dem Bericht zufolge deshalb vor, dass Spitäler in Zukunft eine reiche Palette von Medikamenten einsetzen und die Auswahl aufgrund der Genetik getroffen wird.

    Protesters march during a demonstration against restrictions and the vaccine COVID-19, in Geneva, Switzerland, Saturday, July 31, 2021. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)
    Demonstration gegen die Covid-19-Impfung und Corona-Massnahmen am 31. Juli 2021 in Genf. 
    Bild: Keystone/Salvatore Di Nolfi
  • 6.19 Uhr
    Lottoschein im Lockdown vergessen: Millionengewinn

    Wegen des Corona-Lockdowns in Sydney hat eine Australierin erst nach zwei Wochen bemerkt, dass sie Lotto-Millionärin geworden ist. Die Gewinnzahlen wurden bereits am 21. Juli gezogen, «aber wegen dieses ganzen Lockdowns hier, hatte ich den Lottoschein gar nicht kontrolliert», zitierte der australische Sender 9News am Montag die Frau aus dem Vorort Fairfield. «Ich hatte tausend andere Sachen im Kopf.» Als sie sich schliesslich an den Schein erinnerte und ihn checkte, stellte sie ungläubig fest, dass sie umgerechnet rund 665'000 Franken gewonnen hatte. «Ich kann es nicht glauben. Das macht alles so viel besser», erklärte die überglückliche Frau. Zunächst werde sie nun ihr Haus abbezahlen. «Und wenn der Lockdown vorbei ist, werde ich definitiv einen Urlaub planen.»

    In Sydney und anderen Teilen des Bundesstaats New South Wales herrschen wegen der Ausbreitung der Delta-Variante schon seit Wochen strikte Beschränkungen. Sie sollen bis mindestens Ende August gelten.

  • 5.47 Uhr
    Lockdown im australischen Queensland verlängert

    Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus in Australien gilt jetzt auch im nordöstlichen Bundesstaat Queensland ein strikter Lockdown. Die Massnahmen waren am Wochenende zunächst für drei Tage verhängt worden, sollen nun aber bis mindestens nächsten Sonntag verlängert werden, wie die Gesundheitsbehörden am Montag mitteilten. Im Süden der Region ist die Zahl der Infektionen mittlerweile auf 31 gestiegen. Sie hängen alle mit einem positiv getesteten 17-jährigen Schüler zusammen.

    Unter den betroffenen Gebieten sind auch die Metropole Brisbane und die beliebte Urlaubsregion Gold Coast. Die Menschen dürfen nur noch in Ausnahmefällen ihre Häuser verlassen. Das tropische Queensland grenzt an den Bundesstaat New South Wales mit der Millionenstadt Sydney, die schon seit Wochen im Lockdown ist. Die Einschränkungen wurden hier zuletzt bereits bis Ende August verlängert.

    Das 25-Millionen-Einwohner-Land hatte gleich zu Beginn der Pandemie extrem strikte Regeln eingeführt und verhängt schon bei wenigen Dutzend Fällen verschärfte Regeln. Seit der Ausbreitung der Delta-Variante häufen sich aber die Lockdowns. Landesweit wurden rund 34'000 Fälle verzeichnet. Mehr als 920 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Die Grenzen sind schon seit März 2020 geschlossen, viele Australier hängen seither im Ausland fest.

  • 4.32 Uhr
    Chinas Industriewachstum schwächt sich im Juli weiter ab

    Das Wachstum der chinesischen Industrie ist im Juli aufgrund einer schrumpfenden Nachfrage wegen hoher Produktpreise stark zurückgegangen. Der Caixin/Markit Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe fiel im letzten Monat auf 50,3 von 51,3 im Juni, wie das Institut am Montag auf Basis endgültiger Daten mitteilte. Der PMI markierte damit zwar den 15. Monat der Expansion, rutschte aber auf den niedrigsten Stand seit April 2020 ab. Der Index verfehlte die Schätzungen der Analysten, die eine leichte Abschwächung auf 51,1 erwartet hatten. Jenseits der 50er-Marke beginnt der Wachstumsbereich.

    Die chinesische Wirtschaft hatte sich bereits weitgehend von der Coronavirus-Pandemie erholt, sah sich jedoch in den letzten Monaten mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Rohstoffmangel führte zu Störungen der Lieferkette und trieb die Preise in die Höhe.

