RechtsschutzNationalrat will nichts wissen von Sammelklagen in der Schweiz
SDA
17.3.2025 - 18:28
Die Stiftung Konsumentenschutz Schweiz fordert seit Langem die Möglichkeit von Sammelklagen und reichte 2017 beim Zürcher Handelsgericht 6000 Schadenersatzklagen gegen VW und Amag im sogenannten Abgasskandal ein. (Archivbild)
Keystone
Schweizerinnen und Schweizer sollen keine zivilrechtlichen Entschädigungen durch Sammelklagen einfordern können. Der Nationalrat ist auf eine vom Bundesrat ausgearbeitete Vorlage für neue Instrumente des kollektiven Rechtsschutzes nicht eingetreten.
Keystone-SDA
17.03.2025, 18:28
SDA
Die grosse Kammer folgte damit einem Antrag ihrer vorberatenden Kommission für Rechtsfragen (RK-N), die in der Vorlage die Gefahr einer «Amerikanisierung» des Schweizer Rechtssystems sieht. Mit 112 zu 74 Stimmen bei vier Enthaltungen beschloss der Nationalrat am Montag Nichteintreten.
Das Parlament hatte dem Bundesrat den Auftrag gegeben, Vorschläge zum kollektiven Rechtsschutz auszuarbeiten. Der Bundesrat stellte diese bereits Ende 2021 vor, doch befasste sich anschliessend die RK-N ausführlich mit den Vorschlägen.
Beschliesst auch der Ständerat, nicht auf die Vorlage einzutreten, ist diese gescheitert. Tritt die kleine Kammer darauf ein, kommt sie zurück in den Nationalrat.
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