Überblick

Astrazeneca vermarktet Impfstoff künftig als Vaxzevria

Agenturen/red

31.3.2021

Agenturen/red

31.3.2021

Das Wichtigste im Überblick

  • Das BAG meldet 2411 Neuinfektionen bei 44'441 Tests. Das entspricht einer Positivitätsrate von 5,4 Prozent. 14 Personen sind an Covid-19 gestorben, 78 wurden hospitalisiert.
  • Laut Studien ist der Impfstoff von Biontech/Pfizer für Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren gut verträglich und hat hier eine hundertprozentige Wirksamkeit. 
  • Das britisch-schwedische Pharmaunternehmen Astrazeneca vermarktet seinen Coronavirus-Impfstoff in der EU künftig unter dem Namen Vaxzevria.
  • Die USA und Deutschland sind bei der Entwicklung von Corona-Impfstoffen mit Abstand die grössten Geldgeber.
  • Russland hat eigenen Angaben zufolge als erstes Land weltweit einen Corona-Impfstoff für Tiere zugelassen.

Laut Angaben der Johns-Hopkins-Universität liegt die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in der Schweiz bei bislang insgesamt 601’124 Personen. 10’334 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 verstorben. Weltweit stieg die Zahl der Infizierten auf 128’557’304, die Zahl der Toten auf 2’808’761.

Die Entwicklungen in der Schweiz

Die Bekämpfung der Corona-Pandemie erfordert weitere Gelder aus dem Bundesbudget. Der Bundesrat unterbreitet dem Parlament elf Nachtragskredite im Umfang von 2,6 Milliarden Franken. Weitere drei nachträgliche Budgeterhöhungen dürften im laufenden Jahr folgen.

Die Unterstützungsmassnahmen für den Kulturbereich werden ab dem 1. April verstärkt. Der Bundesrat verabschiedete am Mittwoch die Änderungen der Covid-19-Kulturverordnung. Die Kulturschaffenden erhalten zudem rückwirkend Ausfallentschädigungen ab dem 1. November 2020. Ihre Einbussen werden somit ohne Unterbrechung ab dem 20. März 2020 gedeckt. Diese Unterstützung wird zudem auf die Freischaffenden ausgedehnt.

Die Stadtbehörden von Moutier haben am Mittwoch die Bevölkerung aufgerufen, sich einem Corona-Test zu unterziehen. Tausende hatten sich am Sonntag in der Stadt versammelt, um den Kantonswechsel zum Jura zu feiern. Viele der projurassischen Feiernden trugen keine Masken und hielten auch die Abstände nicht ein. Mit dem Aufruf will der Gemeinderat von Moutier nun einen exponentiellen Anstieg der Corona-Fälle vermeiden.

  • Liveticker
    Neue Beiträge
  • Liveticker beendet
  • 22.00 Uhr
    Wir beenden unseren heutigen Live-Ticker
  • 20.49 Uhr
    Macron kündigt dreiwöchige Schulschliessung an

    Der französische Präsident Emmanuel Macron hat wegen eines schnellen Anstiegs der Coronavirus-Infektionen eine dreiwöchige landesweite Schliessung der Schulen angekündigt. Inlandsreisen würden einen Monat lang verboten, teilte Macron am Mittwochabend in einer Fernsehansprache mit.

    Es würden Massnahmen benötigt, weil die Pandemie an Geschwindigkeit gewinne, sagte Macron. Eine Ausgangssperre von 19.00 Uhr bis 6.00 Uhr soll bestehen bleiben.

  • 20.24 Uhr
    Astrazeneca vermarktet Impfstoff künftig als Vaxzevria
    Ein Fläschchen mit fünf Milliliter Corona-Impfstoff von Astrazeneca. (Archivbild)
    Ein Fläschchen mit fünf Milliliter Corona-Impfstoff von Astrazeneca. (Archivbild)
    Bild: dpa

    Das britisch-schwedische Pharmaunternehmen Astrazeneca vermarktet seinen Coronavirus-Impfstoff in der EU künftig unter dem Namen Vaxzevria. Das teilte das Unternehmen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Der neue Name sei von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) genehmigt worden.

    Bislang ist das Präparat unter dem Namen Covid-19 Vaccine AstraZeneca bekannt. «Die Umstellung auf einen dauerhaften Markennamen ist üblich und wurde seit vielen Monaten geplant», so die Mitteilung.

  • 18.42 Uhr
    Kroatien erlaubt Ausländern Einreise mit Impfnachweis

    Kroatien erlaubt Ausländern von diesem Donnerstag an mit dem Nachweis einer Corona-Impfung wieder die Einreise. Dies gab Innenminister Davor Bozinovic am Mittwoch in Zagreb bekannt. Zudem darf die Grenze überqueren, wer über einen negativen PCR-Test oder einen negativen Antigen-Test verfügt beziehungsweise den Nachweis erbringt, im zurückliegenden halben Jahr eine Covid-19-Erkrankung überstanden zu haben. Bisher musste man einen aktuellen negativen PCR-Test vorweisen oder zehn Tage in Quarantäne.

    Für den Impfnachweis akzeptiere das EU-Land Kroatien auch Immunisierungen mit russischen und chinesischen Impfstoffen, fügte Bozinovic hinzu. Solche Impfstoffe werden im Nachbarland Serbien viel verwendet, sind aber in der EU nicht zugelassen. Kroatien sei bereit, sich an künftige EU-weite Reiseregelungen anzupassen, sagte der Minister. Solche gebe es derzeit aber nicht.

  • 18.18 Uhr
    Schweizer Kulturschaffende werden ab dem 1. April grosszügiger unterstützt

    Die Unterstützungsmassnahmen für den Kulturbereich werden ab dem 1. April verstärkt. Der Bundesrat verabschiedete am Mittwoch die Änderungen der Covid-19-Kulturverordnung. Das Parlament hatte die Änderungen im Covid-Gesetz in der Frühjahrssession beschlossen.

