Swiss kündigt Entlassungen von Impf-Unwilligen an +++ In Mallorcas Discos darf wieder getanzt werden 

Agenturen/dor

27.9.2021

Agenturen/dor

27.9.2021

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 3096 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Eine Woche davor waren es 4032.

Gleichzeitig registrierte das BAG 11 neue Todesfälle und 49 Spitaleintritte. Am Montag vor einer Woche waren es 15 neue Todesfälle und 102 Spitaleintritte.

Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 353,02 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 0,86.

Weniger Infektionen in Kantonen mit hoher Impfquote

Wo viele Menschen gegen Covid-19 geimpft sind, gibt es weniger Neuinfektionen. Das zeigten Zahlen aus allen Kantonen, schreibt der «Tages-Anzeiger». Der Verlauf der Pandemie hänge aber nicht nur von der Impfquote ab, sondern auch von der Bevölkerungsdichte, den Pendlerzahlen oder davon, wie viel getestet werde, heisst es weiter.

Swiss kündigt Entlassungen von Impf-Unwilligen an

Die Fluggesellschaft Swiss warnt ungeimpfte Mitarbeitende vor einer Kündigung. Die Fluggesellschaft spricht voraussichtlich ab Ende Januar 2022 Kündigungen aus für Mitarbeitende, die sich gegen das Coronavirus nicht impfen lassen wollen, wie sie angibt.

Cockpit- und Kabinenangestellte, die mehr Zeit für die Entscheidung benötigten, könnten vorerst für rund sechs Monate ihre Arbeit niederlegen und innerhalb dieser Zeit wieder zurückkehren, sofern sie vollständig geimpft sind, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Wer sich allerdings partout nicht impfen lassen möchte, wird entlassen.


Die Ereignisse des Tages in der Übersicht:

Das Wichtigste im Überblick

  • Die Fluggesellschaft Swiss warnt ungeimpfte Mitarbeitende vor einer Kündigung.
  • Der Ständerat will ab dem 2. Oktober eine Zertifikatspflicht im Bundeshaus einführen.
  • Das BAG meldet 3096 Neuansteckungen und 11 neue Todesfälle innert 3 Tagen.
  • Bundespräsident Guy Parmelin und Gesundheitsminister Alain Berset haben heute in Bern vor den Medien die Argumente des Parlaments und der Regierung für das Covid-19-Gesetz dargelegt.
  • Auch Economiesuisse spricht sich fürs Covid-Gesetz aus.
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  • 21.19 Uhr
    «Pop-up»-Impfangebote im Kanton Waadt

    Waadtländerinnen und Waadtländer können sich in drei Impfzentren in in Aigle, Aubon und Orbe ohne vorherige Terminvereinbarung impfen lassen. Personen über 16 Jahren, die in den vergangenen vier Wochen nicht positiv auf das Coronavirus getestet wurden, können anmeldefrei einen Termin für die erste Impfung wahrnehmen. Vor Ort kann ein Termin für die zweite Impfung vereinbart werden.

  • 19.47 Uhr
    Swiss kündigt Entlassungen von Impf-Unwilligen an

    Die Fluggesellschaft Swiss warnt gegen das Coronavirus ungeimpfte Mitarbeitende vor einer Kündigung. Die Fluggesellschaft spricht voraussichtlich ab Ende Januar 2022 Kündigungen aus für Mitarbeitende, die sich gegen Covid-19 nicht impfen lassen wollen, wie sie angibt.

    Cockpit- und Kabinenangestellte, die mehr Zeit für die Entscheidung benötigten, könnten vorerst für rund sechs Monate ihre Arbeit niederlegen und innerhalb dieser Zeit wieder zurückkehren, sofern sie vollständig geimpft sind, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Wer sich allerdings partout nicht impfen lassen möchte, wird entlassen.

    Können Mitarbeitende medizinische Gründe vorweisen, warum sie sich nicht impfen lassen können, werden laut dem Sprecher aber individuelle Lösungen gesucht, hiess es weiter.

    Impfung oder Entlassung: Den Swiss-Angestellten bläst bald ein schärferer Wind ins Gesicht.
    Bild: Keystone
  • 19.42 Uhr
    In Mallorcas Discos darf wieder getanzt werden

    Die Balearen kehren langsam aber sicher zur Normalität zurück. Es darf jetzt auch wieder getanzt werden. Ein paar Einschränkungen aber gibt es noch.

