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Ein Airbus A330 musste über zwei Stunden über dem Arabischen Meer kreisen. (Archivbild)
KEYSTONE/CHRISTIAN MERZ
Für 231 Passagiere endete die Reise nach Zürich vorerst wieder in Mumbai. Nachdem an Bord eines Swiss-Airbus eine Fehleranzeige aufgetreten war, brach die Crew den Flug ab. Vor der sicheren Landung musste die Maschine zunächst rund 20 Tonnen Treibstoff verbrennen.
Ein Swiss-Flug von Mumbai nach Zürich musste in der Nacht auf Freitag abgebrochen werden. Flug LX155 startete um 21.34 Uhr Schweizer Zeit (MESZ) in Indien, landete nach 5 Stunden und 20 Minuten jedoch wieder am Ausgangsflughafen in Mumbai. Das zeigen Daten des Flugverfolgungsdienstes Flightradar24.com.
Zunächst verlief der Flug planmässig. Nach gut zwei Stunden drehten die Piloten jedoch kurz vor der Grenze zu Pakistan um. «Während des Flugs von Mumbai nach Zürich ist eine Fehleranzeige aufgetreten», erklärt Swiss-Mediensprecherin Nicole Meier, gegenüber dem «Tages Anzeiger». Betroffen gewesen sei das elektrische System, «das unter anderem Beleuchtung, Sitze, Toiletten und Bordunterhaltungssystem steuert». Ein Versuch, das System zurückzusetzen, sei erfolglos geblieben.
Die Maschine vom Typ Airbus A330 kehrte daraufhin nach Mumbai zurück. Vor der Landung musste das Flugzeug jedoch während 130 Minuten über dem Arabischen Meer Kreise fliegen. In insgesamt 15 Runden hielt es sich auf knapp 4000 Metern Höhe.
Der Grund dafür war das Gewicht der Maschine. «Wenn es mit dem ursprünglichen Gewicht gelandet wäre, hätte es das maximal zulässige Landegewicht überschritten», sagt Meier. Anders als gewisse andere Flugzeuge verfügt der Airbus A330 über kein System, um Treibstoff in der Luft abzulassen. Deshalb musste Kerosin durch das längere Kreisen verbrannt werden.
«Durch das Kreisen ist er um rund 20 Tonnen leichter geworden», erklärt Meier. Eine solche Massnahme werde nicht leichtfertig getroffen. «In diesem Fall hatte es für unsere Cockpitcrew oberste Priorität, eine problemlose Landung zu garantieren.» Die Maschine landete schliesslich um 4.55 Uhr MESZ sicher in Mumbai.
Für die 231 Fluggäste bedeutete der Zwischenfall eine lange Verzögerung. Die meisten Passagierinnen und Passagiere konnten laut Swiss noch am gleichen Tag oder in der Nacht auf alternative Verbindungen umgebucht werden. «Für etwa 20 Gäste mit komplexeren Buchungen oder besonderen Serviceleistungen haben wir individuelle Lösungen gesucht.»
Die Fluggesellschaft bedauert die entstandenen Unannehmlichkeiten. Die Sicherheit von Passagieren und Crew habe jedoch jederzeit oberste Priorität gehabt.