    Regisseurin Antje Schupp oeffnet den Buehnenvorhang vor einer Probe des adaptierten Stuecks Projekts
    Ein Beispiel für viele: Leerer Zuschauerraum im Theater Neumarkt in Zürich. 
    Bild: Keystone/Gaetan Bally

    Berset zeigte Verständnis für den Ärger der Branche. «Die Frustration bei den Kulturschaffenden ist gross, weil sie keine Planungssicherheit haben. Und es wird schwierig bleiben – weil die epidemiologische Lage unsicher ist», sagte er. Seit einem Jahr seien die Kulturbetriebe geschlossen – mit Ausnahme einiger Wochen. Heute sind einzig die Museen und Bibliotheken geöffnet.

    Der Bundesrat sei deshalb auch daran, die Regelungen zum Schutzschirm für den Ausfall von Kulturevents auszuarbeiten, den das Parlament in der Frühjahrssession beschossen hat. Laut dem Gesetzestext kann sich der Bund an den nicht gedeckten Kosten von Veranstaltungen aus Kultur, Sport und Wirtschaft beteiligen. Abgedeckt sind Anlässe, die zwischen dem 1. Juni 2021 und dem 30. April 2022 stattfinden sollten, aber wegen der Corona-Pandemie behördlich untersagt werden.

    Die Kulturschaffenden erhalten zudem rückwirkend Ausfallentschädigungen ab dem 1. November 2020. Ihre Einbussen werden somit ohne Unterbrechung ab dem 20. März 2020 gedeckt. Diese Unterstützung wird zudem auf die Freischaffenden ausgedehnt.

  • 18.01 Uhr
    Gericht in Tschechien kippt Testpflicht für Reiserückkehrer

    Ein Gericht in Tschechien hat die dortige Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer für verfassungswidrig erklärt. Es berief sich dabei auf die Grundrechtecharta der Verfassung, welche jederzeit die freie Rückkehr nach Tschechien zusichert, wie ein Sprecher am Mittwoch mitteilte. Die bisherige Regelung, welche einen negativen Corona-Test bereits vor dem Abflug oder bei Abreise in Richtung Tschechien verlangt, sei unverhältnismässig. Das Ziel, die Corona-Pandemie zu bekämpfen, könne auch mit milderen Mitteln erreicht werden, wie einer Quarantäne- und Testpflicht nach der Einreise, hiess es.

    Für problematisch hielt das Gericht besonders den Umgang mit Menschen, deren Corona-Test vor der Reise nach Tschechien positiv ausfällt. Sie seien faktisch gezwungen, im Ausland zu bleiben oder Sanktionen in Kauf zu nehmen. Das führe dazu, dass tschechische Bürger für die Rückkehr in ihr Land bestraft würden, kritisierte das Gericht.

    Das Urteil tritt erst am 5. April in Kraft. Die Richter gaben damit der Regierung in Prag nach eigener Aussage Zeit, eine verfassungskonforme Regelung zu erlassen. Sie betonten, dass sie die Gefahren durch das Coronavirus keineswegs kleinreden wollten. Man könne aber nicht auf die Einhaltung des Rechtsstaats verzichten.

    Die tschechische Testpflicht für Reiserückkehrer gilt derzeit für fast alle Länder der Welt. Ausgenommen sind nur Australien, Südkorea, Neuseeland, Singapur und Thailand, der Vatikanstaat und Island. Für manche Länder wie Frankreich ist ein PCR-Test verpflichtend, bei anderen wie Deutschland reicht ein Schnelltest.

  • 17.43 Uhr
    US-Sterblichkeit im Corona-Jahr 2020 deutlich gestiegen

    Im Pandemie-Jahr 2020 sind deutlich mehr Amerikaner gestorbenen als zuvor. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Sterblichkeitsrate um 15,9 Prozent auf 3,4 Millionen Menschen angestiegen, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC am Mittwoch mit

    Dies entspricht der Behörde zufolge grob der Zahl von 378'000 Menschen, deren Tod auf Covid-19 zurückzuführen sei. Die Krankheit stieg damit nach Herzkrankheiten und Krebs zur dritthäufigsten Todesursache mit einem Anteil von 11,3 Prozent auf. Besonders hoch sei die Sterblichkeitsrate bei Männern über 85 Jahren gewesen.

  • 17.30 Uhr
    Montreux Jazz Festival findet statt

    Eine Absage kommt nicht in Frage: Das Montreux Jazz Festival hat am Mittwoch seine pandemiekompatiblen Pläne für die 55. Ausgabe (2.-17. Juli) präsentiert. Im Zentrum steht eine Bühne auf dem See, die Platz für 600 Sitzplätze bietet. Ein intimes Format werde diese an die Corona-Krise angepasste Version. Eines, das sich auf die Werte des Festivals konzentriere, «Gastfreundschaft und musikalische Exzellenz», schreiben die Veranstalter in einer Medienmitteilung.

    Dabei werden die Künstlerinnen und Künstler in den Genuss einer ganz besonderen Kulisse kommen. Die neue Seebühne soll 25 Meter vom Ufer entfernt gebaut werden, so, dass der Blick nach vorne Montreuxs Architektur zeigt, jener nach hinten die Bergkette. Geplant sind ausserdem drei weitere Bühnen in den Sälen und Gärten des Fairmont Le Montreux Palace.

    Zwei Bühnen (Les Jardins und Grand Hall) werden kostenlos zugänglich sein. Sie sind Schauplatz von Jam Sessions, Konzerten im Rahmen der Montreux Jazz Talent Award, DJ-Sets sowie Workshops. Die sogenannte Scène du Lac ist den grossen Acts gewidmet und kann tagsüber gratis begangen werden. Die Petit-Théâtre-Bühne, die Raum für 300 Sitzplätze bietet, steht im Zeichen des Jazz und Soul.

    Das Programm des 55. Montreux Jazz Festival wird im Mai bekanntgegeben.

    US singer Janelle Monae performs on the stage of the Auditorium Stravinski during the 53rd Montreux Jazz Festival (MJF), in Montreux, Switzerland, Thursday, July 11, 2019. The MJF runs from June 28 to July 13 and features 450 concerts. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)
    Vor zwei Jahren stand unter anderem Janelle Monae in Montreux auf der Bühne.
    Bild: Keystone
  • 17.11 Uhr
    Moderna liefert 1,35 Millionen Dosen

    Der Hersteller Moderna hat bis 31. März 1,35 Millionen Impfdosen in die Schweiz geliefert. Das sagte Europachef Dan Staner dem «Blick»: «Wir sind sehr zufrieden und stolz, unseren Impfstoff der Schweiz liefern zu dürfen. Das war ein riesiger Kraftakt aller Beteiligten.» Weiter sprach Staner von einer «gigantischen, gemeinsamen Anstrengung».

