Ticker zum Postauto-Brand Busfahrer ehren verstorbenen Kollegen mit rührender Geste

SDA

13.3.2026 - 19:39

Freiburger Staatsanwalt gibt Auskunft: «Täter war schon vor der Haltestelle Kerzers im Postauto»

Freiburger Staatsanwalt gibt Auskunft: «Täter war schon vor der Haltestelle Kerzers im Postauto»

Beim Postauto-Brand in Kerzers FR sind sechs Menschen ums Leben gekommen. Der Freiburger Generalstaatsanwalt Raphaël Bourquin spricht mit blue News über erste Erkenntnisse aus den Ermittlungen.

11.03.2026

Ein Postauto ist am Dienstagabend im Zentrum von Kerzers FR in Flammen aufgegangen. Es gibt sechs Tote und fünf Verletzte. Nach ersten Ermittlungen hat ein Mann vorsätzlich gehandelt und sich selbst angezündet. Alle Entwicklungen im Ticker.

,

Keystone-SDA, Redaktion blue News

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Am 10. März übergiesst sich ein 65-Jähriger in einem Postauto in Kerzers FR mit Benzin und steckt sich und den Bus in Brand.
  • Neben diesem Mann sterben fünf weitere Personen: Das jüngste Opfer ist 16, das älteste – der Busfahrer – 63. Jahre alt.
  • Fünf Personen wurden verletzt. Zwei von ihnen sind noch im Spital.
  • Der mutmassliche Täter war wegen Betäubungsmitteln der Berner Kantonspolizei bekannt und offenbar psychisch krank.
  • Liveticker
    Neue Beiträge
  • Liveticker beendet
  • 19.39 Uhr

    Kerzers-Täter verschanzte sich 2019 in einem SRF-Gebäude

    Ein Medienbericht enthüllt weitere Details zum mutmasslichen Täter von Kerzers. Dieser soll sich 2019 in einem SRF-Gebäude verschanzt und gedroht haben, sich etwas anzutun.

  • 10.20 Uhr

    Täter von Kerzers FR lebte isoliert im Wohnmobil

    Nach der tödlichen Brandkatastrophe in einem Postauto in Kerzers FR werden neue Details über den mutmasslichen Täter bekannt. Der 65-jährige Schweizer lebte zurückgezogen in einem Wohnmobil und kämpfte offenbar mit schweren persönlichen Problemen.

    Was sonst noch über den Täter bekannt ist, haben wir für dich in diesem Artikel zusammengefasst. 

  • 10.03 Uhr

    Busse verkehren in Gedenken an toten Busfahrer mit Blumenschmuck

    Ein Postauto mit Blumenschmuck in der Region Kerzers.
    Ein Postauto mit Blumenschmuck in der Region Kerzers.
    Linkedin / Philipp Wieland

    Zahlreiche Busse in der Region von Kerzers FR sind heute mit Blumenschmuck unterwegs. Es handle sich dabei um alle Busse, die der verstorbene Busfahrer gefahren sei, schreibt der Geschäftsführer der Wielandbus AG, Philipp Wieland, auf Linkedin.

    «Mit dieser besonderen Geste lassen wir unseren Kollegen ein letztes Mal durch den Bezirk fahren – in stillem Dank, mit grossem Respekt und in ehrendem Gedenken», heisst es in dem Beitrag weiter. 

  • 4.40 Uhr

    Schule in Kerzers aktiviert nach Busbrand Krisenstab

    Unter den Todesopfern des Brandanschlags von Kerzers befindet sich laut den «Freiburger Nachrichten» ein Schüler aus der Freiburger Gemeinde. Nach dem Brand wurde umgehend ein Krisenstab in Zusammenarbeit mit den Gemeindebehörden und der Schuldirektion einberufen, wie Andreas Maag, Vorsteher des Amts für deutschsprachigen obligatorischen Unterricht, der Zeitung sagte. «Einige Schülerinnen und Schüler hatten den Unfall live miterlebt oder gefilmt, andere kamen an der Unfallstelle vorbei», sagte er. Dem Krisenstab sei es wichtig gewesen, sachlich zu informieren und den Unterricht sicherzustellen. Die Lehrpersonen seien instruiert worden und hätten den Vorfall in den Klassen thematisiert. Psychologische Betreuung stehe weiterhin zur Verfügung.