    Erstmals seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie vor eineinhalb Jahren dürfen Clubs, Discos und Nachtlokale auf Mallorca und den anderen Baleareninseln ab dem 8. Oktober wieder ihre Tanzflächen öffnen. Das kündigte der regionale Tourismusminister Iago Negueruela angesichts niedriger Corona-Zahlen an.

    «Die Balearen kehren praktisch zur Normalität zurück», sagte er. So ganz normal wird es aber dann doch noch nicht zugehen, denn wer tanzen will, muss dabei eine Maske tragen. Wer nicht tanzt, sondern am Getränk nippt, muss sitzen. Um 05.00 Uhr morgens ist Schluss.

    Bars und Kneipen durften zwar auch während der Pandemie unter wechselnden Auflagen Kunden bedienen, die Tanzflächen waren jedoch tabu. Die Justiz muss den Plänen der Politiker noch zustimmen. Diese sehen vor, dass beim Einlass per Covid-Pass nachgewiesen werden muss, dass man geimpft, genesen oder getestet ist. Voraussichtlich werden die Lokale auch nur 75 Prozent ihrer eigentlich zulässigen Gästezahl einlassen dürfen.

    Nachtleben in Magaluf.
    Bild:  dpa
  • 19.13 Uhr
    Kürzere Quarantäne in Thailand für Geimpfte

    Noch sind die Strände in Thailand wegen strenger Corona-Vorschriften leer. Doch bald könnten wieder mehr Touristen in das Urlaubsland reisen.

    Vollständig Geimpfte müssen bei der Einreise nach Thailand ab dem 1. Oktober nur noch sieben statt wie bisher 14 Tage in Hotel-Quarantäne. Für nicht-geimpfte Besucher gilt eine zehntägige Quarantänepflicht.

    Die neuen Regeln sind Teil der Lockdown-Lockerungen, die die Regierung in Bangkok am Montag bekanntgegeben hat. Die Corona-Zahlen in dem südostasiatischen Urlaubsland sind zuletzt langsam aber stetig gesunken.

    Deshalb werden nun auch in den 29 sogenannten dunkelroten Zonen, die besonders von der jüngsten Corona-Welle betroffen waren und zu denen die Hauptstadt Bangkok und der beliebte Ort Pattaya gehören, die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen um eine Stunde verkürzt. Sie gelten ab Freitag von 22.00 bis 4.00 Uhr statt wie bisher ab 21.00 Uhr. Damit können auch Geschäfte, Einkaufszentren und Restaurants wieder länger öffnen. Zudem dürfen Schönheitssalons, Spas, Kinos und Fitnessstudios aufmachen.

    Wegen der strengen Quarantäne-Regeln waren die Strände in Thailand lange Zeit leer.
    Bild: dpa
  • 18.21 Uhr
    Biden bekommt Auffrischungsimpfung vor laufender Kamera

    Der US-Präsident gehört zu einer Altersgruppe, die einen Anspruch auf eine «Booster»-Impfung hat. Jetzt hat sich Joe Biden vor laufender Kamera impfen lassen.

    US-Präsident Joe Biden hat seine dritte Corona-Impfung bekommen. «Ich weiss, ich sehe nicht so aus, aber ich bin über 65 Jahre alt», scherzte der 78-Jährige am Montag im Weissen Haus, während er sich vor laufender Kamera impfen liess.

    Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte Corona-Auffrischungsimpfungen mit dem Mittel von Biontech/Pfizer für ältere Menschen und Risikogruppen in der vergangenen Woche genehmigt. Die zweite Impfung muss mindestens sechs Monate her sein.

  • 18.08 Uhr
    EU-Arzneimittelbehörde prüft dritte Dosis von Moderna-Impfstoff

    Die europäische Arzneimittelagentur EMA prüft einen Antrag des Impfherstellers Moderna auf Zulassung einer dritten Dosis. Die vorgelegten Daten sollten nach einem beschleunigten Verfahren bewertet werden, teilte die EMA am Montag in Amsterdam mit. Der sogenannte Booster könnte Menschen ab zwölf Jahren mindestens sechs Monate nach der zweiten Impfdosis gespritzt werden, um den Schutz vor einer Corona-Infektion zu erhöhen. Bisher werden diese Booster in einigen Ländern bereits Menschen mit einem geschwächten Immunsystem angeboten.