    Da der Impfstoff von Moderna zwei Dosen benötigt, um vollen Impfschutz zu erreichen, können mit der bislang gelieferten Menge 675'000 Personen immunisiert werden. Insgesamt hat der Bund bei dem US-Unternehmen 13,5 Millionen Dosen bestellt.

  • 17.02 Uhr
    Schweden verlängert Corona-Massnahmen

    Schweden verlängert aufgrund hoher und steigender Neuinfektionszahlen die Beschränkungen für Restaurants, Kneipen und Cafés. Die Lokale müssen damit unter anderem weiter um 20.30 Uhr schliessen, dürfen danach aber weiter Essen und Getränke zum Mitnehmen anbieten, wie Regierungschef Stefan Löfven am Mittwochnachmittag auf einer Pressekonferenz in Stockholm bekanntgab. Die Beschränkungen der Besucher- und Kundenanzahl in Einkaufspassagen, Geschäften und Fitnessstudios gelten ebenfalls länger. «Damit wir einen normalen Alltag bekommen, müssen wir die Infektionsausbreitung herunterbringen», sagte Löfven. «Es darf keine grossen Osterfeiern geben.»

    Die Massnahmen wären planmässig am 11. April ausgelaufen. Schweden hat seit Mitte Februar aber einen kontinuierlichen Anstieg seiner Neuinfektionszahlen erlebt. Die Entwicklung gehe in die falsche Richtung, weshalb die Massnahmen noch eine Weile beibehalten werden müssten, sagte Sozialministerin Lena Hallengren. Die Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten plant, dass die Massnahmen nun vorläufig bis zum 3. Mai weiter gelten werden.

    Das skandinavische EU-Land war in der Corona-Krise einen Sonderweg mit vergleichsweise wenigen und milden Beschränkungen sowie stärkeren Appellen an die Vernunft der Bürger gegangen.

    epa08454541 People enjoy a sunny weather at Tantolunden park during the coronavirus pandemic in central Stockholm, Sweden, 30 May 2020. EPA/HENRIK MONTGOMERY SWEDEN OUT
    In Schweden steigen die Corona-Zahlen an.
    Bild: Keystone
  • 16.39 Uhr
    Behörden von Moutier rufen nach Abstimmungsfeier zu Coronatests auf

    Die Stadtbehörden von Moutier haben am Mittwoch die Bevölkerung aufgerufen, sich einem Corona-Test zu unterziehen. Tausende hatten sich am Sonntag in der Stadt versammelt, um den Kantonswechsel zum Jura zu feiern. Viele der projurassischen Feiernden trugen keine Masken und hielten auch die Abstände nicht ein. Mit dem Aufruf will der Gemeinderat von Moutier nun einen exponentiellen Anstieg der Corona-Fälle vermeiden.

    «Am Osterwochenende mit Familientreffen ist Vorsicht angebracht», warnte die Stadtverwaltung. Sie erinnerte daran, dass Personen, die innerhalb von drei bis zehn Tagen nach einem möglichen Kontakt mit dem Virus Symptome haben, sich isolieren und einen Arzt kontaktieren müssen.

    Auch die jurassischen Gesundheitsbehörden erliessen einen Aufruf für Kantonsbürgerinnen und -bürger, die an der Abstimmungsfeier in Moutier teilgenommen hatten. Die Bilder der Menschenmengen in den Strassen von Moutier, vor dem Rathaus und auf dem Bahnhofsplatz, haben eine Kontroverse ausgelöst, da die Zahl der Covid-19-Fälle in der Schweiz aktuell wieder zunimmt.

    Die Stadt Moutier hatte zwar im Vorfeld des Plebiszits Kundgebungen verboten. Die siegreiche Seite durfte sich aber in der Innenstadt versammeln. Dies habe in kleinen Gruppen zu geschehen, so die Forderung der Behörden. Letzteres war am Sonntag aber angesichts von mehreren tausend Feiernden auf dem Platz vor dem Rathaus nicht durchsetzbar.

    Les pro-jurassiens celebrent le oui lors de l'annonce du resultat du vote ce dimanche 28 mars 2021 a Moutier. Les citoyens de Moutier doivent decider de l'appartenance cantonale de leur ville et ainsi quitter le canton de Berne pour rejoindre celui du Jura. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
    Am Sonntag kamen in Moutier Tausende Menschen zusammen.
    Bild: Keystone
  • 16.14 Uhr
    EU-Behörde überprüft Astrazenca-Impfstoff

    Anders als Deutschland rät die EU-Arzneimittelbehörde EMA vorerst nicht zu Einschränkungen bei der Anwendung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca. Die Überprüfung von neuen Hinweisen auf Blutgerinnsel laufe noch, teilte die Behörde am Mittwoch in Amsterdam mit.

    Eine aktualisierte Empfehlung der EMA sei für die Sitzung ihres Sicherheitsausschusses vom 6. bis 9. April zu erwarten. In Deutschland wird dieser Impfstoff seit Dienstag nur noch für Menschen ab 60 Jahren uneingeschränkt empfohlen.

    Die EMA erklärte, bisher habe die Überprüfung keine besonderen Risikofaktoren ergeben, etwa Alter, Geschlecht oder frühere Blutgerinnsel. «Ein ursächlicher Zusammenhang mit dem Impfstoff ist nicht bewiesen, aber er ist möglich und die weitere Analyse läuft.»

    Die EMA sei weiter der Auffassung, dass der Nutzen des Astrazeneca-Impfstoffs bei der Abwehr von Covid-19 höher sei als die Risiken von Nebenwirkungen. Geimpften riet die EMA, auf die entfernte Möglichkeit der sehr seltenen Blutgerinnsel zu achten. Sollten sie entsprechende Symptome entwickeln, sollten sie sofort medizinischen Rat einholen, hiess es weiter.