  • Freitag, 13. März 2026, 4.30 Uhr

    Bericht: Spital stufte mutmasslichen Täter als gefährlich ein

    Das Berner Spital hat nach Angaben der Zeitungen von CH Media den mutmasslichen Täter des Brandanschlags in Kerzers FR als gefährlich eingestuft. Das Spital warnte die Polizei vor dem geflüchteten Patienten, wie die Zeitungen schrieben. Der psychisch instabile Mann war demnach wegen eines körperlichen Leidens im Spital.

    Nach Informationen von Tamedia begab er sich aus eigener Initiative ins Spital Aarberg. Abklärungen der Polizei ergaben, dass von dem Mann keine Gefahr ausging. Die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde Bern Seeland teilte Tamedia mit, dass Selbst- oder Fremdgefährdung kein Thema gewesen sei. Der Mann habe einen Beistand für administrative Angelegenheiten gehabt. Nachbarn beschrieben ihn laut Tamedia als freundlich, aggressiv sei er nicht gewesen. Der Mann lebte demnach in einem Camper in der Nähe von Aarberg. Er stand laut dem Medienhaus unter Druck, ein neues Zuhause zu finden.

  • 18.56 Uhr

    Betroffene erhalten keinen Solidaritätsbeitrag

    Anders als die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS erhalten die Betroffenen des Brandanschlags auf ein Postauto in Kerzers FR keinen Solidaritätsbeitrag des Bundes. Weiter gab die Berner Kantonspolizei am Donnerstag bekannt, dass der psychisch instabile Täter nicht als «Gefährder» galt.

    Der 65-jährige Schweizer aus dem Kanton Bern, der sich am Dienstagabend in einem Postauto in Kerzers selbst angezündet und damit fünf Menschen mit in den Tod riss und weitere fünf verletzte, sei der Polizei nicht als «Gefährder» bekannt gewesen, sagte Ramona Mock, Kommunikationschefin der Kantonspolizei Bern, in einem Interview mit Radio SRF.

    Der Anschlag sorgte auch am Donnerstag weit herum für Bestürzung. An der Jahresmedienkonferenz der Schweizerischen Post sprachen alle Beteiligten den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus. Ausserdem hielten sie eine Schweigeminute ab.

  • 8.13 Uhr

    «Ein Teil unserer Familie» – Postauto-CEO trauert um toten Busfahrer

    Nach dem tödlichen Brand eines Postautos in Kerzers meldet sich nun auch die Unternehmensleitung zu Wort. Postauto-CEO Stefan Regli würdigt den verstorbenen Busfahrer als «geschätzten Kollegen» und spricht den Angehörigen sein Beileid aus.

  • 8.06 Uhr

    Dorf unter Schock

    In Kerzers löste der Brand grosse Betroffenheit aus. Bei den Einwohnern herrschte Fasslungslosigkeit, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA feststellte.

    Solche Dinge würde man im Ausland oder in Grossstädten sehen, «aber doch nicht in einem kleinen Ort wie unserem», sagte eine Frau. «Die Menschen beginnen erst jetzt zu begreifen, welche Tragödie sich ereignet hat. Es sind Menschen aus dieser Gegend, die ums Leben gekommen sind», sagte eine andere.

    Feuerwehrleute legen in Kerzers FR am 11. März Blumen nieder.
    Feuerwehrleute legen in Kerzers FR am 11. März Blumen nieder.
    KEYSTONE
  • 7.42 Uhr

    Mitreisende halfen dem Täter noch

    Eine 16-Jährige ist in dem fraglichen Bus mitgefahren, jedoch noch rechtzeitig bei der Haltestelle Düdingen, Schiffenen ausgestiegen.

    Der Täter sei ihr schon beim Einstiegen aufgefallen, berichtet sie «20 Minuten». «Er hatte Einkaufswägelchen dabei und Lotterie-Tickets, die er nach dem Hinsetzen aufzurubbeln begann. Man sah, dass er nervös und leicht aggressiv war», wird Melanie zitiert.