    Die EMA erklärte erneut, dass im Prinzip eine dritte Impfdosis als Schutz vor einer Infektion nicht notwendig sei. Die Entscheidung, ob zusätzliche Impfdosen angeboten werden sollen, würde auch nicht die EMA treffen, sondern sei Sache der EU-Mitgliedsstaaten.

  • 18.01 Uhr
    Ständerat will Zertifikatspflicht – aber erst nach Ende der Session

    Der Ständerat will ab dem 2. Oktober eine Zertifikatspflicht im Bundeshaus einführen. Wer kein Zertifikat hat, darf auch zur Maske greifen.

    Eine Zertifikatspflicht im Bundeshaus – das forderten Parteipräsidenten schon vor der Herbstsession. Zuvor hat der Bundesrat beide Kammern explizit von der Zertifikatspflicht ausgenommen, um die Verwirklichung der politischen Rechte nicht einzuschränken, wie er den Entscheid Mitte August begründete.

    Der Entscheid sorgte für Unverständnis: Warum gilt die Regel nicht für die Personen, die dafür selbst die gesetzliche Grundlage geschaffen haben. Auch im Ständerat war man mit der Kritik konfrontiert. So sagte zum Beispiel auch Hans Stöckli (SP/BE): «Ich war selten so oft mit diesem Vorwurf behelligt worden wie jetzt im Rahmen des Beginns der Herbstsession». Thomas Hefti (FDP/GL) sprach von einem «medialen Gewitter», das über dem Parlament ausbrach.

    Die Debatte am Montag im Ständerat war Resultat dieser Kritik. Die staatspolitische Kommission erarbeitete eine gesetzliche Grundlage für die Einführung der Zertifikatspflicht im Bundeshaus – ab dem 2. Oktober. Die Session ist jedoch bereits am 1. Oktober zu Ende.

    «Eine Zertifikatspflicht im Bundeshaus ist keine Selbstverständlichkeit», sagt FDP-Ständerat Andrea Caroni während der Debatte.
    Bild: Keystone
  • 16.20 Uhr
    Bundesrat: Kein Kommentar zu Maurers Trychler-Auftritt 

    Am Montag musste der Bundesrat Stellung nehmen zu Aussagen von Regierungsmitglied Ueli Maurer zur Corona-Krise. SP-Exponenten wollten etwa wissen, ob dieser das Kollegialitätsprinzip verletzt habe. Die Antwort des Bundesrats: kein Kommentar.

    In insgesamt neun Fragen wollten Nadine Masshardt (BE), Samira Marti (BL) und Roger Nordmann (VD) wissen, ob der Gesamtbundesrat die von Bundesrat Ueli Maurer an einer SVP-Veranstaltung gemachten Äusserungen teile.

    Nach ihrem Verständnis hatte Maurer in der Rede am 12. September in Wald ZH etwa gesagt, dass es keine globale Pandemie gebe, sondern dass die Schweiz stattdessen in einer Führungskrise stecke; dass der Bundesrat «Gott spiele»; dass die verfassungsmässigen politischen Rechte und das Parlament als oberste Gewalt des Landes ausgesetzt worden seien und dass die Schweiz sich aktuell nicht mehr auf die Grundrechte besinne.

    Bundesrat Ueli Maurer, rechts, schreitet zur der Medienkonferenz ueber die Ergebnisse der Vorlagen der Eidgenoessischen Abstimmung aus der Sicht des Bundesrats, am Sonntag, 26. September 2021 in Bern. Das Schweizer Volk lehnte die Volksinitiative 99%-Initiative
    Bundesrat Ueli Maurer am 26. September 2021 in Bern. 
    KEYSTONE

    Im Namen des Gesamtbundesrats sagte Bundespräsident Guy Parmelin zu all den Fragen kurz und knapp, dass die Beratungen des Bundesrats geheim seien, dass der Bundesrat Äusserungen von Regierungsmitgliedern nie kommentiere und dass er deswegen auch jetzt nichts dazu sage.

    Nordmann hakte nach und fragte, ob sich in einer «so schlimmen Krise» nicht alle ans Kollegialitätsprinzip halten sollten, statt die Politik des Bundesrats zu sabotieren. «Wir kommentieren einzelne Aussagen oder mögliche Aussagen von Bundesräten nie», wiederholte Parmelin. Alles, was intern diskutiert werde, bleibe vertraulich.