  • 16.02 Uhr
    Nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Hamburg

    Angesichts der hohen Zahl von Corona-Neuinfektionen in Hamburg hat der Senat von Deutschlands zweitgrösster Stadt eine nächtliche Ausgangsbeschränkung beschlossen. Ab Karfreitag sollen die Hamburger zwischen 21.00 Uhr abends und 5.00 Uhr morgens zu Hause bleiben, wenn sie keinen triftigen Grund haben, ihre Wohnung zu verlassen, sagte Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher am Mittwoch.

    Die Hamburger Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner binnen sieben Tagen, kletterte am Mittwoch von 153,7 auf 163,7. Der Stadtstaat Hamburg mit gut 1,8 Millionen Einwohnern ist ein eigenes deutsches Bundesland.

  • 23.02.2021, Hamburg: Der Michel (Hauptkirche St. Michaelis) und die Elbphilharmonie sind von der Baustelle des Bunker St. Pauli zu sehen. Foto: Daniel Reinhardt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Daniel Reinhardt)
    In der deutschen Grossstadt Hamburg gelten ab Karfreitag nächtliche Ausgangsbeschränkungen.
    Bild: Keystone
  • 15.36 Uhr
    Russland lässt Corona-Impfstoff für Tiere zu

    Russland hat eigenen Angaben zufolge als erstes Land weltweit einen Corona-Impfstoff für Tiere zugelassen. Seit vergangenem Oktober sei das Vakzin unter anderem an Hunden, Katzen und Nerzen getestet worden, teilte die russische Agraraufsichtsbehörde am Mittwoch mit. Das der Behörde unterstellte Föderale Zentrum für Tiergesundheit hatte das Präparat namens Carnivac-Cov entwickelt. Bei allen geimpften Tieren seien Antikörper nachgewiesen worden, hiess es.

    Eine Notwendigkeit, Haustiere weitläufig zu impfen, bestehe derzeit nicht, «weil Stand heute die Risiken einer Covid-19-Ansteckung von Menschen durch Tiere praktisch winzig sind», zitierte die russische Staatsagentur Tass eine Vertreterin der Agraraufsichtsbehörde. Solche Fälle seien bislang nicht wissenschaftlich registriert worden.

    Ein Impfstoff für Tiere könne in Zukunft möglicherweise die Verbreitung von Virusmutationen verhindern, heisst es in der russischen Mitteilung. Ausserdem verwies die Behörde auf die für eine Mutation von Sars-CoV-2 besonders anfälligen Nerze.

  • 15.10 Uhr
    Rekordzahl an Corona-Toten in Ungarn

    Ungarn hat am Mittwoch so viele Corona-Tote wie noch nie an einem Tag vermeldet. Es waren 302. Die Zahl der Toten pro Woche und Million Einwohner war weiterhin die höchste der Welt - obwohl Ungarn vor mehr als drei Wochen Lockdown-Massnahmen verhängte und beim Impfen schneller ist als jedes andere EU-Land: Mehr als ein Fünftel der Bevölkerung ist bereits geimpft. Ungeachtet dieses Erfolgs liegen in der EU nur in Bulgarien mehr Corona-Patienten im Verhältnis zur Bevölkerung in Krankenhäusern.

    Eine Viertelmillion Dosen des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V seien in der Nacht in Budapest eingetroffen, teilte Aussenminister Peter Szijjarto mit.

  • 14.44 Uhr
    WHO hält an Empfehlung für den Einsatz von Astrazeneca fest

    Der strategische Impfrat der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält an dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca fest. Er sieht auch nach der deutschen Entscheidung gegen den Einsatz des Mittels bei Menschen unter 60 Jahren keinen Anlass für eine Anpassung seiner Empfehlungen, wie die Direktorin der WHO-Abteilung Impfungen, Kate O'Brien, am Mittwoch in Genf sagten.

    Der Astrazeneca-Impfstoff hat eine WHO-Notfallzulassung. Das ist die Voraussetzung für den Einkauf durch UN-Organisationen. Für viele Länder mit begrenzten eigenen Regulierungskapazitäten ist dies auch die Grundlage für die eigene Zulassung. Die solidarische Impfinitiative Covax hat bis Mai 237 Millionen Impfdosen von Astrazeneca zur Auslieferung an mehr als 140 Länder vorgesehen. Die ersten Lieferungen laufen seit Anfang März.

    Zu der deutschen Astrazeneca-Entscheidung sagte O’Brien, jedes Land müsse den Einsatz der Impfstoffe seinen spezifischen Bedürfnissen anpassen: «Jedes Land geht seinen eigenen Weg.» Eine Rolle spiele dabei etwa, welche anderen Impfstoffe das Land zur Verfügung habe. Wenn einzelne Länder ihr Portfolio optimieren wollten, sollten sie dies tun. Sie betonte aber: «Wir sind sehr klar in unserer Nutzen-und-Risiko-Einschätzung: Dies ist ein sicherer Impfstoff.»

  • epa09108315 A nurse prepares a shot of COVID-19 vaccine developed by AstraZeneca ('Vaxzevria') at the Hanoi police hospital, in Hanoi, Vietnam 31 March 2021. 36 officials from Hanoi Immigration Department have received COVID-19 vaccine on 31 March 2021. EPA/LUONG THAI LINH
    In Hanoi bereitet eine Krankenschwester eine Imfpdose von Astrazeneca vor.
    Bild: Keystone
  • 14.23 Uhr
    Belgien muss Corona-Einschränkungen aufheben

    Belgien muss nach einem Gerichtsurteil wegen unzureichender Rechtsgrundlage innerhalb von 30 Tagen alle Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zurücknehmen. Dies habe ein Gericht der Hauptstadt Brüssel in erster Instanz nach einer Klage der Liga für Menschenrechte entschieden, berichteten am Mittwoch mehrere Medien. Eine Sprecherin des Innenministeriums bestätigte das Urteil.

    Die Liga für Menschenrechte hatte den belgischen Staat vor einigen Wochen verklagt, weil die Entscheidungen während der Corona-Pandemie keine Rechtsgrundlage hätten. Das Urteil sieht nun eine Strafe von 5000 Euro täglich – aber maximal 200'000 Euro – vor, falls es nicht umgesetzt wird. Der flämischen Zeitung «De Standaard» zufolge kann der belgische Staat Berufung einlegen. Diese hätte jedoch keine aufschiebende Wirkung.