    Der Tatort auf einem Bild der Kantonspolizei Freiburg vom 10. März.
    Der Tatort auf einem Bild der Kantonspolizei Freiburg vom 10. März.
    KEYSTONE

    Ein anderer Passagier habe dem Mann noch geholfen, sein zahlreiches Gepäck in den Bus zu räumen. Und auch Melanie war offenbar freundlich: «Ein anderer Mann und ich haben ihm unseren Klappsitz freigemacht.»

    Die junge Frau setzt sich nach vorne und beachtet den 65-Jährigen nicht weiter, der nach Zigaretten gerochen habe – und bald darauf seine Untat begeht.

  • 7.13 Uhr

    Forensiker glaubt an Wahnvorstellungen

    Hätte die Tat von Kerzers verhindert werden können, weil es dem Täter schlecht ging und er aggressiv war? «Es ist sehr unwahrscheinlich, dass man im Vorfeld etwas hätte sehen können», relativiert Jérôme Endrass, Professor für forensische Psychologie an der Universität Konstanz, gegenüber dem SRF. «Von 1000 Menschen, die diese Kriterien erfüllen, schreitet nur einer zu einer solchen Tat.»

    Der Forensischer Psychologe vermutet eine schwere Erkrankung bei dem 60-Jährigen: Sich anzuzünden könne «im Kontext einer Psychose passieren, im Zuge einer starken, wahnhaften Erkrankung». Nun müsse die Krankengeschichte des Täters nachgezeichnet werden. «So kann man möglicherweise ein Motiv für die Tat erschliessen.»

  • Donnerstag, 12. März 2026, 4.30 Uhr

    Antrag zur Anpassung des Opferhilfegesetzes eingereicht

    Die Grünen haben gemäss CH Media in der Rechtskommission des Nationalrats einen Antrag zur Anpassung des Opferhilfegesetzes eingereicht. Die Kommission wird sich Mitte April damit befassen, wie das Medienhaus schrieb. «Die Tragödie von Kerzers hat den Handlungsbedarf leider nochmals dringlich aufgezeigt», sagte Nationalrätin Sibel Arslan (Grüne/BS) zu CH Media.

    Der Nationalrat hat erst am Montag, einen Tag vor dem Brandanschlag in Kerzers FR, einem Solidaritätsbeitrag für die Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana VS zugestimmt. Ein Antrag von Arslan wurde abgelehnt. Dieser wollte das Opferhilfegesetz um einen Absatz ergänzen, der dem Bund bei «ausserordentlichen Ereignissen» ermöglicht, einen Solidaritätsbeitrag zu bezahlen. Der Postautobrand offenbare die Schwäche bei der Soforthilfe des Bundes, schrieb die «Neue Zürcher Zeitung» in einem Kommentar. Mit Geld vom Bund dürften die Familien in Kerzers kaum rechnen, hiess es darin weiter.

  • 21.53 Uhr

    Alle Opfer des Brandes identifiziert

    Nun sind alle Todesopfer des Postauto-Brandes von Kerzers identifiziert. Wie die Kantonspolizei Freiburg am späten Abend mitteilt, kamen neben dem 65-jährigen mutmasslichen Brandstifter auch der 63-jährige Busfahrer ums Leben. Ausserdem verstarben zwei Frauen im Alter von 25 und 39 Jahren, ein 29 Jahre alter Mann sowie ein 16-jähriger Jugendlicher.

    Der 63-jährige Busfahrer war portugiesischer Herkunft, die übrigen Todesopfer waren Schweizer Staatsangehörige, alle «in der Region wohnhaft», wie es in der Mitteilung heisst. Demnach wurden auch die Verletzten identifiziert.

    Es handelt sich um zwei Männer im Alter von 34 und 61 Jahren sowie zwei Frauen im Alter von 27 und 56 Jahren, ebenso alle Schweizer Staatsangehörige, sowie einen 32-jährigen kosovarischen Staatsanghörigen. Die 56-jährige Frau sowie der 34-jährige Mann befinden sich derzeit noch im Spital.