  • 4.28 Uhr
    17 neue Corona-Fälle bei Olympischen Spielen in Tokio

    Im Umfeld der Olympischen Spiele in Tokio hat es 17 neue Corona-Fälle gegeben. Das vermeldeten die Organisatoren am Montag. Athleten waren dieses Mal nicht betroffen. Der Höchstwert war am vergangenen Freitag mit 27 Neuinfektionen erreicht worden. Die Zahl der positiven Tests rund um die Wettkämpfe in Japan stieg damit auf 276. Insgesamt infizierten sich demnach bislang 24 Sportler mit dem Coronavirus.

  • 3 Uhr
    Neuer Dirigent des Royal Philharmonic wirbt für Zusammenarbeit im Kampf gegen Corona

    Vor seinem ersten Auftritt mit dem Royal Philharmonic Orchestra hat Dirigent Wassili Petrenko für internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen die Pandemie sowie für die gegenseitige Anerkennung von Impfstoffen und Impfzertifikaten geworben. «Wir alle hoffen, dass jeder einzelne Impfstoff, der sich als erfolgreich erwiesen hat, in jedem Land akzeptiert wird.» Die Frage dürfe nicht politisiert werden, mahnte der Dirigent. Die ganze Welt sitze im selben Boot. «Jede Regierung sollte es akzeptieren und versuchen, zusammenzuarbeiten, wie ein Orchester zusammenarbeitet – stellen Sie sich es so vor: Wenn die Fagotte die erste Geige hassen, gibt es keine Musik.»

    Petrenko forderte zudem ein Ende des Brexit-Streits um Visa für Künstler zwischen der EU und Grossbritannien. «Es gibt offensichtlich einige Hindernisse und es ist schwieriger als es war», sagte der 45-Jährige der Nachrichtenagentur PA. Er hoffe, dass beide Seiten eine Lösung finden, zumal die neuen Visaregeln viel Geld kosten und auf die Honorare drücken. Petrenko warb für eine rasche Entscheidung. Schliesslich sei das Orchester ein wichtiger Botschafter für Grossbritannien in der Kulturszene.

  • 1.46 Uhr
    USA: Impf-Nachfrage steigt mitten in neuer Welle wieder

    Angesichts der rasch steigenden Zahl neuer Corona-Infektionen haben sich in den USA zuletzt wieder deutlich mehr Menschen impfen lassen. Die Impfkampagne war seit Juni ins Stocken geraten, mit zuletzt nur rund einer halben Million verabreichten Spritzen pro Tag. Der Trend kehrte sich nun jedoch angesichts der neuen Welle, die auf die besonders ansteckende Delta-Variante zurückgeführt wird, wieder um. Am Sonntag (Ortszeit) wurden 816'000 Impfungen verabreicht, darunter 517'000 Erstimpfungen, wie ein leitender Beamter des Weissen Hause auf Twitter schrieb. Die jüngsten Daten zeigten einen «steten Anstieg», erklärte Cyrus Shahpar.

    Dem Beamten zufolge lagen auch die Impfzahlen der vergangenen Tage deutlich über jenen der Vorwoche. Am Samstag etwa seien es 712'000 Dosen gewesen, ein Anstieg um 77 Prozent gegenüber der Vorwoche (403'000). Am Freitag habe es ein Plus von 43 Prozent gegeben. Im April waren täglich noch gut drei Millionen Dosen verabreicht worden.

    Die Zahl der im Wochendurchschnitt pro Tag registrierten Neuinfektionen, die im Juni zeitweise auf 11'000 gefallen war, liegt inzwischen wieder bei 72'000. Die Zahl der Neuinfektionen steigt landesweit an, aber besonders betroffen sind Teilstaaten mit geringerer Impfquote, darunter etwa Louisiana und Florida. In den USA sind bislang fast 50 Prozent der Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen vollständig geimpft, rund 58 Prozent haben mindestens die erste Spritze bekommen.

  • 0.02 Uhr
    Hungerkatastrophe in Madagaskar gefährdet Kinder

    Die schlimmste Dürre seit 40 Jahren gefährdet im Inselstaat Madagaskar das Leben Hunderttausender Menschen. Betroffen seien vor allem auch Kinder, warnte die Hilfsorganisation Save the Children. Jedes sechste Kind leide im Süden der Insel an akuter Unterernährung und sei damit am Rand des Hungertods – ein Wert, der sich schon bald auf jedes vierte Kind zu erhöhen drohe. Dennoch erhalte die Krise im Schatten der Corona-Pandemie kaum internationale Beachtung, so die Organisation, die zu Spenden aufrief. In einer neuen Studie hat das Welternährungsprogramm die Lage im Süden von Madagaskar als jüngsten internationalen «Hunger-Hotspot» eingestuft, für den allerhöchste Alarmstufe gilt.