    Derzeit gelten im Land strenge Corona-Regeln. Belgierinnen und Belgier dürfen nur mit einer Person ausserhalb des eigenen Haushalts engen Kontakt haben. Im Freien dürfen sich vier Personen mit Maske treffen. Shoppen geht nur mit Termin. Restaurants, Kneipen und Cafés sind ohnehin seit Monaten geschlossen. Im ganzen Land gilt schon lange eine nächtliche Ausgangssperre. Zudem darf man ohne triftigen Grund weder nach Belgien ein, noch aus dem Land ausreisen.

  • 13.30 Uhr
    BAG meldet 2411 Neuinfektionen

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit BAG am Mittwoch 2411 Coronavirus-Ansteckungen bei 44'441 Tests innerhalb eines Tages gemeldet worden. Das entspricht einer Positivitätsrate von 5,4 Prozent. 14 Personen sind an den Folgen von Covid-19 gestorben, 78 Personen mussten ins Spital eingewiesen werden.

    Am Dienstag hatte das BAG 1923 neue Coronavirus-Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Am Mittwoch vor einer Woche waren es 2022.

    Die Positivitätsrate für die vergangenen zwei Wochen lag bei 5,5 Prozent. Im gleichen Zeitraum wurden pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner 271,19 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 1,19. Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zur Zeit 71,1 Prozent. 18,2 Prozent dieser Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

    Insgesamt wurden bis Montagabend 1'742'075 Impfdosen an die Kantone und Liechtenstein ausgeliefert. Davon wurden 1'436'996 Dosen verabreicht. 535'250 Personen sind bereits vollständig geimpft. Seit Beginn der Pandemie wurden in der Schweiz und in Liechtenstein 6'012'966 Tests auf Sars-CoV-2 durchgeführt, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19, wie das BAG weiter mitteilte. Insgesamt gab es 601'124 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus.

    Von den mutierten Varianten des Coronavirus sind in der Schweiz bisher 36'826 Fälle entdeckt worden. 13874 betrafen die britische Variante (B.1.1.7), 242 die südafrikanische (B.1.351) sowie 12 die brasilianische (P.1). 22698 Fälle konnten keiner Variante eindeutig zugewiesen werden.

  • 13.10 Uhr
    Biontech-Impfstoff bei Jugendlichen hochwirksam

    Der Covid-19-Impfstoff von Biontech und Pfizer ist ersten Studienergebnissen zufolge bei Jugendlichen noch wirksamer als bei Erwachsenen. In der Zulassungsstudie für den Einsatz bei 12- bis 15-Jährigen habe das Vakzin sehr hohe Antikörperantworten gezeigt, teilten die beiden Partner am Mittwoch mit. Der Impfstoff sei gut vertragen worden und habe eine Wirksamkeit von 100 Prozent gegen Covid-19 geboten. Zum Vergleich: Die aktuelle Zulassung für den Einsatz ab 16 Jahren basiert auf einer Wirksamkeit von 95 Prozent.

    Schon in den kommenden Wochen wollen Biontech und Pfizer einen Antrag auf Notfallzulassung bei der US-Gesundheitsbehörde FDA und anderen Zulassungsbehörden weltweit, darunter auch bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA, einreichen. «Wir hoffen, dass wir dann schon vor dem Beginn des nächsten Schuljahres mit dem Impfen dieser Altersgruppe beginnen können», sagte Pfizer-Chef Albert Bourla. In Deutschland wird der Biontech-Impfstoff bislang vorwiegend bei älteren Menschen über 80 Jahren eingesetzt.

    «Die ersten Ergebnisse der Studie bei Jugendlichen deuten darauf hin, dass Kinder durch die Impfung besonders gut geschützt sind», sagte Biontech-Chef Ugur Sahin. Die beiden Unternehmen testen das Vakzin nun auch bei Kindern ab dem sechsten Lebensmonat bis zum 11. Lebensjahr, in der vergangenen Woche wurden die ersten Kinder in dieser Studie geimpft.

    Eine pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte, bereitet eine Spritze mit dem Pfizer-BioNTech-Impfstoff gegen das Coronavirus vor. Foto: Daniel Karmann/dpa
    Der Biontech/Pfizer-Impfstoff zeigt laut Studien bei Jugendlichen eine gute Verträglichkeit und eine Wirksamkeit von 100 Prozent. (Symbolbild)
    Bild: dpa
  • 12.28 Uhr
    Bundesrat beantragt milliardenschwere Nachtragskredite 

    Die Bekämpfung der Corona-Pandemie erfordert weitere Gelder aus dem Bundesbudget. Der Bundesrat unterbreitet dem Parlament elf Nachtragskredite im Umfang von 2,6 Milliarden Franken. Weitere drei nachträgliche Budgeterhöhungen dürften im laufenden Jahr folgen.

    Den ersten ordentlichen Nachtrag zum Budget 2021 verabschiedete der Bundesrat am Mittwoch. Es handelt sich grösstenteils um Kosten im Zusammenhang mit der Ausweitung der Corona-Teststrategie. Für diese werden neben den bereits gesprochenen 1,279 Milliarden Franken zusätzliche 1,154 Milliarden Franken benötigt. Der Gesamtbetrag soll laut dem Bundesrat unter den ausserordentlichen Ausgaben verbucht werden.

    Mit dem Geld sollen die Kantone den Aufbau der Infrastruktur für das wiederholte Testen sicherstellen. Die Hälfte der zusätzlichen Mittel wird durch eine Abbuchung im ordentlichen Budget kompensiert. Die effektiven Mehrausgaben belaufen sich demnach auf 1,3 Milliarden Franken.

    Bundesrat Ueli Maurer, Vorsteher des Eidgenössischen Finanzdepartements (EFD): Der Bundesrat unterbreitet dem Parlament elf Nachtragskredite. 
    Bild: Keystone
  • 11.25 Uhr
    Berner Forschende finden Schlüsselfaktor des Coronavirus

    Sars-CoV-2 repliziert sich bei Temperaturen der oberen Atemwege zehnmal effizienter als in den unteren Atemwegen. Das haben Berner Virologen in menschlichen Zellkulturen gezeigt. Dies könnte erklären, wieso Sars-CoV-2 leichter übertragen wird als der Sars-Erreger von 2002.