  • 18.57 Uhr

    Polizei fahndete seit dem Mittag nach dem Täter

    Die Berner Polizei fahndete seit dem Dienstagmittag erfolglos nach jenem Mann, der am Abend wohl den verheerenden Brand in einem Postauto in Kerzers FR ausgelöst hat.

  • 16.54 Uhr

    Bundespräsident Parmelin hält Ansprache in Kerzers

    Bundespräsident Guy Parmelin hielt am späten Mittwochnachmittag eine Ansprache in Kerzers.

    «Erneut müssen wir traurige Momente erleben», sagt Parmelin. Seine Gedanken seien bei allen, die vom Unglück betroffen seien: «Im Namen des Bundesrat spreche ich Ihnen mein tief empfundenes Beileid und meine herzliche Anteilnahme aus.» Den Verletzten wünsche er in diesen schweren Stunden viel Kraft und eine schnelle Genesung.

    Bundespräsident Guy Parmelin und seine Ehefrau Caroline Parmelin besuchten am Mittwoch Kerzers.
    Bundespräsident Guy Parmelin und seine Ehefrau Caroline Parmelin besuchten am Mittwoch Kerzers.
    Keystone

    Parmelin spricht zudem den Rettungskräften seinen Dank aus. «In solchen Momenten zeigt sich, wie wichtig Zusammenhalt und Mitmenschlichkeit sind», so der Bundespräsident.

    Vor der Rede Parmelins legten Rettungskräfte unter Applaus Blumen nieder.

  • 15.11 Uhr

    Erstes Opfer identifiziert: 26-jährige Radio-Moderatorin starb im Postauto

    Insgesamt sechs Menschen haben beim Postauto-Brand in Kerzers FR ihr Leben verloren. Nun ist die Identität des ersten Todesopfer bekannt. Dabei handelt es sich um die 26-jährige Energy-Bern-Moderatorin Lara Baumgartner, wie der Radio-Sender auf Facebook mitteilt.

    «Lara war ein wunderbarer Mensch und eine aussergewöhnliche Kollegin. Ihr Lachen, ihre grosse Herzlichkeit, ihr feiner Humor und ihre kluge, liebevolle Art haben viele Menschen berührt», heisst es in der Mitteilung. Sie hinterlasse eine Lücke, die kaum in Worte zu fassen ist. «Das gesamte Energy Team ist zutiefst erschüttert und in Gedanken bei Laras Familie, ihren Angehörigen und allen, die ihr nahestanden», heisst es weiter.

    Über die Identität der weiteren fünf Todesopfer sind bisher keine Informationen bekannt. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich bei einem davon um den mutmasslichen Täter handelt.

  • 14.29 Uhr

    Medienkonferenz ist beendet

    Die Medienkonferenz ist beendet.

  • 14.29 Uhr

    Zwei Verletzte weiterhin im Spital

    Von den fünf Verletzten seien zwei nur leicht verletzt gewesen, erklärt Manuela Spicher, Leiterin der Sanitätszentrale 144 Freiburg-Jura. Die anderen drei Personen seien in der Nacht in Spitäler gebracht worden. Einer sei mittlerweile schon wieder nach Hause, die anderen zwei Verletzten weiterhin im Spital.

  • 14.25 Uhr

    Mutmasslicher Täter verhielt sich eigenartig

    Mutmasslicher Täter habe sich schon bevor er in das Postauto eingestiegen sei, eigenartig verhalten, sagt Staatsanwalt Bourquin. Das hätten Zeugen ausgesagt.

  • 14.24 Uhr

    Strafuntersuchung muss Frage von geschlossenen Türen klären

    Wie der Bus funktioniert hat, werde im Rahmen der Strafuntersuchung untersucht. Berichte darüber, dass sich einige Türen nicht öffnen liessen, könnten nicht bestätigt werden, erklärt Polizeikommandant Allain.

