40 Mitarbeitende betroffenNähmaschinenhersteller Bernina schliesst letzte Schweizer Produktion
Lea Oetiker
8.2.2026
Bernina verlagert ihre letzte Schweizer Produktion nach Thailand.
sda
Der Nähmaschinenhersteller Bernina beendet die Produktion in der Schweiz und verlegt die Montage nach Thailand. Grund dafür sind unter anderem die US-Zölle. Aktuell läuft dazu jedoch noch ein Konsultationsverfahren.
Der Nähmaschinenhersteller Bernina verlagert die letzte Produktion in der Schweiz nach Thailand, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Bernina hatte am 11. Januar ein Konsultationsverfahren gestartet, das offiziell noch bis zum 18. Februar läuft.
Doch die Worte des Geschäftsführers lassen kaum Hoffnung aufkommen. Er sei überhaupt nicht glücklich, diesen Entscheid vertreten zu müssen, sagt Bernina-Geschäftsführer Kai Hillebrandt zum «Tages-Anzeiger». Er sprach zudem von einem schweren, aber notwendigen Schritt, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern.
Von der Entscheidung sind bis zu 40 Mitarbeitende betroffen. Bernina plant Sozialpläne und weitere Unterstützung für die betroffenen Angestellten.
Hintergrund der Verlagerung sind wirtschaftliche Belastungen durch die US-Zölle, die der frühere Präsident Donald Trump 2025 wieder eingeführt hatte. Bernina erzielt rund drei Viertel seines Umsatzes in den USA, was das Unternehmen besonders hart trifft. Hinzu kommt der starke Franken, der den Export zusätzlich erschwert.
Durch die Produktionsverlagerung erhofft sich die Bernina Textilgruppe Einsparungen in zweistelliger Millionenhöhe. Am Standort Steckborn verbleiben künftig der Prototypenbau sowie das Logistikzentrum für Zubehör und Ersatzteile. Weltweit beschäftigt Bernina derzeit 1246 Personen, davon 334 in der Schweiz.