    Auch Masshardt stellte sich noch ans Rednerpult, um nachzufragen, ob denn der Bundesrat die von den SP-Vertretern so verstandene Aussage Maurers unterstütze, dass das Land von Experten statt vom Bundesrat regiert werde. Parmelins kurze Antwort: Gemäss Verfassung sei der Bundesrat das regierende Gremium – «und die Verfassung ist nach unserem Wissen weiterhin in Kraft».

  • 15.54 Uhr
    Rechter US-Cartoonist infiziert – nun nimmt er Ivermectin

    Mit dem Einzug von Donald Trump ins Weisse Haus im Jahr 2017 begann auch der Stern von Ben Garrison aufzugehen: Der Cartoonist zeichnet, was die Klientel von Make America Great Again denkt. Ihm werden regelmässig Sexismus, Rassismus und Antisemitismus vorgeworfen.

    Auch mit Blick auf die Pandemie hat Garrison nie ein Blatt vor den Stift, pardon, den Mund genommen – inklusive der Mär, dass Bill Gates durch die Impfung die ganze Welt überwachen will, weil das mit Handy heute ja nicht ohnehin schon möglich ist.

    Ben Garrison

    Nun wird berichtet, dass der Zeichner, der wegen Tweets über den Sturm aufs Kapitol am 6. Januar bei Twitter gesperrt ist, sich selbst mit mit Coronavirus infiziert hat.

    «Ja, ich habe definitiv Covid und wir haben alle Symptome», bestätigt der rechte Künstler auf Nachfrage von «Gizmodo». «Meine Frau und ich waren mit einem Pärchen Essen und am nächsten Tag waren wir alle vier krank.»

    Bei der Wahl seiner Medikation bleibt Garrison jetzt ganz auf Trump-Linie. «Wir nehmen Ivermectin und verschiedene Vitamine inklusive einer Menge Zink.» Das Wurmmittel für Pferde wurde nicht nur vom Zeichner ins Bild gesetzt, sondern hat in diesem Jahr auch schon 1440 Amerikaner vergiftet. Am Sonntag waren sogar zwei Personen in New Mexiko an Ivermectin gestorben.

    Ben Garrison

    Dass es dem Mann und seiner Frau immer noch nicht besser geht, erklärt Garrison mit ihrem Alter jenseits der 60. Von der Impfung will der Skeptiker noch immer nichts wissen. «Das ist eine Gen-Therapie», behauptet er. «15'000 Menschen sind bereits an der Impfung gestorben und Hunderttausende haben ernsthafte Nebenwirkungen. Die Mainstream-Medien werden das nicht erwähnen. Mit keinem Ton.»

    Dass Letzteres nicht stimmt, ist hiermit bewiesen. Dass Ivermectin nicht schützt, wird der Amerikaner wohl auch bald merken. Dass er noch den Impf-Schuss hört, kann dagegen trotz der Covid-Erkrankung wohl ausgeschlossen werden.

  • 15.20 Uhr
    Impf-Truck in Luzern

    Der Kanton Luzern hat seine dezentralen Impfangebote weiter ausgebaut. Ab Mittwoch nimmt ein Impf-Truck seinen Betrieb auf.

    Ab 9.30 Uhr können sich Impfwillige ab 12 Jahren, die im Kanton Luzern wohnhaft sind, ohne Voranmeldung gegen Covid-19 impfen lassen, wie die Staatskanzlei mitteilte.

    Erster Halt ist Dagmersellen. An welchen Tagen der Impf-Truck weitere Luzerner Gemeinden ansteuert, will das Gesundheitsdepartement am Mittwoch bekanntgeben.

  • 15 Uhr
    Massentests in Baselland verlängert

    Der Kanton Basel-Landschaft hat das Corona-Massentestprogramm «Breites Testen Baselland» bis Ende dieses Jahres verlängert. Der Kanton ist überzeugt, dass das Programm hilft, die Infektionszahlen in der aktuellen Pandemie-Lage zu kontrollieren.

    Bereits nach den Frühlingsferien und auch nach den Sommerferien konnte nachgewiesen werden, dass das breite Testen ein sehr gutes Mittel ist, die Infektionszahlen in den Schulen nach Schulferien in den Griff zu bekommen, wie das Covid-Management Basel-Landschaft mitteilte.