    Der Sars-Erreger von 2002 (Sars-CoV) und das neue Coronavirus Sars-CoV-2 ähneln sich genetisch stark und benutzen denselben Rezeptor, um menschliche Zellen zu kapern. Trotzdem unterscheiden sie sich hinsichtlich Infektiösität und Krankheitsverlauf deutlich.

    Ein Team um den Virologen Ronald Dijkman von der Universität Bern untersuchte nun in menschlichen Epithelzellen aus den Atemwegen, wie sich unterschiedliche Temperaturen auf eine Infektion mit den beiden Atemwegsviren auswirken. Von den Ergebnissen berichten sie im Fachmagazin «PLOS Biology».

    Ein detailliertes Bild der Schlüsselfaktoren, die den Kampf zwischen Virus und infizierten Zellen beeinflussen, eröffnet gemäss der Uni Bern neue Ansatzpunkte, um Wirkstoffe gegen Coronavirus-Infektionen zu entwickeln.

  • 10.13 Uhr
    Zahl der neuen Fälle in den USA steigt weiter

    In den USA nimmt die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen weiter zu. Mit 60'540 neuen Fällen am Dienstag meldeten die Behörden rund 7000 mehr als am gleichen Tag der Vorwoche, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Mittwochmorgen (MEZ) hervorging. Die Zahl der Toten mit einer bestätigten Corona-Infektion blieb mit 846 vergleichsweise stabil. Die bisherigen Höchstwerte wurden am 2. Januar mit 300'416 Neuinfektionen sowie am 12. Januar mit 4477 Toten verzeichnet.

    In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang knapp 30,4 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, mehr als 550'000 Menschen starben. In absoluten Zahlen gemessen – aber nicht relativ zur Bevölkerung – sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt. Bislang haben landesweit rund 96 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten, 53,4 Millionen gelten als voll geimpft, wie Zahlen der Gesundheitsbehörde CDC zeigen.

    Covid-Test Mitte März in Seattle, US-Budnesstaat Washington. (Archiv)
    Bild: AP
  • 9.53 Uhr
    St. Gallen zahlt Hilfe an Menschen in finanzieller Not

    Der Kanton St. Gallen unterstützt Menschen, die wegen der Corona-Krise ihre Ausgaben nicht mehr bezahlen können, mit einer Corona-Hilfe. Die Regierung hat dazu fünf Millionen Franken gesprochen. Die Hilfe funktioniert ähnlich wie die Ergänzungsleistungen.

    Die Regierung hat dazu eine Verordnung verabschiedet, wie der Kanton am Mittwoch mitteilte. Wer knapp am Existenzminimum lebt und deshalb Corona-Hilfe beanspruchen will, kann dies ab dem 15. April über die Gemeinde tun. Informationen gibt es auf www.coronahilfe.sg.ch.

    Die Hilfe sei eine Ergänzung zum bestehenden System der sozialen Sicherheit, heisst es. Anspruchsberechtigt sind Personen, die in den vergangenen zwölf Monaten mit ihrem Einkommen die anerkannten Ausgaben nicht decken konnten und auch nicht über bedeutendes Vermögen verfügen.

    Menschen im Kanton St. Gallen, die wegen der Coronakrise in existenzielle Not geraten sind, können ab dem 15. April eine Corona-Hilfe erhalten.
    Menschen im Kanton St. Gallen, die wegen der Corona-Krise in existenzielle Not geraten sind, können ab dem 15. April eine Corona-Hilfe erhalten.
    Bild: Keystone
  • 9.24 Uhr
    Besuche in St. Galler Altersheimen ohne Einschränkungen

    Bewohnerinnen und Bewohner der St. Galler Alters- und Pflegeheime können ab Donnerstag wieder ohne Einschränkungen Besuche empfangen. Der Kanton hat die Regeln gelockert, nachdem die Impfkampagne in den Heimen abgeschlossen ist.

    Mit den weiterhin geltenden Abstands- und Hygieneregeln seien die Heimbewohnerinnen und -bewohner ausreichend geschützt, heisst es in einer Mitteilung der Regierung vom Mittwoch.

    Seit dem vergangenen Oktober war es in vielen St. Galler Heimen zu Corona-Ausbrüchen gekommen. Die Regierung beschränkte aus diesem Grund die Besuche streng. Diese Einschränkungen können jetzt aufgehoben werden.

    Nachdem die Impfkampagne abgeschlossen ist, dürfen Bewohnerinnen und Bewohner der St. Galler Alters- und Pflegeheime wieder ohne Einschränkungen Besuch empfangen (Archivbild).
    Nachdem die Impfkampagne abgeschlossen ist, dürfen Bewohnerinnen und Bewohner der St. Galler Alters- und Pflegeheime wieder ohne Einschränkungen Besuch empfangen. (Archivbild)
    Bild: Keystone
  • 8.51 Uhr
    Kanton Zürich schaltet weitere Impf-Termine frei

    Neu können im Kanton Zürich auch Personen der Impfgruppen B, C, D und E einen Impf-Termin buchen. Im April stehen noch 78'500 Termine zur Verfügung.

    Damit können sich Personen ab 65 Jahren (Gruppe C) für eine Impfung anmelden, solche mit Vorerkrankungen mit höchstem Risiko (Gruppe B) sowie mit chronischen Krankheiten (Gruppen D und E), wie die kantonale Gesundheitsdirektion am Mittwoch mitteilte. Die Registrierung für einen Impf-Termin erfolgt über die Webseite der Gesundheitsdirektion.

    Im Kanton Zürich können sich weitere Impfgruppen einen Impftermin sichern. (Symbolbild)
    Im Kanton Zürich können sich weitere Impfgruppen einen Impftermin sichern. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 8.36 Uhr
    Pandemie wirft Gleichstellung um eine Generation zurück

    Das Corona-Jahr 2020 hat die Gleichstellung von Frauen und Männern um Jahrzehnte zurückgeworfen. Das geht aus dem Gleichstellungsindex des WEF hervor. Die Schweiz verbesserte sich allerdings deutlich und stieg in die Top Ten auf.

    Die Zeit, die benötigt wird, um die Gleichberechtigung zu erreichen, wurde durch die Covid-19-Pandemie um mehr als eine Generation verlängert, wie das Weltwirtschaftsforum (WEF) in der am Mittwoch veröffentlichten Studie schreibt.