  • 14.22 Uhr

    Jüngstes Opfer womöglich erst 17 Jahre alt

    Die potentiellen Opfer seien laut Polizeikommandant Allain zwischen 1961 bis 2009 geboren, das sei aber noch nicht abschliessend geprüft. Das jüngste Opfer könnte also gerade 17 Jahre alt sein. Der mutmassliche Täter sei etwa 60 Jahre alt.

  • 14.20 Uhr

    «Er war randständig und litt an psychischen Störungen»

    Der mutmassliche Täter sei noch nicht formell identifiziert. «Er war anscheinend randständig und litt an psychischen Störungen», sagt Staatsanwalt Raphaël Bourquin. Er sei den Behörden aber eher medizinisch als strafrechtlich bekannt.

  • 14.19 Uhr

    Nicht klar, wieso Opfer das Postauto nicht verlassen konnten

    Die genauen Umstände des Unfalles seien noch nicht bekannt, antwortet Polizeikommandant Philippe Allain auf die Frage, warum die Opfer das Postauto nicht verlassen konnten. Das werde noch überprüft.

  • 14.16 Uhr

    «Heute teilen wir unsere Trauer»

    Staatsrat Philippe Demierre beendet die Medienkonferenz. Er fordert die anwesenden Medienschaffenden dazu auf, keine Gerüchte und nur abgesicherte Informationen zu verbreiten. «Heute teilen wir unsere Trauer», sagt er zum Schluss. Man werde alles tun, um Angehörige und Opfer zu unterstützen. Nun können die Medienschaffenden Fragen stellen.

  • 14.15 Uhr

    Bild aus der Pressekonferenz

    Die Freiburger Behördenvertreter an der Medienkonferenz.
    Die Freiburger Behördenvertreter an der Medienkonferenz.
    Keystone
  • 14.12 Uhr

    Mutmasslicher Täter wahrscheinlich unter den Toten

    Staatsanwalt Raphaël Bourquin erklärt, dass eine Strafuntersuchung für Tötung und Brandstiftung eingeleitet wurde. Man habe bereits Zeugen angehört und Überwachungskameras ausgewertet.

    Gemäss ersten Erkenntnissen sei ein Mann aus dem Kanton Bern mit Säcken in der Hand in den Bus eingestiegen, dann habe er sich mit brennbarer Flüssigkeit überschüttet und angezündet.

    Der mutmasslicher Täter gehöre wahrscheinlich zu den Todesopfern, sagt Bourquin weiter. Es gebe aber keine Hinweise auf einen terroristischen Akt. Bourquin beschreibt den mutmasslichen Täter als Person, die «am Rand der Gesellschaft» gestanden habe.

  • 14.08 Uhr

    Opfer werden derzeit identifiziert

    Jetzt spricht Kommandant der Kantonspolizei Philippe Allain. Er wiederholt die Vorgänge von Dienstagnacht. Um 18.25 sei die Alarmzentrale der Freiburger Kantonspolizei angerufen wurden. Rettungskräfte seien darauf gleich ausgerückt: «Passagiere stiegen brennend aus dem Bus», so Allain. Um 19.18 Uhr habe man bereits fünf Todesopfer gezählt. Dann habe man gleich eine Hotline aufgeschaltet, um Angehörige zu informieren. Die Opfer habe man am Mittwochmorgen zu identifizieren begonnen.

  • 14.02 Uhr

    «Uns ist bewusst, dass dieses Ereignis viele Fragen aufwirft»

    Staatsrat Demierre drückt sein Beileid mit den Opfern aus. «Wir wollen unser tiefstes Mitgefühl den Angehörigen aussprechen», sagt er. Die Rettungskräfte seien mit grosser Professionalität sofort zur Stelle gewesen. «Ich möchte den Betroffenen versichern, dass sie jegliche Unterstützung von uns erhalten werden», sagt Demierre weiter. «Uns ist bewusst, dass dieses Ereignis viele Fragen aufwirft.» Man werde alle bekannten Informationen weitergeben, man wisse aber selbst noch nicht alles.

