Feuer in Zürcher KinderkrippeNach Brand in Kita ermittelt die Justiz gegen eine Mitarbeiterin
Stefan Michel
23.1.2026
Das Feuer in einer Kinderkrippe verletzte glücklicherwiese niemand. Aber eine Mitrbeiterin steht unter Verdacht, ein Delikt begangen zu haben.
Symbolbild Brandermittlung
In Zürich Altstetten brannte am Montag eine Kindertagesstätte. Unmittelbar danach hat die Polizei eine Mitarbeiterin festgenommen. Inzwischen läuft ein Strafverfahren gegen die 22-jährige Schweizerin.
Stefan Michel
23.01.2026, 20:25
Stefan Michel
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
In einer Zürcher Kinderkrippe im 4. Stock bricht ein Brand aus, alle 68 Kinder werden rechtzeitig evakuiert und niemand wird verletzt.
Eine 22-jährige Kita-Mitarbeiterin wird unter Tatverdacht festgenommen; gegen sie läuft ein Strafverfahren, die Brandursache bleibt unklar.
Welches Delikt der Kita-Mitarbeiterin zur Last gelegt wird, gibt die Staatsanwaltschaft nicht bekannt.
Ein Brand in einer Kindertagesstätte ist eine Horrorvorstellung – noch viel mehr, wenn sich die Krippe im 4. Stock befindet. In Zürich Altstetten ist genau dies passiert. All dies zweieinhalb Wochen nach der Katastrophe von Crans Montana.
Die Mitarbeitenden der Kita reagieren genau richtig und bringen alle 68 Kinder rechtzeitig ins Freie. Anwohner*innen versorgen sie darauf bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt mit Kleidern und Decken sowie Essen und Trinken, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.
Die Feuerwehr bringt das Feuer rasch unter Kontrolle, niemand wurde verletzt.
Verstörend ist an der Meldung der Stadtpolizei Zürich, dass die Beamten eine 22-jährige Mitarbeiterin der Kinderkrippe unter Tatverdacht festgenommen haben. Laut Betreiber ist sie eine langjährige Angestellte. Dem «Tages-Anzeiger» bestätigt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft, dass gegen die junge Schweizerin ein Strafverfahren eingeleitet worden sei. Zwei Tage nach dem Brand und ihrer Festnahme ist sie unter Auflagen auf freien Fuss gesetzt worden.
Schon unmittelbar nach dem Einsatz der Feuerwehr bestand der Verdacht auf ein Delikt, wie die Stadtpolizei in ihrer schrieb. Um welche Art einer Straftat es geht – infrage kommen etwa Brandstiftung oder fahrlässiges Verursachen einer Feuersbrunst –, gibt die Staatsanwaltschaft laut «Tages-Anzeiger» nicht bekannt. Auch die Brandursache ist noch nicht abschliessend geklärt.
Der Betreiber der Kita zeigt sich betroffen und sagt, dass der Brand für manche seiner Angestellten ein traumatisches Erlebnis sei und sein Unternehmen ihnen psychologische Hilfe anbiete.
Die Angestellte, gegen die die Staatsanwaltschaft ermittelt, ist von ihrer Arbeit freigestellt, sagt der Chef der Kita. Dies auch, weil Eltern Bedenken geäussert hätten, ihr Kind erneut von ihr betreuen zu lassen.
Die Kinderkrippe wird während Monaten nicht in ihre Räume zurückkehren können. Um Russ und Geruch zu beseitigen, müssen die Räumlichkeiten in den Stand des Rohbaus zurückgebaut werden.