    Schon 2019 rechnete das WEF damit, dass es bei gleichbleibenden Trends 95 Jahre bis zu Gleichstellung dauern würde. Nach den verheerenden Entwicklungen des Corona-Jahres sind es nun 135,6 Jahre. Frauen seien weiter mit Hürden im Wirtschaftsleben und bei der politischen Beteiligung konfrontiert. Es bleibe für viele eine Herausforderung, mit Familie im Berufsleben zu bleiben.

  • 8.07 Uhr
    China schickt Hunderttausende in Quarantäne

    Aus der chinesischen Stadt Ruili an der Grenze zu Myanmar sind mehrere neue Corona-Fälle gemeldet worden. Mindestens fünf Chinesen und vier Staatsbürger Myanmars seien infiziert, teilte die Gesundheitskommission der Provinz Yunnan am Mittwoch mit. Die Stadtverwaltung kündigte Corona-Tests für alle 210'000 Bewohner von Ruili an. Ausserdem müsse jeder für eine Woche zu Hause in Quarantäne. Der Wohnkomplex, in dem die Infektionen aufgetreten sind, wurde komplett abgeriegelt. Alle Läden ausser Supermärkten und Apotheken wurden geschlossen.

    Die Stadt kündigte ausserdem an, hart gegen all jene durchzugreifen, die illegal über die Grenze kommen, sowie deren Helfern. Ob das Virus aus Myanmar eingeschleppt wurde, war allerdings nicht klar. China hat die Corona-Pandemie weitgehend eingedämmt. Sobald neue Cluster auftreten, werden sofort ganze Städte abgeschottet und durchgetestet.

  • 07.18 Uhr
    Mehr als 17'000 Neuinfektionen in Deutschland

    In Deutschland sind innerhalb eines Tages mehr als 17'000 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwochmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 17'051 neue Ansteckungsfälle registriert – das sind gut 1200 mehr als am Mittwoch vergangener Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank gegenüber dem Vortag leicht auf 132,3.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz, welche die Zahl der Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, stieg zuletzt stetig an, nachdem sie im Februar zwischenzeitlich auf unter 60 gefallen war.

    Das RKI meldete am Mittwoch ausserdem 249 neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie erhöhte sich den Angaben zufolge auf 2'808'873. Insgesamt 76'342 Infizierte starben.

    16.10.2020, Sachsen, Dresden: Stephan Schäfer, Prüfarzt Fraunhofer-Gesellschaft, macht anlässlich eines Pressetermins zur Präsentation eines Corona-Testmobils im Fraunhofer Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik mit einem Abstrichstäbchen einen Abstrich bei einer Mitarbeiterin. Das mobile Labor soll es ermöglichen, mit einem neuen SARS-CoV-2-Testverfahren Infektionen schnell und effektiv nachzuweisen. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Sebastian Kahnert)
    Corona-Test in einem mobilen Labor in Deutschland. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 6.30 Uhr
    Hätte Bund schneller Impfstoff beschaffen können?

    Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) nimmt die Kontakte zwischen Bund und Lonza aus dem Frühjahr 2020 unter die Lupe. Dies sei am Dienstag entschieden worden, berichtet der «Tages-Anzeiger». Konkret geht es um die Gespräche über eine mögliche finanzielle Beteiligung des Bundes an der Herstellung des Impfstoffs der amerikanischen Biotechnologiefirma Moderna an der Produktionsstätte in Visp (VS). Der Entscheid der GPK sei der Kommission zufolge einstimmig ausgefallen.

    Das Parlament wolle klären, ob der Bund schneller einen Impfstoff gegen das Coronavirus hätte beschaffen können, wenn er vergangenes Jahr in die Lonza-Produktionsanlagen im Wallis investiert hätte.

    Lonza-Präsident Albert Baehny hatte vor ein paar Tagen in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag» erklärt, er habe am 1. Mai 2020 bei einer Sitzung dem Bund für 60 Millionen Franken eine eigene Produktionslinie für den Moderna-Impfstoff angeboten, dann aber nichts mehr gehört. Laut «Tages-Anzeiger» bestehen jedoch Unklarheiten und Widersprüche im Zusammenhang mit den Gesprächen, dem Lonza-Deal und der Frage, ob Lonza dem Bund wirklich eine schnellere Impfstofflieferung hätte garantieren können.

    Der Walliser Regierungspraesident Christophe Darbellay, die Walliser Staatsraetin Esther Waeber-Kalbermatten und Bundesrat Alain Berset, von rechts, hoeren den Erklaerungen eines Verantwortlichen zu, waehrend einer Fuehrung durch die Fabrik BioArkII beim Schweizer Pharma und Biotech Unternehmen Lonza, wo der Impfstoff gegen Covid-19, Coronavirus, der US Biotech Firma Moderna produziert wird, in Visp, am 11. Januar 2021. Bundesrat Berset informierte am Donnerstag, 25. Maerz 2021 in Bern zusammen mit den Vertretern der Herstellerfirmen von Covid Impfstoffen, Moderna und Pfizer ueber die laufende Impfkampagne. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)
    Bundesrat Alain Berset (r.) am 11. Januar 2021 bei einem Besuch bei Lonza in Visp, wo der Corona-Impfstoff von a Moderna produziert wird.
    Bild: Keystone/Alessandro della Valle

    Die USA und Deutschland sind bei der Entwicklung von Corona-Impfstoffen mit Abstand die grössten Geldgeber. Die beiden Länder haben zusammen 3,7 Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt, wie aus einer Aufstellung des Zentrums für Globale Gesundheit am Hochschulinstitut für internationale Studien und Entwicklung in Genf hervorgeht. Die USA investierten demnach fast 2,2 Milliarden Dollar, Deutschland 1,5 Milliarden Dollar aus der Staatskasse. Danach folgt mit grossem Abstand Grossbritannien, das auf 500 Millionen Dollar kommt. Insgesamt listet das Zentrum Investitionen von 5,9 Milliarden Dollar auf.