  • 14.00 Uhr

    Medienkonferenz beginnt

    Die Freiburger Regierung informiert über den Postauto-Brand in Kerzers. Anwesend sind Staatsrat Philippe Demierre, Staatsrat Romain Collaud, Präfekt des Seebezirks Christoph Wieland, Generalstaatsanwalt Raphaël Bourquin, Kommandant der Kantonspolizei Freiburg Philippe Allain und Leiterin der Sanitätszentrale 144 Freiburg-Jura Manuela Spicher.

    Die Freiburger Behörden informieren am Mittwoch über den Stand der Dinge nach dem Postauto-Brand in Kerzers.
    Die Freiburger Behörden informieren am Mittwoch über den Stand der Dinge nach dem Postauto-Brand in Kerzers.
    blue News
  • 13.21 Uhr

    Stimmung in Kerzers ist gedrückt

    Am Mittwochmorgen ist die Stimmung in Kerzers gedrückt. Unter den Einwohner*innen, die alle Bilder des Dramas gesehen haben, herrscht Fassungslosigkeit.

  • 13.01 Uhr

    Gedenkanlässe am Nachmittag und Abend

    Die Evangelisch-reformierte und katholische Kirche des Kantons Freiburg hat ihre Solidarität mit den Opfern in Kerzers bekundet. Die «innigsten Gebete gelten den Familien, die von dieser Katastrophe schwer getroffen wurden», heisst es in einer Mitteilung. Um 19 Uhr wird in der Reformierten Kirche in Kerzers eine ökumenische Gebets- und Andachtsfeier stattfinden.

    In Kerzers ist unterdessen im Ortszentrum ein weisses Zelt aufgestellt worden. Es liegt ein Kondolenzbuch auf. In dem Zelt können Menschen Blumen niederlegen oder auf andere Weise ihrer Trauer Ausdruck verleihen. Um  17 Uhr wird zudem eine Delegation des Freiburger Staatsrates eine Ansprache halten.

    Beim Brandort legen Menschen Blumen nieder, um der Opfer zu gedenken.
    Beim Brandort legen Menschen Blumen nieder, um der Opfer zu gedenken.
    Keystone
  • 12.23 Uhr

    Mutmasslicher Täter ist Behörden bekannt

    Nach Angaben von RTS ist der mutmassliche Täter den Behörden «wegen psychischer Instabilität bekannt». Er wohne im Kanton Bern, schreibt der Sender weiter. Weitere Informationen zum mutmasslichen Täter gibt es derzeit nicht.

  • 11.06 Uhr

    Schwerverletzte Person wird am Universitätsspital Zürich behandelt

    Auf Anfrage von SRF bestätigt das Universitätsspital Zürich, dass eine schwerverletzte Person dort behandelt wird. «Auf der Intensivstation für Schwerbrandverletzte wird eine Person behandelt. Stand jetzt werden keine weiteren Betroffene des Unglücks ans Universitätsspital verlegt», heisst es laut SRF vom USZ weiter. Laut BRK News ist die Person bereits in der Nacht mit dem Helikopter nach Zürich geflogen worden.

  • 10.50 Uhr

    Italienischer Aussenminister bekundet Beileid nach Postautobrand

    Der italienische Aussenminister Antonio Tajani hat der Schweiz sein Beileid bekundet. Italien stehe der Schweiz nahe, schrieb Tajani in einer Nachricht auf dem sozialen Netzwerk X.

    «In diesem Moment der Trauer sind meine Gedanken bei den Menschen, die ihr Leben verloren haben, und ihren Familien», schrieb Tajani weiter. Der Minister wünschte den Verletzten gute Genesung. Dem «befreundeten Schweizer Volk» versicherte er «die Zuneigung und Solidarität aller Italiener».

  • 10.41 Uhr

    Grafik zeigt: Hier ging das Postauto in Flammen auf

    Das Postauto fuhr laut Angaben der Polizei von Düdingen nach Kerzers. Auf der Murtenstrasse in Kerzers neben Spar und Migros brach es in Flammen auf.

  • 9.39 Uhr

    Gemeinde Kerzers betroffen

    Die Gemeindebehörden von Kerzers bekundeten auf der Internetseite der Gemeinde ihre Betroffenheit mit den Familien und Angehörigen der Opfer. «Wir sind in Gedanken mit allen Personen, die vom Ereignis betroffen sind», heisst es in dem kurzen Statement.