    Waehrend eines Corona PCR-Speichelpooltests in der Klasse 6D an der Kantonsschule Wiedikon erhalten Schuelerinnen und Schueler einen Testsatz, den ihnen Poolmanager Daniel Meier verteilt, fotografiert am Dienstag, 18. Mai 2021, in Zuerich. In der sechsten Klasse wird bis zu den Maturiaetspruefungen woechentlich ein Corona PCR-Speichelpooltest durchgefuehrt, um die Maturitaetspruefungen sicher durchfuehren zu koennen. Bei einem positiven Poolresultat finden die nachfolgenden Einzeltestungen an der Schule statt. Damit sich die Situation weiter beruhigen kann, hat sich die Kantonsschule Wiedikon entschieden, schrittweise repetitive Massentests durchzufuehren. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
    PCR-Speichelpooltests in einer Zürcher Kantonsschule.
    KEYSTONE

    Weitergeführt wird das breite Testen auch in Betrieben, Institutionen und Spitälern sowie in den Alters- und Pflegeheimen. Aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage sei davon auszugehen, dass bis Ende 2021 weiter breit getestet werde, so das Covid-Management. Voraussetzung sei, dass der Bund die Kosten weiterhin übernehme. Dies sei aktuell der Fall.

    Mit dem Programm «Breites Testen Baselland» will der Kanton die Verbreitung von Covid-19 eindämmen, um so den Präsenzunterricht an den Schulen sowie den Betrieb in Unternehmen, Behörden und Gesundheitseinrichtungen aufrecht zu erhalten. Jede Woche lassen sich gegen 40'000 Personen testen. Die Teilnahme am Projekt ist freiwillig. Lanciert hat der Kanton das breite Testen im Februar.

  • 14 Uhr
    Impfkadenz in der Schweiz sinkt

    Vom 20. September bis 26. September sind in der Schweiz 201'283 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Damit sind 54,9 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Die Impfkadenz sank im Vergleich zur Vorwoche um 9 Prozent.

    Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf seiner Website veröffentlichte. Insgesamt wurden seit Beginn der Impfkampagne 10'377'115 Impfungen verabreicht.

    4'749'264 Personen haben zwei Impfdosen erhalten, bei 878'587 Personen wurde bislang nur die Erstimpfung vorgenommen. Pro Tag wurden letzte Woche durchschnittlich 28'755 Impfungen durchgeführt.

  • 13.39 Uhr
    BAG meldet 3096 neue Coronavirus-Fälle

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 3096 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 11 neue Todesfälle und 49 Spitaleinweisungen.

    Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 250,85 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 0,74.

    Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 75,9 Prozent. 25,3 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

    Insgesamt wurden bis Sonntagabend 9'955'650 Impfdosen an die Kantone und Liechtenstein ausgeliefert. Damit wurden 10'377'115 Dosen verabreicht. 54,94% Personen sind bereits vollständig geimpft. Bislang wurden 6'194'032 Zertifikate für vollständig Geimpfte ausgestellt.

    In den vergangenen 72 Stunden wurden dem BAG 110'122 neue Corona-Tests gemeldet. Seit Beginn der Pandemie wurden in der Schweiz und in Liechtenstein 10'727'205 Tests auf Sars-CoV-2 durchgeführt, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19, wie das BAG weiter mitteilte. Insgesamt gab es 836'479 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus.

    32'686 Personen mussten bisher wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung belief sich auf 10'676. Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung befanden sich laut Angaben des BAG 13'480 Menschen in Isolation und 13'928 Menschen in Quarantäne.

  • 13 Uhr
    «Faszinierende und ziemlich erschreckende» Verwandte

    Forscher haben in Laos die nächsten Verwandten des Coronavirus entdeckt – und was gefunden haben, nennen sie «Faszinierend und ziemlich erschreckend», zitiert die Fachzeitschrift «Nature» den beteiligten Schotten David Robertson.

    Die drei neuen Viren, die Sars-Cov-2 ähnlicher sind als alle bisher bekannten, sind in Fledermäusen nachgewiesen worden. Das erhärte die Theorie, dass die Seuche auf natürlichem Weg entstanden sei und mehre gleichzeitig aber Befürchtungen, dass noch andere artverwandte Viren darauf warten, den Menschen zu infizieren.

    Der französische Virologe Marc Eloit hatte in Laos Proben vom Kot und Urin von 645 Fledermäusen in verschiedenen Höhlen entnommen und ausgewertet. Die neuen Viren heissen Banal-52, Banal-103 and Banal-236. Sie sind zu 95 Prozent mit Sars-Cov-2 identisch und wurden in Exemplaren der Gattung Hufeisennase (Rhinolophus) nachgewiesen. 