  • 4.30 Uhr
    USA und Deutschland sind grösste Impfstoff-Investoren

    Nach dieser Aufstellung kamen zwar 98,12 Prozent der Forschungsgelder aus öffentlichen Quellen. Allerdings betont das Zentrum, dass in Bezug auf Investitionen von Pharmafirmen nicht genügend Informationen vorlägen. Deren Beitrag dürfte in der Aufstellung unterrepräsentiert sein, schreibt das Zentrum, ebenso wie Investitionen von Ländern, in denen eigene Impfstoffe entwickelt wurden oder werden.

    Die grössten Empfänger seien Unternehmen wie Moderna, Johnson & Johnson, Biontech/Pfizer, CureVac und die Universität von Oxford gewesen, die den Impfstoff von Astrazeneca mit entwickelt hat.

    Das Genfer Zentrum verfolgt auch Herstellungs- und Kaufverträge. Die Datenlage sei aber noch komplizierter, hiess es. So lägen für 71 Prozent der Verträge keine Preise vor. Aus den Preisen, die veröffentlicht wurden, geht nach Angaben des Zentrums hervor, dass der Impfstoff von Biontech/Pfizer pro Dosis zwischen 6,75 und 23,50 Dollar kostet, das Moderna-Präparat zwischen 15 und 18 Dollar und das Mittel von Astrazeneca zwischen 2,50 und 8,00 Dollar. Der chinesische Impfstoff Sinopharm koste zwischen 18,55 und 35,72 Dollar pro Dosis.

  • 4.07 Uhr
    Brasilien registriert Tageshöchstwert an Corona-Toten

    Inmitten einer Regierungskrise und einer ausser Kontrolle geratenen Corona-Pandemie hat Brasilien erneut einen Tageshöchstwert bei den Corona-Toten registriert. Das Gesundheitsministerium in Brasília meldete am Dienstagabend (Ortszeit) 3780 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 in den vergangenen 24 Stunden. Am Dienstag vergangener Woche hatte Brasilien erstmals mehr als 3000 Corona-Tote an einem Tag erfasst. Das Gesundheitssystem ist vielerorts zusammengebrochen.

  • 3.37 Uhr
    Internationale Oscar-Standorte für Nominierte

    Wegen der Pandemie soll die diesjährige Oscar-Verleihung nun auch an Standorten in Europa über die Bühne gehen. Die Produzenten der 93. Academy Awards gaben am Dienstag in einer Videoschalte mit Vertretern der Nominierten bekannt, dass sich Oscar-Kandidaten aus London und möglicherweise aus anderen Städte dazuschalten können, wie die Branchenblätter «Variety» und «Hollywood Reporter» berichteten.

    Die Show am 25. April sollte zunächst nur an zwei Standorten in Los Angeles mit den Nominierten vor Ort laufen. Die Show-Produzenten, darunter «Traffic»-Regisseur Steven Soderbergh, hatten kürzlich erklärt, dass Zoom-Schalten bei der Gala nicht erwünscht seien. Wer also nicht live teilnehme, könne im Falle eines Sieges den Preis auch nicht virtuell annehmen. Wegen Corona-Auflagen wäre aber vor allem für Kandidaten aus Europa die Anreise nach Los Angeles schwierig gewesen. Nach den neuen Plänen können Auftritte von zusätzlichen Standorten, wie London, in die Show eingebaut werden.

    In Los Angeles soll neben dem traditionellen Dolby Theatre in Hollywood erstmals auch das Bahnhofsgebäude Los Angeles Union Station als Bühne dienen. Wegen der Pandemie war die Trophäen-Show vom üblichen Termin im Februar auf Ende April verschoben worden.

  • 0.55 Uhr
    Öffnung ab Juni: Malta startet Tourismus-Offensive

    Der bei den Corona-Impfungen rasch vorankommende Mittelmeerstaat Malta will sich ab Juni wieder in grossem Stil für Touristen öffnen. Bei der Vermarktung will das EU-Land vor allem auf Outdoor-Aktivitäten wie Sporttauchen setzen und damit wieder mehr Urlauber ins Land ziehen. Tourismus-Minister Clayton Bartolo verkündete am Dienstag ein entsprechendes Öffnungsprogramm, das sich die Regierung 20 Millionen Euro kosten lässt.

    Maltas wichtigster Flughafen ist zwar in Betrieb, allerdings werden momentan nur wenige Verbindungen angeboten. Einreisende müssen einen negativen Corona-Test vorweisen, um ins Land gelassen zu werden. Hotels, Restaurants und klassische Touristenattraktionen sind geschlossen. Bartolo zufolge sollen die Einreisebeschränkungen für geimpfte Flug- und Schiffspassagiere gelockert werden: Sie dürften ab Juni mit einem entsprechenden Nachweis ins Land, alle anderen müssen weiterhin einen Negativtest vorlegen.

    Auf Maltas 500'000 Einwohner kamen im Jahr 2019 – neuere Zahlen sind noch nicht verfügbar – rund 2,7 Millionen Feriengäste aus dem Ausland. Die Tourismusbranche gehört zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen des Inselstaats und sichert viele Arbeitsplätze. Im Zuge der Pandemie brachen Malta vergangenes Jahr mehr als 70 Prozent der Flugverbindungen ins Ausland weg – mit entsprechenden Folgen für die Wirtschaft.

    Derzeit macht das Land wieder positivere Schlagzeilen: Mit seiner Impfquote hat sich Malta an die Spitze der EU-Staaten gesetzt. Etwa jeder dritte Erwachsene auf der Insel ist bereits mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden.

  • 0.10 Uhr
    Merkel, Putin und Macron sprechen über Sputnik V

    Gespräche über russischen Impfstoff: Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Kremlchef Wladimir Putin über eine mögliche Kooperation bei Impfstoffen gesprochen. In dem Austausch per Videoschalte sei es auch um den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V gegangen, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Dienstagabend mit. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) habe über die Zulassung des Impfstoffes in der EU zu entscheiden. Nach Kreml-Angaben wurden unter anderem Perspektiven möglicher Lieferungen und der gemeinsamen Produktion des Präparats in EU-Ländern diskutiert. Im April werden in Russland Experten der EMA zur Begutachtung der Produktion und Lagerung des Impfstoffs erwartet. Der russische Pharmakonzern R-Pharm will das Vakzin von Juni oder Juli an im bayerischen Illertissen produzieren.