Mehrheit für Maskenpflicht in öffentlichen Gebäuden

SDA

25.9.2020 - 09:02

Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung wünscht sich einheitliche Regeln für die ganze Schweiz – das zeigt eine neue Studie. Eine Impfung wird es dagegen schwer haben.

Die Mitte September im Auftrag des «Migros-Magazin» durchgeführte Studie ist am Freitag veröffentlicht worden. Demnach befürworten 68 Prozent der 1'031 repräsentativ befragten Personen eine Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Räumen. 67 Prozent sind verwirrt über die unterschiedlichen Bestimmungen von Kanton zu Kanton – sie wünschen sich schweizweit gültige Regeln.

Auffällig ist der hohe Anteil an Impfskeptikern. Lediglich 41 Prozent gaben an, sich impfen zu lassen, sobald das Bundesamt für Gesundheit einen Impfstoff freigibt.

Jeder Fünfte findet, Behörden hätten überreagiert

Nur jeder und jede Zweite hat Vertrauen in die Behörden, dass diese in der Coronakrise richtig und mit Augenmass handeln. 20 Prozent sind der Ansicht, dass die Behörden überreagiert haben, wobei dies namentlich Männer finden. 28 Prozent gaben an, die demokratischen Rechte seien in Gefahr. Nur jeder Fünfte ist zuversichtlich, dass die Krise bald ausgestanden ist.

Angst vor einer Ansteckung und ihren Folgen haben 37 Prozent der Befragten. In der Westschweiz und im Tessin ist diese Angst deutlich ausgeprägter als in der Deutschschweiz. Frauen haben diesbezüglich grössere Ängste als Männer, Städter mehr als Menschen, die auf dem Land wohnen.

28 Prozent sind von den wirtschaftlichen Folgen der Krise betroffen oder haben entsprechende Ängste, wobei auch hier die lateinische Schweiz durch ein höheres Sorgenpotenzial auffällt. 36 Prozent haben die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, insbesondere mit hoher Bildung.

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