BAG meldet 85 Neuinfektionen — Erneut starker Corona-Ausbruch in Israel 

Agenturen/red

12.7.2020 - 17:50

In der Schweiz wurden am Samstag 85 neue Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Nachdem die Fallzahl diese Woche drei Mal über der Hundertmarke lag, ist sie nun wieder in den zweistelligen Bereich gesunken. Am Samstag waren 108 neue bestätigte Fälle gemeldet worden, am Freitag 104, am Mittwoch 129. Insgesamt gab es bisher 32'883 laborbestätigte Covid-19-Fälle, wie das BAG am Sonntag mitteilte. Bisher starben gemäss den Angaben 1'686 Menschen, die positiv auf Covid-19 getestet worden waren. Bisher starben gemäss den Angaben 1'686 Menschen, die positiv auf Covid-19 getestet worden waren.

In den USA hat die Zahl der täglich registrierten Corona-Neuinfektionen einen neuen Höchststand erreicht. Binnen 24 Stunden wurden nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität vom Samstagabend (Ortszeit) 66'528 Ansteckungsfälle verzeichnet. Die Zahl der Corona-Toten stieg demnach um 760 auf 134'729. Insgesamt infizierten sich nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität inzwischen 3,24 Millionen Menschen in den USA mit dem neuartigen Coronavirus.

In den vergangenen Monaten hat US-Präsident Donald Trump die Coronavirus-Krise oft heruntergespielt. Einen Mund- und Nasenschutz zu tragen, stellte er als Schwäche dar. Nun zeigt er sich aber doch mit Maske. Beim Besuch eines Militärkrankenhauses bei Washington trug er eine Coronavirus-Schutzmaske. Bei dem öffentlichen Auftritt traf er verletzte Militärangehörige und Krankenhauspersonal, das sich um Covid-19-Patienten kümmert. «Besonders wenn man im Krankenhaus ist, ... denke ich, ist es eine großartige Sache, eine Maske zu tragen», sagte Trump vor seinem Besuch an Reporter gewandt im Weißen Haus.

In Israel haben am Samstagabend tausende Menschen gegen den Umgang der Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit der Corona-Pandemie demonstriert. Auf dem zentralen Rabin-Platz in Tel Aviv versammelten sich zahlreiche Menschen, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Einige hielten Transparente mit Slogans wie «Lasst uns atmen». Die meisten Teilnehmer trugen Masken, zumeist wurde aber nicht der empfohlene Abstand von zwei Metern eingehalten. Dabei verzeichnet Israel aktuell wieder einen starken Anstieg der Corona-Infektionen. Das Gesundheitsministerium meldete am Sonntag 18'940 aktive Corona-Fälle. Damit gab es in Israel seit längerer Zeit wieder mehr aktiv Infizierte als Genesene.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Israel verzeichnet mehr aktiv Corona-Infizierte als Genesene.
  • Corona trifft Indien immer härter: Seit beginn der Pandemie wurden knapp 850'000 Fälle registriert.
  • In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) innerhalb eines Tages 85 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden.
  • In Tel Aviv haben erneut mehrere tausend Menschen gegen die Politik der israelischen Regierung in der Coronakrise protestiert.
  • Corona-Neuinfektionen in den USA erreichen Rekordniveau.

18.00 Uhr: Wir beenden unseren heutigen Live-Ticker

17.23 Uhr: Corona-Test am Flughafen für Reisende aus Risikogebiet in Frankreich

Frankreich will Reisende aus Risikogebieten künftig am Flughafen auf Corona testen. Die Massnahme werde in den kommenden Tagen umgesetzt, kündigte Regierungssprecher Gabriel Attal am Sonntag an. Diejenigen, die bereits einen Corona-Test gemacht haben, müssten einen Nachweis darüber erbringen können, so Attal. Dann sei kein erneuerter Test in Frankreich notwendig. Gesundheitsminister Olivier Véran hatte Ende vergangener Woche noch von einer freiwilligen Massnahme gesprochen.

16.38 Uhr: Irans Führer fordert Einhaltung der Corona-Regeln

Wegen des dramatischen Anstiegs der Zahl der Corona-Toten im Iran hat der oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei zur Einhaltung der Corona-Regeln aufgerufen. «Manche (Iraner) sind nicht mal bereit, etwas so Einfaches wie das Tragen einer Schutzmaske zu befolgen», sagte Chamenei am Sonntag im Staatsfernsehen.

Alleine der Ärzte und Krankenschwester wegen, die seit Monaten am Limit arbeiteten und für die Infizierten sogar ihr Leben aufs Spiel setzten, sollten die Menschen die Vorschriften respektieren und befolgen. «Es ist doch traurig und herzzerreissend, wenn man jeden Tag im Fernsehen von 180, 200 oder gar 220 Corona-Toten hört», sagte der iranische Führer, der laut Verfassung in allen strategischen Belangen das letzte Wort hat.

