«Frische Kräfte für Abwehrschlacht» Sanija Ameti und Stefan Manser-Egli geben Co-Präsidium von Operation Libero ab

SDA/Helene Laube

20.11.2025 - 05:15

Sanija Ameti (r.) und Stefan Manser-Egli geben das Co-Präsidium der überparteilichen Gewegung Operation Libero ab. (Archivbild)
Sanija Ameti (r.) und Stefan Manser-Egli geben das Co-Präsidium der überparteilichen Gewegung Operation Libero ab. (Archivbild)
Bild: Keystone/Christian Beutler

Die Bewegung Operation Libero muss sich ein neues Präsidium suchen. Sanija Ameti und Stefan Manser-Egli geben das Co-Präsidium ab. Das gaben die beiden in einem Interview bekannt.

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  • Sanija Ameti und Stefan Manser-Egli geben das Co-Präsidium der Operation Libero ab.
  • Das haben die beiden in einem Interview angekündigt.
  • Die Suche nach der geeigneten Nachfolge für das Co-Präsidium läuft offenbar bereits.
  • Sie hätten sich für den gemeinsamen Rücktritt entschieden, «weil die Ausgangslage für eine Stabsübergabe perfekt ist».
  • In den Jahren 2026, 2027 und 2028 stünden mehrere Volksabstimmungen in Themenbereichen an, für die Operation Libero brenne.

Sanija Ameti und Stefan Manser-Egli haben im Interview mit dem Onlinemagazin «Republik» ihren Rücktritt von der Spitze der Operation Libero angekündigt. Die Suche nach der geeigneten Nachfolge für das Co-Präsidium laufe ab sofort. «Operation Libero braucht ein Co-Präsidium, das mit voller Power bei der Sache ist, um das kommende Super-Abstimmungsjahr in Angriff zu nehmen», so Manser-Egli. Ameti sagte: «Für die mehrjährige Abwehr­schlacht, die uns die SVP beschert, braucht es frische Kräfte», sagte Ameti.

Im Frühling werde Manser-Egli sechs Jahre Co-Präsident gewesen sein, Ameti fast fünf Jahre. «Das ist eine lange Zeit. Es ist eine sehr bereichernde, spannende Aufgabe, aber man braucht es auch nicht schönzureden: Diese ehrenamtliche Arbeit ist enorm kräftezehrend», so Ameti. «Deshalb wollen wir uns nun gerne als einfache Vorstandsmitglieder ins zweite Glied zurückziehen.»

Sie hätten sich für den gemeinsamen Rücktritt entschieden, «weil die Ausgangslage für eine Stabsübergabe perfekt ist». In den Jahren 2026, 2027 und 2028 stünden mehrere Volksabstimmungen in Themenbereichen an, für die Operation Libero brenne. «Gelingt es uns, neue Dynamik zu entfachen, kann unsere Bewegung eine entscheidende Rolle einnehmen und mithelfen, die radikalen Angriffe auf die liberale Demokratie abzuwehren.»

Neue Prioritäten

Laut Ameti stimmt der Zeitpunkt auch deshalb, weil Operation Libero das Jahr 2025 mit dem besten finanziellen Ergebnis der letzten fünf Jahre abschliessen werde. «Mit Spenden und Mitgliederbeiträgen haben wir etwas mehr als eine Dreiviertelmillion eingenommen. Wir würden die Verantwortung nicht abtreten, hinterliessen wir nicht eine gut gefüllte Kasse.»

Der 33-jährige Manser-Egli sagte zudem, ihre Prioritäten hätten sich verändert. «Während meiner Präsidentschaft bin ich zweimal Vater geworden, zudem lebe ich zurzeit für einen Forschungsaufenthalt in Amsterdam», so Manser-Egli. Und die gleichaltrige Ameti sagte, sie schliesse demnächst ihre Dissertation ab und wolle sich in nächster Zeit auf ihre Karriere als Juristin konzentrieren.

Die ehemalige GLP-Politikerin Ameti war im September 2024 in die Kritik geraten, als sie auf ein Bild von Jesus und Maria schoss. Die Zürcher Staatsanwaltschaft erhob Anklage wegen Störung der Glaubensfreiheit. Der Prozess findet Ende Januar 2026 statt.

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