  • 8.13 Uhr

    «Nicht schon wieder» – Parlament gedenkt der Opfer

    Der Nationalrat hat am Mittwoch zum Start in den Sessionstag der Opfer des Brandes in einem Postauto in Kerzers FR gedacht. Die Ratsmitglieder erhoben sich für eine Schweigeminute.

    «Mit grosser Bestürzung haben wir vom Brand eines Postautos in Kerzers im Kanton Freiburg erfahren. Dieses tragische Ereignis erschüttert nicht nur eine Region, einen Kanton, sondern weit darüber hinaus», sagte der Freiburger Nationalratspräsident Pierre-André Page (SVP) vor dem Start der Debatte.

    Votum Page Pierre-André 371019

    Votum Page Pierre-André 371019

    11.03.2026

    «Im Namen des Nationalrats und in meinem eigenen Namen möchte ich den Familien und Angehörigen der Opfer unser Mitgefühl und unser aufrichtiges Beileid aussprechen und den Verletzten eine gute Genesung wünschen», sagte Page weiter.

    Im Ständerat sprach Präsident Stefan Engler (Mitte) von einem unbegreiflichen Brandereignis. «Nicht schon wieder», eröffnete er. «Wie aus dem Nichts nimmt eine alltägliche Situation eine unvorstellbare Wende, vielleicht auf dem Heimweg von der Arbeit oder von der Schule.» Erschreckend sei die Sinnlosigkeit des Geschehens, wenn es Anzeichen dafür gebe, dass es sich um eine verstörende Vernichtungstat gehandelt habe.

  • 08.06 Uhr

    «Keine Anhaltspunkte für einen terroristischen Hintergrund»

    In der RTS-Sendung «La Matinale» erklärte Martial Pugin, Kommunikationschef der Kantonspolizei Freiburg, es werde von einer «vorsätzlichen Tat» ausgegangen. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gebe es derzeit jedoch nicht. «Die Abklärungen und Ermittlungen laufen weiter», sagte er. Auch zum mutmasslichen Täter könne er derzeit keine Angaben machen.

    Laut Pugin konnte die dritte Person, die in der Nacht ins Spital eingeliefert wurde, bereits wieder nach Hause zurückkehren. Zwei Personen befinden sich weiterhin schwer verletzt im Spital.

  • 7.58 Uhr

    Bilder aus Kerzers

    Weiss gekleidete Forensiker*innen beim ausgebrannten Postauto.
    Weiss gekleidete Forensiker*innen beim ausgebrannten Postauto.
    BRK News

    Bilder vom Dienstagabend zeigen Forensiker*innen am Brandort.

  • 7.45 Uhr

    Post spricht Betroffenen Beileid aus

    Der Brand in Kerzers sei eine schreckliche Tragödie, teilte die Post am Mittwochmorgen mit. Alle Mitarbeitenden von Postauto und der Post seien schockiert und betroffen.

    In der Mitteilung sprach Stefan Regli, CEO Postauto und Mitglied der Konzernleitung, im Namen des Verwaltungsrates und der gesamten Konzernleitung allen sein tief empfundenes Beileid aus. «Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen», hiess es weiter.

  • 7.40 Uhr

    Medienkonferenz um 14 Uhr

    Am Mittwoch findet um 14 Uhr in Granges-Paccot im Gebäude der Kantonspolizei eine Pressekonferenz statt. Die Freiburger Behörden wollen dann über die aktuelle Lage berichten.

    Für Angehörige hat die Polizei unter der Nummer 0800 261 700 eine Hotline eingerichtet.

  • 7.38 Uhr

    Was wir wissen und was nicht

    Die Ermittlungen zur Ursache des Postauto-Brands in Kerzers vom Dienstagabend laufen. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Beim Brand eines Postautos im Zentrum von Kerzers FR sind am frühen Dienstagabend sechs Menschen ums Leben gekommen. Weitere vier Passagiere und ein Rettungssanitäter wurden verletzt, wie die Kantonspolizei Freiburg am Dienstagabend vor den Medien erklärte. Die Polizei geht derzeit von einer mutwilligen Tat aus.