15.38 Uhr: Erneuter Corona-Ausbruch in Israel

Israel bekommt einen neuerlichen Ausbruch des Coronavirus bislang nicht in den Griff. Das Gesundheitsministerium verzeichnete am Sonntag 18'940 aktive Corona-Fälle. Damit gab es in Israel seit längerer Zeit wieder mehr aktiv Infizierte als Genesene. Am Vortag waren 1'148 neue Fälle gemeldet worden. Am Freitag hatte das Ministerium mit 1'464 Fällen einen Rekordwert verzeichnet. Nach einem ersten Ausbruch waren in Israel im Mai kaum neue Fälle gemeldet worden. Seit Ende Mai steigt die Zahl der täglich registrierten Ansteckungen aber wieder deutlich.

Israel steckt in einer zweiten Corona-Welle. (Archivbild)
Bild: Keystone/AP/Ariel Schalit

14.55 Uhr: Bollywood-Superstar Aishwarya Rai laut Behörden positiv auf Coronavirus getestet

Nach ihrem Schwiegervater Amitabh Bachchan sind nun auch Bollywood-Superstar Aishwarya Rai und ihre achtjährige Tochter positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Ein Beamter der Stadt Mumbai bestätigte AFP die Testergebnisse am Sonntag, nachdem Rais 77-jähriger Schwiegervater und Bollywood-Star Amitabh Bachchan am Vortag wegen einer Corona-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert worden war. Nach Angaben von Rais ebenfalls infiziertem Ehemann Abhishek Bachchan sind ihre Krankheitsverläufe aber leicht.

13.15 Uhr: Corona-Rekord in Indien: Mehr als 28'000 Neuinfektionen

Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in Indien hat einen Höchststand erreicht. Binnen 24 Stunden seien 28'637 neue Ansteckungen gezählt worden, hiess es am Sonntag in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums. Insgesamt wurden in dem Land seit Beginn der Pandemie demnach knapp 850'000 Fälle registriert, rund 22'700 Menschen starben mit oder an dem Erreger Sars-CoV-2. Positiv sei, dass inzwischen fast 63 Prozent der Betroffenen die Erkrankung überstanden hätten.

12.22 Uhr: 85 Neuansteckungen in der Schweiz

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) innerhalb eines Tages 85 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden.

Am Samstag waren 108 neue bestätigte Fälle gemeldet worden, am Freitag 104, am Donnerstag 88, am Mittwoch 129, am Dienstag 54 und am Montag 47. Insgesamt gab es bisher 32'883 laborbestätigte Covid-19-Fälle, wie das BAG am Sonntag mitteilte.

Bisher starben gemäss den Angaben 1'686 Menschen, die positiv auf Covid-19 getestet worden waren. Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner gerechnet entspricht das 19,6 Opfern. Das BAG bezieht sich auf die Meldungen, die die Laboratorien sowie Ärztinnen und Ärzte im Rahmen der Meldepflicht bis am Sonntagmorgen übermittelt hatten.

Insgesamt mussten seit Beginn der Pandemie 4'088 Personen hospitalisiert werden, im Vergleich zum Vortag sind das vier mehr.

In der Schweiz haben sich innert 24 Stunden 85 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. (Symbolbild)
Bild: dpa-Zentralbild

11.01 Uhr: «Disney World»-Park trotz Corona-Krise wieder geöffnet

Trotz steigender Coronavirus-Fallzahlen in Florida hat der Freizeitpark «Walt Disney World» seine Türen wieder für Besucher geöffnet. «Der Magic Kingdom-Park und der Disney's Animal Kingdom-Park sind jetzt geöffnet», hiess es am Samstag auf der Website des Freizeitparks nahe der Stadt Orlando. Am Eingang werde die Körpertemperatur gemessen und Abstands- und Hygieneregeln müssten eingehalten werden. «Es wird anders sein als beim letzten Mal, als du uns besucht hast. Aber gemeinsam können wir neue Wege finden, magische Momente zu schaffen - und kostbare Erinnerungen.» Medienberichten zufolge kamen zur Eröffnung Tausende Besucher.

Willkommen mit Schutzmaske: Tigger begrüsst Gäste bei der Wiedereröffnung des Magic Kingdom in Walt Disney World in Lake Buena Vista, Florida.
Bild: Keystone/AP/Joe Burbank

10.20 Uhr: Deutschland steuert auf die Marke von 200'000 Corona-Infizierten zu

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Sonntag mit 198'804 angegeben - ein Plus von 248 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 199'818 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte 9'063 Todesfälle und damit drei mehr als am Vortag. Die JHU zählte 9'071 Tote.

9.10 Uhr: Israelis demonstrieren gegen Corona-Politik

Tausende von Israelis haben am Samstagabend in Tel Aviv gegen die Finanzpolitik der Regierung von Benjamin Netanjahu in der Corona-Krise demonstriert. Mehr als 10'000 Menschen nahmen an einer Grosskundgebung auf dem zentralen Rabin-Platz teil.