    Zeichnung der Grossen Hufeisennase: Wer hätte gedacht, dass man um die Exkremente von Fledermäusen einen grossen Bogen machen sollte?
    Bild: Gemeinfrei
  • 12 Uhr
    Economiesuisse wirbt fürs Covid-Gesetz

    Nach dem Bundesrat hat auch der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse Ja zum Covid-19-Gesetz gesagt, denn die Wirtschaft brauche möglichst weitgehende Rechtssicherheit – «auch und gerade in der Krise».

    Das Covid-19-Gesetz sei die rechtliche Grundlage für das Covid-Zertifikat und erlaube geimpften, getesteten oder genesenen Personen im Berufs- und Privatleben eine schrittweise Rückkehr in die Normalität, hiess es am Montag in der Mitteilung von Economiesuisse. Deshalb sage Economiesuisse klar Ja zum Covid-19-Gesetz.

    Die Anwendung des Covid-Zertifikats sei eine wirksame Massnahme zur Verhinderung eines weiteren Lockdowns mit «verheerenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen». Dank des Covid-19-Gesetzes sei es dem Bund möglich, Covid-Zertifikate auszustellen oder die zur Überprüfung notwendigen Systeme zu betreiben.

    Bundesrat Alain Berset, rechts, spricht neben Bundespraesident Guy Parmelin, waehrend einer Medienkonferenz zur Abstimmung ueber das Covid-19-Gesetz, am Montag, 27. September 2021, in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
    Guy Parmelin (links) und Alain Berset bei der heutigen Pressekonferenz in Bern.
    KEYSTONE

    Ein Wegfall des Covid-Zertifikats hätte einschneidende Auswirkungen auf das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben in der Schweiz, schrieb der Wirtschaftsdachverband. Ab auch international könne es zu negativen Auswirkungen kommen, zum Beispiel im grenzüberschreitenden Personenverkehr. Für Geschäftsreisen und Ferien im Ausland würden unnötig massive Hürden aufgebaut.

    Zudem müsse auch davon ausgegangen werden, dass bei der Ablehnung die finanziellen Unterstützungsbeiträge für Betroffene gefährdet wären. «Das ist absolut nicht im Sinne der Wirtschaft», so Economiesuisse. Das Schweizer Stimmvolk entscheidet am 28. November an der Urne über das Covid-19-Gesetz.

  • 10 Uhr
    Australien will Grenzen wieder öffnen

    Australien könnte nach Einschätzung von Premierminister Scott Morrison noch vor Jahresende coronabedingte Grenzschliessungen aufheben. Im ersten Schritt würde vollständig geimpften Staatsbürgern die Ausreise erlaubt und jenen im Ausland sowie Menschen mit einem dauerhaften Bleiberecht in Down Under die Rückkehr ermöglicht, sagte Morrison in einem Interview des US-Nachrichtensenders «CBS News».

    Dies werde vor Ende des Jahres erfolgen, womöglich sogar lange davor. Die Regierungen der australischen Bundesstaaten haben sich auf eine Lockerung strenger Beschränkungen im Reiseverkehr verständigt, sobald mindestens 80 Prozent der Menschen ab 16 Jahren vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind.

    epa09486870 People on the harbourside at Double Bay in Sydney, New South Wales (NSW), Australia, 25 September 2021. Beers and bubbles will be permitted at some of Sydney's favorite public spaces as a temporary measure to reward and thank COVID-19 vaccinated picnickers. EPA/DAN HIMBRECHTS AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT
    Menschen geniessen am 25. September in Sydney, die Sonne.
    Bild: Keystone

    In Sydney im besonders hart von der Pandemie betroffenen New South Wales solle der Lockdown am 11. Oktober gelockert werden, wenn 70 Prozent der berechtigten Bevölkerung in dem Bundesstaat eine zweite Impfdosis erhalten habe, kündigte New South Wales' Regierungschefin Gladys Berejiklian an. 85 Prozent der Zielgruppe haben bereits mindestens eine Dosis verabreicht bekommen.

    Vor diesem Hintergrund gehe sie davon aus, dass bis Ende November mehr als 90 Prozent in der berechtigten Altersgruppe geimpft sein würden. Am Montag verzeichneten die Behörden in New South Wales 787 lokale Neuinfektionen und zwölf Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus binnen 24 Stunden.

