Moret und Stöckli warnen vor zweiter Welle

SDA

31.7.2020 - 16:15

Nationalratspräsidentin Isabelle Moret und Ständeratspräsident Hans Stöckli haben bei einem Besuch am Freitag in Genf die Bevölkerung aufgerufen, angesichts der Coronavirus-Pandemie Verantwortung zu übernehmen. Ein zweiter Lockdown müsse unbedingt verhindert werden.

Die zur zur Verfügung gestellten Gelder für Darlehen, Garantien und andere Hilfsleistungen entsprächen einem zweiten Jahresbudget des Bundes, sagte Moret (FDP/VD) vor den Medien. Es werde unmöglich sein, diese Operation zu wiederholen, sagte die Nationalratspräsidentin, die auf Konjunkturprogramme auf Bundesebene setzt. Man müsse nun lernen, mit dem Virus zu leben.

Nach Ansicht von Stöckli (SP/BE) wäre eine zweite Welle katastrophal und würde grossen Schaden anrichten. «Jeder ist aufgerufen, Verantwortung zu übernehmen und sich an die Regeln zu halten», sagte der Ständeratspräsident.

Die beiden machten sich bei ihrem zweitägigen Besuch in Genf aus erster Hand ein Bild von den wirtschaftlichen, sozialen und gesundheitlichen Folgen der Pandemie. Am Donnerstag trafen sie sich mit Silvana Mastromatteo, der Gründerin der Organisation Caravane de la solidarité, die während dem Höhepunkt der Krise täglich Lebensmittel an Bedürftige verteilte.

Sie trafen sich auch mit Beamten des Genfer Flughafens und des Palexpo, zwei Institutionen, die von der Coronavirus-Krise besonders betroffen sind. Am Freitagmorgen besuchten Moret und Stöckli das Genfer Universitätsspital (HUG), das seit Monaten an vorderster Front im Kampf gegen die Lungenkrankheit steht. Auf dem Programm stand zudem ein Treffen mit Team des Kantonsarztes, das seinen Kampf gegen die Ausbreitung des Virus fortsetzt.

Nützliche Erfahrungen

Die Genfer Regierung und die Bevölkerung hätten diese Krise gut gemeistert, stellte Stöckli vor den Medien fest. Der Kanton sei in der Lage gewesen, Massnahmen zu antizipieren und anzupassen. «Ihre Erfahrungen waren nützlich für die Führung des Landes», sagte Stöckli im Gespräch mit dem Genfer Regierungspräsidenten Antonio Hodgers (Grüne) und Gesundheitsdirektor Mauro Poggia (MCG).

Der Besuch der Nationalratspräsidentin und des Ständeratspräsidenten in Genf ist Teil ihrer Tour durch jene Kantone, die von der Pandemie am stärksten betroffen waren. Anfang Juli hatten Moret und Stöckli bereits den Kanton Tessin besucht.

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