Anschliessend marschierten einige der Teilnehmer durch angrenzende Strassen. Es kam zu gewaltsamen Konfrontationen mit der Polizei. Zwölf Demonstranten seien festgenommen worden, teilte ein Polizeisprecher am Sonntag mit. Sie hätten unter anderem zentrale Strassen in Tel Aviv blockiert.

Proteste gegen Corona-Massnahmen: Selbstständige Geschäftsleute richten sich auf dem Rabin-Platz in Tel Aviv gegen die von der Regierung verabschiedeten Restriktionen.
Bild: Keystone/EPA/Abir Sultan 

8.31 Uhr: Sinkende Zahl der Corona-Antikörper dämpft Hoffnung auf Impfstoff

Neue Untersuchungen von genesenen Covid-19-Patienten dämpfen die Hoffnung auf eine lang anhaltende Immunität und damit auch auf eine lange Wirksamkeit einer möglichen Impfung. Bluttests der ersten Corona-Patienten in Deutschland, die Ende Januar in der München Klinik Schwabing behandelt wurden, zeigten ein deutliches Absinken der Anzahl von sogenannten neutralisierenden Antikörpern im Blut, berichtete Clemens Wendtner, Chefarzt der dortigen Klinik für Infektiologie.

6.47 Uhr: Österreich stellt Bedingungen für das EU-Corona-Hilfspaket

Im Ringen um eine Einigung über ein EU-Milliardenhilfspaket in der Coronavirus-Krise hat der österreichische Kanzler Sebastian Kurz Bedingungen für seine Zustimmung gestellt. «Wenn wir schon sehr viel staatliches Geld in die Hand nehmen, dann sollte es zumindest in die richtigen Bereiche fliessen.»

Dies sagte Kurz der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». «Allen voran in mehr Forschung und Entwicklung für eine gute digitale Infrastruktur, auch in den technologischen Wandel, der für einen besseren Klimaschutz nötig ist», erklärte er.



6.05 Uhr: Coronavirus - Schweiz: AHV-Kassenwart gibt Entwarnung bei den Verlusten durch die Coronavirus-Krise

Der Kassenwart der AHV-Gelder, Manuel Leuthold, hat Entwarnung bei den Verlusten durch die Coronavirus-Krise gegeben. «Per Ende Juni sind wir noch zwischen 1,5 und 2 Prozent im Minus», sagte der Kapitalanlagemanager der wichtigsten Sozialwerke der «SonntagsZeitung».

Dies entspreche zwar einem Verlust von 500 bis 750 Millionen Franken. «Der Einfluss auf das Gesamtvermögen der Fonds ist somit klein», erklärte er aber. Bereits Ende Februar, als die Kursschwankungen an den Börsen zugenommen hatten, hätten die Sozialwerke AHV, IV und Erwerbsersatzordnung EO (Compenswiss) reagiert und die Aktienquoten reduziert. «So waren wir besser auf den Crash vorbereitet, zu dem es dann Mitte März kam», hob Leuthold hervor. Dass sich die Kurse so schnell wieder erholen würden, sei aber überraschend gekommen.



5.30 Uhr: Nun doch: Trump tritt mit Schutzmaske auf

US-Präsident Donald Trump lehnt Masken in der Coronavirus-Krise für sich selber eigentlich ab – nun hat er bei einem Besuch in einem Militärspital einen Mund-Nasen-Schutz getragen. Dies war auf Fernsehbildern zu sehen.

Trump trug demnach am Freitagabend (Ortszeit) im Walter-Reed-Krankenhaus in Bethesda bei Washington eine blaue Schutzmaske mit dem Siegel des Präsidenten. Nach Angaben des Weissen Hauses wollte Trump in dem Spital verwundete Soldaten und deren Angehörige treffen. Er wollte zudem mit medizinischem Personal zusammenkommen, dass sich in der Coronavirus-Krise um Erkrankte kümmert.

US-Präsident Donald Trump ist am Freitag (Ortszeit) wieder mit einer Schutzmaske aufgetreten – obwohl er das eigentlich nicht gerne macht.
Bild: Keystone/AP/Patrick Semansky

5.00 Uhr: Rekord an Neuinfektionen in den USA

Die USA verzeichnen die meisten Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie an einem Tag. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität (JHU) vom Samstag lag die Zahl der am Vortag registrierten Neuansteckungen bei 66'627.

Erst am Donnerstag war die Zahl auf einen Rekordwert von 63'247 gestiegen. Die Zahl der Neuansteckungen in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, hat seit Mitte Juni im Zuge der Lockerung der Corona-Auflagen deutlich zugenommen. Seit Beginn der Pandemie haben die Forscher der JHU insgesamt mehr als 3,2 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Mehr als 134'000 Menschen starben. Die Zahl der täglich verzeichneten Toten liegt zwar weiterhin niedriger als zum Höhepunkt der Krise, hat aber wieder zugenommen. Am Freitag registrierte die JHU-Statistik 802 Tote.

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