  • 9.19 Uhr
    Pfizer-Chef glaubt an Normalisierung

    Albert Bourla, CEO des Pharma-Riesen Pfizer, hofft, dass die Pandemie sich bald weniger stark auf unseren Alltag auswirkt. «Ich denke, wir werden innerhalb eines Jahres so weit sein, zu einem normalen Leben zurückzukehren», sagte er dem US-Sender CNBC.

    Dabei wolle er aber nicht ausschliessen, dass das Virus weiter mutieren könne – und dass auf die Impfung verzichtet werden kann, habe er auch nicht gemeint. Im Gegenteil: Er rechnet mit jährlichen Auffrischungen. 

    Bourla wörtlich: «Weil sich das Virus über die gesamte Welt verbreiten wird, werden wir weiter neue Varianten sehen. Wir werden auch Impfungen haben, die mindestens ein Jahr vorhalten, und ich denke, das wahrscheinlichste Szenario ist das einer jährlichen Impfung.»

    Albert Bourla, CEO Pfizer, pictured during the 48th annual meeting of the World Economic Forum, WEF, in Davos, Switzerland, Wednesday, January 24, 2018. The meeting brings together enterpreneurs, scientists, chief executive and political leaders in Davos January 23 to 26. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
    Pfizer-CEO Albert Bourla. (Archivbild)
    Bild: Keystone
  • 7.50 Uhr
    Hotels und Fitnesscenter leiden

    Daten zu den Umsätzen mit Kreditkarten-Zahlungen zeigen laut «Tages-Anzeiger», dass die Schweizer Fitnesscenter und Hotels weiter unter der Pandemie leiden. 

    «Das grösste Problem ist, dass Kunden, die die Zertifikatspflicht ablehnen und deshalb ihr Abonnement kündigen, zu einem Sportverein oder privaten Trainingsgruppen wechseln», erklärt Claude Ammann, Präsident des schweizerischen Fitness- und Gesundheitsverbandes.

    Die Hotels hätten in der Woche nach dem Inkrafttreten der Zertifikatspflicht 18,3 Prozent Umsatz verloren, was 13,1 Millionen Franken entspreche – und das, obwohl ein entsprechender Nachweis nur für den Zutritt in den Wellness- und Fitnessbereich verlangt werde.

    Zwei Mitarbeiterinnen reinigen und bereiten das Bubble Hotelzimmer des Hotels Kartause Ittingen fuer die naechsten Gaeste vor, fotografiert am 23. Juli 2021 in Ittingen, Kanton Thurgau. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
    Reinigung des Bubble-Zimmers des Hotels Kartause Ittingen im Kanton Thurgau.
    Bild: Keystone

    Das Minus sei auf dem Land mit rund 30 Prozent stärker als in den Städten, wo nur 12 Prozent weniger Übernachtungen zu verkraften sind. «Die Zertifikatspflicht sorgt für Verunsicherung, was den einen oder anderen Gast von einer Hotelübernachtung abgehalten haben dürfte», sagt der Präsident des Verbands Hotelleriesuisse, Andreas Züllig.

  • 6.30 Uhr
    Corona drückt Lebenserwartung wie Zweiter Weltkrieg

    Im Zuge der Pandemie ist die Lebenserwartung in vielen Ländern einer Studie zufolge so stark gesunken wie seit dem Zweiten Weltkrieg in Westeuropa nicht mehr. In einigen Ländern ist der Fortschritt der vergangenen Jahre in kurzer Zeit zunichtegemacht worden. Das berichten Forscher des Leverhulme Centre for Demographic Science an der Universität Oxford im «International Journal of Epidemiology». Bei Männern war der Rückgang demnach grösser als bei Frauen.

    Für die Studie untersuchten die Wissenschaftler Daten aus 29 Staaten, die meisten aus Europa, darunter Deutschland, sowie Chile und die USA. In 27 dieser Staaten sank demnach 2020 die Lebenserwartung, in 22 Ländern um mindestens ein halbes Jahr. «In westeuropäischen Ländern wie Spanien, England und Wales, Italien, Belgien wurde ein solcher Rückgang der Lebenserwartung in einem einzigen Jahr zum Zeitpunkt der Geburt zuletzt während des Zweiten Weltkriegs beobachtet», sagte Co-Autor José Manuel Aburto.