Drei der Verletzten befinden sich laut Polizeiangaben in einem kritischen Zustand, einer wurde mit dem Helikopter ins Spital geflogen.

Derzeit geht die Polizei davon aus, dass der Brand durch eine Personen mutwillig verursacht worden ist, wie sie weiter mitteilte. Die Ermittlungen dazu würden laufen. «Zeugenaussagen zufolge hat eine Person vorsätzlich mit einem Brandsatz hantiert», erklärte Frédéric Papaux, Sprecher der Polizei. Er betonte, dass die Untersuchungen im Gange seien.

Das ausgebrannte Postauto in Kerzers. (10. März 2026)
Das ausgebrannte Postauto in Kerzers. (10. März 2026)
Bild: Keystone/Kantonspolizei Freiburg

Identifizierung der Toten läuft

Die Polizei gehe auch Meldungen nach, wonach sich eine Person mit Benzin übergossen und angezündet habe, sagte eine Polizeisprecherin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Nichts dazu sagen wollte sie, ob es sich möglicherweise um einen Terroranschlag gehandelt habe.

Die Identität der Verletzten ist geklärt. Die Identifikation der Toten steht nach Polizeiangaben noch aus und dürfte womöglich mehrere Tage dauern. Für die Angehörigen hat die Polizei eine Hotline eingerichtet unter der Nummer 0800 261 700.

Der Bus sei von Düdingen nach Kerzers unterwegs gewesen, hiess es an der Medienkonferenz weiter. Gegen 18.25 Uhr sei die Einsatz- und Alarmzentrale der Kantonspolizei über den Brand an der Murtenstrasse in Kerzers informiert worden.

Als die Rettungskräfte vor Ort eingetroffen seien, sei das Fahrzeug bereits vollständig in Flammen gestanden. Verletzte Passagiere seien aus dem brennenden Fahrzeug gestiegen, sagte Papaux. Im Inneren des Busses hätten die Einsatzkräfte verstorbene Personen vorgefunden.

Bundespräsident und Post zeigen sich bestürzt

Zur Anzahl der Passagiere im Postauto konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Der Brand sei auf der Strecke ausgebrochen. Die Rettungsmassnahmen waren am späteren Dienstagabend noch im Gang.

Der Brand in Kerzers sei eine schreckliche Tragödie, teilte die Post am Mittwochmorgen mit. Alle Mitarbeitenden von Postauto und der Post seien schockiert und betroffen. In der Mitteilung sprach Stefan Regli, CEO Postauto und Mitglied der Konzernleitung, im Namen des Verwaltungsrates und der gesamten Konzernleitung allen sein tief empfundenes Beileid aus. «Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen», hiess es weiter.

Heute findet Pressekonferenz zur Lage statt

Der Freiburger Staatsrat sprach in einer Mitteilung in der Nacht auf Mittwoch den Familien und Angehörigen der Opfer sein tiefstes Beileid aus. Die Anteilnahme der Kantonsregierung richtete sich auch an alle anderen Personen, die vom Brand betroffen sind. Zudem würdigte die Regierung das Engagement der Einsatzkräfte.

Der Staatsrat teilte zudem mit, dass am heutigen Mittwoch um 14 Uhr in Granges-Paccot FR im Gebäude der Kantonspolizei eine weitere Pressekonferenz stattfindet, um eine «Bilanz der Lage zu ziehen».

Auch von Bundespräsident Guy Parmelin kamen Worte der Anteilnahme. Er zeigte sich über den Vorfall bestürzt. Es mache ihn traurig, dass erneut Menschen in der Schweiz bei einem schweren Brand ums Leben gekommen sind, schrieb Parmelin – wohl in Gedenken an die Brandkatastrophe in Crans-Montana VS in der Silvesternacht – auf der Onlineplattform X.

Den Angehörigen der Verstorbene von Kerzers sprach der Bundespräsident sein Beileid aus. Seine Gedanken seien auch bei den Verletzten und den Rettungskräften. «Die Hintergründe werden geklärt», versprach Parmelin.