    Am meisten sank die Lebenserwartung von Männern in den USA – um 2,2 Jahre im Vergleich zu 2019. In den USA sei vor allem die gestiegene Sterblichkeit im erwerbsfähigen Alter unter 60 Jahren bemerkenswert, sagte Co-Autorin Ridhi Kashyap.

    In den meisten europäischen Ländern hingegen habe vor allem die Sterblichkeit bei über 60-Jährigen zugelegt. Bereits im Juni hatte eine Studie im «British Medical Journal» auf die drastisch gesunkene Lebenserwartung in den USA hingewiesen.

    Lebenserwartung nennt das Alter, das ein Neugeborenes vermutlich erreicht, wenn die Todeszahlen sich weiter so entwickeln wie zum Zeitpunkt seiner Geburt.

    Dr. William Dittrich M.D. looks over a COVID-19 patient in the Medical Intensive care unit (MICU) at St. Luke's Boise Medical Center in Boise, Idaho on Tuesday, Aug. 31, 2021.. More then half of the patients in the ICU are COVID-19 positive, none of which are vaccinated. (AP Photo/Kyle Green)
    Ein Covid-19-Patient auf der Intensivstation des St. Luke's Boise Medical Center in Boise in Idaho, einem der US-Bundesstaaten mit den niedrigsten Impfquoten – gut 40 Prozent – des Landes.
    Bild: Keystone/AP Photo/Kyle Green
  • 5.30 Uhr
    Fitnesscenter und Hotels verlieren Kunden

    Fitnesscenter und Hotels bekommen die Covid-Zertifikatspflicht zu spüren, schreibt der «Tages-Anzeiger». Kunden verzichteten zunehmend auf ihre Fitness-Abonnements, wie es beim Gesundheits- und Fitnessverband heisse. Die Politik habe erreichen wollen, dass sich mehr Leute impfen – das passiere aber nicht, Ungeimpfte würden einfach an einem anderen Ort trainieren, behauptete Claude Ammann, Präsident des schweizerischen Fitness- und Gesundheitsverbandes gegenüber der Zeitung. Genaue schweizweite Zahlen dazu, wie viele Personen den Fitnesscentern abtrünnig geworden sind, gebe es allerdings nicht.

    Auch in Hotels gehe gemäss Echtzeit-Umsatzzahlen der Universität St. Gallen der Umsatz nach Einführung der ausgedehnten Zertifikatspflicht zurück. In der ersten Woche seit Inkrafttreten der Zertifikatspflicht hätten Schweizer Hotels rund 13,1 Millionen Franken an Umsatz eingebüsst, heisst es in dem  Bericht. Das entspreche einem Rückgang von 18,3 Prozent im Vergleich zur Vorwoche, als die Gäste total 71,7 Millionen Franken für Hotelbesuche ausgaben.

    Hotels verlangen das Zertifikat einzig für den Zutritt zu Restaurants sowie Wellness- und Fitnessanlagen, nicht aber für Übernachtungen. Der St. Galler Wirtschaftsprofessor Matthias Fengler sehe dennoch einen Zusammenhang: Wer nicht geimpft oder getestet sei, habe ein «stark getrübtes Konsumerlebnis».

  • 5 Uhr
    Weniger Infektionen in Kantonen mit hoher Impfquote

    Wo viele Menschen gegen Covid-19 geimpft sind, gibt es weniger Neuinfektionen. Das zeigten Zahlen aus allen Kantonen, schreibt der «Tages-Anzeiger». Der Verlauf der Pandemie hänge aber nicht nur von der Impfquote ab, sondern auch von der Bevölkerungsdichte, den Pendlerzahlen oder davon, wie viel getestet werde, heisst es weiter.

  • 4 Uhr
    Bundesräte legen Argumente für Covid-19-Gesetz dar

    Nur Stunden nach den letzten eidgenössischen Abstimmungen schaut der Bundesrat bereits auf den nächsten Urnengang: Bundespräsident Guy Parmelin und Gesundheitsminister Alain Berset wollen heute in Bern vor den Medien die Argumente des Parlaments und der Regierung für das Covid-19-Gesetz darlegen. Am 28. November findet bereits die zweite Referendumsabstimmung zur Vorlage statt. Im Juni hatten die Stimmenden das Covid-19-Gesetz mit rund 60 Prozent angenommen. Inzwischen wurde es wieder revidiert. Die «Freunde der Verfassung», die erneut das Referendum ergriffen haben, stören sich am Covid-Zertifikat. Dieses basiert auf dem bis Ende 2022 befristeten Gesetz.